Die große Wette der Notenbanken

Die Aktienmärkte beendeten eine positive Woche, wobei das Wochenplus beim DAX sehr gering ausfiel und die US-Indizes hingegen mehrere neue Allzeithochstände feiern konnten. Der Monat August (Monatsabschluss Dienstag) könnte einen im historischen Vergleich sehr positiven Abschluss finden.

In der nun kommenden Handelswoche stehen u. a. die neuen Inflationsdaten aus Deutschland und Europa im Fokus. In den USA dürfte der offizielle Arbeitsmarktbericht eine besondere Beachtung erfahren. Ein starker Datensatz würde die US-Notenbank zum Anlass nehmen, die US-Anleihekäufe noch in diesem Jahr zu reduzieren (Tapering).

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Wirtschaftsstimmung August
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise August
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe Juli
  • Dienstag:
    • Monatsabschluss
    • 03:00 Uhr China CFLP Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 09:55 Uhr BRD Arbeitslosenzahl August
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise August
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board August
  • Mittwoch:
    • 03:45 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz August
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Juli
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Juli
  • Freitag:
    • 03:45 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August 
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar August
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote August
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne August 
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. In der vergangenen Handelswoche war der DAX mit einer Wochenperformance von +0,28% der klare Underperformer zu den US-Indizes, die abermals mehrere neue Allzeithochstände feiern konnten. Auch auf Jahressicht belegt der DAX – nach anfänglich starkem Start – wieder den letzten Platz. Abermals sind die Wachstumstitel gefragt und pushen Nasdaq100 und S&P500 von Allzeithoch zu Allzeithoch.

Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn

Die Outperformance der Wachstumswerte ist im historischen Kontext (hier seit 1990) auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Performance seit 1990
Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium). Der S&P500 hangelt sich im Jahr 2021 stets an der 50-Tagelinie und auf der Oberseite an der 2020-er Verbindungslinie entlang. In der vergangenen Woche wurde die obere Begrenzung erneut angelaufen. Eine Konsolidierung zur 50-Tagelinie (orange) sollte wieder eingeplant werden.

S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger

Der Nasdaq100 (Monatschart) bleibt weiter in äußerst bullischer Form. Er notiert noch deutlich oberhalb(!) seines Hausse-Aufwärtstrendkanals und bildet aktuell einen steigenden Keil aus. Der MACD ist auf einem historisch hohen Niveau angekommen. Alle Trends sind intakt, jedoch stellen die historischen Ausprägungen zumindest ein Warnsignal dar.

Nasdaq100 seit 25 Jahren - Hausse voll intakt
Nasdaq100 seit 25 Jahren – Hausse voll intakt

Der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. In diesem Jahr gibt es bisher nur ein laues Sommerlüftchen zu vermelden. Nach einem anfänglichen Rücksetzer von 3,5% folgte nun wieder ein Anstieg von 3,5%. Im historischen Kontext stellt der Zeitraum August/ September ein volatiles Marktumfeld dar, welches bisher nicht zur Geltung kam.

Sell in May and go away... - Bisher nur müder Sommerhandel
Sell in May and go away… – Bisher nur müder Sommerhandel

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 6 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch die Bollinger-Area durchbrochen werden konnte. Die Kerze für das 2. Quartal setzte genau außerhalb des oberen Bollinger auf und beschleunigte weiter nach oben. In den letzten 25 Jahren waren solche Ausbrüche aus der Bollinger-Area sehr selten; erst recht mit 6 grünen Quartalskerzen im Rücken. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur und das immer in der 2. Jahreshälfte. Auch diesmal?

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Diesmal folgte nur ein sehr steiler Anstieg.

Im großen Quartalschart ist der DAX gut an der 15.3, 15k, 14.700 & 14k gestützt. Erst darunter würde das übergeordnete Bild wieder eintrüben. Oberhalb der 15.800 wird die Tür zur 16.040 & nachfolgend zur 16.200 geöffnet. Darüber würde die 16.5 in den Blickpunkt rücken.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 20-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil
Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht
Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2021. Vielleicht kein unwesentlicher Grund, warum der DAX seit mehreren Wochen seitwärts tendierte. Das Absetzen von der Ausbruchszone wäre auch in diesem Bild von großer Bedeutung.

Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.7. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Spanne über die 15k zur 15.660 und .800 anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.040, 16.2 und nachfolgend 16.5. Bei Bruch zurück unter die 14.7 folgen 14.2 und 13.9 als nächste wichtige Unterstützungen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit April mit kleinen Monatskerzen nach oben wandert. Die neutrale Monatsrange von 15.3 – 15.5 – 15.8 wurde im August auf der Oberseite verletzt. Kann die Bestätigung auf Monatsschlussbasis erfolgen?

Oberhalb steht eine weitere Aufhellung zur 16.030 (bereits abgearbeitet), gefolgt von der 16.1 und 16.260. Darüber würde die nächstgrößere Widerstandszone 16.5/16.7 in den Fokus rücken. Ein Rückfall in die Seitwärtsrange würde ein kleines Warnsignal darstellen. Unterhalb droht hingegen die Eintrübung zur 15.030 und nachfolgend zur 14.800. Darunter seien die 14.3 und die Ausbruchszone bei 13.9 zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX einen Hanging-Man innerhalb der Vorwochenkerze ausgebildet hat. Die 15.820 & .880 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb bleiben die Bullen im Vorteil und eine erste Spanne zur 15.975 aktiv. Darüber wird sie wohl zügig über die 16.030 zum neuen AZH bei 16.060 erweitert. Bei Bruch sei die 16.150 zu nennen, gefolgt von der .260.

Unterhalb dürfte hingegen abermals die Range zur 15.700 angestrebt werden. Direkt darunter rückt die 15.620 in den Blickpunkt der Bären. Bei Bruch folgt der Cluster zur .500.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Liefert die Notenbank Fed einen Impuls?

Die Aktienmärkte beendeten eine volatilere und schwächere Handelswoche, welche geprägt war durch das Notenbankprotokoll der Fed und den Verfallstermin am Freitag. Der DAX schloss die Woche bei -1,06 Prozent und verteidigt weiterhin ein Monatsplus von 1,70 Prozent.

In der nun kommenden Handelswoche stehen u. a. die neuen Einkaufsmanagerindizes im Fokus (Verliert die Erholung weiter an Schwung? Was macht der Preisdruck?), der ifo-Geschäftsklimaindex August und natürlich das Notenbank-Symposium in Jackson Hole. Wird Fed-Chef Powell Andeutungen zum Tapering machen? Oder kann er „Dank“ Delta & abnehmender Wachstumsdynamik weiter auf Zeit setzen?

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August 
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August 
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August 
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August 
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor  August
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juli
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index August
    • 16:00 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Juli
  • Mittwoch:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex August
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
  • Donnerstag:
    • Beginn Wirtschaftskonferenz für Notenbanker und Ökonomen in Jackson Hole
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima für September
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Juli
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Juli
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan August
    • 16:00 Uhr USA Fed-Chef Jerome Powell spricht auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX für die vergangene Handelswoche und seit Jahresbeginn. Alle Indizes mussten die Woche mit Abschlägen beenden. Der Dow Jones und DAX hierbei mit knapp -1% als Underperformer.

 Performance 1 Woche
Performance 1 Woche
Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium). Der S&P500 hangelt sich im Jahr 2021 stets an der 50-Tagelinie und auf der Oberseite an der 2020-er Verbindungslinie entlang. Dieser Rücksetzer zum Gleitenden Durchschnitt/ „Standard-Long-Trigger“ stand abermals bevor & wurde in der vergangenen Woche nahezu komplett abgearbeitet. Können die Dip-Buyers erneut den S&P500 zum AZH heben?

S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger – Vor einer Woche
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger - aktuell
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger – aktuell

Der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. In diesem Jahr gibt es bisher nur ein laues Sommerlüftchen zu vermelden. Nach einem anfänglichen Rücksetzer von 3,5% folgte nun wieder ein Anstieg von 3,5%. Im historischen Kontext stellt der Monat August ein schwieriges Marktumfeld dar.

Sell in May and go away... - Bisher nur müder Sommerhandel
Sell in May and go away… – Bisher nur müder Sommerhandel

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 6 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch die Bollinger-Area durchbrochen werden konnte. Die Kerze für das 2. Quartal setzte genau außerhalb des oberen Bollinger auf und beschleunigte weiter nach oben. In den letzten 25 Jahren waren solche Ausbrüche aus der Bollinger-Area sehr selten; erst recht mit 6 grünen Quartalskerzen im Rücken. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur und das immer in der 2. Jahreshälfte. Auch diesmal?

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Diesmal folgte nur ein sehr steiler Anstieg.

