Wann endet der Bärenmarkt?

Fed, EZB, Eurokrise, Konjunktur, Gasversorgung…

Die Aktienmärkte mussten abermals eine dunkelrote Handelswoche hinnehmen. Vor allem die weiter sehr stark straffend agierenden Notenbanken und die Turbulenzen am Anleihenmarkt sorgen für eine erhöhte Unsicherheit. Plötzlich schwebt wieder die Gefahr einer neuen Schuldenkrise über den Börsianern. Auch die Konjunkturdaten trübten sich weiter ein und die Gasversorgung in Deutschland steht nach den Kürzungen aus Russland unter einem großen Fragezeichen! Diese starken Faktoren führen dazu, dass Konter-Rallys trotz zu negativem Sentiment und einem sehr überverkauften Bereich, sich bisher nicht durchsetzen konnten. Es fehlt der positive Impuls.

Wo kann dieser Bärenmarkt enden?

Eine Frage, die sich viele Anleger in diesen Tagen sehnsüchtig stellen. Im neuen Wochenausblick (Video am Ende des Artikels) wollen wir uns dieser Frage aus Sicht der Fundamentaldaten, der Charttechnik und natürlich mit dem historischen Vergleich nähern. Das Ergebnis könnte für etwas Ernüchterung sorgen…

Die neue Handelswoche.

Die Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Senat und dem Repräsentantenhaus dürfte einer der größten Hingucker der kommenden Woche werden. Außerdem werden der neue ifo-Geschäftsklimaindex und die Einkaufsmanagerindizes als konjunkturelle Frühindikatoren gemeldet. Die Wall Street bleibt am Montag geschlossen.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 13:30 Uhr EZB-Präsidentin Lagarde hält Eröffnungsrede auf dem geldpolitischen Forum in Sintra
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Mai
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe Mai
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Juli
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index Juni
  • Mittwoch:
    • 14:30 Uhr BRD Verbraucherpreise Juni (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (endgültig)
  • Donnerstag:
    • Quartalsabschluss
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz Mai
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Mai
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Mai
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Mai
  • Freitag:
    • Quartalsauftakt
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juni (Vorabschätzung)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-30,97%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-17,37%), S&P500 (-22,90%) und Dow Jones (-17,75%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 nun auf Bärenmarktniveau und Test ema200 (Wochenchart) bei 3.640. Oberhalb steht eine Range 3.815/.840. Darüber Aufhellung zur 4k. Bei Bruch wäre der nächstgrößere Support bei 3.500 zu finden. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch getestet hat. Wichtige Supportzone. Oberhalb können Erholungen zur 30.600 und 31.300 eingeleitet werden. Unterhalb bilden 29.3 & 29k nächste Anlaufzonen. Darunter weiteres Verkaufssignal. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone an der 10.8 im Blick. Oberhalb bleibt Range zur 11.5 und 11.8 im Fokus. Darüber stärkere Aufhellung. Unterhalb der 10.8 drohen weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juni.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.650 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und dem m. Bollinger bei 14.760 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.100. Darunter 12.920 und .650. Bei Bruch 12.440, .270, .180.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX knapp 12% in nur 2 Wochen verloren hat. Das Jahrestief muss zur Stabilisierung und Bodenbildung (Doppelboden) genutzt werden! Die 13.220 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 13.380 zur .560 anstreben. Darüber .650 und Gap-Close .760. Bei Bruch Türöffner 13.900 zur 14.030, nachfolgend .150.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 13.120/13k zur 12.920. Darunter droht die Erweiterung zur 12.650. Bei Bruch 13.610 zur .440. Anschließend 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Worst Case am Aktienmarkt!

Bärenmarktrally vor dem Ende? JA!

Zum letzten Wochenausblick stellten wir offen die Frage, ob sich die Bärenmarktrally wohl bereits am Gipfel befinden könne (Bärenmarktrally vor dem Ende?). Nach Ende dieser ereignisreichen Handelswoche müssen wir diese Frage klar bejahen. Der DAX prallt sehr dynamisch (1.000 Punkte) von der 200-Tagelinie (ema200) nach unten ab. Auch an der Wall Street deutet sich ein erneuter Test der Jahrestiefs ab.

