Starke Verunsicherung an den Märkten

Die Aktienmärkte bleiben von einer starken Verunsicherung geprägt. Im Wochenverlauf brachten abermals deutlich höhere Inflationsdaten die Sorgen einer sehr schnell und stark straffenden US-Notenbank zurück auf die Tagesordnung. Selbst über eine außerplanmäßige Zinserhöhung („emergency rate hike“) wird spekuliert. Eine geschlossene Sitzung des Fed-Rates am Montagmorgen könnte für Klarheit sorgen. Neben dieser geldpolitischen Unsicherheit drängten die geopolitischen Risiken im Ukrainekonflikt am Freitagabend in den Vordergrund. Anscheinend steht Russland unmittelbar vor einer Invasion in die Ukraine. Ein Bluff? Falls nein, drohen starke Verwerfungen an den Finanzmärkten. Bis dahin bleibt der Aktienmarkt ein Getriebener der Geldpolitik und der unsicheren Weltpolitik.

Außerdem im Fokus in der kommenden Woche. Die Erzeugerpreise aus den USA, Inflationsdaten aus China und das Notenbankprotokoll der Fed, welches wohl sehr hawkish ausfallen dürfte.  Am Freitag steht zudem der Kleine Verfallstermin an.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Dezember
  • Dienstag
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Februar
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Februar
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Januar
  • Mittwoch:
    • 02:30 Uhr China Verbraucherpreise Januar
    • 02:30 Uhr China Erzeugerpreise Januar
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Januar
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Januar
    • 20:00 Uhr USA Fed Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Januar
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Januar
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Februar
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Februar
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Januar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-12,66%) und der S&P500 (-7,29%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-4,40%) und der DAX (-2,89%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 bildet seit den Abverkäufen zum Jahresauftakt eine potenzielle rechte Schulter einer übergeordneten SKS-Formation aus. Das untergeordnete Doppeltop ist aktiv und kann den Index unterhalb der 4.400 nochmal Richtung Jahrestief drücken. Die Bullen täten gut daran in diesem Bereich einen Doppelboden anzustreben. Oberhalb der 4.600 würde es hingegen eine Aufhellung im Chartbild geben. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – rechte Schulter gewinnt an Form
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index die Konsolidierung zum 61,8-er Retracement abarbeiten konnte und anschließend zu Schwäche neigte. Unterhalb der 34.600 droht über die 34k eine Bewegung zu den Jahrestiefs (Doppelbodenchance?). Oberhalb bilden 35.050 und 35.500 die nächsten Widerstände. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index ein wichtiges Konsolidierungsziel an den 200-Tagelinien/ 50-er Retracement abarbeiten konnte. Ein aktives Doppeltop kann den Nasdaq nun wieder Richtung Jahrestiefs drücken, um im bullischen Fall eine Umkehrformation (Doppelboden) anzustreben. Oberhalb der 15k gäbe es hingegen eine Aufhellung zur 15.4. Bei Bruch durch die 13.2 droht ein größeres Verkaufssignal. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.600 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500. Die komplette neutrale Quartalsrange wurde bereits im Januar durchlaufen.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten. Zum Jahresauftakt wurde abermals die Ausbruchszone getestet und bisher verteidigt.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.300, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt über die 14.5 die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.600/15.800 bis 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.450 und .550. Unterhalb wären hingegen 14.440 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX im Wochenverlauf zum dritten Mal in Folge am 15.6-er Widerstand deutlich abgeprallt ist. Die Range zum Schlüsselsupport 15k/14.8 bleibt aktiv. Die 15.370 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Erholung zur 15.470 einleiten. Darüber ist wieder die Aufhellung über die .500 zum Kombiwiderstand 15.600/.660 möglich. Bei Bruch 15.800 und nachfolgend 16k.