Im großen Quartalschart ist der DAX gut an der 15.3, 15k, 14.700 & 14k gestützt. Erst darunter würde das übergeordnete Bild wieder eintrüben. Oberhalb der 15.800 wird die Tür zur 16.040 & nachfolgend zur 16.200 geöffnet. Darüber würde die 16.5 in den Blickpunkt rücken.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 20-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil
Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2021. Vielleicht kein unwesentlicher Grund, warum der DAX seit mehreren Wochen seitwärts tendierte. Das Absetzen von der Ausbruchszone wäre auch in diesem Bild von großer Bedeutung.

Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.7. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Spanne über die 15k zur 15.660 und .800 anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.040, 16.2 und nachfolgend 16.5. Bei Bruch zurück unter die 14.7 folgen 14.2 und 13.9 als nächste wichtige Unterstützungen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit April mit kleinen Monatskerzen nach oben wandert. Die neutrale Monatsrange von 15.3 – 15.5 – 15.8 wurde im August auf der Oberseite verletzt. Kann die Bestätigung auf Monatsschlussbasis erfolgen?

Oberhalb steht eine weitere Aufhellung zur 16.030 (bereits abgearbeitet), gefolgt von der 16.1 und 16.230. Darüber würde die nächstgrößere Widerstandszone 16.5/16.7 in den Fokus rücken. Ein Rückfall in die Seitwärtsrange würde ein kleines Warnsignal darstellen. Unterhalb droht hingegen die Eintrübung zur 15.030 und nachfolgend zur 14.800. Darunter seien die 14.3 und die Ausbruchszone bei 13.9 zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX bisher nicht von der Ausbruchszone bei 15.8 lösen konnte. Die 15.810 stellen somit einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb bleiben die Bullen im Vorteil und eine erste Spanne zur 15.875 aktiv. 970 & 16.030 aktiv. Darüber wird sie wohl zügig über die 15.970 zum AZH bei 16.030 erweitert. Bei Bruch würde die 16.120 in den Fokus rücken, gefolgt von der .230.

Unterhalb steht der Ausbruch weiter unter Probe und eine erste Range zur 15.700 wird wahrscheinlich. Darunter rücken 15.630/.590 in den Blickpunkt der Bären. Bei Bruch folgt der Cluster zur .390.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Ende des Sommerlochs in Sicht?

Ich melde mich nach fast 3 Wochen aus meiner Sommerpause zurück. Der DAX konnte in dieser Zeit gut 1,9% zulegen, wobei sämtlicher Zugewinn an den letzten drei Handelstagen erfolgte. Der Ausbruch über die 15.8 und somit aus der Seitwärtsrange konnte Schub zur 16k freisetzen. Diesen Ausbruch gilt es in der kommenden Woche zu verteidigen. Vor allem der Kleine Verfallstermin könnte den weiteren Weg nach oben im dünnvolumigen Sommerhandel deutlich erschweren. Er bildet zu gerne das Ende des Sommerlochs.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 01:50 Uhr Japan BIP Q2
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Juli
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index August
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q2 (1. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Juli
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Juli
    • 19:30 Uhr USA Rede Fed-Präsident Jerome Powell
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juli
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index August
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board August
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Juli 

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn und im historischen Kontext seit 1990. Der DAX konnte in der vergangenen Handelswoche mit dem Sprung über die Seitwärtsrange zur Rekordjagd an der Wall Street etwas aufschließen. Übergeordnet bleibt er jedoch der Underperformer.

Auffällig bleibt im großen Bild (Grafik 2) die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zwischen Growth (NAS100) und Value. Die begonnenen Umschichtungen waren bisher nur von sehr kurzer Dauer.

Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn
Performance seit 30 Jahren - übergeordnet
Performance seit 30 Jahren – übergeordnet

Am nächsten Freitag würde der Kleine Verfallstermin anstehen, welcher im Vorfeld gerne für ein kleines Tauziehen an den Märkten sorgt. Auffällig ist der deutliche Überhang an Call-Optionen oberhalb der 16k. Eine deutliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung wäre somit nicht im Sinn der Stillhalter. Es ist daher durchaus möglich, dass sich der DAX bereits gut für die Abrechnung ausgerichtet hat & uns abermals ein etwas dünner Sommerhandel droht.

Verfallsdiagramm - stockstreet.de
Verfallsdiagramm – stockstreet.de

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hat im großen Quartalschart (Grafik 1) das 161,8-er Retracements aus dem 90-er Jahre Bullenmarkt erreicht. Eine Zone, die in der Vergangenheit gerne lange und höchst volatil umkämpft war. Der Trendfolger MACD (Grafik 2) hat nun auch im Monatschart ein historisch hohes bullisches Niveau erreicht. Im Tageschart (Grafik 3) hangelt sich der Index im Jahr 2021 stets an der 50-Tagelinie und auf der Oberseite an der 2020-er Verbindungslinie entlang. Steht nun abermals der Rücksetzer zum Gleitenden Durschnitt/ „Standard-Long-Trigger“ bevor?

