Bärenmarktrally oder Trendwende?

Die Aktienmärkte konnten in der vergangenen Handelswoche eine starke Gegenbewegung einleiten und die Jahresverluste etwas reduzieren. Das Umfeld bleibt hingegen unverändert. Politische Schlagzeilen treiben die Kurse, die Konjunkturaussichten trüben sich ein, die Inflationsprognosen steigen an und die Notenbanken müssen in dieser Gemengelage hinein ihre Geldpolitik straffen. Ein Umfeld, welches weiterhin erhöhte Volatilität verspricht.

Die Bullen wittern nach dieser starken Woche jedenfalls Morgenluft, aber sie täten gut daran nicht zu überstürzt zu agieren. Die Erholung verläuft bisher nur im Rahmen einer rein technischen Gegenbewegung (bis zum 50-er Retracement). Eine bullische Kehrtwende oder gar Durchbruch ist noch nicht erreicht.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Februar
  • Dienstag
    • 15:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index März
  • Mittwoch:
    • 15:00 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Februar
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen März 
  • Donnerstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 10:00 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
    • 10:00 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 13:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Februar
    • 14:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März (vorläufig)
    • 14:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März (vorläufig)
  • Freitag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex März
    • 15:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe Februar
    • 15:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan März (endgültig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-11,64%) und der DAX (-9,27%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-6,36%) und Dow Jones (-4,36%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte nach Abverkäufen zum Jahresauftakt eine Gegenbewegung einleiten. Das Muster „10% Abverkauf – 8% Erholung“ ist weiter aktiv und muss in der kommenden Woche durchbrochen werden. Falls dies gelingt, kann eine übergeordnete iSKS-Formation mit Zielen an der 4.550/4.6 angestrebt werden. Bleibt das bärische Muster hingegen aktiv, würden Kurse um 4.000 in den nächsten Wochen in den Fokus rücken. Die Wall Street bisher ohne vollendete Top-Bildung! Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – Zwischen iSKS und 2. Abwärtswelle
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index weiterhin seine Seitwärtsrange als Outperformer verteidigt. Auch hier steht nun eine Entscheidung im Muster an. Chance auf Ausbildung einer iSKS-Formation, oder erneute Gefahr einer Abwärtswelle im Muster 10%/ 8%. Die Bewegungen bisher voll im Rahmen einer normalen Korrektur. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index die Aktivierung einer SKS-Formation und damit übergeordnete Top-Bildung vorerst vermeiden konnte. Eine Stabilisierung und mögliche iSKS-Formation bleibt auch hier in der kommenden Woche im Fokus. Bisher vollkommen im Rahmen einer technischen Erholung. Erst oberhalb der 15.2 würde sich das charttechnische Bild aufhellen. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.6 > 13k > 12.4 > 12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 14.8 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.450 > 14k > 13.6 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX bisher eine über 2.000 Punkte umfassende Monatskerze ausgebildet hat. Das mittlere Bollinger um 14.5-er Bereich stellt den Türöffner zur Ausbruchszone 14.8/15k dar.

Oberhalb wären die 14.670, .840 und 15.100 zu nennen. Darüber Aufhellung zur 15.600 und nachfolgend 16k. Unterhalb die 14k und 13.6, gefolgt von der 13.2 und 13k. Anschließend 12.740 und .400.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Weiterhin erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach den Abverkäufen eine starke Erholungsbewegung bis zum 50-er Retracement einleiten konnte. Ein erster relevanter Bereich wäre um 14.300 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen eine Spanne zur 14.400 und 13.620 anstreben. Darüber rückt die Ausbruchszone mit der 14.8 und .950 in den Blickpunkt. Bei Bruch folgt die 15.165 und anschließend 15.4.

Unterhalb stellen die 14.180 und die 14.030 den nächsten Supportbereich. Darunter folgt weiterer Abgabedruck zur 13.810 und nachfolgend 13.600/.500. Bei Bruch Türöffner zur 13.220 und .120. Weitere Marken 13k, 12.835, 12.740.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Tiefere Verunsicherung der Märkte

Die Aktienmärkte bleiben von starker Verunsicherung geprägt und beendeten eine äußerst volatile Handelswoche. Eine geopolitische Zeitenwende mit zugleich einer abschwächenden Konjunktur, der höchsten Inflation seit fast einem halben Jahrhundert und handlungsunfähige Notenbanken setzen jede bullische Gegenbewegung sofort wieder unter Druck.