Unterhalb stellen die 15.220 den nächsten Supportbereich. Darunter würde die 15.140 die Tür zur 15.060 und 14.980 öffnen. Bei Bruch steht der Schlüsselsupport 14.860 & .815 unter Druck. Nächste Anlaufmarken wären anschließend 14.750/.600.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Die Sorgen sind berechtigt…

Die Aktienmärkte durchlebten abermals eine volatile Handelswoche, wo wichtige bullische Konsolidierungsziele abgearbeitet werden konnten. Vor allem die weiterhin überraschend festen Inflationsdaten und eine EZB, die nun auch die geldpolitische Wende einläuten möchte, sorgten für Verunsicherung. Die Gefahr einer stark und schnell agierenden Notenbank hat sich mit diesen Datensätzen eher bestätigt. Die hohe Volatilität wird vor diesem Hintergrund das Jahr 2022 weiterhin begleiten.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Dezember
  • Dienstag
    • 14:30 Uhr USA Handelsbilanz Dezember
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Exporte Dezember
    • 08:00 Uhr BRD Importe Dezember
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Januar
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Januar (endgültig)
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Januar
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Februar
    • 16:00 Uhr USA Fed – Geldpolitischer Bericht

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-9,96%) und der S&P500 (-5,57%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-3,44%) und der DAX (-4,94%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hangelte sich im Jahr 2021 im Buy-the-Dips-Modus stets an der 50-Tagelinie entlang. Dieses BTD-Muster wurde zum Jahresauftakt zerstört. Die 200-Tagelinien bei 4.400/4.430 stellen nun einen wichtigen Support. Oberhalb bleibt die Range zu den 100-Tagelinien (4.550/.570) aktiv. Unterhalb bleiben die Oktobertiefs um 4.275 unter Druck und ein Doppelboden könnte angestrebt werden. Bei Bruch muss die Supportzone 4.150 halten. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – 200-Tagelinien im Fokus
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index die Konsolidierung zum 61,8-er Retracement abarbeiten konnte. Ein Zwischenschritt für neue (Umkehr)Formationen sollte nun eingeplant werden. Die gleitenden Durchschnitte und Retracements bilden interessante Mehrfachunterstützungen/ -widerstände. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index ein wichtiges Konsolidierungsziel an den 200-Tagelinien erreichen konnte. Unterhalb bleiben die Jahrestiefs im Blick, um im bullischen Fall eine Umkehrformation (Doppelboden) anzustreben. Oberhalb der 15k gäbe es hingegen eine Aufhellung zur 15.4. Bei Bruch durch die 13.2 droht ein größeres Verkaufssignal. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.500 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500. Die komplette neutrale Quartalsrange wurde bereits im Januar durchlaufen.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten. Zum Jahresauftakt wurde abermals die Ausbruchszone getestet und bisher verteidigt.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.430, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.600/15.800 bis 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.450 und .550. Unterhalb wären hingegen 14.440 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX im Wochenverlauf am 15.6-er Widerstand deutlich abgeprallt ist. Der Schlüsselsupport 15k/14.8 befindet sich wieder in Reichweite. Die 15.165 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Erholung zur 15.300 einleiten. Darüber wäre die Aufhellung zur .500 und anschließend zum Kombiwiderstand 15.600 möglich. Bei Bruch 15.800.

Unterhalb stellen die 14.970 den nächsten Supportbereich. Darunter würde die 14.860 & .815 den nächsten Halt bieten, bevor sich das Bild weiter eintrübt. Bei Bruch 14.750/.620.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Xetra-DAX Stundenchart

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Der Markt hofft auf Stabilität…

