Die Börsen bewegen sich derzeit im Rahmen eines impulsarmen Sommerhandels, der vor allem im August und teilweise im September von einer Phase der Schwäche geprägt ist. Die Märkte haben Schwierigkeiten, Erholungsbewegungen aufrechtzuerhalten, da diese schnell wieder abverkauft werden. Zum Wochenabschluss gerieten erste bedeutende Unterstützungszonen unter Druck, und bei einem Durchbruch müsste mit einer größeren Korrektur gerechnet werden.

Die festeren Inflationsdaten aus den USA haben Sorgenfalten auf die Stirn der Anleger gezaubert. Die Federal Reserve wird voraussichtlich bis 2024 an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten (müssen), was die wirtschaftliche Erholung weiter dämpfen dürfte. Auch die Konjunkturlagen in China und Deutschland bereiten nach wie vor Sorgen.

Die kommende Woche verspricht endlich wieder mehr Aktivität im Wirtschaftskalender. Besonders im Fokus stehen die Konjunkturdaten aus China und Deutschland.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juli
  • Dienstag:
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Juli
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsatz Juli
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juli
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Juli
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Juli
    • 20:00 Uhr USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index August
  • Freitag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (endgültig)

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+13,71%), S&P500 (+16,27%), Dow Jones (+6,49%) und Nasdaq100 (+37,48%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 erreichte in der vergangenen Woche innerhalb einer Flaggenformation den März-Aufwärtstrend an der 4.450. Eine direkte Verteidigung würde auch größere Erholungen wieder ermöglichen. Erste Marken wären die 4.5 und 4.525. Anschließend die Gap-Zone 4.445/.465. Darüber werden wieder Angriffe auf das Jahreshoch möglich. Unterhalb rückt hingegen die 4.465 in den Blickpunkt. Bei Bruch durch den Trend dürfte die Konsolidierung deutlich ausgedehnt werden. Erste Anlaufzonen wären hier die 4.410 und 4.385. In weiteren Schritten könnte das Verlaufshoch aus 2022 bei 4.325 eine Zielzone darstellen. Den detaillierten Ausblick gibt es im Dashboard tagtäglich aktuell.

S&P500 4-Stundenchart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones erreichte bei 35.7 eine wichtige Zielzone, die aktuell konsolidiert wird. Bisher im bullischen Flaggenmuster. Im bullischen Idealfall wird diese vor der Ausbruchszone 34.6 bereits wieder ausgebremst und der nächste Aufwärtsimpuls beginnt. Die Flagge reicht zum Wochenauftakt von 34.9 zur 35.4. Ein Ausbruch auf der Oberseite würde das Jahreshoch an der 35.7 wieder in den Fokus rücken mit der Wahrscheinlichkeit bereits den nächste Aufwärtsimpuls gestartet zu haben. Ein Verlassen auf der Unterseite würde hingegen die Ausbruchszone 34.6/34.4 unter Druck setzen. Hier müssen die Bullen einen starken Rebound setzen, andernfalls kann die große iSKS-Auflösung noch in einer Bullenfalle enden.

Dow Jones 4-Stundenchart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Die dynamische 3. Welle der Aufwärtsbewegung könnte abgeschlossen sein (siehe Wochenchart). Konsolidierung in die 4. Welle während der schwachen Saisonalität wahrscheinlich bereits angelaufen. Im Anschluss können die Bullen ein weiteres Hoch nah am Allzeithoch erzwingen. Erst bei Bruch durch die 14k wird diese Chance unwahrscheinlich. Mit der 15.150/14.8 steht die Bewegung vor ersten Minimalzielen. Bei Bruch wird die große Konsolidierung wahrscheinlich.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 4-Stundenchart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt. Obere Begrenzungslinie und 2022-er Begrenzungslinie bremsen die DAX-Rally (von Oktober 2022) momentan aus.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte und am 2021/22-er Allzeithoch zunehmend toppish wirkt. Eine Konsolidierung des Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX weiter im Seitwärtstrend tendiert. Ein Broadening-Top ist erkennbar und bringt auf der Unterseite noch Ziele um 15.6 und möglicherweise auch 15.3 mit. Viel tiefer darf der DAX nicht fallen, da ansonsten eine größere Korrektur tief in den 14k-Bereich wahrscheinlich wird. Ein Rücklauf in den Bereich 16.3 bringt hingegen wieder das Allzeithoch als wahrscheinliches Szenario auf den Plan.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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