Trump vs. Fed – Ein Präzedenzfall mit Sprengkraft…

Die Handelsspannen blieben auch am Dienstag ungewöhnlich eng, und das, obwohl sich im Hintergrund ein potenzieller historischer Präzedenzfall abzeichnet: Trump hat Fed-Gouverneurin Cook entlassen – ein massiver Eingriff in die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Sollte er damit durchkommen, könnte Trump den Fed-Rat zügig umbauen und damit eine Mehrheit für seine geldpolitischen Vorstellungen schaffen. Das Risiko politischer Einflussnahme auf die Fed ist damit plötzlich realer denn je.
Der DAX testete erneut seine 50-Tageslinie und konnte diesen wichtigen technischen Support bislang verteidigen. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde neuen Verkaufsdruck eröffnen. Aktuell bewegt sich der Index aber weiter in seiner Sommer-Range, getragen von defensivem Handelsverhalten.
Auch an der Wall Street zeigt sich weiter Zurückhaltung – Sommerhandel pur und bisher kaum verändert.

Morgen stehen nachbörslich die Nvidia-Quartalszahlen im Fokus. Angesichts der zentralen Rolle im KI-Hype könnten sie das Zünglein an der Waage sein – für eine neue Aufwärtswelle oder die lang erwartete Konsolidierung.
Außerdem wird in dieser Woche eine richterliche Entscheidung zur Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen erwartet. Ein Urteil gegen die Zölle könnte für einen kurzfristigen Vola-Spike sorgen – auch wenn Beobachter davon ausgehen, dass der Fall ohnehin in Berufung oder direkt zum Supreme Court geht.

Wichtige Wochentermine:

  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima September
    • (!) Nvidia Quartalszahlen
  • Donnerstag:
    • 13:30 Uhr EU EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • Monatsabschluss September
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsatz Juli
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise August (Vorabschätzung)
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)

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Der DAX beendete die vergangenen Woche als Underperformer nahezu unverändert. Seit Mai steht der Index nun größtenteils auf dem gleichen Niveau. Umkehrsignale werden jedoch weiter konsequent gemieden. Auch im saisonal schwächsten Monat September?
Der Bereich an der 24.2 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.330 zur 24.480 aktiv. Darüber Aufhellung zur 24.600 und .740. Anschließend 24.850/25k.
Unterhalb ist der Cluster 24.1 zur 23.950 weiter aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.7/23.6.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX testete abermals eine 50-Tageslinie knapp oberhalb der 24k und verteidigte sie weiterhin. Erst unterhalb würde Druck aufkommen. Die Bullen benötigen hingegen weiterhin den Bruch durch die 24.5, um die Tür für ein neues Allzeithoch zu öffnen.
Der Bereich an der 24.140 (m. Bollinger) wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 24.210/.230 im Fokus. Darüber wieder die Chance auf 24.270 und 24.330. Anschließend 24.380/.430.
  • Unterhalb ist nochmals die Zone 24.060/.040 zu nennen. Darunter droht eine Eintrübung zur 23.950/.930. Bei Bruch folgt der Weg zur 23.830.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.210 > 24.230 > 24.270 > 24.330 > 24.380 > 24.430 > 24.490 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 24.140 > 24.060 > 24.040 > 23.950 > 23.930 > 23.830 > 23.810 > 23.720 > 23.650 > 23.570 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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Mein Trading-Journal in Google Sheets: So dokumentiere ich meine Trades und optimiere meine Strategie

Wenn du nicht weißt, warum du gewinnst oder verlierst, wirst du langfristig keine Chance haben. So einfach ist das.
Ich hab’s selbst erlebt: Früher hab ich wild getradet, gedacht „wird schon klappen“, und dann nach 20 Trades nicht mehr gewusst, was funktioniert und was nicht. Seit ich mein Trading-Journal in Google Sheets führe, hat sich das komplett geändert.
Heute zeig ich dir, wie mein Journal aufgebaut ist, was ich eintrage – und warum es so viel mehr bringt als jeder teure Tradingkurs.


Warum du ein Trading-Journal brauchst (auch als Einsteiger)

Trading ist kein Glücksspiel – auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Ein Journal zwingt dich dazu, reflektiert und strukturiert zu handeln.

Du erkennst:

  • Welche Setups bei dir wirklich funktionieren
  • Welche Uhrzeiten für dich am besten laufen
  • Ob du deine Regeln einhältst
  • Wie sich dein Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) entwickelt

Und: Du siehst, wann du emotional wirst – und das ist fast noch wichtiger als Zahlen.


Der Aufbau meines Google Sheets Trading-Journals

Ich hab das Ganze bewusst einfach gehalten. Keine Makros, keine Farbenparty. Nur das, was zählt.

