Die Aktienmärkte erlebten eine volatile Handelswoche in den Monatsabschluss hinein, wo der DAX am Ende mit einem Fehlausbruchszenario in den Februar starten muss. Für erhöhte Unsicherheit sorgt zunehmend auch das Aufbegehren der WallStreetBets gegen die etablierte Wall Street. Kann sich daraus sogar ein systemisches Risiko entwickeln? Eins ist bisher zumindest sicher, solche Auswüchse und gehebelte Zockermentalität von Börsenneulingen sieht man eher selten zum Beginn eines Bullenmarktes.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Einzelhandelsumsatz Dezember
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
  • Dienstag:
    • Eurozone BIP Q4
    • Quartalszahlen u. a. Amazon, Alphabet
  • Mittwoch:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
    • Eurozone Verbraucherpreise Januar (Vorabschätzung)
    • USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Januar
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
  • Donnerstag:
    • Eurozone Einzelhandelsumsatz Dezember
    • UK BoE Zinsentscheid
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Auftragseingang Industrie Dezember
    • Quartalszahlen u. a. Infineon, Deutsche Bank
  • Freitag:
    • BRD Auftragseingang Industrie Dezember
    • USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Januar
    • USA Arbeitslosenquote Januar

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder:

Wir beginnen mit dem Blick zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Wochenchart, welcher im Vergleich zum Performanceindex noch weit von seinem Allzeithoch entfernt ist. Zum Monatsauftakt Januar konnte der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, kurz überwunden werden. Dieses Kaufsignal konnte jedoch in den Monatsabschluss hinein keine Bestätigung finden und endete mit einem Fehlausbruchszenario. Dieses könnte den Weg im Februar weiter bärisch prägen.

DAX Kursindex mit Fehlausbruch
DAX Kursindex mit Fehlausbruch

Ein kurzer Blick in den US-Markt zum Dow Jones & S&P500 (für die US-Indizes folgt wieder ein zusätzliches Youtube-Video). Beide Indizes haben mit ihrem schwachen Monatsschluss wichtige Unterstützungen (untergeordneter Trendkanal, Keilunterkante) verletzt. Es droht der Fall zurück in das Broadening-Top und der Beginn einer Korrektur. Die Bullen benötigen einen starken Wochenauftakt.

Dow Jones - Gefährlicher Monatsabschluss
Dow Jones – Gefährlicher Monatsabschluss
S&P500 - Support verletzt
S&P500 – Support verletzt

Zurück nach Deutschland in den DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den ausgeprägten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen und anschließend sogar ein Allzeithoch ausbilden. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate.

Zum Jahresauftakt konnte die Verbindungslinie der letzten Allzeithochs bei 13.900 verletzt, aber auf Monatsschlussbasis nicht nachhaltig überwunden werden. Ein Ausbruch würde die Tür zur 14.4 und im 2. Schritt Richtung 14.6 öffnen. Die 13.600/.460/13k/12.600 & 12k stellen im Quartalschart wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und volatile Bewegungen bleiben uns auch 2021 erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX (Performanceindex) seit 2015 seine Höchststände nicht nachhaltig verteidigen. Die Bullen müssen sich oberhalb der 13.9 stabilisieren, um den Weg zur oberen Keilbegrenzung zu gehen. Der Fehlausbruch im Januar hält die Bären im Spiel.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit sechs Jahren auf der Stelle und wurde nah am bzw. knapp über dem Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Die Verbindungslinie der letzten Hochstände wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis nicht nachhaltig überwunden. Oberhalb wäre die Keilbegrenzungslinie wieder erreichbar. Eine Fortsetzung im exakten Muster der vergangenen 6 Jahre könnte übergeordnet hingegen Abgaben bis in den 10k-Bereich mit sich bringen. Interessant ist auch das sehr ähnliche Muster mit dem Broadening-Top zum Vorjahr! Auch die zeitlichen Überschneidungen sind nahezu identisch.

DAX seit 2015 - Angst vor dem Muster?
DAX seit 2015 – Angst vor dem Muster?

DAX – Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX mit Fehlausbruch am Kombiwiderstand bei 13.9. Due Bullen benötigen diese Marke für den Cluster zur 14.4/14.6. Unterhalb hingegen erste Range zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX auf Monatsschlussbasis die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 nicht überwinden konnte. Diese Marke stellt den Türöffner für eine Rallyfortsetzung Richtung 14.4/14.6 dar. Der Fehlausbruch hält nun die Bären im Spiel. Unterhalb wurden erste Konsolidierungsziele bei 13.6 & 13.460 bereits erreicht. Bei Bruch öffnet sich die Tür zur 13.030/.009. Darunter drohen weitere Abgaben in die Gap-Zone um 12.5.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX die Ausbruchzone bei 13.900 nicht überwinden konnte und direkt unter die Unterstützungen .600 und .460 gefallen ist. Unterhalb der .460 eröffnet sich über die .310 eine neutrale Wochenrange zur 13.200, wo ein Mehrfachsupport verlaufen wird.

Oberhalb der .460 können die Bullen hingegen etwas Abwärtsgefahr herausnehmen und abermals die Range zur .600/.670 ausbilden.

Unterhalb der 13.2 drohen hingegen weitere Abgaben zur wichtigen Supportzone bei 13k. Bei Durchbruch eine Beschleunigung im Abverkauf zur Gap-Zone 12.671/.596.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • Neutrale Wochenrange zwischen 13.460 – .200. Unterhalb Test wichtige Supportzone 13k. Oberhalb Aufhellung zur 13.600/.670.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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