Sommermodus an den Börsen – Markt wird auf neue Impulse warten müssen
Die Aktienmärkte sind inzwischen klar im Sommermodus angekommen. Die Handelsaktivität wird nun spürbar zurückgehen, viele Marktteilnehmer agieren zurückhaltender und die großen Indizes bewegen sich aktuell überwiegend in einer leicht schwächeren Seitwärtsphase. Dieses Muster könnte die Märkte durchaus noch über weite Teile des Sommers begleiten.
Auch aus saisonaler Sicht würde ein solcher Verlauf ins Bild passen. Nach den starken Bewegungen der vergangenen Monate folgt häufig eine Phase geringerer Dynamik, bevor es im Spätsommer noch einmal zu einer ausgeprägteren Schwächephase oder einem finalen Washout kommen kann. Historisch bildet sich anschließend oftmals ab Ende September die Grundlage für eine stärkere Aufwärtsbewegung hinein in die traditionell starken Schlussmonate des Jahres.
Begleitend dazu dürften die nun auf 60 Tage angelegten Iran-Verhandlungen für eine anhaltende diffuse Unsicherheit sorgen. Einerseits sinkt damit kurzfristig das Eskalationsrisiko, andererseits bleibt die Gefahr bestehen, dass Verhandlungen scheitern oder sich erneut festfahren. Die Geopolitik begleitend damit passend die zurückhaltende Marktphase.
Übergeordnet bleiben jedoch die Inflation und auch der US-Arbeitsmarkt die zentralen Themen für die Märkte. Viele Anleger fragen sich, wie die US-Notenbank unter dem neuen Fed-Chef Warsh ohne forward guidance auf die Preisentwicklung reagieren wird. Ohne Klarheit dürfte eine gewisse Zurückhaltung dominieren. Die Unsicherheit über den weiteren Zinspfad könnte damit auch in den kommenden Wochen ein wichtiger Grund dafür bleiben, warum größere Trendbewegungen zunächst ausbleiben und die Märkte eher in einer volatilen Seitwärtsphase verharren.
Wichtige Wochentermine
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Xetra-DAX Tagesausblick:
Der DAX weiter inmitten seiner volatilen Seitwärtsrange vom Allzeithoch zur Supportzone an der 200-Tageslinie (24.2) mit der Zwischenzone am m. Bollinger 24.8.
Es ist wahrscheinlich, dass der DAX über die ersten Sommerwochen weiter choppy in genau dieser Range unterwegs bleiben wird und damit immer wieder für beide Seiten Chancen bietet.
Der Bereich der 24.750 wird die erste umkämpfte Zone darstellen.
- Oberhalb >> 24.770 (m. Bollinger) > 24.890 > 24.970 > 25.040 > 25.140 > 25.190 > 24.350/.380
- Unterhalb >> 24.640 > 24.560 > 24.510 > 24.370 > 24.330 (Gap) > 24.230 (200-TL)

Der Ausblick im Videoformat
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