Es wäre vermutlich viel zu einfach und in der Geschichte ein einmaliger Vorgang. Nein, den Crash mit Ansage gibt es nicht. Im Gegenteil, viel lieber springt der Kurs dann nochmal mit Schwung in die entgegengesetzte Richtung. Die Ähnlichkeiten zum Kursverlauf von vor genau einem Jahr sind trotzdem von überraschender Übereinstimmung. Falls unerwartet dieses Muster doch weiter Bestand haben wird, so sollte das Ende der nächsten Woche (Kl. Verfallstermin) mit besonderer Spannung verfolgt werden.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Feiertag (Presidents’ Day)
    • Japan BIP Q4
    • Eurozone Industrieproduktion Dezember
  • Dienstag:
    • BRD/ Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
    • Eurozone BIP Q4
    • USA Empire State Manufacturing Index Februar
  • Mittwoch:
    • USA Erzeugerpreise Januar
    • USA Einzelhandelsumsatz Januar
    • USA Industrieproduktion Januar
    • USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • Eurozone EZB-Protokoll
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche0
    • USA Philadelphia-Fed-Index Februar
    • Eurozone Verbrauchervertrauen Februar
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • BRD Einzelhandelsumsatz Januar
    • BRD/ Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • BRD/ Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder:

Wir beginnen mit dem Blick zum DAX Verlauf seit 2020 und den doch überraschend ähnlichen Kursverlauf. Nicht nur die Ausprägung im Chartbild mit dem knappen neuen Allzeithoch ist sehr ähnlich, sondern auch die zeitliche Überlagerung stimmt nahezu auf den Tag genau. Der Pfeil zeigt das Datum heute und heute vor einem Jahr.

DAX heute und heute vor einem Jahr
DAX heute und heute vor einem Jahr

Die Pivot Punkte für den Monat Februar.

Pivot Punkte für den Monat Februar
Pivot Punkte für den Monat Februar

Am Freitag würde der Kleine Verfallstermin anstehen, welcher nur um 15k und 13k größere Positionierungen aufweist. Einen Lauf tief in die 14k würde jedoch auch nicht im Sinne der Stillhalter sein.

Verfallsdiagramm - stockstreet.de
Verfallsdiagramm – stockstreet.de

Die vergangene Handelswoche im Performancevergleich. Nasdaq100, S&P500 und für unseren DAX gab es nur eine Nullnummer, trotz Flaggenausbruch in der Vorwoche. Erste Auswirkungen des Verfallstermins?

Nasdaq100, S&P500, DAX - Wochenvergleich
Nasdaq100, S&P500, DAX – Wochenvergleich

Dieser Vergleich aus Sicht seit Mitte der 90-er Jahre. Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem “breiten Markt”.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir noch am Anfang einer neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Ein kurzer Blick in den US-Markt zum Nasdaq100 & S&P500 (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET Premium). Der Nasdaq100 (Jahreschart) konnte seit 2009 fast nur grüne Jahreskerzen ausbilden. Die einzige (minimal) rote Jahreskerze gab es nicht, wie man vermuten könnte, im Jahr der Jahrhundertpandemie, sondern im ersten Jahr von FED-Chef Powell, der direkt zu Beginn seiner Amtszeit mit dem Tapering die Geldpolitik normalisieren wollte. Dieser kurze Versuch schlug fulminant fehl. Eine gute Erinnerung von welcher Seite primär Gefahr für den Aktienmarkt drohen kann.

Der S&P500 (Tageschart) konnte in der vergangenen Woche die Oberkante des Novembertrendkanals wieder erreichen. Droht abermals die Konsolidierung zum mittleren Bollingerband?

Nasdaq100 - Jahreschart
Nasdaq100 – Jahreschart
S&P500 - Tageschart
S&P500 – Tageschart

Zurück nach Deutschland in den DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den ausgeprägten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen und anschließend sogar ein Allzeithoch ausbilden. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate.

Zum Jahresauftakt bleibt die Verbindungslinie der letzten Allzeithochs bei 13.900 stark umkämpft. Ein Ausbruch würde die Tür zur 14.4 und im 2. Schritt Richtung 14.6 öffnen. Die 13.600/.460/13k/12.600 & 12k stellen im Quartalschart wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX (Performanceindex) seit 2015 seine Höchststände nicht nachhaltig verteidigen. Die Bullen müssen sich oberhalb der 13.9 stabilisieren, um den Weg zur oberen Keilbegrenzung zu gehen.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

DAX – Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX kämpft weiter um den Kombiwiderstand bei 13.9. Die Bullen benötigen diese Marke um den Cluster zur 14.4/14.6 zu aktivieren. Unterhalb wäre hingegen eine erste Range zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX sich wieder über die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 geschoben hat. Diese Marke stellt den Türöffner für eine Rallyfortsetzung Richtung 14.4/14.6 dar. Erste wichtige Zwischenwiderstände wären um .170 (welche in der vergangenen Woche punktgenau getestet wurde) und bei .330 zu finden. Unterhalb stellen 13.6, 13.460 und .310 weiterhin wichtige Unterstützungen dar. Bei Bruch öffnet sich die Tür zur 13.030/.009. Darunter drohen weitere Abgaben in die Gap-Zone um 12.5.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX die neutrale Wochenrange von der 13.840/13.900 zur Verbindungslinie 14.170 nicht verlassen konnte. Dieser Bereich steht auch zu Beginn der neuen Handelswoche im Fokus. Die 14.030/.060 bilden eine wichtige Zwischenzone.

Oberhalb der 14.170 würde sich das Bild weiter Richtung Zielzone der Flaggenauflösung (14.4) aufhellen und eine erste Range zur .185/.230 folgen. Bei Durchbruch öffnet sich die Tür zur .330.

Unterhalb der 13.9 bildet die .840 und .795 einen erste Anlaufzone. Darunter würde Gap-Zone 13.671/.596 folgen, bevor die .520 und .460 wieder in den Fokus rücken.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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