Rally oder Bullenfalle?

Die Aktienmärkte befanden sich seit Anfang April acht Wochen innerhalb einer starken Abwärtsbewegung (längste Verlustserie seit 1923 für den Dow Jones). Eine heftige Bärenmarktrally im viel zu negativen Umfeld deutete sich bereits vor einer Woche an. Wir hatten diese Chance zum letzten Wochenausblick (Gute Chance für eine Bärenmarktrally?) fundamental und charttechnisch im Detail angekündigt.

Es stellt sich nun die Frage, wie weit diese Rally noch laufen kann. Der Nasdaq konnte immerhin gut 10% zulegen. Oder sehen wir gar eine große bullische Marktumkehr, wo die Jahrestiefs bereits hinter uns liegen? Im neuen Wochenausblick wollen wir uns dieser Frage im Detail annähern.

Die US-Börsen sind am Montag feiertagsbedingt noch geschlossen. Im Wochenverlauf rücken neue Inflationsdaten aus Deutschland und Europa in den Vordergrund. Außerdem wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Wall Street geschlossen – ‚Memorial Day‘
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
  • Dienstag:
    • Monatsabschluss Mai
    • 03:30 Uhr China Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 03:30 Uhr China Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
    • 15:45 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Mai
  • Mittwoch:
    • Monatsauftakt Juni
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze April
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) April
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise April
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Mai
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie April
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz April
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze April
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Mai
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Mai
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Mai
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-22,30%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-8,96%), S&P500 (-12,76%) und Dow Jones (-8,60%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte zum Ende der Handelswoche eine Bärenmarktrally entfesseln. Oberhalb der 4.2 könnte die Rally am Mehrfach-Widerstand an den gleitenden Durchschnitten, Trendlinie und 50-er Retracement ihr Ziel finden. Unterhalb der 4k fällt die bullische Bewegung hingegen wieder in sich zusammen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer bereits eine starke Bärenmarktrally entfalten konnte. Oberhalb der 33k bestehen direkte Anstiegschancen in die 33.6/33.8. Unterhalb könnten die offene Gaps 32.6 und 32.1 in den Blickpunkt geraten. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer konnte ebenso eine Bärenmarktrally starten und seit den Tiefpunkten bereits 10% zulegen. Oberhalb der 12.4 kann sich die Bärenmarktrally Stück für Stück weiter entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 12k und 11.6 nächste wichtige Unterstützungen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.660 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX mit der Rally den Januar-Abwärtstrend überwinden konnte. Das m. Bollinger um 14.400 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster über die 14.500 zur 13.610/.660 anstreben. Darüber die Aufhellung zur 14.850. Bei Bruch 15k/15.165.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zur 14.265 und .120. Darunter die 14.030 und 13.975. Bei Bruch 13.700.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Gute Chance für eine Bärenmarktrally?

Die Aktienmärkte befinden sich seit Anfang April mittlerweile 8 Wochen innerhalb einer starken Abwärtsbewegung. Der Dow Jones verlor in dieser Zeit über 13% (längste Verlustserie seit 1923), der Nasdaq rutschte sogar um 25% ab. Eine heftige Bärenmarktrally im viel zu negativen Umfeld wäre überfällig und könnte – nein, muss – von den Bullen nun aufgegriffen werden. Die charttechnischen Voraussetzungen sind trotz neuer Jahrestiefststände zum Wochenabschluss gar nicht so ungünstig, wie es auf dem ersten Blick scheint. Aber mehr dazu im Video für den Wochenausblick.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Mai
  • Dienstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Mai (vorläufig)
    • 15:15 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (vorläufig)
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Juni
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe April
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben April
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen April
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate April
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Mai (endgültig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-27,48%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-11,98%), S&P500 (-18,14%) und Dow Jones (-13,97%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte die solide Vorwochenkerze nicht aufgreifen und rutschte weiter ab. Die Bullen brauchen den Weg zurück über die 4.000, um Kraft für eine stärkere Gegenbewegung zu entwickeln. Unterhalb rückt die 3.700 in den Fokus. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer sich noch am besten hält. Die 31.5 und 32k stellen erste wichtige Widerstände. Oberhalb könnte sich eine Bärenmarktrally entfalten. Unterhalb rückt hingegen die 30k in den Fokus. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer weiter im Sell-the-Rip-Modus an den Widerständen. Oberhalb der 12.5 würde es eine erste Aufhellung im Chartbild geben und es könnte sich eine Bärenmarktrally entfalten. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“. Unterhalb stellen 11k und 10.6 nächste wichtige Unterstützungen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.630 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX abermals am Abwärtstrend abgeprallt ist. Ein erster relevanter Bereich wäre um 13.700 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster zur 13.960 und zum Kombiwiderstand 14.030/.090 anstreben. Darüber die Aufhellung zur 14.250 und .395. Bei Bruch 14.500 und .610.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zum Kombisupport an der 13.575. Darunter die 13.420 und 13.220/.190. Bei Bruch 13.050.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Das Hoffen auf eine Bärenmarktrally…

