Weihnachtskater an der Börse
Die Aktienmärkte beendeten die „Super-Woche“ nach den Tagungen der Fed, EZB und dem Großen Verfallstermin mit deutlichen Abgaben. Die großen Notenbanken stellten klar, dass sie im Kampf gegen die Inflation bereit sind in eine Rezession hinein die Geldpolitik weiter zu straffen. Durch diese weiterhin konjunkturdämpfenden Maßnahmen droht der Abschwung im Jahr 2023 stärker auszufallen als bisher angenommen.
Der schwache Wochenabschluss verbaut nun die Chancen auf eine größere Weihnachtsrally. Vielmehr dürfte es nur noch um Stabilität und eine Art Schadensbegrenzung gehen.
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Wichtige Wochentermine:
- Montag:
- 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftklimaindex Dezember
- Dienstag:
- 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise November
- 14:30 Uhr USA Baubeginne November
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- Mittwoch:
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- Donnerstag:
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- Freitag:
- 14:30 Uhr USA PCE Preisindex November
- 14:30 Uhr USA Auftragseingang für langlebige Güter November
- 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen Dezember
Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:
Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-31,10%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-12,54%), S&P500 (-19,17%) und Dow Jones (-9,41%) folgen mit etwas Abstand.
Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.
Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 nach Fehlausbruch an seinen 200-Tagelinien (4.020/4.030) mit Rücklauf unter die Supportzone an den 100-Tagelinien bei 3.930. Oberhalb können die Bullen wieder auf versöhnlich Weihnachten und eine Range 3.955/3.985 zu den 200-Tagelinien 4.030 hoffen. Unterhalb bleibt der Index Richtung 3.815 und .770 unter Druck. Darunter 3.700/.660.

Der Blick zum Dow Jones, der weiter von seiner Outperformance profitiert. Die Konsolidierung der vergangenen Woche brachte den Rücklauf zum alten Abwärtstrend und den großen gleitenden Durchschnitten. Die 32.850 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb halten die Bullen eine Spanne zur 33.300. Darüber die Erweiterung zur .700. Unterhalb stellen hingegen der ema200 bei 32.650 und der sma200 bei .450 nächste Unterstützungen. Bei Bruch 32.200. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.
Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte zur besten Saisonalität nur eine schwache Bärenmarktrally absolvieren. Die Supportzone 11.500/.450 wurde auf Wochenschlussbasis verletzt. Die 11.150 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb würde der wichtige Bereich 11.450/.500 wieder in den Fokus rücken. Darüber das unechte Gap an der 11.7. Unterhalb droht hingegen das Gap-Close an der 11k. Darunter die 10.6 und anschließend der Weg zum Jahrestief. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.
Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).
Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990, wo der DAX nun die 3. rote Quartalskerze in Folge ausgebildet hat. Das gab es zuletzt inmitten der Finanzkrise 2008 und zur Dotcom-Bubble im Jahr 2000.
Unterhalb der 12.180 droht eine weitere Abverkaufswelle Richtung 11k. Oberhalb der 14k erste Stabilisierungstendenzen Richtung 14.8/15k. Markiert sind im Chart auch die letzten beiden großen Bärenmärkte. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.
Folgende übergeordnete Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:
- 15k/14.8 > 14.5 > 14k > 13.6 > 13.3 > 13k > 12.600 > 12.180 > 11.850 > 11.450 > 11k > 9.900
Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Dezember.
Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.
Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:
Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX im Oktober und November eine starke Rally bis zum mittleren Bollingerband absolvieren konnte. Die 14.390 bilden einen ersten umkämpften Bereich. Oberhalb steht die Spanne zur 13.600 und anschließend 14.800. In dieser großen Widerstandszone folgen darüber 15k und 15.165. Unterhalb sei hingegen die Range zur 14.250 und 14.030 aktiv. Darunter bilden die 13.600 die letzte bullische Reboundzone. Bei Bruch 13.4/13.2/13k.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach seiner starken Anstiegsphase eine Korrektur bis unter die 14k eingeleitet hat. Die 13.900 stellen im Wochenchart einen ersten relevanten Bereich.
Oberhalb ist ein Cluster zur 14.030 aktiv. Darüber die Erweiterung zur 14.130/.150, welche bei Bruch wieder die Aufhellung zur 14.300 liefert. Anschließend 14.390/.440.
Unterhalb steht hingegen die Spanne zur 13.750. Darunter die 13.580. Anschließend eine Supportzone aus ema200 bei 13.500, sma200 bei .450 und m. Bollinger bei 13.380. Bei Bruch 13.270/.220.
Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.
Kurzum für den Tageschart:
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