Hauptspalten in meiner Tabelle:

| Datum | Asset | Setup | Entry | Stop | TP | Exit | Ergebnis (€) | CRV | Screenshot | Bemerkung |

Erklärung:

  • Datum: Wann der Trade stattfand
  • Asset: Aktie, Index, etc.
  • Setup: z. B. „Breakout“, „Pullback“, „VWAP-Reversal“
  • Entry / Stop / TP / Exit: Handelsdetails
  • Ergebnis (€): Brutto-Gewinn oder -Verlust
  • CRV: Verhältnis Ziel zu Risiko (z. B. 1,5)
  • Screenshot: Link zum Screenshot (optional)
  • Bemerkung: Alles, was mir auffällt: Nervosität, Planabweichung, News etc.

Wie ich das Journal benutze

Nach jedem Trade (sofort!):

Ich trage alles direkt ein – nicht erst abends oder am Wochenende. Warum? Weil ich sonst vergesse, wie ich mich gefühlt habe. Und das ist ein entscheidender Faktor.

Wöchentlich:

Ich mache eine kleine Auswertung:

  • Wie viele Trades?
  • Wie viele davon nach Plan?
  • Trefferquote?
  • Durchschnittlicher Gewinn / Verlust?
  • Welches Setup performt am besten?

Ich trage das in eine zweite Tabelle mit Pivot-Analyse ein – ganz simpel mit Summen, Mittelwerten und einer farblichen Heatmap.


Was ich dadurch gelernt habe

  • Ich handle Breakouts am Nachmittag deutlich besser als morgens
  • Meine schlechtesten Trades entstehen nach einem Gewinn (Overconfidence!)
  • Setups mit CRV unter 1:1,2 lohnen sich für mich nicht – selbst wenn die Trefferquote höher ist
  • Ich breche Regeln zu 80 % nach schlechten Nächten oder stressigen Tagen (ja, kein Scherz)

Solche Erkenntnisse bekommst du nur, wenn du dokumentierst. Und sie verändern dein Verhalten nachhaltig.


Tools, die ich zusätzlich nutze

  • TradingView für Screenshots (mit Pfeilen, Markierungen)
  • Dropbox oder Google Drive zum Speichern der Screens
  • Handy-Kamera für schnelle Notizen ins Journal
  • Optional: OpenOffice, wenn du kein Google-Konto willst

Ich hab sogar mal mein Journal ausgedruckt – alte Schule, aber fühlt sich sehr greifbar an.


Mein Extra-Tipp: Mach’s nicht zu kompliziert

Viele Trader bauen sich riesige Excel-Monster mit 30 Spalten, 8 Sheets und Formeln aus der Hölle. Und nach zwei Wochen sind sie frustriert, weil’s zu viel ist.

Halte es einfach. Wirklich. Dein Journal ist kein Abschlussbericht für die SEC – es ist dein persönlicher Spiegel.


Wer nicht misst, wird nie besser

Mein Trading-Journal hat mir mehr gebracht als jedes Buch, jedes Video und jede Strategie. Es zwingt mich zur Ehrlichkeit, zur Disziplin – und es zeigt mir, was ich wirklich kann.
Du musst kein Excel-Profi sein. Fang einfach an.
Mit 5 Spalten. Mit 3 Trades. Und dann entwickel es weiter.


Wenn du willst, kann ich dir im nächsten Beitrag gerne ein kostenloses Template bereitstellen – inklusive farblicher Auswertung, CRV-Analyse und Wochenübersicht.
Oder soll ich im nächsten Artikel mal meine häufigsten psychologischen Fehler beim Traden besprechen? Zum Beispiel: Revenge-Trading, Angst vorm Verpassen, Overconfidence nach Gewinnen?

Wie ich meinen ETF-Sparplan auswähle – einfach, effektiv und langfristig erfolgreich

Heute möchte ich dir zeigen, wie ich eigentlich meine ETF-Sparpläne zusammenstelle. Denn das ist eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt wird:
„Alex, es gibt doch tausende ETFs – wie soll man sich da bitte entscheiden?“
Ich versteh’s total. Am Anfang hat mich das auch fast erschlagen. Aber über die Jahre hab ich für mich ein ganz einfaches System entwickelt, das funktioniert – ohne Stress, ohne komplizierte Berechnungen und ohne unnötiges Rumgegrübel.


Warum überhaupt ein ETF-Sparplan?

Für mich ist ein ETF-Sparplan die wahrscheinlich beste Möglichkeit für Einsteiger, langfristig Vermögen aufzubauen.

Die Vorteile liegen für mich klar auf der Hand:

✅ Automatisiertes Investieren
✅ Perfekte Streuung auch mit wenig Geld
✅ Entspannt vom Cost-Average-Effekt profitieren
✅ Keine Timing-Entscheidungen nötig
✅ Perfekt kombinierbar mit jedem Einkommen

Kurz gesagt: Mein ETF-Sparplan läuft – egal, was der Markt gerade macht. Und das fühlt sich ziemlich gut an.