Alles ist schlecht…

Es gab keinerlei positive Impulsgeber für die Bullen. Mehrere Unternehmen mussten Gewinnwarnungen herausgeben, die Konjunkturprognosen wurden abermals nach unten korrigiert, die Inflationsprognosen hingegen nach oben. Hoffnung, dass die Notenbanken vor Sorge einer Rezession weniger stark agieren, fanden nach der EZB-Sitzung und den US-Inflationsdaten keinen Nährboden.

Die nächste Woche bleibt spannend!

Auch die kommende Woche dürfte spannend und volatil bleiben. Es werden die endgültigen Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone erwartet. Vor allem stehen aber die Ergebnisse der US-Notenbank Fed und der Große Verfallstermin im Fokus der Börsianer.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Mai
    • 11:00 Uhr BRD ZEW Konjunkturerwartungen Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW Konjunkturerwartungen Mai
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Mai
  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsätze Mai
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion April
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Mai
    • 20:00 Uhr USA Fed Zinsentscheid
    • 20:30 Uhr USA Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Mai
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Mai
    • 14:30 Uhr USA Philly Fed Herstellungsindex Mai
  • Freitag:
    • Großer Verfallstermin – Hexensabbat
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Mai
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Mai

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-27,50%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-13,37%), S&P500 (-18,16%) und Dow Jones (-13,61%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 lief nach der Rally 8 Tage nur seitwärts. Die schwache Ausgangslage in der letzten Woche sorgte für die bärische Auflösung. Die Bullen werden nun den Doppelboden mit dem Jahrestief zum Großen Verfall anstreben. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer trotzdem die Seitwärtsrange nach unten auflösen musste. Oberhalb der 32.100 wäre der direkte Abwärtsdruck erstmal wieder herausgenommen. Unterhalb droht der Test des Jahrestiefs. Bei Bruch der Weg zur 30k. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte vor 3 Wochen ebenso eine Bärenmarktrally von gut +12% starten, welche jedoch bereits vor der 50-Tagelinie kollabierte. Unterhalb der 12.300 bleibt das Jahrestief im Blick. Bei Bruch die 11k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und dem m. Bollinger bei 14.760 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.100.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX dynamisch vor dem März-Hoch abgedreht ist. Ende der Bärenmarktrally! Vorsicht Großer Verfallstermin – Die Vola bleibt hoch! Die 13.930 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen engen Cluster über die 14.030 zur .070 und .120 anstreben. Darüber erste kleine Aufhellung zur 14.220 (m. Bollinger) und anschließend .390. Bei Bruch 14.500/.540 und .640.

Unterhalb bleibt hingegen die Spanne zur 13.760 aktiv. Darunter droht die Erweiterung zur 13.650 zur .570 (ema200). Bei Bruch 13.440 und .220. Anschließend 13.100 & 12.910.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Xetra-DAX Stundenchart

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Bärenmarktrally vor dem Ende?

„Ein Sturm zieht auf…“

Was ist denn in Corporate Amerika los? Die CEOs der großen US-Banken übertrafen sich in der vergangenen Woche mit Warnungen für die US-Wirtschaft. JP Morgan Dimon sieht einen Hurricane aufziehen. „Brace for impact“. Die CEOs von Wells Fargo und Goldman Sachs blasen direkt ins gleiche Horn. So sollen „beispielslose Schocks für das System“ drohen. Elon Musk legte am Freitag nach und verkündet neben einem großen Stellenabbau bei Tesla sein „super schlechtes Gefühl“ für die US-Konjunktur. Wird hier übertrieben und soll mit Horrorszenarien die Fed zum Einlenken bewegt werden? Oder droht in der Tat noch der ganz große konjunkturelle Knall?

Bärenmarktrally vor dem Ende?

