Zwischen Bärenmarktrally und Gaskrise

Abpraller am Jahrestief

Die Aktienmärkte mit einem bullischen Rebound im Wochenverlauf. Eine technische Reaktion war nach dem neuen Jahrestief sehr wahrscheinlich. In der kommenden Handelswoche wird sich nun entscheiden, ob daraus auch eine echte Bärenmarktrally entstehen kann. Andernfalls muss ein Rücksetzer und Bodenbildung am Jahrestief angestrebt werden.

Inflation, Gaskrise und die Berichtssaison

Die neue Woche bringt starke Impulsgeber und Faktoren der Unsicherheit mit sich. Die 10-tägigen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 gehören zu den Unsicherheiten. Wird die Wartung fristgerecht beendet und der Gasfluss anschließend wieder unvermindert aufgenommen? Falls nein, drohen stärkere Verwerfungen am Aktienmarkt.

Außerdem rücken die Inflationsdaten aus den USA und der Beginn der Quartalsberichtssaison in den Blickpunkt der Anleger. Wie stark wirkt sich der Preisdruck bereits auf die Firmenbilanzen aus? Muss der Ausblick angepasst werden?

Den nächsten Wochenausblick gibt es erst nach meiner Sommerpause am 07.08.2022. Bitte beachtet in dieser Zeit auch meine Social Media Kanäle: Twitter, Facebook, Instagram.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW Konjunkturerwartungen Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW Konjunkturerwartungen Juli
  • Mittwoch:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanz Juni
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Juni
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • Auftakt Quartalsberichtssaison
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juni
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Juni
  • Freitag:
    • 04:00 Uhr China BIP Q2
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Juni
    • 14:30 Uhr USA Industrieproduktion Juni
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen Juli

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-25,70%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-18,07%), S&P500 (-18,19%) und Dow Jones (-13,76%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit einem Stabilisierungsversuch nach dem schwächsten Quartal seit 1963. Analog zur Bärenmarktrally im März könnten wieder große Umkehrformationen angestrebt werden (aber nicht aktiviert). Oberhalb der 3.815 steht eine Range 3.950. Darüber Aufhellung zur 4.050/4.120 (iSKS wird angestrebt). Unterhalb wäre erneut die 3.640 zu nennen. Darunter der Weg zur 3.500. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. Wichtige Supportzone. Das Verlaufshoch bei 31.880 muss herausgenommen werden, um auch hier eine iSKS weiter anzustreben und innerhalb einer Bärenmarktrally auszubilden. Unterhalb rückt nach der 30.700 wieder das Jahrestief in den Fokus. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone (siehe Monatschart) vorerst verteidigt. Oberhalb der 11.4 steht eine Spanne zur 11.7. Darüber 12.160 und die Chance einer Bärenmarktrally. Unterhalb rückt das Jahrestief und die 10.8 in den Fokus. Bei Bruch weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.600 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte ein neues Jahrestief erreicht und vorerst verteidigt hat. Die 13.100/.220 stellen einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.370 und danach wieder zur 13.8/14.030 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 14.400 und 14.700. Unterhalb hingegen die 12.610, gefolgt von der 12.400 und 12.270/ 12.180. Darunter 12k und 11.600. Bei Bruch 11.300/11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX per Hammer-Kerze deutlich vom Jahrestief absetzen konnte. Eine gute Vorlage für die Bullen, die im unsicheren Marktumfeld diese Chance für eine Bärenmarktrally aufgreifen müssen. Die 12.810 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.020 und anschließend über die 13.120 zur .220 anstreben. Darüber die 13.440 und der ema200 bei .550. Bei Bruch Türöffner ins Gap 13.650/.760.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 12.700 zur .600. Darunter droht nach der 12.440 die Erweiterung zur 12.270/.180. Bei Bruch 11.970.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Droht ein Crash im Juli?

Im Umfeld der negativen Impulse…

Die Aktienmärkte mussten ein dunkelrotes erstes Halbjahr abschließen. Der S&P500 erlebte das schwächste Quartal seit 1963. Der DAX den schlechtesten Juni seiner Geschichte und notiert nun wieder nah am Jahrestief. Die Konjunkturprognosen deuten scharf Richtung Rezession, die Notenbanken können nicht stützen, sondern sorgen mit ihrer Straffungspolitik für zusätzlichen Druck. Die nun anstehende Quartalsberichtssaison der Unternehmen dürfte so manche Prognose nach unten kassieren.

Belastungsfaktor Juli

Der Juli bringt zu allem Überdruss einen weiteren Belastungs- bzw. Unsicherheitsfaktor. Der Gasfluss über Nord Stream 1 wird am 11. Juli wegen Wartungsarbeiten komplett unterbrochen. Ob anschließend am 21. Juli die Gaslieferung wieder unverändert aufgenommen wird? Ungewiss! Falls nein, droht gar ein Crash!