In der kommenden Woche stehen die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der erste Große Verfallstermin im Fokus der Anleger. Die Volatilität dürfte uns vorerst erhalten bleiben.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Februar
  • Dienstag
    • 03:00 Uhr China Industrieproduktion Februar
    • 03:00 Uhr China Einzelhandelsumsatz Februar
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen März
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen März
    • 13:30 Uhr USA Erzeugerpreise Februar
  • Mittwoch:
    • 13:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Februar
    • 19:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid
    • 19:30 Uhr USA Fed-Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 10:30 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Februar (endgültig)
    • 13:00 Uhr GB BoE-Zinsentscheid
    • 13:30 Uhr USA Baugenehmigungen Februar
    • 13:30 Uhr USA Baubeginne Februar
    • 13:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index März
    • 14:15 Uhr USA Industrieproduktion Februar
  • Freitag:
    • Großer Verfallstermin
    • 15:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Februar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-18,49%) und der DAX (-14,21%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-11,79%) und Dow Jones (-9,34%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 bildete seit den Abverkäufen zum Jahresauftakt nun im Februar die rechte Schulter einer übergeordneten SKS-Formation aus. Die Formation wäre fertiggestellt, aber eine Aktivierung konnte während der politischen Börsen weiterhin verhindert werden. Die Wall Street im Gegensatz zum DAX ohne vollendete Top-Bildung! Eine untergeordnete Bodenbildung konnte bisher ebenso nicht gelingen. Der fallende Keil könnte nochmal die Unterseite anvisieren. Oberhalb der 4.130 bleibt die Range zur 4.280 und nachfolgend 4.400 aktiv. Unterhalb wird die 4.050 unter Druck gesetzt. Bei Bruch droht eine Top-Formation. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – Mühsame Stabilisierung
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index weiterhin seine Seitwärtsrange verteidigt. Ein möglicher Doppelboden mit dem Jahrestief konnte bisher nicht aufgegriffen werden. Oberhalb der 33.370 wäre der Cluster zur 34.060 und nachfolgend 34.600 zu nennen. Unterhalb des potenziellen Doppelbodens sind weitere Abgaben zur 31.5 zu erwarten. Es würde eine übergeordnete Top-Bildung drohen! In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index die Aktivierung einer SKS-Formation und damit übergeordnete Top-Bildung vorerst vermeiden konnte. Eine Stabilisierung und mögliche Bodenbildung wird bei Gegenbewegungen bisher stets abverkauft. Ein Aufgreifen des Doppelbodens (mit dem Jahrestief) könnte eine übergeordnete iSKS-Umkehrformation in den Fokus rücken. Unterhalb muss die 12.5 verteidigt werden, ansonsten droht eine übergeordnete Top-Bildung. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.6 > 13k > 12.4 > 12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 14.8 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15k/14.8 > 14.450 > 14k > 13.6 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185 > 11.9
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX mit dem Monatswechsel direkt am m. Bollinger bärisch abgedreht ist.

Die aktuelle Range reicht von 13k > 13.220 > 13.6. Oberhalb wären 13.8/14k und 14.450 zu nennen. Darüber erste Aufhellung zur 14.800. Unterhalb die 12.740 > 12.440, gefolgt von der 12.270/.185 zur 11.930.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Weiterhin erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX abermals eine Range von 1.500 Punkten volatil durchlaufen musste. Ein erster relevanter Bereich wäre um 13.340 (Wochen-PP) zu nennen.

Oberhalb können die Bullen eine Spanne zur 13.490 und 13.630 anstreben. Darüber die weitere Aufhellung zur 14.035. Bei Bruch rückt der Cluster 14.250 zur 14.400 in den Blickpunkt. Nachfolgend 14.6 und 14.800.

Unterhalb stellen die 13.110 und die 13k den nächsten Supportbereich. Darunter folgt weiterer Abgabedruck zur 12.740 und 12.630. Bei Bruch Türöffner zur 12.400. Nachfolgend 12.270/.180 und 11.930/.670.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Auftakt in den Bärenmarkt?

Die Börsen blieben auch in der vergangenen Handelswoche massiv unter Druck. Natürlich belasten mit viel Unsicherheit weiterhin die politischen Börsen und die Angst vor einem Kalten Krieg 2.0. Aber auch das Umfeld trübt sich bedenklich ein. Eine Stagflation mit einer konjunkturellen Eintrübung und weiter ansteigenden Inflation ist nun kein Hirngespinst mehr, sondern dürfte uns in eine neue Realität begleiten. Zu allem Überfluss können die Notenbanken der Fed und EZB kaum stützend eingreifen, da sie die Preisstabilität in einen Abschwung hinein sichern müssen. Es droht ein sehr schwieriges Jahr für die Wirtschaft und den Aktienmarkt. Die Notenbank-Hausse ist in allergrößter Gefahr. Ein neuer Bärenmarkt könnte die Tür bereits aufgeschlagen haben.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz Februar
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Januar
  • Dienstag
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Januar
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q4 (endgültig)
  • Mittwoch:
    • 02:30 Uhr China Verbraucherpreise Februar
    • 02:30 Uhr China Erzeugerpreise Februar
    • 16:00 Uhr USA JOLTs Stellenangebote Januar
  • Donnerstag:
    • 13:45 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Februar
    • 14:30 Uhr USA Realeinkommen Februar
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Februar (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan März