Die Aktienmärkte konnten an der Rally der Vorwoche nicht anknüpfen und beendeten die Handelswoche leicht schwächer. Bullen und Bären werden sich nun zum Wochenauftakt direkt gegenüberstehen. Die Bären könnten bei einem schwächeren Start direkt die Bullen unter Druck setzen und die Bärenmarktrally sogar vorzeitig beenden. Diese hätten noch ein Ziel auf der Oberseite offen, konnte sich im schwachen Umfeld jedoch bisher nicht dazu durchringen. Auch hier müssten die Bullen direkt zum Wochenauftakt attackieren.

Die Börsen werden trotz Pfingstmontag geöffnet sein. Im Fokus rückt im Wochenverlauf die EZB-Ratssitzung. Wird die EZB hawkish überraschen und eine klare geldpolitische Wende einläuten? Im Juli könnte die erste Zinsanhebung seit 11 Jahren folgen. Außerdem werden neue Inflationsdaten aus China und den USA vermeldet. Deutet sich endlich der Peak bei den Verbraucherpreisen an?

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  • Montag:
    • Pfingstmontag – Börse geöffnet
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie April
    • 14:30 Uhr USA Handelsbilanz April
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion April
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q1 (endgültig)
  • Donnerstag:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanz April
    • 13:45 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
  • Freitag:
    • 03:30 Uhr China Verbraucherpreise Mai
    • 03:30 Uhr China Erzeugerpreise Mai
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Mai
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan: Verbrauchervertrauen Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-23,11%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-8,97%), S&P500 (-13,80%) und Dow Jones (-9,46%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 lief nach der Rally 5 Tage nur seitwärts. Die Bullen werden dies als Zwischenkonsolidierung vor der nächsten (finalen?) Welle innerhalb der Bärenmarktrally werten. Es braucht jedoch einen Impuls… Andernfalls könnten die Bären den Umweg über einen Doppelboden erzwingen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer trotzdem nur eine Seitwärtsrange aufrechterhalten konnte. Oberhalb der 33.250 bestehen direkte Anstiegschancen in die 33.8. Unterhalb 32.500 drohen hingegen wieder größere Abgaben. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte vor 2 Wochen ebenso eine Bärenmarktrally von gut +10% starten, aber bisher nicht fortsetzen. Oberhalb der 12.950 könnte sich die Bärenmarktrally noch Stück für Stück weiter entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 12.400 droht das Ende der Rally.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.120 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 14.450 und .600 zu nennen. Darüber das m. Bollinger bei 14.800 und anschließend die Aufhellung zur 15k und 15.165. Unterhalb hingegen die 13.650, gefolgt von der 13.220 und 13.150.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die Woche mit kleinem Hanging Man nahezu unverändert beendete. Ein schwacher Auftakt könnte direkt die Bären auf den Plan rufen. Der ema100 bei 14.370 stellt einen ersten relevanten Bereich inmitten der Supportzone.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster zum sma100 bei 14.500 anstreben. Darüber könnte die 14.600 endlich Richtung .720 überwunden werden. Bei Bruch 14.850 und anschließend 15k.

Unterhalb öffnet sich nach der .330 der Cluster zur 14.200. Darunter droht die Erweiterung zur 14.070/.030. Bei Bruch 13.910/.875.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Rally oder Bullenfalle?

Die Aktienmärkte befanden sich seit Anfang April acht Wochen innerhalb einer starken Abwärtsbewegung (längste Verlustserie seit 1923 für den Dow Jones). Eine heftige Bärenmarktrally im viel zu negativen Umfeld deutete sich bereits vor einer Woche an. Wir hatten diese Chance zum letzten Wochenausblick (Gute Chance für eine Bärenmarktrally?) fundamental und charttechnisch im Detail angekündigt.

Es stellt sich nun die Frage, wie weit diese Rally noch laufen kann. Der Nasdaq konnte immerhin gut 10% zulegen. Oder sehen wir gar eine große bullische Marktumkehr, wo die Jahrestiefs bereits hinter uns liegen? Im neuen Wochenausblick wollen wir uns dieser Frage im Detail annähern.

