Die Woche der Fed

Die vergangene Handelswoche schloss uneinheitlich ab, wobei der US-Tech-Sektor zunehmend unter Druck geriet. Dies dürfte an der aktuellen Datenlage liegen, bei der Konjunkturdaten schwächer als erwartet ausfielen, während die US-Inflation in Form der Verbraucher- und Erzeugerpreise stets für Überraschungen auf der Oberseite sorgte. Die Hoffnungen auf ein „Goldilocks-Szenario“, in dem die Wirtschaft stark und die Inflation niedrig ist, wurden zunehmend untergraben, was Befürchtungen schürt, dass die Wirtschaft weniger robust sein könnte und gleichzeitig die Inflation sich verfestigt – ein Hinweis auf ein mögliches Stagflationsszenario. Die Anleihemärkte spiegeln diese Entwicklungen wider, mit steigenden Renditen für US-Staatsanleihen, die sich wieder nahe ihrem Jahreshoch bewegen und vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank Fed weiter ansteigen könnten. Auch der auf einem Jahreshoch befindliche Ölpreis könnte dazu beitragen, die Inflation auf einem zu hohen Niveau zu stabilisieren.

Der DAX erreichte zwar ein neues Allzeithoch bei 18.000 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht weiter ausbauen. Der große Verfallstermin am Freitag könnte als zusätzlicher Treiber gewirkt haben, wobei die damit verbundenen Absicherungsgeschäfte in der kommenden Woche stetig abgebaut werden dürften, was eine klarere Marktbewegung ermöglichen könnte. Die neue Woche verspricht, durch die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend besonders ereignisreich zu werden. Jerome Powell, der Fed-Chef, könnte eine noch restriktivere Haltung einnehmen, was die Anleiherenditen weiter nach oben treiben und die Aktienmärkte belasten könnte. Die sogenannten Dot-Plots der Fed, die die Zinserwartungen der Fed-Mitglieder abbilden, werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Zusätzlich stehen zahlreiche Frühindikatoren an, darunter der ZEW-Index, der Ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Diese Daten werden weitere Einblicke in die wirtschaftliche Lage und Stimmung geben und könnten die Markterwartungen weiter beeinflussen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 03:15 Uhr China Industrieproduktion Februar
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Februar (endgültig)
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen März
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen März
    • 13:30 Uhr USA Baugenehmigungen/ Baubeginne Februar
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Februar
    • 09:45 Uhr Eurozone EZB-Präsidentin Lagarde
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen März (vorläufig)
    • 19:00 Uhr USA Fed Zinsentscheid/ 19:30 Uhr Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
    • 13:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index März
    • 13:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 14:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
    • 15:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Februar
  • Freitag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex März

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (orange), Dow Jones (gelb) , Russell 2000 (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2024.

Performance seit Januar 2024

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 schloss die Vorwoche nur wenig verändert. Der Aufwärtstrendkanal von Januar wurde auf der Unterseite leicht verletzt. Die 5.090 – 5.190 stellen die neutrale Wochenrange. Oberhalb Chance auf weitere Ausdehnung 5.280. Unterhalb droht hingegen der Weg über die 5.020 zur 4.930.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Dow Jones handelte weiter innerhalb der Vorwochenrange, ohne jedoch den ersten Support zu verletzen. Die November-Rallye ist weit ausgedehnt, aber bisher fehlen die Umkehrtendenzen. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 36k eingeplant werden. Der steigende Keil von Januar bleibt auf der Unterseite aufgelöst. Oberhalb der 38.2/38.4 bleibt die Range über die 38.8 zur 39.3 aktiv. Darüber 39.5 und 40k. Unterhalb droht die erste Eintrübung zur 37.650.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 kann seit Februar keine Zugewinne mehr verzeichnen. Der Index steht nach +31% seit November vor einer fertig ausgebildeten großen Impulsbewegung. Der Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Das Signal dafür wird bisher konsequent gemieden. Die Bären müssen die die 17.750 reißen, um eine erste Eintrübung zu erzwingen. Oberhalb bleibt eine Range zur 18.4 aktiv. Darüber Chance auf 18.7/19k. Unterhalb würde sich die Tür zur 17.4 und 17k öffnen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat März.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.

Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle Formation ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17.4 wird die Tür zur 18k geöffnet. Nachfolgend 18.4. Unterhalb muss nach der 17k hingegen eine Konsolidierung in Bereich der 16.3 eingeplant werden.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, allerdings erfolgt die Auflösung zunehmend impulsiv, wovon oberhalb der 17.4 auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden muss. Erst bei Bruch zurück muss ein Warnsignal ausgesprochen werden. Die erste neutrale Range verläuft von 17.4 über 17.650 zur 18k, wobei der Februar-Impuls vor dem Abschluss steht und ein Rückgang in Richtung 17.5/17.4 zu erwarten wäre, der dann nochmals von den Bullen genutzt werden kann. Oberhalb öffnet sich hingegen der Cluster zur 18.150 und anschließend 18.350. Unterhalb wäre die Spanne zur 17.1 zu nennen. Anschließend folgen 17k/16.850.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Rallye von Unsicherheit geplagt?

Die Aktienmärkte haben eine zweigeteilte und etwas richtungslose Handelswoche hinter sich, in der die Marktteilnehmer unsicher über die weitere Entwicklung waren. Trotz der starken Rallye in den letzten Monaten wurden Umkehrsignale weitestgehend vermieden. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem US-Senat und dem Repräsentantenhaus. Bei der EZB zeichnet sich ein allmählicher Richtungswechsel ab, mit einem Fokuswechsel von der Inflationsbekämpfung hin zur Konjunkturstützung. Spätestens im Juni wird ein erster Zinsschritt nach unten erwartet. In den USA bleibt die robuste Konjunktur eine Herausforderung bei der Inflationsbekämpfung, weshalb Jerome Powell sich alle Optionen (noch) offen hält. Dennoch wird auch hier im Sommer eine Zinswende für wahrscheinlich gehalten. Die Märkte befinden sich seit November in einer starken Momentumrally, die allerdings erste Ermüdungserscheinungen zeigt und von immer weniger Werten getragen wird. Bemerkenswert ist die Leistung von Nvidia, das fast die Marktkapitalisierung von Apple erreichen konnte und kurz vor dem Erreichen der 1000-Dollar-Marke stand, einem psychologisch wichtigen Punkt, der auch einen charttechnischen Widerstand darstellt. Dies könnte eine Verschnaufpause einleiten, die möglicherweise vom Gesamtmarkt mitgetragen wird. Der DAX erreichte erneut ein Allzeithoch, beendete jedoch seine Impulsbewegung. In den nächsten Tagen ist daher mit einer Konsolidierung zu rechnen.

In der kommenden Woche stehen wenige Termine auf dem Wirtschaftskalender an, wobei die Veröffentlichung der US-Verbraucher- und Erzeugerpreise von besonderem Interesse sein wird. Sollten diese Daten eine anhaltend hohe Inflation zeigen, könnte dies die Federal Reserve (Fed) unter Druck setzen, die Zinswende weiter hinauszuzögern, was für die Märkte enttäuschend sein könnte.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Februar (endgültig)
    • 13:30 Uhr USA Verbraucherpreise Februar
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Januar
  • Donnerstag:
    • 13:30 Uhr USA Erzeugerpreise Februar
    • 13:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Februar
    • 13:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Februar
    • 13:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index März
    • 14:15 Uhr USA Industrieproduktion Februar
    • 15:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan März (vorläufig)

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Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (orange), Dow Jones (gelb) , Russell 2000 (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2024.

Performance seit Januar 2024

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 verfehlt eine neue Gewinnwoche. Der Aufwärtstrendkanal von Januar wurde erneut durchlaufen und umfasst die Range 5.080 – 5.200. Oberhalb Chance auf weitere Ausdehnung 5.280/5.3. Unterhalb droht hingegen der Weg über die 5.020 zur 4.940.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Dow Jones handelte weiter innerhalb der Vorwochenrange, ohne jedoch den ersten Support zu verletzen. Die November-Rallye ist weit ausgedehnt, aber bisher fehlen die Umkehrtendenzen. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 36k eingeplant werden. Der steigende Keil von Januar wurde zum Wochenabschluss nach unten verlassen. Oberhalb der 38k/38.3 bleibt die Range zur 39k aktiv. Darüber 39.5. Unterhalb droht die erste Eintrübung zur 37.600. Anschließend 37.300.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 nach 3 Wochen innerhalb einer Seitwärtsrange mit einem knappen neuen Allzeithoch. Der Index steht nach +30% seit November vor einer fertig ausgebildeten großen Impulsbewegung. Der Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Das Signal dafür wird bisher konsequent gemieden. Oberhalb der 17.7 bleibt eine Range zur 18.4 aktiv. Darüber Chance auf 18.6/18.7. Unterhalb würde sich die Tür zur 17.3 und 17k öffnen. Darunter droht die Konsolidierung der Novemberbewegung mit weitere Ziele bei 16.6.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat März.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.

Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle Formation ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17.4 wird die Tür zur 18k geöffnet. Nachfolgend 18.4. Unterhalb muss nach der 17k hingegen eine Konsolidierung in Bereich der 16.3 eingeplant werden.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, allerdings erfolgt die Auflösung zunehmend impulsiv, wovon oberhalb der 17.4 auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden muss. Erst bei Bruch zurück muss ein Warnsignal ausgesprochen werden. Die erste neutrale Range verläuft von 17.4 zur 18k, wobei der Februar-Impuls vor dem Abschluss steht und ein Rückgang in Richtung 17.4 zu erwarten wäre, der dann nochmals von den Bullen genutzt werden kann. Oberhalb öffnet sich hingegen der Cluster zur 18.200 und anschließend 18.350. Unterhalb wäre die Spanne zur 17.1 zu nennen. Anschließend folgen 17k/16.850.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tageschart:
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Märkte vor einer Super-Woche

Die vergangene Handelswoche endete für die Aktienmärkte positiv, wobei der DAX als Outperformer glänzte und mit sieben aufeinanderfolgenden Rekordhochs die beste Serie seit 2015 verzeichnete. Auch die US-Indizes zogen mit und konnten in 17 Handelswochen 15 grüne Wochen verbuchen. Die anhaltende Rallye wird weiterhin vom Momentum und der großen Hoffnung auf Durchbrüche im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) getrieben. Die Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone zeigen einen weiteren Rückgang, allerdings bleibt die Kerninflation relativ stabil, was darauf hindeutet, dass erste Zinssenkungen frühstens ab Juni wahrscheinlich sind, ohne jedoch in eine große Zinswende zu münden. In den USA hingegen bleiben die Inflationsdaten aufgrund der robusteren Konjunktur stabil, was eine Verschiebung der geldpolitischen Lockerung wahrscheinlicher macht. Trotz dieser Entwicklungen ignorieren die Aktienmärkte in ihrer aktuellen Euphoriephase sämtliche Risiken.

Die neue Handelswoche verspricht zahlreiche wichtige Wirtschaftsdaten, die als stärkere Impulsgeber dienen könnten. Besonders die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten aus den USA wird erwartet. Ein erneut starker Arbeitsmarktbericht könnte den Lohndruck und somit die Inflation weiter beeinflussen. Zudem steht die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem US-Senat und dem Repräsentantenhaus an, was von großem Interesse für die Märkte sein dürfte. Am Donnerstag wird der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) von EZB-Präsidentin Christine Lagarde verkündet. Es wird erwartet, dass die EZB weiterhin abwartend agiert und Zinssenkungen noch nicht in Aussicht stellt. Zusätzlich werden zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht, darunter die Industrieproduktion und die Industrieauftragslage sowohl für Deutschland als auch für die USA.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:30 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex März
  • Dienstag:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Januar
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Januar
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanzsaldo Januar
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze Januar
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Februar
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Januar
    • 16:00 Uhr USA Anhörung von Fed-Chef Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 04:00 Uhr China Handelsbilanz Februar
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Januar
    • 14:15 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:45 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
    • 16:00 Uhr USA Anhörung von Fed-Chef Powell vor Bankenausschuss des Senats
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Januar
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Februar
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q4 (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Arbeitsmarktbericht Februar

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Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (orange), Dow Jones (gelb) , Russell 2000 (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2024.

