So baue ich meine Trading-Watchlist auf – mein ganz persönlicher Ablauf
Es gibt Tage, da sitze ich morgens mit einem Kaffee vor dem Bildschirm und denke mir: „Verdammt, was handle ich heute eigentlich?“ Genau da merkt man, wie wichtig eine gute Watchlist ist. Ohne Plan stolperst du von Chart zu Chart – und das endet meistens in Chaos (und Minus). Deswegen zeige ich dir heute, wie ich meine Watchlist für Swingtrading und kurzfristige Trades zusammenstelle.
1. Mein Start in den Tag – der erste Filter
Ehrlich gesagt, ich beginne ziemlich simpel: mit den Top-Gewinnern und -Verlierern des Vortags. Ich schaue mir an, wer stark gelaufen ist oder heftig abgestürzt ist. Das sind oft die Aktien, die auch am nächsten Tag spannend bleiben.
👉 Tools: Finviz, TradingView-Screener, manchmal auch einfach die Börsenseiten von Yahoo Finance.
2. Charttechnik first
Wenn ich eine Aktie oder einen Index im Blick habe, kommt der Chart-Check.
- Läuft der Wert in einem klaren Trend?
- Gibt es eine Range, die kurz vor einem Ausbruch steht?
- Oder ist der Kurs völlig überzogen und reif für eine Gegenbewegung?
Ich markiere mir direkt Levels, an denen ich reagieren will – Unterstützung, Widerstand, gleitende Durchschnitte.
3. Volumen & Liquidität – mein Muss
Ich habe früher mal den Fehler gemacht, in illiquide Nebenwerte reinzugehen. Katastrophe. Keine Bewegung, hoher Spread – und ich hing fest.
Heute gilt: Nur Werte mit ordentlich Handelsvolumen kommen auf die Liste. Ich will rein und raus können, ohne dass ich selbst den Kurs bewege.
4. News als Turbo
Besonders spannend wird’s, wenn Chart und News zusammenpassen.
Beispiel: Eine Aktie läuft seit Wochen seitwärts – plötzlich kommen Quartalszahlen, und der Kurs bricht aus. Genau solche Situationen setze ich mir dick auf die Liste.
5. Meine Routine am Wochenende
Unter der Woche scanne ich eher schnell, aber am Wochenende nehme ich mir 2–3 Stunden Zeit. Dann baue ich eine strukturierte Watchlist für die kommende Woche:
- 3–5 Hauptwerte (sehr wahrscheinlich, dass ich sie handle)
- 5–10 „Beobachtungstitel“ (könnten Setups liefern, wenn Bedingungen erfüllt sind)
- Rest fliegt raus – Fokus ist alles.
6. Mein kurzes Fazit für euch
Eine Watchlist ist wie ein Einkaufszettel. Wer ohne einkaufen geht, landet am Ende mit Zeug im Wagen, das er gar nicht wollte. Genauso ist es beim Trading.
Mit klarer Routine spare ich mir Stress, Emotionen und – ganz ehrlich – auch Geld.
💬 Jetzt mal ehrlich: Hast du eine feste Watchlist oder springst du auch noch kreuz und quer durch die Charts?