S&P500 Retracements im Quartalschart
S&P500 Retracements im Quartalschart
S&P500 - der MACD historisch bullisch
S&P500 – der MACD historisch bullisch
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger
S&P500 und die 50-Tagelinie als Long-Trigger

Nachfolgend der Dow Jones Transportation Average, welcher von der letzten Rally kaum profitieren konnte. Die aktuelle Underperformance ist erwähnenswert, da der Dow Transport als Frühindikator für die US-Konjunktur gilt. Verliert der starke wirtschaftliche Rebound bereits wieder an Dynamik? Eine ähnliche Zurückhaltung ist auch bei den US-Nebenwerten zu erkennen. Die momentane Rekordjagd ist nicht sehr breit aufgestellt und ruht auf wenige hochmarktkapitalisierte Großunternehmen.

Dow Jones Transportation Average
Dow Jones Transportation Average

Der Nasdaq100 (Monatschart) bleibt weiter in äußerst bullischer Form. Er notiert noch deutlich oberhalb(!) seines Hausse-Aufwärtstrendkanals und bildet aktuell einen steigenden Keil aus. Auch hier ist der MACD auf einem historisch hohen Niveau angekommen. Alle Trends sind intakt, jedoch stellen die historischen Ausprägungen zumindest ein Warnsignal dar.

Nasdaq100 seit 25 Jahren - Hausse voll intakt
Nasdaq100 seit 25 Jahren – Hausse voll intakt

Der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. In diesem Jahr gibt es bisher nur ein lauen Sommerlüftchen zu vermelden. Nach einem anfänglichen Rücksetzer von 3,5% folgte nun wieder ein Anstieg von 3,5%. Im historischen Kontext stellt der Monat August ein schwieriges Marktumfeld dar.

Sell in May and go away... - Bisher nur müder Sommerhandel
Sell in May and go away… – Bisher nur müder Sommerhandel

Blick zum DAX Kursindex (ex Dividende), welcher im Vergleich zum Performanceindex deutlich schwächer unterwegs ist, im Monatschart und in der zweiten Grafik als Wochenchart. Der Bruch durch den Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, öffnete die Tür zur Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte, woran sich der DAX nun seit April mit kleinen Monatskerzen müht. Kann im August der Durchbruch aus der Seitwärtsrange gelingen, oder wird die Monatskerze abermals abverkauft? Die Performance für das letzte Quartal dürfte maßgeblich davon abhängen.

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart

Im Wochenchart ist der Kampf an der Ausbruchszone noch besser zu erkennen. Findet Ausbruch per Doppelboden eine Bestätigung, oder bremst die Flaggenformation den DAX direkt wieder aus. Auffällig: Der DAX folgt spät der Rekordjagd der US-Indizes. Zusätzlich bildet der Verfallstermin in der kommenden Woche eine Barriere.

DAX Kursindex im Wochenchart
DAX Kursindex im Wochenchart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 6 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch die Bollinger-Area durchbrochen werden konnte. Die Kerze für das 2. Quartal setzte genau außerhalb des oberen Bollinger auf und beschleunigte weiter nach oben. In den letzten 25 Jahren waren solche Ausbrüche aus der Bollinger-Area sehr selten; erst recht mit 6 grünen Quartalskerzen im Rücken. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur und das immer in der 2. Jahreshälfte. Auch diesmal?

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Diesmal folgte nur ein sehr steiler Anstieg.

Im großen Quartalschart ist der DAX gut an der 15.3, 15k, 14.700 & 14k gestützt. Erst darunter würde das übergeordnete Bild wieder eintrüben. Oberhalb der 15.800 wird die Tür zur 16.040 & nachfolgend zur 16.200 geöffnet. Darüber würde die 16.5 in den Blickpunkt rücken.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 20-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil
Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht
Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2021. Vielleicht kein unwesentlicher Grund, warum der DAX seit mehreren Wochen seitwärts tendierte. Das Absetzen von der Ausbruchszone wäre auch in diesem Bild von großer Bedeutung.

Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.7. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Spanne über die 15k zur 15.660 und .800 anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.040, 16.2 und nachfolgend 16.5. Bei Bruch zurück unter die 14.7 folgen 14.2 und 13.9 als nächste wichtige Unterstützungen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit April mit kleinen Monatskerzen nach oben wandert. Die neutrale Monatsrange von 15.3 – 15.5 – 15.8 wurde in der vergangenen Woche auf der Oberseite verletzt. Kann die Bestätigung auf Monatsschlussbasis erfolgen?

Oberhalb steht eine weitere Aufhellung zur 16.030 (bereits abgearbeitet), gefolgt von der 16.1 und 16.230. Darüber würde die nächstgrößere Widerstandszone 16.5/16.7 in den Fokus rücken. Ein Rückfall in die Seitwärtsrange würde ein kleines Warnsignal darstellen. Unterhalb droht hingegen die Eintrübung zur 15.030 und nachfolgend zur 14.800. Darunter seien die 14.3 und die Ausbruchszone bei 13.9 zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die 15.8 überwinden konnte. Die 15.900 stellen einen ersten relevanten Wochensupport.

Oberhalb wäre eine erste Spanne zur 16.030 aktiv, welche darüber zur 16.080/.100 erweitert wird (relevanter Bereich für den Verfallstermin). Bei Bruch würden die 16.230 in den Fokus rücken.

Unterhalb wäre hingegen eine Spanne zur Ausbruchszone 15.8/.770 wahrscheinlich. Bei Fall zurück droht ein Fehlausbruchszenario mit einer nächsten Supportzone bei 15.630/.580. Darunter würde der Aufwärtstrend bei 15.480 folgen.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Abgeprallt am Widerstand

Die Aktienmärkte mussten sich trotz positiver Juli-Saisonalität mit einer negativen Wochenperformance begnügen. Der DAX steht als Underperformer wieder auf Monatseinstand. Er konnte von der Rally bei den US-Indizes nicht profitieren und verharrte wie erwartet innerhalb seiner Seitwärtsrange. Eine nun langsam abschwächende Saisonalität und der Abpraller der US-Indizes an ihren Widerständen könnte den Druck für eine beginnende Konsolidierung nun erhöhen.

In der neuen Handelswoche stehen die EZB-Ratssitzung, die neuen Einkaufsmanagerindizes und natürlich die Quartalsberichtssaison weiter im Fokus.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Juni
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juni
  • Mittwoch:
    • 01:50 Uhr Japan Handelsbilanz
  • Donnerstag:
    • 13:45 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juni
  • Freitag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli 
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX für die letzten 30 Tage und im historischen Kontext seit 1990. Der DAX konnte zuletzt die Rally von S&P500 & Nasdaq (Growth) nicht mehr nachbilden. Er tendierte in dieser Zeit nur seitwärts. Eine Gefahr bei einer beginnenden Konsolidierung im US-Markt?

Auffällig bleibt im großen Bild (Grafik 2) die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zwischen Growth (NAS100) und Value. Die begonnenen Umschichtungen waren bisher nur von sehr kurzer Dauer.

Performance letzten 30 Tage
Performance letzten 30 Tage
Performance seit 30 Jahren - übergeordnet
Performance seit 30 Jahren – übergeordnet

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hat im großen Quartalschart das 161,8-er Retracements aus dem 90-er Jahre Bullenmarkt erreicht. Eine Zone, die in der Vergangenheit gerne lange und volatil umkämpft war. Der Trendfolger MACD hat nun auch im Monatschart ein historisch hohes bullisches Niveau erreicht. Im Tageschart erfolgte in der vergangenen Woche der 5. Abpraller an der 2020-er Verbindungslinie. Eine Einladung für eine kleine Konsolidierung?

S&P500 Retracements im Quartalschart
S&P500 Retracements im Quartalschart
S&P500 - der MACD historisch bullisch
S&P500 – der MACD historisch bullisch
S&P500 und die 2020-er Verbindungslinie
S&P500 und die 2020-er Verbindungslinie

Nachfolgend der Dow Jones Transportation Average, welcher nach einer gigantischen Rally plötzlich zum Underperformer mutiert und seinen Hausse-Trendkanal nicht nachhaltig durchbrechen konnte. Die plötzliche Underperformance ist erwähnenswert, da der Dow Transport als Frühindikator für die US-Konjunktur gilt. Verliert der starke wirtschaftliche Rebound bereits wieder an Dynamik? Die fallenden Anleiherenditen – trotz steigender Inflation – blasen ins gleiche Horn.