Die neue Handelswoche.

Die Indizes haben wichtige übergeordnete Chartmarken erreicht. Die Bullen müssen nun zeigen wieviel Kraft sie noch bzw. schon haben. Auch neue Bärenmarktrallys sind von diesem Niveau aus möglich. Die neue Handelswoche beginnt mit einem Börsenfeiertag in den USA. Außerdem stehen die Notenbankprotokolle der Fed und EZB und der US-Arbeitsmarktbericht im Fokus der Börsianer.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Wall Street geschlossen
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Mai
  • Dienstag:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Mai
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsatz Mai
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Mai
    • 20:00 Uhr USA Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Mai
    • 13:30 Uhr Eurozone Protokoll der letzten EZB-Sitzung
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Juni
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Juni
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Juni
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-29,01%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-19,34%), S&P500 (-19,74%) und Dow Jones (-14,42%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit dem schwächsten Quartal seit 1963. Untergeordnet Chance auf Doppelboden inmitten einer Keilformation. Allerdings mit stärkeren Widerständen ab der 4k. Oberhalb der 3.815 steht eine Range 3.980. Darüber Aufhellung zur 4.050/4.110. Unterhalb wäre erneut die 3.640 zu nennen. Darunter der Weg zur 3.500. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch getestet hat. Wichtige Supportzone. Oberhalb der 30.450 kann eine Spanne zur 31.400 aufgebaut werden. Unterhalb bildet das Gap 29.900 die Chance auf einen Doppelboden. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone vorerst verteidigt. Oberhalb der 11.4 steht eine Spanne zur 11.8, welche darüber eine Bärenmarktrally weit in den 12k-Bereich ermöglicht. Unterhalb rückt die 10.8 in den Fokus. Bei Bruch weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juni.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.600 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte wieder vor dem Jahrestief steht. Die 13.100/.220 stellen einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.370 und danach wieder zur 14.030 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 14.400 und 14.700. Unterhalb hingegen die 12.610, gefolgt von der 12.270 und 12.180. Darunter 12k und 11.600. Bei Bruch 11.300/11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX wieder vor dem Jahrestief eingefunden hat. Die Bullen brauchen in diesem Bereich eine Stabilisierung, um einen Doppelboden anzustreben. Die 12.950 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 13.120 zur .220 anstreben. Darüber die 13.370 und der ema200 bei .560. Bei Bruch Türöffner ins Gap 13.650/.760.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 12.810 zur .690. Darunter droht nach der 12.610 die Erweiterung zur 12.440 (Jahrestief). Bei Bruch 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

Es ist eine „Premium-Mitgliedschaft“ erforderlich, um den kompletten Inhalt anzuzeigen. Ebenso erhältst du damit Zugriff auf das Trading-Portal.NET Dashboard.

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Xetra-DAX Stundenchart

Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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Wann endet der Bärenmarkt?

Fed, EZB, Eurokrise, Konjunktur, Gasversorgung…

Die Aktienmärkte mussten abermals eine dunkelrote Handelswoche hinnehmen. Vor allem die weiter sehr stark straffend agierenden Notenbanken und die Turbulenzen am Anleihenmarkt sorgen für eine erhöhte Unsicherheit. Plötzlich schwebt wieder die Gefahr einer neuen Schuldenkrise über den Börsianern. Auch die Konjunkturdaten trübten sich weiter ein und die Gasversorgung in Deutschland steht nach den Kürzungen aus Russland unter einem großen Fragezeichen! Diese starken Faktoren führen dazu, dass Konter-Rallys trotz zu negativem Sentiment und einem sehr überverkauften Bereich, sich bisher nicht durchsetzen konnten. Es fehlt der positive Impuls.

Wo kann dieser Bärenmarkt enden?

Eine Frage, die sich viele Anleger in diesen Tagen sehnsüchtig stellen. Im neuen Wochenausblick (Video am Ende des Artikels) wollen wir uns dieser Frage aus Sicht der Fundamentaldaten, der Charttechnik und natürlich mit dem historischen Vergleich nähern. Das Ergebnis könnte für etwas Ernüchterung sorgen…

Die neue Handelswoche.