Die Aktienmärkte starteten abermals schwach in die vergangene Handelswoche, aber legten dann im viel zu negativen Umfeld (ich berichtete im „Market Briefing“) eine Umkehr in den Wochenschluss hin. Dieses Reversal weckt nun die Hoffnung auf den Beginn einer Bärenmarktrally, um die zuversichtlichen Bären doch mal wieder zweifeln zu lassen. Auffällig bleibt zudem die Haltung der US-Notenbank Fed, die den Abverkauf an den Aktienmärkten unkommentiert ignoriert. Dies war bei den letzten starken Korrekturen stets anders. Die viel zu hohe Inflation (Mandat Nummer 1 der Notenbank) hat die „Schmerzgrenze“ der Fed weiter nach unten verschoben. Es scheint fast so, dass selbst ein Crash im Kampf gegen die Inflation akzeptiert wird.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion April
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise April
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Mai
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz April
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion April
    • 19:00 Uhr Rede Fed-Chef Powell und EZB-Chefin Lagarde
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise April (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen April
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne April
  • Donnerstag:
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB-Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Mai
    • 16:00 Uhr USA Verkäufe bestehender Häuser April
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstag
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise April
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Mai (vorläufig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-24,10%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-11,69%), S&P500 (-15,57%) und Dow Jones (-11,40%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 rutschte passend zum Auftakt in die schwache Saisonalität auf ein neues Jahrestief. Die Bullen brauchen den Weg zurück über die 4.085 & 4.130, um Kraft für eine stärkere Gegenbewegung zu entwickeln. Die Wochenkerzen deuten die Chance einer Erholung an. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer sich noch am besten hält. Die 32k stellt eine erste umkämpfte Marke. Bruch durch die 32.600 kann eine Bärenmarktrally befeuern. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer mit zaghaften Stabilisierungstendenzen nach -30% vom Allzeithoch. 12.5 und 13k bilden nun erste relevante Widerstände und könnten bei Bruch eine Bärenmarktrally unterfüttern. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt jedoch ein äußerst schwieriges Umfeld für Growth. Zum Monatswechsel ist der Nasdaq in den Hausse-Trendkanal zurückgefallen. Unterhalb der 14k dürften damit weitere deutliche Abgaben in den nächsten Monaten folgen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.630 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX als Outperformer und nah am Wochenhoch aus der Handelswoche verabschiedete. Der Verfallstermin wirkt weiterhin stützend auf die Kurse. Ein erster relevanter Bereich wäre um 13.815 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster zum Kombiwiderstand 14.030/.090 anstreben. Direkt darüber der Abwärtstrend bei 14.185. Bei Bruch 14.250 und der Kombiwiderstand 14.395. Anschließend 14.470 und 14.610.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zur 13.575/.550 und zum Trend .490. Darunter die 13.390 und nachfolgend der Kombisupport 13.220/.200/.175. Bei Bruch 13.050.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
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Droht das nächste Verkaufssignal?

Die Aktienmärkte starteten schwach und damit überpünktlich in den Mai („Sell in May…“). Der Test der April-Tiefstände muss nun erfolgreich verlaufen, da ansonsten ein neues Sell-Signal getriggert wird. Die neue Handelswoche könnte durch den russischen „Tag des Sieges“ mit erhöhter Unsicherheit politisch angehaucht starten. Des Weiteren stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen und neue Inflationsdaten aus China und den USA im Fokus der Anleger.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanz April
    • 10:30 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex Mai
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
    • Mehrere Fed-Speaker. Bundesbank Präsident Nagel
  • Mittwoch:
    • 03:30 Uhr China Verbraucherpreise April
    • 03:30 Uhr China Erzeugerpreise April
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise April (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Rede EZB-Präsidentin Lagarde
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise April
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise April
  • Freitag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion März
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan: Verbrauchervertrauen