Die US-Börsen sind am Montag feiertagsbedingt noch geschlossen. Im Wochenverlauf rücken neue Inflationsdaten aus Deutschland und Europa in den Vordergrund. Außerdem wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Wall Street geschlossen – ‚Memorial Day‘
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
  • Dienstag:
    • Monatsabschluss Mai
    • 03:30 Uhr China Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 03:30 Uhr China Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
    • 15:45 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Mai
  • Mittwoch:
    • Monatsauftakt Juni
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze April
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) April
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise April
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Mai
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie April
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz April
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze April
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Mai
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Mai
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Mai
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-22,30%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-8,96%), S&P500 (-12,76%) und Dow Jones (-8,60%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte zum Ende der Handelswoche eine Bärenmarktrally entfesseln. Oberhalb der 4.2 könnte die Rally am Mehrfach-Widerstand an den gleitenden Durchschnitten, Trendlinie und 50-er Retracement ihr Ziel finden. Unterhalb der 4k fällt die bullische Bewegung hingegen wieder in sich zusammen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer bereits eine starke Bärenmarktrally entfalten konnte. Oberhalb der 33k bestehen direkte Anstiegschancen in die 33.6/33.8. Unterhalb könnten die offene Gaps 32.6 und 32.1 in den Blickpunkt geraten. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte ebenso eine Bärenmarktrally starten und seit den Tiefpunkten bereits 10% zulegen. Oberhalb der 12.4 kann sich die Bärenmarktrally Stück für Stück weiter entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 12k und 11.6 nächste wichtige Unterstützungen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.660 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX mit der Rally den Januar-Abwärtstrend überwinden konnte. Das m. Bollinger um 14.400 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster über die 14.500 zur 13.610/.660 anstreben. Darüber die Aufhellung zur 14.850. Bei Bruch 15k/15.165.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zur 14.265 und .120. Darunter die 14.030 und 13.975. Bei Bruch 13.700.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

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Gute Chance für eine Bärenmarktrally?

Die Aktienmärkte befinden sich seit Anfang April mittlerweile 8 Wochen innerhalb einer starken Abwärtsbewegung. Der Dow Jones verlor in dieser Zeit über 13% (längste Verlustserie seit 1923), der Nasdaq rutschte sogar um 25% ab. Eine heftige Bärenmarktrally im viel zu negativen Umfeld wäre überfällig und könnte – nein, muss – von den Bullen nun aufgegriffen werden. Die charttechnischen Voraussetzungen sind trotz neuer Jahrestiefststände zum Wochenabschluss gar nicht so ungünstig, wie es auf dem ersten Blick scheint. Aber mehr dazu im Video für den Wochenausblick.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Mai
  • Dienstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 15:15 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Juni
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe April
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben April
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen April
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate April
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Mai (endgültig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-27,48%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-11,98%), S&P500 (-18,14%) und Dow Jones (-13,97%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte die solide Vorwochenkerze nicht aufgreifen und rutschte weiter ab. Die Bullen brauchen den Weg zurück über die 4.000, um Kraft für eine stärkere Gegenbewegung zu entwickeln. Unterhalb rückt die 3.700 in den Fokus. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer sich noch am besten hält. Die 31.5 und 32k stellen erste wichtige Widerstände. Oberhalb könnte sich eine Bärenmarktrally entfalten. Unterhalb rückt hingegen die 30k in den Fokus. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer weiter im Sell-the-Rip-Modus an den Widerständen. Oberhalb der 12.5 würde es eine erste Aufhellung im Chartbild geben und es könnte sich eine Bärenmarktrally entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 11k und 10.6 nächste wichtige Unterstützungen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.630 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX abermals am Abwärtstrend abgeprallt ist. Ein erster relevanter Bereich wäre um 13.700 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster zur 13.960 und zum Kombiwiderstand 14.030/.090 anstreben. Darüber die Aufhellung zur 14.250 und .395. Bei Bruch 14.500 und .610.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zum Kombisupport an der 13.575. Darunter die 13.420 und 13.220/.190. Bei Bruch 13.050.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
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