Die Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Senat und dem Repräsentantenhaus dürfte einer der größten Hingucker der kommenden Woche werden. Außerdem werden der neue ifo-Geschäftsklimaindex und die Einkaufsmanagerindizes als konjunkturelle Frühindikatoren gemeldet. Die Wall Street bleibt am Montag geschlossen.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 13:30 Uhr EZB-Präsidentin Lagarde hält Eröffnungsrede auf dem geldpolitischen Forum in Sintra
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Mai
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe Mai
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Juli
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index Juni
  • Mittwoch:
    • 14:30 Uhr BRD Verbraucherpreise Juni (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (endgültig)
  • Donnerstag:
    • Quartalsabschluss
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz Mai
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Mai
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Mai
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Mai
  • Freitag:
    • Quartalsauftakt
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juni (Vorabschätzung)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-30,97%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-17,37%), S&P500 (-22,90%) und Dow Jones (-17,75%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 nun auf Bärenmarktniveau und Test ema200 (Wochenchart) bei 3.640. Oberhalb steht eine Range 3.815/.840. Darüber Aufhellung zur 4k. Bei Bruch wäre der nächstgrößere Support bei 3.500 zu finden. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch getestet hat. Wichtige Supportzone. Oberhalb können Erholungen zur 30.600 und 31.300 eingeleitet werden. Unterhalb bilden 29.3 & 29k nächste Anlaufzonen. Darunter weiteres Verkaufssignal. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone an der 10.8 im Blick. Oberhalb bleibt Range zur 11.5 und 11.8 im Fokus. Darüber stärkere Aufhellung. Unterhalb der 10.8 drohen weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juni.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.650 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und dem m. Bollinger bei 14.760 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.100. Darunter 12.920 und .650. Bei Bruch 12.440, .270, .180.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX knapp 12% in nur 2 Wochen verloren hat. Das Jahrestief muss zur Stabilisierung und Bodenbildung (Doppelboden) genutzt werden! Die 13.220 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 13.380 zur .560 anstreben. Darüber .650 und Gap-Close .760. Bei Bruch Türöffner 13.900 zur 14.030, nachfolgend .150.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 13.120/13k zur 12.920. Darunter droht die Erweiterung zur 12.650. Bei Bruch 13.610 zur .440. Anschließend 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Worst Case am Aktienmarkt!

Bärenmarktrally vor dem Ende? JA!

Zum letzten Wochenausblick stellten wir offen die Frage, ob sich die Bärenmarktrally wohl bereits am Gipfel befinden könne (Bärenmarktrally vor dem Ende?). Nach Ende dieser ereignisreichen Handelswoche müssen wir diese Frage klar bejahen. Der DAX prallt sehr dynamisch (1.000 Punkte) von der 200-Tagelinie (ema200) nach unten ab. Auch an der Wall Street deutet sich ein erneuter Test der Jahrestiefs ab.

Alles ist schlecht…

Es gab keinerlei positive Impulsgeber für die Bullen. Mehrere Unternehmen mussten Gewinnwarnungen herausgeben, die Konjunkturprognosen wurden abermals nach unten korrigiert, die Inflationsprognosen hingegen nach oben. Hoffnung, dass die Notenbanken vor Sorge einer Rezession weniger stark agieren, fanden nach der EZB-Sitzung und den US-Inflationsdaten keinen Nährboden.

Die nächste Woche bleibt spannend!

Auch die kommende Woche dürfte spannend und volatil bleiben. Es werden die endgültigen Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone erwartet. Vor allem stehen aber die Ergebnisse der US-Notenbank Fed und der Große Verfallstermin im Fokus der Börsianer.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Mai
    • 11:00 Uhr BRD ZEW Konjunkturerwartungen Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW Konjunkturerwartungen Mai
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Mai
  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsätze Mai
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion April
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Mai
    • 20:00 Uhr USA Fed Zinsentscheid
    • 20:30 Uhr USA Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Mai
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Mai
    • 14:30 Uhr USA Philly Fed Herstellungsindex Mai
  • Freitag:
    • Großer Verfallstermin – Hexensabbat
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Mai
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Mai

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-27,50%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-13,37%), S&P500 (-18,16%) und Dow Jones (-13,61%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 lief nach der Rally 8 Tage nur seitwärts. Die schwache Ausgangslage in der letzten Woche sorgte für die bärische Auflösung. Die Bullen werden nun den Doppelboden mit dem Jahrestief zum Großen Verfall anstreben. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer trotzdem die Seitwärtsrange nach unten auflösen musste. Oberhalb der 32.100 wäre der direkte Abwärtsdruck erstmal wieder herausgenommen. Unterhalb droht der Test des Jahrestiefs. Bei Bruch der Weg zur 30k. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte vor 3 Wochen ebenso eine Bärenmarktrally von gut +12% starten, welche jedoch bereits vor der 50-Tagelinie kollabierte. Unterhalb der 12.300 bleibt das Jahrestief im Blick. Bei Bruch die 11k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und dem m. Bollinger bei 14.760 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.100.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX dynamisch vor dem März-Hoch abgedreht ist. Ende der Bärenmarktrally! Vorsicht Großer Verfallstermin – Die Vola bleibt hoch! Die 13.930 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen engen Cluster über die 14.030 zur .070 und .120 anstreben. Darüber erste kleine Aufhellung zur 14.220 (m. Bollinger) und anschließend .390. Bei Bruch 14.500/.540 und .640.