Dow Jones Transportation Average
Dow Jones Transportation Average

Der Nasdaq100 (Monatschart) bleibt weiter in äußerst bullischer Form. Er notiert noch deutlich oberhalb(!) seines Hausse-Aufwärtstrendkanals und bildet aktuell einen steigenden Keil aus. Auch hier ist der MACD auf einem historisch hohen Niveau angekommen. Alle Trends sind intakt, jedoch stellen die historischen Ausprägungen zumindest ein Warnsignal dar.

Nasdaq100 seit 25 Jahren - Hausse voll intakt
Nasdaq100 seit 25 Jahren – Hausse voll intakt

Der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Es sei wichtig zu erwähnen, dass sich diese saisonal schwache Zeit nicht allein auf den Monat Mai bezieht, sondern viel mehr den Zeitraum Ende Mai – Juli – September, bevor die Jahresendrally für einen guten Abschluss sorgen möchte. Der DAX befindet sich somit gerade in der spannenden Kernzeit, welche er bisher innerhalb einer engen Seitwärtsrange abwartet.

Sell in May and go away... - durchaus berechtigt
Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Blick zum DAX Kursindex (ex Dividende), welcher im Vergleich zum Performanceindex deutlich schwächer unterwegs ist, im Monatschart und in der zweiten Grafik als Wochenchart. Der Bruch durch den Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, öffnete die Tür zur Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte, woran sich der DAX nun seit April mit kleinen Monatskerzen müht. Die Zeit wäre reif für eine Entscheidung. Rückfall zur Ausbruchszone, oder Beschleunigung der Rally?

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart

Im Wochenchart ist der Kampf an der Ausbruchszone noch besser zu erkennen. Ein steigender Keil an der Allzeithochverbindungslinie. Auflösung in den Sommerwochen wahrscheinlich.

DAX Kursindex im Wochenchart
DAX Kursindex im Wochenchart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 6 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch die Bollinger-Area durchbrochen werden konnte. Die Kerze für das 2. Quartal setzte genau außerhalb des oberen Bollinger auf und beschleunigte weiter nach oben. In den letzten 25 Jahren waren solche Ausbrüche aus der Bollinger-Area sehr selten; erst recht mit 6 grünen Quartalskerzen im Rücken. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur und das immer in der 2. Jahreshälfte. Auch diesmal?

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte. Diesmal folgte nur ein sehr steiler Anstieg.

Im großen Quartalschart ist der DAX gut an der 15.3, 15k, 14.700 & 14k gestützt. Erst darunter würde das übergeordnete Bild wieder eintrüben. Die 15.660 stellt seit Wochen einen umkämpften Bereich. Oberhalb öffnen Trendlinie & AZH bei 15.800 die Tür zur 16.040 & 16.200. Darüber würde bereits die 16.5 folgen.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 20-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil
Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht
Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2021. Vielleicht kein unwesentlicher Grund, warum der DAX seit mehreren Wochen nicht vorankommt & die Rekordrally der US-Indizes nicht nachbildet.

Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der DAX im Jahr 2021 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.7. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Spanne über die 15k zur 15.660 und .800 anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16k/16.2 und nachfolgend 16.5. Bei Bruch zurück unter die 14.7 folgen 14.2 und 13.9 als nächste wichtige Unterstützungen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX einen Doji als Monatskerze Juni fertiggestellt hat. Eine erste neutrale Monatsrange wäre von 15.3 – 15.5 – 15.8 zu nennen, welche in der vergangenen Handelswoche nun auch auf der Oberseite komplett durchlaufen werden konnte. Oberhalb folgt eine weitere Aufhellung zur 16.040 und 16.150. Unterhalb hingegen Eintrübung zur 15.030 und nachfolgend zur 14.750. Darunter seien die 14.3 und die Ausbruchszone bei 13.9 zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX seit April seitwärts bewegt. Der 2021-Trendkanal dürfte zum Wochenauftakt endgültig verlassen werden. Die 15.540 stellen einen ersten Wochensupport.

Oberhalb steht eine Spanne zur mittlerweile altbekannten 15.660, die nun zusätzlich durch die Trendkanalunterkante verstärkt wird. Darüber folgt wieder die Aufhellung über die .745 zum AZH bei 15.8. Bei Bruch würde sich der Dax dynamisch Richtung 16k erweitern.

Unterhalb wäre hingegen eine Spanne über die .425 zur .330 wahrscheinlich, wo in der kommenden Woche auch das m. Bollingerband hineinlaufen wird. Bei Bruch droht die weitere Eintrübung zur 15.040.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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