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-22,22%) und der DAX (-13,92%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-13,49%) und Dow Jones (-9,46%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 rutschte passend zum Auftakt in die schwache Saisonalität auf ein neues Jahrestief. Der höchst volatile Kampf muss in der kommenden Woche in eine vorläufige Bodenbildung übergehen, ansonsten droht eine Top-Bildung und weitere Abgabedruck über Wochen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer sich noch am Jahrestief bemüht und die Chance auf einen Doppelboden wahren möchte. Der Kampf kann in diesem Bereich höchst volatil verlaufen. Ein neues Jahrestief dürfte hingegen zügig weitere 500 Punkte Verlust mit sich bringen. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 hat als diesjähriger Underperformer hat ebenso mehrere Umkehrformationen liegengelassen. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für Growth. Zum Monatswechsel ist der Nasdaq in den Hausse-Trendkanal zurückgefallen. Unterhalb der 14k dürften damit weitere deutliche Abgaben in den nächsten Monaten folgen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.610 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, welche zum Monatsauftakt direkt getestet werden konnte und gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX erneut den Support an der 13.6 testen musste. Diesmal jedoch weniger souverän. Die Bullen müssen kontern, ansonsten droht die nächste charttechnische Eintrübung. Ein erster relevanter Bereich wäre um 13.740 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster über die 13.860 zum Kombiwiderstand 14.030/.090 anstreben. Darüber folgen 14.300 und .395. Bei Bruch der Türöffner zur 14.610.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster zur 13.575/.545. Darunter öffnet sich die Tür zum sma200 bei 13.160 mit Zwischenmarken bei .400 und .220. Bei Bruch 13.050.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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„Sell in May“ mit der Fed?

Die Aktienmärkte erlebten einen blutroten Monat April. Ein Monat, der eigentlich zu den stärksten Börsenmonate im Jahr gehört, bevor mit „Sell in May…“ eine saisonal schwächere Phase über die Sommermonate die Märkte belastet. Ein böses Omen?

In der kommenden Handelswoche steht vor allem der Fed-Zinsentscheid an, wo ein großer Zinsschritt um 50 Basispunkte verkündet und die Straffungspolitik mit der Reduzierung der Bilanzsumme eingeläutet werden dürfte. Hoffnungen, dass die schwachen Konjunkturdaten die Fed ausbremsen werden, dürften sich als falsch erweisen. Es droht das Stagflations- und Bärenmarktszenario der 1970-er Jahre.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Monatsauftakt Mai
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze März
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise März
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie März
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) März
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanzsaldo März
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze März
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar April
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April
    • 20:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid
    • 20:30 Uhr USA Fed-Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 03:45 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie März
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion März
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar April
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote April
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne April

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-21,23%) und der DAX (-11,25%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-13,31%) und Dow Jones (-9,25%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 rutschte im eigentlich starken April zurück auf das Jahrestief. Ein volatiler Kampf kann sich bis zum Fed-Termin in diesem Bereich hinziehen. Oberhalb der 4.280 hellt sich das Bild etwas auf. Unterhalb der 4.080 droht eine weitere Eintrübung. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als Outperformer noch an Reste der iSKS-Formation klammert. Vermutlich wird jedoch auch dieser Kampf verlorengehen. Oberhalb der 34.060 erste Aufhellung. Unterhalb der 33.100 droht der Test des Jahrestiefs. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 hat als diesjähriger Underperformer bereits ein neues Jahrestief erreicht. An der 12.7/12.6 könnte der Index noch eine Keilformation anstreben. Zum Monatswechsel ist er in den Hausse-Trendkanal zurückgefallen. Übergeordnet dürften damit weitere deutliche Abgaben in den nächsten Monaten folgen.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k > 14.440 > 14.1/14k > 13.6 > 13k > 12.4/12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15k/15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Mai.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX nach dem Abverkauf zum Jahresauftakt um Stabilität bemüht. Die 14.030/.100 stellen weiterhin einen umkämpften Bereich. Oberhalb wären die 14.400 und das m. Bollinger bei 14.610 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15k und 15.165. Nachfolgend 15.600 & 16k. Unterhalb die 13.6, gefolgt von der 13.220 und 13.050. Bei Bruch 12.550.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX in der Vorwoche den Support an der 13.6 solide verteidigen konnte. Ein erster relevanter Bereich wäre um 14.030/.100 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen einen ersten Cluster über die 14.330 zur 14.395 anstreben. Direkt darüber folgen 14.570/.610. Bei Bruch der Türöffner zur 14.810.

Unterhalb steht hingegen ein erster Cluster 13.915 und anschließend .730. Darunter folgen die 13.600 und .550. Bei Bruch Türöffner zur 13.330 und 13.220/.170.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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