Unterhalb bleibt hingegen die Spanne zur 13.760 aktiv. Darunter droht die Erweiterung zur 13.650 zur .570 (ema200). Bei Bruch 13.440 und .220. Anschließend 13.100 & 12.910.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

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Bärenmarktrally vor dem Ende?

„Ein Sturm zieht auf…“

Was ist denn in Corporate Amerika los? Die CEOs der großen US-Banken übertrafen sich in der vergangenen Woche mit Warnungen für die US-Wirtschaft. JP Morgan Dimon sieht einen Hurricane aufziehen. „Brace for impact“. Die CEOs von Wells Fargo und Goldman Sachs blasen direkt ins gleiche Horn. So sollen „beispielslose Schocks für das System“ drohen. Elon Musk legte am Freitag nach und verkündet neben einem großen Stellenabbau bei Tesla sein „super schlechtes Gefühl“ für die US-Konjunktur. Wird hier übertrieben und soll mit Horrorszenarien die Fed zum Einlenken bewegt werden? Oder droht in der Tat noch der ganz große konjunkturelle Knall?

Bärenmarktrally vor dem Ende?

Die Aktienmärkte konnten an der Rally der Vorwoche nicht anknüpfen und beendeten die Handelswoche leicht schwächer. Bullen und Bären werden sich nun zum Wochenauftakt direkt gegenüberstehen. Die Bären könnten bei einem schwächeren Start direkt die Bullen unter Druck setzen und die Bärenmarktrally sogar vorzeitig beenden. Diese hätten noch ein Ziel auf der Oberseite offen, konnte sich im schwachen Umfeld jedoch bisher nicht dazu durchringen. Auch hier müssten die Bullen direkt zum Wochenauftakt attackieren.

Die Börsen werden trotz Pfingstmontag geöffnet sein. Im Fokus rückt im Wochenverlauf die EZB-Ratssitzung. Wird die EZB hawkish überraschen und eine klare geldpolitische Wende einläuten? Im Juli könnte die erste Zinsanhebung seit 11 Jahren folgen. Außerdem werden neue Inflationsdaten aus China und den USA vermeldet. Deutet sich endlich der Peak bei den Verbraucherpreisen an?

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Pfingstmontag – Börse geöffnet
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie April
    • 14:30 Uhr USA Handelsbilanz April
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion April
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q1 (endgültig)
  • Donnerstag:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanz April
    • 13:45 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
  • Freitag:
    • 03:30 Uhr China Verbraucherpreise Mai
    • 03:30 Uhr China Erzeugerpreise Mai
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Mai
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan: Verbrauchervertrauen Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-23,11%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-8,97%), S&P500 (-13,80%) und Dow Jones (-9,46%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 lief nach der Rally 5 Tage nur seitwärts. Die Bullen werden dies als Zwischenkonsolidierung vor der nächsten (finalen?) Welle innerhalb der Bärenmarktrally werten. Es braucht jedoch einen Impuls… Andernfalls könnten die Bären den Umweg über einen Doppelboden erzwingen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer trotzdem nur eine Seitwärtsrange aufrechterhalten konnte. Oberhalb der 33.250 bestehen direkte Anstiegschancen in die 33.8. Unterhalb 32.500 drohen hingegen wieder größere Abgaben. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte vor 2 Wochen ebenso eine Bärenmarktrally von gut +10% starten, aber bisher nicht fortsetzen. Oberhalb der 12.950 könnte sich die Bärenmarktrally noch Stück für Stück weiter entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 12.400 droht das Ende der Rally.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.120 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und .600 zu nennen. Darüber das m. Bollinger bei 14.800 und anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.150.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die Woche mit kleinem Hanging Man nahezu unverändert beendete. Ein schwacher Auftakt könnte direkt die Bären auf den Plan rufen. Der ema100 bei 14.370 stellt einen ersten relevanten Bereich inmitten der Supportzone.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster zum sma100 bei 14.500 anstreben. Darüber könnte die 14.600 endlich Richtung .720 überwunden werden. Bei Bruch 14.850 und anschließend 15k.

Unterhalb öffnet sich nach der .330 der Cluster zur 14.200. Darunter droht die Erweiterung zur 14.070/.030. Bei Bruch 13.910/.875.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

Es ist eine „Premium-Mitgliedschaft“ erforderlich, um den kompletten Inhalt anzuzeigen. Ebenso erhältst du damit Zugriff auf das Trading-Portal.NET Dashboard.

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