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-15,21%) und der DAX (-17,57%) sind besonders stark unter Druck geraten. S&P500 (-9,18%) und Dow Jones (-7,49%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 bildete seit den Abverkäufen zum Jahresauftakt nun im Februar die rechte Schulter einer übergeordneten SKS-Formation aus. Die Formation wäre fertiggestellt, aber eine Aktivierung konnte während der politischen Börsen weiterhin verhindert werden. Die Wall Street im Gegensatz zum DAX bisher ohne Top-Bildung! Unterhalb der 4.200 würde der S&P500 unter Druck geraten. Oberhalb werden sich die Bullen in Umkehrformationen probieren. Bei Bruch durch die 4.600 dominieren wieder die Bullen. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – SKS-Formation bisher abgewehrt
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index weiterhin seine Seitwärtsrange verteidigt. Die Spanne 33k/33.3 – 34.060 weiter aktiv. Oberhalb der 34k wären Cluster zur 34.6 und nachfolgend 35.050 zu nennen. Unterhalb der potentielle Doppelboden mit dem Jahrestief. Vorsicht bei nachhaltigem Bruch durch die 33k! In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index den Schlüsselsupport verteidigen und eine Aktivierung der SKS vermeiden konnte. Die Bullen setzen auf einen fallenden Keil und die Zerstörung der Umkehrformation. Die 15.2 müsste dafür herausgenommen werden. Unterhalb der 13.5/13.3 droht hingegen eine übergeordnete Top-Bildung. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind im Quartalschart zu nennen:

  • 15k/14.8 > 14.440 > 14k > 13.6 > 13k > 12.4 > 12.2 > 11.6 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 14.8 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.5.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15k/14.8 > 14.450 > 14k > 13.6 > 13k > 12.740 > 12.440 > 12.270/.185 > 11.9
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX mit dem Monatswechsel direkt am m. Bollinger bärisch abgedreht ist.

Die aktuelle Range reicht von 13k > 13.220 > 13.6. Oberhalb wären 13.8/14k und 14.450 zu nennen. Unterhalb die 12.740 > 12.440, gefolgt von der 12.270/.185 zur 11.930.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Weiterhin erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX in der vergangenen Woche einen Abverkauf von 10% hinnehmen musste. Schluss auf Wochentief. Ein erster relevanter Bereich wäre mit aller Vorsicht um 13.220 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen eine Spanne zur 13.490 und 13.600 anstreben. Darüber die weitere Aufhellung zur 13.850 und 14.030. Bei Bruch rückt der Cluster 14.150/.270 zur 14.400 in den Blickpunkt.

Unterhalb stellen die 13.100 und die 13k den nächsten Supportbereich. Darunter folgt weiterer Abgabedruck zur 12.740 und Gap-Zone 12.600. Bei Bruch Türöffner zur 12.400. Nachfolgend 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Politische Börsen und die Notenbanken…

Die Aktienmärkte durchlebten eine extrem volatile Handelswoche, wo die Wallstreet durch die Gewinne vom Freitag die hohen Wochenverluste sogar wieder kompensieren konnte. Der Ukrainekrieg und die Folgen halten die Unsicherheit im Markt und überdecken andere bedeutende Themen für die Börsen, welche jedoch langsam wieder nach oben gespült werden dürften. So wird die Inflationsentwicklung 2022 weiterhin schwierig und viel zu hoch ausfallen. Die Notenbankprotokolle und die Anhörung von Fed-Chef Powell in der nächsten Woche werden daher die Aufmerksamkeit von den politischen Börsen („Politische Börsen haben kurze Beine“?) wieder etwas abrücken.

