In der traditionell positiven Thanksgiving-Woche zeigen die Aktienmärkte ein klassisches Muster mit leichten Kursgewinnen. Der DAX näherte sich erneut der Marke von 16.000 Punkten, während auch die Wall Street ihre Gewinne verwaltet. Allerdings mehren sich die Warnsignale, die auf eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Markteuphorie und der zugrundeliegenden wirtschaftlichen Realität hindeuten.

Trotz der attraktiven Saisonalität sollten Investoren die zunehmenden Bedenken nicht ignorieren. Die Notenbanken weltweit zeigen keine Anzeichen dafür, ihre restriktive Geldpolitik vorzeitig zu lockern, selbst wenn sich die Konjunktur abschwächt. Sollte die Wirtschaft wider Erwarten robust bleiben, ist erst recht nicht mit einer geldpolitischen Wende zu rechnen. Die zurückhaltenden Ausblicke vieler Unternehmen sind ein weiteres Warnsignal. Hinzu kommen die sich rasch eintrübenden Konjunkturdaten in den USA, die Fragen aufwerfen. Ein besonders auffälliges Zeichen ist der Rückgang des Ölpreises in den Bärenmarkt, was auf eine schwächelnde Nachfrage und somit auf eine mögliche globale Wirtschaftsabschwächung hindeuten könnte.

Während sich die Anleger auf das Weihnachtsgeschäft und die Jahresendrallye einstellen, scheint das Motto „Augen zu und durch“ zu lauten. Doch Vorsicht ist geboten, denn das erste Halbjahr 2024 könnte sich als herausfordernd erweisen. Das vielzitierte Goldlöckchen-Szenario – ein perfektes Gleichgewicht zwischen Wachstum und Inflation – erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Die aktuellen Marktbedingungen spiegeln die Neigung der Anleger wider, sich von extremen Szenarien leiten zu lassen – vor einigen Wochen noch vom Worst-Case, heute von einem optimistischen Win-Win-Goldlöckchen-Szenario. Die Realität liegt jedoch meist irgendwo dazwischen. Investoren sollten daher eine ausgewogene Perspektive beibehalten und sowohl die Chancen als auch die Risiken genau abwägen.

Wichtige Termine:

  • Feiertag Thanksgiving – Wall Street geschlossen
  • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November (vorläufig)
  • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November (vorläufig)
  • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November (vorläufig)
  • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November (vorläufig)
  • 13:30 Uhr EZB Sitzungsprotokoll

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Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach Verteidigung der wichtigen Supportzone 14.8/14.6 eine starke Rallye einleiten konnte. Der Widerstand an der 15.6 wurde hierbei bis zur 15.950 übersprungen. Oberhalb öffnet sich die Tür in die Gap-Zone 16.2. Anschließend Chance auf 16.320 und .450. Eine Zwischenkonsolidierung wäre jedoch überfällig. Unterhalb der 16k bleibt hingegen hingegen die Spanne für eine Konsolidierung zur 15.650/.600 geöffnet. Bei Bruch würde nach der 15.460 wieder Abgabedruck zur 15.3 drohen. Der Markt ist mittlerweile stark überkauft, aber die verkürzte Thanksgiving-Woche war in der Historie häufig fester geprägt.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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