Die Aktienmärkte erlebten eine weitere sehr volatile Handelswoche und verwalteten damit die hohen Verluste aus dem Monat Januar (Nasdaq100: -11,4%). Eine stärkere Gegenbewegung konnte bisher nicht aufgegriffen werden. Der Monatswechsel (Montag/ Dienstag) ist durch Sonderfaktoren (Neugewichtung Fonds, frische Liquidität aus Sparplänen etc.) gerne fester geprägt. Im Anschluss wäre der Markt wieder auf sich gestellt und der Fokus rückt zu den wichtigen Impulsgebern der Woche. Es werden u. a. die neuen Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone, sowie der US-Arbeitsmarktbericht gemeldet. Am Donnerstag folgen die geldpolitischen Entscheidungen der EZB. Außerdem legen Alphabet/ Google und Meta/ Facebook ihre Quartalsberichte vor.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Monatsabschluss
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q4 (1. Veröffentlichung)
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Januar (Vorabschätzung)
  • Dienstag
    • Monatsauftakt
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz Januar
    • 10:00 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Dezember
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • Quartalszahlen u. a. von AMD, Alphabet (Google)
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Januar (Vorabschätzung)
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Januar
    • Quartalszahlen u. a. von Meta (ex Facebook)
  • Donnerstag:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Dezember
    • 13:45 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
    • 14:30 Uhr USA Lohnstückkosten Q4 
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Dezember
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
    • Quartalszahlen u. a. von Ford
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Dezember
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsatz Dezember
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Januar in Tsd
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Januar
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Januar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel (Nasdaq100 -11,43%) und der S&P500 (-7,01%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-4,44%) und der DAX (-3,56%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hangelte sich im Jahr 2021 im Buy-the-Dips-Modus stets an der 50-Tagelinie entlang. Dieses BTD-Muster wurde zum Jahresauftakt zerstört. Die 200-Tagelinien bei 4.400/4.430 stellen nun einen wichtigen Bereich, der zurückerobert werden muss. Oberhalb bleibt die Range zu den 100-Tagelinien (4.550/.570) aktiv. Unterhalb bleiben die Oktobertiefs um 4.275 unter Druck. Bei Bruch muss die Supportzone 4.150 halten. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – 200-Tagelinien im Fokus
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo sich der Index an den 200-Tagelinien (34.500/35k) müht. Oberhalb öffnet sich der Cluster zur 35.500. Unterhalb bleibt die Range zur 33.600 aktiv. Bei Bruch muss das Broadening Top bei 33.150 halten. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index die 200-Tagelinien unterschritten hat und seitdem flach konsolidiert. Oberhalb 14.4 stellen sie um 15k ein wichtiges Ziel der Gegenbewegung dar. Oberhalb wären Erholungen zur 15k möglich. Unterhalb bleiben die Monatstiefs unter Druck. Bei Bruch durch die 13.2 droht ein weiteres Verkaufssignal. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.500 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500. Die komplette neutrale Quartalsrange wurde bereits im Januar durchlaufen.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten. Zum Jahresauftakt wurde abermals die Ausbruchszone getestet und bisher verteidigt.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Januar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.430, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.300/15.640 und 15.800 zur 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.450 und .550. Unterhalb wären hingegen 14.500 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX abermals die Unterkante der 10-monatigen Seitwärtsrange testen und klar verteidigen konnte. Die 15.285/.320 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Erholung zur 15.500 einleiten. Darüber wäre die Aufhellung zum Kombiwiderstand 15.620/.640 möglich. Bei Bruch Aufhellung 15.800 & .920.

Unterhalb stellen 15.200/.150 den nächsten Supportbereich, direkt gefolgt von der 15k/14.960. Darunter würde die 14.880 & .815 den nächsten Halt bieten, bevor sich das Bild weiter eintrübt. Bei Bruch 14.750/.650.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Aus Best Case wird Worst Case…

Die Aktienmärkte blieben in der vergangenen Woche weiter massiv unter Druck. Vor allem die Wall Street und dort die Wachstumstitel erleben einen blutroten Start ins neue Jahr; für den Nasdaq100 ist es die schwächste Januarperformance seiner Geschichte. Es hat zunehmend den Anschein, dass sämtliche positive Faktoren der vergangenen Jahre über den Jahreswechsel ins komplette Gegenteil gewandelt worden. Die Konjunkturaussichten trüben sich ein, die Unternehmensgewinne enttäuschen zunehmend und der historische fiskale und monetäre Stimulus fällt nicht nur weg, sondern droht durch Liquiditätsentzug umgekehrt zu werden. Und genau hier ruht auch die Chance für die Bullen. Das Marktumfeld wird zu stark ins Negative gedreht und nicht selten wurde an einer solchen Wall of Worry der Grundstein für einen Short-Squeeze und technischen Gegenbewegung gelegt.