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  • Montag:
    • Monatsabschluss
    • 14:30 Uhr USA Lagerbestände Großhandel Januar
  • Dienstag
    • Monatsauftakt
    • 02:00 Uhr China CFLP Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
    • 02:00 Uhr China CFLP Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (endgültig)
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Februar (Vorabschätzung)
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Februar m/m in Tsd
    • 16:00 Uhr USA Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 02:45 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Januar
    • 13:30 Uhr Eurozone Protokoll der letzten EZB-Sitzung
    • 14:30 Uhr USA Lohnstückkosten Q4
    • 14:30 Uhr USA Produktivität ex Agrar Q4
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar
    • 16:00 Uhr USA Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor Bankenausschuss des Senats
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Januar
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Exporte Januar
    • 08:00 Uhr BRD Importe Januar 
    • 11:30 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsatz Januar
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Februar in Tsd
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Februar
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Februar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-13,06%) und der S&P500 (-8,00%) sind unter Druck geraten. Aber auch „Value-Indizes“, wie der Dow Jones (-6,27%) und der DAX (-8,29%) mussten stärkere Abgaben hinnehmen.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 bildete seit den Abverkäufen zum Jahresauftakt nun im Februar die rechte Schulter einer übergeordneten SKS-Formation aus. Die Formation wäre fertiggestellt, aber eine Aktivierung konnte während der politischen Börsen verhindert werden. Die Bullen müssen die Umkehrformation auslaufen lassen und damit zerstören. Die Bären sie unterhalb der 4.200 nachhaltig bestätigen. Das Chartbild würde sich dann mittelfristig eintrüben und rechnerische Ziele um 3.800 mit sich bringen. Oberhalb der 4.600 würden die Bullen wieder dominieren. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – SKS-Formation bisher abgewehrt
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index die Konsolidierung zum 61,8-er Retracement abarbeiten konnte und anschließend zu Schwäche Richtung Jahrestief und der mehrfach erwähnten Doppelbodenchance neigt. Oberhalb der 34k wären Cluster zur 34.6 und nachfolgend 35.050 zu nennen. Unterhalb der potentielle Doppelboden mit dem Jahrestief. Vorsicht bei Bruch durch die 33k! In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index den Schlüsselsupport verteidigen und eine Aktivierung der SKS vermeiden konnte. Die Bullen setzen auf einen fallenden Keil und die Zerstörung der Umkehrformation. Die 15.2 müsste dafür herausgenommen werden. Unterhalb der 13.2 droht hingegen eine übergeordnete Top-Bildung. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter war eine schnelle Bewegung zur 14k wahrscheinlich und diese wurde mit dem Ukrainekrieg zügig vollzogen. Im weiteren Verlauf würden die 13.6 und 13.2 drohen. Oberhalb der 16k folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Ein nachhaltiger Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur über Monate einleiten.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022. Der S1 wurde nach Bruch durch den PP getestet.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX verletzt die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15k zur 15.6 und 16k. Die Bullen brauchen den zügigen Weg zurück in diese Range. Unterhalb bleibt der Cluster zur 14k/13.8 aktiv. Darunter 13.6 und 13k.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befand. Durch den Ukrainekrieg wurde diese Range während politischer Börsen klar auf der Unterseite verletzt. Bei nachhaltigem Bruch trübt sich das charttechnische Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.800/15k/15.600/15.800 bis 16.030. Unterhalb ist momentan eine Spanne über die 14.5/14.235 zur 14k/13.8 aktiv. Bei Bruch würden 13.6 und 13k folgen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Weiterhin erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX im Wochenverlauf eine stark volatile 1.400-Punkte-Range durchlief und damit die 10-monatige Seitwärtsspanne von 14.8 – 16k klar verletzte. Die Bullen brauchen den schnellen Weg zurück. Ein erster neutraler Cluster wäre von 14.400 – 14.440 – 14.520 – 14.600 zu nennen.

Oberhalb können die Bullen erneut die 14.8 ins Visier nehmen. Darüber ist die Bewegung über die .860 zur 15k möglich. Bei Bruch rücken 15.145/230 und 15.300 in den Blickpunkt.

Unterhalb stellen die 14.200 und .120 den nächsten Supportbereich. Darunter wäre der nächste Schlüsselsupport bei 14k/13.870/.800 unter Druck. Bei Bruch folgen 13.660/.500 und .300.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Direkt am Abgrund…

Die Aktienmärkte beendeten aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage die Woche abermals mit Abgaben. Damit notieren der DAX, aber auch viele der US-Indizes nah an wichtigen Schlüsselunterstützungen. Ein Bruch würde das Chartbild mittelfristig erstmals eintrüben. Können die Bullen noch Gegenwehr bieten und einen wichtigen Konter setzen? Ohne Rückenwind aus Moskau dürfte dieses Unterfangen jedoch schwierig werden.