Schritt 1: Der wichtigste Gedanke – Weltweit breit streuen 🌍

Mein Grundgedanke war immer:
„Wenn ich schon langfristig investiere, dann doch bitte in die ganze Welt.“

Deshalb ist mein Basis-Baustein im Sparplan fast immer ein ETF auf den MSCI World oder den FTSE All-World.

Unterschied:

  • MSCI World → ca. 1.500 Aktien aus Industrieländern
  • FTSE All-World → ca. 4.000 Aktien aus Industrie- und Schwellenländern

Ich persönlich mag den All-World-Ansatz, weil ich direkt Emerging Markets mit dabei habe – ohne Extra-ETF.


Schritt 2: Kosten checken 💸

Wichtig bei ETFs: die Gesamtkostenquote (TER).

Mein Ziel: unter 0,3 % pro Jahr.

Das klingt wenig – aber langfristig macht das richtig was aus.
Gute Anbieter mit günstigen ETFs sind zum Beispiel:

  • iShares
  • Vanguard
  • Xtrackers
  • Lyxor
  • Amundi

Ich schau bei finanzen.net, justetf.com oder extraetf.com nach den Details.


Schritt 3: Thesaurierend oder ausschüttend?

Ich persönlich nutze meist thesaurierende ETFs – das bedeutet: Dividenden werden automatisch wieder angelegt.

Vorteil:
Ich muss mich um nix kümmern und profitiere optimal vom Zinseszinseffekt.

Ausschüttende ETFs machen aber Sinn, wenn du irgendwann wirklich laufende Erträge willst (z. B. im Ruhestand).


Schritt 4: Broker mit Sparplan-Angebot wählen 📱

Nicht jeder Broker bietet alle ETFs als Sparplan an – das checke ich vorher.

Worauf ich achte:

  • Keine oder geringe Ausführungsgebühren
  • Flexible Anpassungsmöglichkeiten
  • Gute Auswahl an ETFs

Bekannte Broker in Deutschland:

  • Trade Republic
  • Scalable Capital
  • comdirect
  • ING
  • Consorsbank

Meine Lieblings-ETFs für den Sparplan (keine Anlageberatung!)

  • Vanguard FTSE All-World
  • iShares Core MSCI World
  • Xtrackers MSCI Emerging Markets
  • iShares MSCI World SRI (nachhaltig)

Das reicht oft schon völlig aus, um weltweit top gestreut zu sein.


Keep it simple!

Ich sag’s dir ehrlich: ETF-Sparpläne sind für mich kein Hexenwerk.
Das Wichtigste ist: Überhaupt anzufangen.
Nicht jede kleine Performance-Abweichung ist entscheidend. Entscheidend ist, dass dein Geld langfristig für dich arbeitet – regelmäßig und ohne großes Hin und Her.

Denn Vermögensaufbau ist kein Sprint – sondern ein verdammt langer, aber lohnender Marathon 🏃‍♂️💪


Hast du schon ETF-Sparpläne am Laufen? Oder bist du noch am Überlegen?
Schreib mir gern in die Kommentare – ich freu mich wie immer auf den Austausch!

Bis bald – Alex


Xetra-Schluss: Neues Rekordhoch

Xetra-DAX Schluss heute bei 18.179,25 und +0,91%. Wochenperformance: +1,32% Performance März: +2,80%.

Der DAX feiert Fed-Chef Powell und zieht mit der Wall Street in Richtung der 18.2. Sicherlich mussten hier auch einige Shorts eingedeckt werden, welche die Bewegung befeuerten.

Anbei der DAX im Wochenverlauf.


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Pivot-Punkte S&P500, Dow Jones und Nasdaq100 – 21.03.

Anbei die heutigen Pivot-Punkte für den S&P500, Dow Jones und Nasdaq100.


Die Pivot-Punkte dienen als technische Analysewerkzeuge für Händler, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für die jeweiligen Indizes zu identifizieren. Sie werden täglich berechnet und können für kurzfristige Handelsentscheidungen nützlich sein. Pivot-Punkte werden anhand der Hoch-, Tief- und Schlusskurse des Vortages berechnet und dienen dazu, mögliche Wendepunkte für die Kursbewegungen der Indizes zu prognostizieren. Wenn der Kurs eines Index über dem Pivot-Punkt liegt, kann dies als ein bullisches Signal interpretiert werden, das auf eine mögliche Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeutet. Liegt der Kurs hingegen unter dem Pivot-Punkt, deutet dies auf eine mögliche Umkehr des Abwärtstrends hin.


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