Der Fokus dürfte in der kommenden Handelswoche auf die Quartalsberichtssaison der großen Tech-Konzerne liegen. Enttäuschungen bei den sehr hoch marktkapitalisierten Unternehmen dürfte auch auf die breiten Indizes Auswirkungen haben. Außerdem rückt am Mittwoch die Notenbanksitzung der Fed in den Blickpunkt der Anleger. Kann Fed-Chef Powell die Märkte beruhigen, oder entzieht er ihnen aufgrund der Inflationsentwicklung kalt die Unterstützung?

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  • Montag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar
  • Dienstag
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Januar
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Januar
    • Quartalszahlen u. a. von Microsoft, Intel
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Dezember
    • 20:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid
    • 20:30 Uhr USA Fed-Pressekonferenz
    • Quartalszahlen u. a. von Tesla
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Februar
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Dezember
    • 14:30 Uhr USA BIP Q4 (1. Veröffentlichung)
    • Quartalszahlen u. a. von Apple
  • Freitag:
    • 10:00 Uhr BRD BIP Q4 (1. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Dezember
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Dezember
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Dezember

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel (Nasdaq100 -11,53%) und der S&P500 (-7,73%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-5,70%) und der DAX (-1,77%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hangelte sich im Jahr 2021 im Buy-the-Dips-Modus stets an der 50-Tagelinie entlang. Dieses Muster wurde zum Jahresauftakt zerstört. Die 200-Tagelinien bei 4.400/4.430 stellen einen wichtigen Support. Oberhalb bleibt die Range zu den 100-Tagelinien (ca. 4.580) aktiv. Unterhalb drohen hingegen die Oktobertiefs um 4.300. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – Muster 2021 unter Druck aber intakt
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo sich der Index an den 200-Tagelinie müht. Oberhalb der 34k bleiben starke technische Gegenbewegungen möglich. Unterhalb droht eine direkte Fortsetzung des Abverkaufs. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index die 200-Tagelinien verletzt hat. Die 14.4/14.2 stehen als wichtige Zone für einen starken technischen Rebound nun im Fokus. Oberhalb wären Erholungen zur 15k möglich. Unterhalb könnte sich ein weiterer 1000-Punkte-Cluster öffnen. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart - jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.500 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Januar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.430, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.300/15.640 und 15.800 zur 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.450 und .550. Unterhalb wären hingegen 14.400 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX mit dem m. Bollingerband die Mitte der neutralen Seitwärtsrange auf Wochenschluss verletzt hat. Die 15.640 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Erholung zur 15.800 einleiten. Darüber wäre die Aufhellung über die 15.900 zur 16.030 möglich. Bei Bruch folgen 16.090 und .190.

Unterhalb stellen nach der 15.455 die .380 den ersten bärischen Cluster, direkt gefolgt von der 15.300. Darunter würde die 15.165 den nächsten Halt bieten, bevor sich das Bild weiter eintrübt. Die 15.060/.010 wären dann zu erwarten. Bei Bruch 14.880/.815.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Kursindex im Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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Klartext der Notenbanker belastet

Die Aktienmärkte blieben in der vergangenen Woche unter Druck. Neue Daten zur Inflationsentwicklung und die Wortmeldungen der verschiedenen Notenbanker belasten zunehmend die Börsen. Vor allem in den USA scheint die Fed mit großer Mehrheit bereit zu sein die Geldpolitik sehr rasch und stark zu straffen (Ende QE, Zinserhöhungen, Bilanzsummenreduzierung). Die enorme Kehrtwende in eine zunehmend abkühlende Wirtschaft wird die Volatilität über Monate im Markt hochhalten.

