Wenn ich heute mein ETF-Depot anschaue, sehe ich Struktur, Diversifikation und Klarheit.
Aber das war nicht immer so.
Am Anfang stand ich wie viele da:
Welche ETFs soll ich nehmen? Wieviel soll ich monatlich investieren? Und wie finde ich überhaupt den richtigen Einstieg?
Deshalb nehme ich dich heute mal mit – Schritt für Schritt – und zeige dir, wie ich mein ETF-Depot aufgebaut habe. Vielleicht ist ja auch für dich was Hilfreiches dabei.
🧠 Schritt 1: Warum ETFs?
Bevor ich überhaupt angefangen habe, hab ich mich gefragt:
„Was will ich eigentlich erreichen?“
Meine Antwort:
✅ langfristiger Vermögensaufbau
✅ möglichst wenig Aufwand
✅ überschaubares Risiko
Deshalb war schnell klar:
ETFs passen perfekt. Sie sind:
- breit gestreut
- günstig
- transparent
- einfach zu besparen
🧮 Schritt 2: Mein monatliches Budget
Ich hab mir angeschaut, wie viel Geld ich jeden Monat übrig habe, ohne mich zu stressen.
Mein Ziel: Einen Betrag, den ich wirklich langfristig durchhalte.
Ich hab mit 150 € im Monat gestartet – heute sind’s mehr.
Aber: Regelmäßigkeit ist wichtiger als Höhe.
🌍 Schritt 3: Die ETF-Auswahl
Jetzt wurde es spannend.
Ich wollte nicht 10 verschiedene ETFs, sondern ein simples und solides Setup.
Am Ende hab ich mich für folgendes entschieden:
1. MSCI World ETF
→ bildet über 1.500 Unternehmen aus Industrieländern ab
→ ca. 70 % meines ETF-Anteils
2. MSCI Emerging Markets ETF
→ ergänzt mit Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien
→ ca. 20 %
3. Small Cap ETF (optional)
→ für ein bisschen mehr Wachstumsfantasie
→ ca. 10 %
Ich hab mich bewusst für thesaurierende ETFs entschieden – also solche, die die Dividenden automatisch reinvestieren.
🛠️ Schritt 4: Depot & Sparplan eingerichtet
Ich hab mich bei einem Online-Broker registriert (Trade Republic, Scalable oder ING – alle okay), dort mein Depot eröffnet und meine ETFs hinterlegt.
Dann: Sparpläne eingerichtet.
Einmal im Monat – automatischer Einzug vom Konto.
Fertig. Kein Stress mehr.
📅 Schritt 5: Einmal im Jahr: Check & Anpassung
Ich schau mir mein Depot einmal im Jahr genauer an:
- Hat sich das Verhältnis der ETFs stark verschoben?
- Braucht’s eine kleine Umschichtung?
- Gibt’s neue ETFs, die meine Strategie besser abbilden?
Aber: Ich bleibe meinem Setup treu. Kein hektisches Hin und Her.
⚠️ Das hab ich bewusst vermieden
- Kein Home Bias – also nicht nur deutsche Aktien
- Keine Branchenwetten (nur Tech, nur Pharma etc.)
- Keine fancy ETFs mit „AI“, „Green“, „Future XYZ“ im Namen
→ Das klingt alles cool, ist aber oft riskant und teuer.
🧘 Weniger ist mehr – und einfach ist oft besser
Ich weiß, es gibt da draußen 3.000 ETFs.
Und es macht Spaß, zu stöbern. Aber mein Rat:
Keep it simple. Lieber 2–3 ETFs, die du verstehst und langfristig besparst,
als 12 Produkte, die du nicht mehr auseinanderhalten kannst.
Für mich war die Entscheidung für ein klares ETF-Depot einer der besten Schritte auf dem Weg zu mehr finanzieller Unabhängigkeit.
Wie sieht dein ETF-Setup aus?
Minimalistisch oder breit aufgestellt?
Schreib’s mir gern – ich bin gespannt!