Die Aktienmärkte beendeten ein extrem volatiles Quartal nahezu auf Einstand. Mit dem April beginnt nun ein historisch starker Monat für die Börsen, welcher in der ersten Monatshälfte jedoch vorerst Abgaben mit sich bringen dürfte. Wichtige Widerstände und Reboundzonen wurden in der vergangenen Woche abgearbeitet und per schwacher Wochenkerze bestätigt. Eine kleine Vorlage für eine bärische Attacke.

In der kommenden Woche rücken u. a. die Notenbank-Protokolle der Fed und EZB in den Blickpunkt der Anleger. Der Druck auf die Notenbanker wird nach den letzten starken Inflationsdaten weiter erhöht. Auch die EZB dürfte im Spätsommer nun die Zinswende einleiten.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz Februar
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Februar
  • Dienstag
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (endgültig)
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Februar
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Februar
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Februar
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze Februar
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB-Protokoll
  • Freitag:
    • %

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-9,08%) und der DAX (-9,25%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-4,95%) und Dow Jones (-4,57%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte nach den Abverkäufen zum Jahresauftakt eine Gegenbewegung im Muster einer iSKS-Formation einleiten. Die mögliche Nackenlinie wurde in der vergangenen Woche erreicht. Der Rücksetzer für die Ausbildung einer rechten Schulter könnte sich nun bereits in der Ausbildung befinden. Ein Doppeltop an der Nackenlinie wäre auch noch ein mögliches Szenario. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – Die iSKS nimmt Form an
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, der seine Erholung ebenso im Sinne einer iSKS-Formation ausdehnen konnte. Die Ausbildung der Nackenlinie könnte vor dem Abstieg zur rechen Schulter noch ein paar Tage Zeit in Anspruch nehmen. Grundsätzlich verlaufen die Bewegungen bisher im Rahmen einer normalen Korrektur. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index zum Jahresauftakt eine übergeordnete Top-Bildung vorerst vermeiden konnte. Eine Stabilisierung mittels möglicher iSKS-Formation wurde nun schon breit aufgegriffen. Auch hier dürfte nach Abschluss der Nackenlinie der Abstieg zur rechten Schulter bevorstehen. Oberhalb der 14.7 wäre nochmal eine Bewegung bis zur 15.150 möglich (Doppeltop?). Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 14.8/15k bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.450 > 14k > 13.6 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX im März eine fast 2.500 Punkte umfassende Monatskerze ausgebildet hat.

Die 14k stellt eine erste Supportzone. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.600 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.410/.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, gefolgt von der 13.220 und 13k. Bei Bruch 12.5.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX in der Vorwoche die Ausbruchszone 14.8/15k testete und daran abprallte. Schwache Wochenkerze. Ein erster relevanter Bereich wäre um 14.560 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen eine erste Spanne zur 14.730/.800 anstreben. Darüber folgt der Cluster zur .15.030. Anschließend 15.165 und .340.

Unterhalb stellen die 14.400/.300 den nächsten Anlaufbereich. Darunter folgen die 14.180 und Supportzone 14.030. Bei Bruch Türöffner zur 13.810 und anschließend 13.630 und .500.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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