Die Aktienmärkte beendeten eine volatilere und schwächere Handelswoche, welche geprägt war durch das Notenbankprotokoll der Fed und den Verfallstermin am Freitag. Der DAX schloss die Woche bei -1,06 Prozent und verteidigt weiterhin ein Monatsplus von 1,70 Prozent.

In der nun kommenden Handelswoche stehen u. a. die neuen Einkaufsmanagerindizes im Fokus (Verliert die Erholung weiter an Schwung? Was macht der Preisdruck?), der ifo-Geschäftsklimaindex August und natürlich das Notenbank-Symposium in Jackson Hole. Wird Fed-Chef Powell Andeutungen zum Tapering machen? Oder kann er “Dank” Delta & abnehmender Wachstumsdynamik weiter auf Zeit setzen?

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August 
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August 
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August 
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August 
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor  August
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juli
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index August
    • 16:00 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Juli
  • Mittwoch:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex August
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
  • Donnerstag:
    • Beginn Wirtschaftskonferenz für Notenbanker und Ökonomen in Jackson Hole
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima für September
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Juli
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Juli
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan August
    • 16:00 Uhr USA Fed-Chef Jerome Powell spricht auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX für die vergangene Handelswoche und seit Jahresbeginn. Alle Indizes mussten die Woche mit Abschlägen beenden. Der Dow Jones und DAX hierbei mit knapp -1% als Underperformer.

 Performance 1 Woche
Performance 1 Woche
Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium). Der S&P500 hangelt sich im Jahr 2021 stets an der 50-Tagelinie und auf der Oberseite an der 2020-er Verbindungslinie entlang. Dieser Rücksetzer zum Gleitenden Durchschnitt/ “Standard-Long-Trigger” stand abermals bevor & wurde in der vergangenen Woche nahezu komplett abgearbeitet. Können die Dip-Buyers erneut den S&P500 zum AZH heben?

S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger – Vor einer Woche
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger - aktuell
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger – aktuell

Der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet “Sell in May and go away, but remember to come back in September.“. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. In diesem Jahr gibt es bisher nur ein laues Sommerlüftchen zu vermelden. Nach einem anfänglichen Rücksetzer von 3,5% folgte nun wieder ein Anstieg von 3,5%. Im historischen Kontext stellt der Monat August ein schwieriges Marktumfeld dar.

Sell in May and go away... - Bisher nur müder Sommerhandel
Sell in May and go away… – Bisher nur müder Sommerhandel

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 6 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch die Bollinger-Area durchbrochen werden konnte. Die Kerze für das 2. Quartal setzte genau außerhalb des oberen Bollinger auf und beschleunigte weiter nach oben. In den letzten 25 Jahren waren solche Ausbrüche aus der Bollinger-Area sehr selten; erst recht mit 6 grünen Quartalskerzen im Rücken. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur und das immer in der 2. Jahreshälfte. Auch diesmal?

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Diesmal folgte nur ein sehr steiler Anstieg.

Im großen Quartalschart ist der DAX gut an der 15.3, 15k, 14.700 & 14k gestützt. Erst darunter würde das übergeordnete Bild wieder eintrüben. Oberhalb der 15.800 wird die Tür zur 16.040 & nachfolgend zur 16.200 geöffnet. Darüber würde die 16.5 in den Blickpunkt rücken.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 20-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil
Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2021. Vielleicht kein unwesentlicher Grund, warum der DAX seit mehreren Wochen seitwärts tendierte. Das Absetzen von der Ausbruchszone wäre auch in diesem Bild von großer Bedeutung.

Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.7. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Spanne über die 15k zur 15.660 und .800 anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.040, 16.2 und nachfolgend 16.5. Bei Bruch zurück unter die 14.7 folgen 14.2 und 13.9 als nächste wichtige Unterstützungen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit April mit kleinen Monatskerzen nach oben wandert. Die neutrale Monatsrange von 15.3 – 15.5 – 15.8 wurde im August auf der Oberseite verletzt. Kann die Bestätigung auf Monatsschlussbasis erfolgen?

Oberhalb steht eine weitere Aufhellung zur 16.030 (bereits abgearbeitet), gefolgt von der 16.1 und 16.230. Darüber würde die nächstgrößere Widerstandszone 16.5/16.7 in den Fokus rücken. Ein Rückfall in die Seitwärtsrange würde ein kleines Warnsignal darstellen. Unterhalb droht hingegen die Eintrübung zur 15.030 und nachfolgend zur 14.800. Darunter seien die 14.3 und die Ausbruchszone bei 13.9 zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX bisher nicht von der Ausbruchszone bei 15.8 lösen konnte. Die 15.810 stellen somit einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb bleiben die Bullen im Vorteil und eine erste Spanne zur 15.875 aktiv. 970 & 16.030 aktiv. Darüber wird sie wohl zügig über die 15.970 zum AZH bei 16.030 erweitert. Bei Bruch würde die 16.120 in den Fokus rücken, gefolgt von der .230.

Unterhalb steht der Ausbruch weiter unter Probe und eine erste Range zur 15.700 wird wahrscheinlich. Darunter rücken 15.630/.590 in den Blickpunkt der Bären. Bei Bruch folgt der Cluster zur .390.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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