Der Fokus dürfte sich in der kommenden Handelswoche etwas Richtung Quartalsberichtssaison verschieben. Der Beginn mit den US-Großbanken sorgte bereits für Ernüchterung, obwohl dieser Bereich von der Lieferkettenproblematik und dem Preisdruck höchstens indirekt betroffen war. Ohne zukünftige Unterstützung der Notenbanken müssen die Berichtssaison und der Ausblick der Unternehmen überzeugen.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Feiertag USA – Wall Street geschlossen
    • 03:00 Uhr China Industrieproduktion Dezember
    • 03:00 Uhr China Einzelhandelsumsatz Dezember
  • Dienstag
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Januar
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Januar
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Januar
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Dezember (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Dezember
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Dezember
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Dezember
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Dezember (endgültig)
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Januar
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Januar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel (Nasdaq100 -4,34%) und der S&P500 (-2,17%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-1,17%) und der DAX (-0,01%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt hier gar nicht ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990
Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 hangelte sich im Jahr 2021 im Buy-the-Dips-Modus stets an der 50-Tagelinie entlang. Dieses Muster wurde im letzten Quartal 2021 zunehmend unter Druck gesetzt, aber bisher verteidigt. Der Support wurde nun zu den 100-Tagelinien (ca. 4.580) erweitert. Oberhalb bleiben direkte Angriffe auf das Allzeithoch möglich. Unterhalb würden hingegen die Oktobertiefs und die 200-Tagelinien (4.400/.350) in den Blickpunkt rücken. Auffällig: Die Unterstützungen werden in immer kürzeren Abständen angelaufen und führen nicht mehr zu V-Erholungen.

S&P500 Tageschart – Muster 2021 unter Druck aber intakt
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo sich der Index an den 100-Tagelinie (um 35.500) um einen Doppelboden bemüht. Ein neuer Angriff auf das Allzeithoch wäre die Folge. Unterhalb bilden die GD200 die nächsten Reboundzonen.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index um Stabilität am GD100 bemüht ist. Scheitert der Doppelboden rücken die GD200 um 14.9/15k in den Fokus. Bei Bruch 14.4. Oberhalb wäre nach Bruch durch die 16k die Tür zum Allzeithoch geöffnet. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Tageschart – vereinfacht
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Ein zu den Positionierungen für den ersten Verfallstermin in diesem Jahr (21.01.2022). Der Ausflug zum Allzeithoch war sehr auffällig für den DAX, da der Bereich ein schlechtes Abrechnungsniveau für die Stillhalter darstellte. Bis zum kommenden Freitag dürfte dieser Widerstand verstärkt bleiben.

Verfallsdiagramm – stockstreet.de

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.500 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Januar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.430, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.300/15.640 und 15.800 zur 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.450 und .550. Unterhalb wären hingegen 14.400 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die neutrale Seitwärtsrange auf Wochenschluss nicht verlassen konnte. Die 15.885 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Range zur 16.030 aufrechterhalten. Darüber wäre erneut die Aufhellung zur 16.200 möglich. Bei Bruch AZH .290 und der Türöffner zur 16.450. Sehr konträr zum Verfallstermin am Freitag.

Unterhalb stellen die 15.700 und der Kreuzsupport um 15.640 den ersten bärischen Cluster. Darunter würde die 15.530 den nächsten Halt bieten, bevor sich das Bild weiter eintrübt. Die 15.420 zur .330 wären dann zu erwarten. Bei Bruch 15.150.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart
DAX Kursindex im Wochenchart
DAX Kursindex im Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Allgemeiner Hinweis:

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