Performance seit Januar 2024

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 erneut mit einer Gewinnwoche und Allzeithoch. Der Impuls seit Ende Oktober ist weit ausgedehnt, aber Umkehrsignale werden weiter konsequent gemieden; im Gegenteil: die Zwischenkonsolidierungen verlaufen in bullischen Mustern. Oberhalb der 5.070 bleibt direkt ein Cluster zur 5.150 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zur 5.200. Unterhalb droht hingegen der Weg über die 5.020 erneut zur 4.960. Bei Bruch erste Eintrübung zur 4.9.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones handelte innerhalb der Vorwochenrange, ohne jedoch den ersten Support zu verletzen. Die November-Rallye ist weit ausgedehnt, aber bisher fehlen die Umkehrtendenzen. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 36k eingeplant werden. Steigender Keil seit Januar aktiv, welcher auf dem langsamen Weg zur 39.4 deckeln dürfte. Oberhalb würde sich hingegen die Tür zur 40k öffnen. Unterhalb der 38.8 steht wieder der neutrale Cluster 38.3/38k. Erst Bei Bruch Eintrübung.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 nach 3 Wochen innerhalb einer Seitwärtsrange mit einem knappen neuen Allzeithoch. Der Index steht nach +30% seit November vor einer fertig ausgebildeten großen Impulsbewegung. Der Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Das Signal dafür wird bisher konsequent gemieden. Oberhalb der 17.7 bleibt eine Range zur 18.4 aktiv. Darüber Chance auf 18.6/18.7. Unterhalb würde sich die Tür zur 17.3 und 17k öffnen. Darunter droht die Konsolidierung der Novemberbewegung mit weitere Ziele bei 16.6.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.

Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17.4 wird die Tür zur 18k geöffnet. Nachfolgend 18.4. Unterhalb muss nach der 17k hingegen ein Konsolidierng in Bereich der 16.3 eingeplant werden.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, allerdings erfolgt die Auflösung zunehmend impulsiv, wovon oberhalb der 17.4 auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden muss. Erst bei Bruch zurück muss ein Warnsignal ausgesprochen werden. Die erste neutrale Range verläuft von 17.4 zur 17.8. Oberhalb öffnet sich der Cluster zur 18.050 und anschließend 18.2. Unterhalb wäre hingegen die Spanne zur 17.150 zu nennen. Anschließend folgen 17k/16.850.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Woche der Inflation… Märkte mit Scheuklappen

Die vergangene Woche an den Aktienmärkten endete erneut mit Gewinnen, angetrieben vor allem durch die euphorische Reaktion auf die starken Quartalszahlen von Nvidia, einem der führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Diese Entwicklung fütterte den anhaltenden Hype um KI-Technologien weiter. Trotz abermals schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland, die normalerweise ein Grund zur Sorge sein könnten, erreichte der DAX im Zuge der allgemeinen Marktbegeisterung ein neues Rekordhoch und nähert sich nun der nächsten Widerstandszone. An der Wall Street scheinen die Aktienmärkte die Reaktionen der Anleihemärkte auf die zunehmend restriktiven Aussagen der US-Notenbanker weiterhin zu ignorieren. Die Erwartungen einer großen Zinswende für 2024 haben sich scharf verschoben, mit einem ersten möglichen Zinsschritt frühestens im Juni/ Juli. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Geldpolitik über einen längeren Zeitraum hinweg restriktiv bleiben könnte, was potenziell die Konjunktur und die Unternehmensgewinne belasten würde – ein Risiko, das bisher vom Markt weitgehend ausgeblendet wird.

In der kommenden Woche rücken die neuen Inflationsdaten aus Europa, Deutschland und den USA in den Mittelpunkt. Insbesondere die Daten aus den USA könnten als Unsicherheitsfaktor dienen. Eine Überraschung auf der Oberseite könnte die Aussichten auf eine anhaltend restriktive Geldpolitik weiter verstärken und die aktuellen Markterwartungen in ihrer Ignoranz herausfordern.

Trotz des Beginns der schwachen Saisonalität in der zweiten Februarhälfte haben die Märkte bisher alle Risiken zu ignorieren versucht. Es ist bemerkenswert, dass die Grundlage dieser Rallye zunehmend auf einer immer kleineren Anzahl von Big Tech-Unternehmen lastet. Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit des aktuellen Markttrends auf und mahnt zur Vorsicht, da die Fundamente der Rallye möglicherweise weniger stabil sind, als es der erste Blick vermuten lässt. Die Reaktion der Märkte auf die kommenden Inflationsdaten könnten sich nun als entscheidend erweisen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 14:00 Uhr USA Baugenehmigungen Januar
    • 16:00 Uhr USA Neubauverkäufe Januar
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima März
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Januar
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Februar
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index Februar
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Februar
    • 14:30 Uhr USA BIP Q4 (1. Veröffentlichung)
  • Donnerstag:
    • Monatsabschluss
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze Januar
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Januar
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • Freitag:
    • Monatsauftakt
    • 03:00 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Februar
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan März (endgültig)

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Performance seit Januar 2024

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 erneut mit einer Gewinnwoche und Allzeithoch. Der Impuls seit Ende Oktober ist weit ausgedehnt, aber Umkehrsignale werden weiter konsequent gemieden; im Gegenteil: die Zwischenkonsolidierungen verlaufen in bullischen Mustern. Oberhalb der 5.070 bleibt direkt ein Cluster zur 5.150 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zur 5.200. Unterhalb droht hingegen der Weg über die 5.020 erneut zur 4.960. Bei Bruch erste Eintrübung zur 4.9.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones konnte die 39k und damit ein neues Allzeithoch erreichen. Die November-Rallye ist weit ausgedehnt, aber bisher fehlen die Umkehrtendenzen. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 36k eingeplant werden. Steigender Keil seit Januar aktiv, welcher auf dem langsamen Weg zur 39.4 deckeln dürfte. Oberhalb würde sich hingegen die Tür zur 40k öffnen. Unterhalb der 38.8 steht wieder der neutrale Cluster 38.3/38k. Erst Bei Bruch Eintrübung.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 mit einem knappen neuen Allzeithoch, aber seit 3 Wochen innerhalb einer Seitwärtsrange. Der Index steht nach +27% seit November vor einer fertig ausgebildeten großen Impulsbewegung. Der Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Das Signal dafür wurde bisher konsequent gemieden. Oberhalb der 17.5 bleibt eine Range zur 18k aktiv. Darüber Chance auf 18.4/18.5. Unterhalb würde sich die Tür zur 17k öffnen. Darunter droht die Konsolidierung der Novemberbewegung mit weitere Ziele bei 16.4.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.

Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17k würden sich noch weitere Zugewinne zur 2022-er Keilbegrenzung bei 17.4 anbieten. Unterhalb muss ein Konsolidierng zur 16k eingeplant werden. Bei Bruch auf der Oberseite öffnet sich die Tür zur 17.8/18k.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, was vor allem auf die sehr starke US-Börse zurückzuführen ist, welche der DAX mit seiner Underperformance nicht komplett ignorieren kann. Der anschließende bullische Abpraller erfolgte per 1 zu 1 Projektion und als 3-Weller bis an den Widerstand bei 17.450. Die Bären könnten von hier noch ein bärisches Szenario (in Richtung 16k) skizzieren, aber bräuchten dafür deutlichen Abwärtsdruck über die 17.2 & 17k. Bei Bruch auf der Oberseite durch die Trendbegrenzung würde sich hingegen die Tür zur 17.8 und 18k Stück für Stück öffnen. Die 17.140 stellen auf Wochensicht den ersten Support. Oberhalb bleibt die Range 17.300 zur 17.400 aktiv. Darüber folgen die Cluster 17.570 und anschließend .720. Unterhalb hingegen die Range 17.000 und 16.850.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Saisonale Muster: Jetzt die Umkehr?

Die Aktienmärkte zeigen zum Wochenabschluss Schwäche und beenden damit eine beeindruckende Serie von 14 Wochengewinnen. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob dies bereits der Beginn einer Marktwende sein könnte. Insbesondere im Technologie-Sektor an der Wall Street sind erste Anzeichen von Schwäche erkennbar, und die Marktbreite sendet zudem lautere Warnsignale. Historisch gesehen tritt Mitte Februar oft eine größere Schwächephase ein, ein Muster, das sich über die letzten 70 Jahre beobachten lässt.

Der DAX erreichte trotz negativer Konjunkturmeldungen ein neues Allzeithoch, getrieben von der Hoffnung auf eine zukünftige Besserung und dem Versuch, der US-Rallye zu folgen. Doch auch beim DAX führte das Erreichen des Allzeithochs nicht zu weiteren Anschlusskäufen. In den USA haben die stärker als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten die Erwartungen an eine rasche und deutliche geldpolitische Lockerung gedämpft. Während der Anleihemarkt bereits reagiert, scheint der Aktienmarkt, der derzeit stark vom KI-Hype getragen wird, diese Entwicklung bisher zu ignorieren. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Technologie-Sektor in der vergangenen Woche die schwächste Performance zeigte, was die Frage aufwirft, ob die saisonale Schwächephase nun tatsächlich pünktlich beginnt. In der kommenden Woche rücken neben den Einkaufsmanagerindizes und den Protokollen der Notenbanksitzungen vor allem die Quartalszahlen von Nvidia in den Fokus. Diese werden zeigen, ob die starke Rallye des Unternehmens durch die tatsächliche Geschäftsentwicklung gerechtfertigt ist.

Die kommende Woche könnte somit entscheidende Hinweise darauf geben, ob die aktuelle Marktschwäche eine vorübergehende Korrektur oder den Beginn einer umfassenderen Konsolidierungsphase darstellt.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Feiertag – Presidents Day
  • Dienstag:
    • 16:00 Uhr USA Leading Index Januar
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Februar (vorläufig)
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
    • Quartalszahlen von Nvidia
  • Donnerstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Januar (endgültig)
    • 13:30 Uhr Eurozone Protokoll der letzten EZB-Sitzung
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Januar
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Februar

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (orange), Dow Jones (gelb) , Russell 2000 (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2024.

Performance seit Januar 2024

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 verpasste den Rekord mit der 15. Gewinnwoche. Im Future steht als Wochenkerze ein bearish engulfing pattern. Können die Bären diese Chance zum Auftakt in die schwache Saisonalität aufgreifen? In der Bewegung seit Anfang Januar hat sich nun ein 5-Weller fertig herausgebildet (Stundenchart). Oberhalb der 4.960 bleibt die Range zur 5.050/.070 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zur 5.150. Unterhalb droht hingegen der Weg in die Konsolidierung mit ersten Zielen um 4.870. Bei Bruch 4.820/.780.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones beendete die Handelswoche ebenso leicht im Minus. Auch hier ein bearish engulfing pattern in der Wochenkerze. Die November-Rallye ist weit ausgedehnt, aber bisher fehlen die Umkehrtendenzen. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 36k eingeplant werden. Zwischenziele 37.250/36.5. Oberhalb der 38k/38.200 bleibt die Range zur 38.8/39k aktiv. Darüber 39.4 im Fokus. Unterhalb öffnet sich nach der 38k hingegen die Tür zur 37.3.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 ebensomit einem bearish engulfing pattern in der Wochenkerze. Der Index steht nach +27% seit November vor einer fertig ausgebildeten großen Impulsbewegung. Der Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Das Signal dafür wurde bisher nicht gesetzt, aber untergeordnet wurde die 5. Welle (von Anfang Januar – Stundenchart) auch komplett ausgeprägt und befindet sich bereits in einer A und B-Welle. Oberhalb der 17.5 bleibt eine Range zur 17.8 & 18k noch bestehen. Darüber Chance auf 18.4. Unterhalb würde sich die Tür zur 17k öffnen. Darunter droht die Konsolidierung der Novemberbewegung mit weitere Ziele bei 16.4.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.

Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17k würden sich noch weitere Zugewinne zur 2022-er Keilbegrenzung bei 17.3/17.4 anbieten. Unterhalb muss ein Konsolidierng zur 16k eingeplant werden.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, was vor allem auf die sehr starke US-Börse zurückzuführen ist, welche der DAX mit seiner Underperformance nicht komplett ignorieren kann. Es muss daher noch eine Fortsetzung der Konso in Richtung der 16k (im bullischen Muster) eingeplant werden. Bei Stabilität oberhalb der 17k bleibt hingegen in kleinen Schritten die Tür zur 17.4 geöffnet. Zwischenmarken wären 17.160/.260/.320. Die 16.850 stellen auf der Unterseite auch weiterhin den ersten Support. Darunter wäre der Cluster über 16.750 zur .680 zu nennen. Bei Bruch dürfte die Konsolidierung zur 16.530/.500 fortgesetzt werden.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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