Außerdem bietet der Wirtschaftskalender viele mögliche Impulsgeber und auch eine Reihe an Notenbanksprechern bleiben ein wichtiger Faktor.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Feiertag USA – Wall Street geschlossen
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Januar
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
  • Dienstag
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Februar
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Februar (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Februar (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Februar
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima März
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Januar (endgültig)
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Januar
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q4 (2. Veröffentlichung) 
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Januar
    • 14:30 Uhr USA Persönliche Einkommen Januar 
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Januar
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Januar
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Februar

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-14,16%) und der S&P500 (-8,76%) sind unter Druck geraten. Value-Werte wie der Dow Jones (-6,22%) und der DAX (-5,30%) konnten sich besser halten. Ein Trend der sich aufgrund der neuen Geldpolitik fortsetzen könnte.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 bildet seit den Abverkäufen zum Jahresauftakt eine potenzielle rechte Schulter einer übergeordneten SKS-Formation aus. Die Formation wäre nahezu fertig. Ein Bruch durch die 4.220/.170 würde das Chartbild mittelfristig eintrüben und die große SKS-Umkehrformation aktivieren. Rechnerische Ziele lägen dann um 3.800. Oberhalb der 4.600 würde es hingegen eine Aufhellung im Chartbild geben. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart – rechte Schulter gewinnt an Form
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 im Quartalschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index die Konsolidierung zum 61,8-er Retracement abarbeiten konnte und anschließend zu Schwäche Richtung Jahrestief und der mehrfach erwähnten Doppelbodenchance neigt. Oberhalb der 34k wären Cluster zur 34.6 und nachfolgend 35.050 zu nennen. Unterhalb der potentielle Doppelboden mit dem Jahrestief. Vorsicht bei Bruch durch die 33k! In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100, wo der Index ein wichtiges Konsolidierungsziel an den 200-Tagelinien/ 50-er Retracement abarbeiten konnte. Anschließend sollte der Nasdaq nochmal Richtung Jahrestief laufen, um im bullischen Fall einen Doppelboden anzustreben. Diese Bewegung wurde abgearbeitet. Die Bullen müssen nun den Konter dringend setzen. Bei Bruch durch die 13.2 droht ein größeres Verkaufssignal. Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) ist in den letzten 3 Quartalen des vergangenen Jahres zum Stillstand gekommen. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart ist der DAX an der 15k & 14.8 weiterhin gut gestützt. Darunter wäre eine schnelle Bewegung zur 14k möglich. Im weiteren Verlauf 13.2. Oberhalb steht eine Seitwärtsrange zur 15.600 und 16.030. Darüber folgt der Cluster 16.290 und nachfolgend 16.450/.500. Die komplette neutrale Quartalsrange wurde bereits komplett durchlaufen.

DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Gelingt der nachhaltige starke bullische Durchbruch? Ein Fall zurück in die Keilformation (14.800) könnte hingegen ein bärisches Fehlausbruchszenario ins Spiel bringen & damit eine stärkere Korrektur einleiten. Zum Jahresauftakt wurde abermals die Ausbruchszone getestet und bisher verteidigt.

Der DAX und der 20-jährige Keil

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Februar.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über die große Keilformation bei 14.8. Die Bullen dominieren oberhalb der Marke und können eine Seitwärtsrange über die 15k, 15.300, 15.660, .800 zur 16k anstreben. Darüber weitere Aufhellung zur 16.3 und nachfolgend 16.450. Bei Bruch zurück unter die 14.8 folgt über die 14.5 die 14k als nächste wichtige Unterstützung.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX seit April 2021 innerhalb einer Seitwärtsrange von 14.8 zur 16k befindet. Erst unterhalb trübt sich das Bild mittelfristig ein. Die neutrale Seitwärtsrange reicht von 14.815/15k/15.600/15.800 bis 16.030. Oberhalb würde die Aufhellung zur 16.290 erfolgen, im Anschluss 16.500. Unterhalb wären hingegen 14.440 & nachfolgend die 14k zu nennen.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Achtung! Erhöhte Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Lage.

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX im Wochenverlauf zum vierten Mal in Folge am 15.6-er Widerstand deutlich zurückgefallen ist. Die Range zum Schlüsselsupport 15k/14.8 bleibt unterhalb aktiv. Die 15.145 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen eine Erholung zur 15.220 und .330 einleiten. Darüber ist wieder die Aufhellung über die .425 und .540 zum Kombiwiderstand 15.600 möglich. Bei Bruch 15.800 und nachfolgend 16k.

Unterhalb stellen die 15.060 und 14.980 den nächsten Supportbereich. Darunter würde der Schlüsselsupport 14.860 & .815 unter Druck geraten. Bei Bruch bilden 14.750 und nachfolgend 14.600 nächste Anlaufmarken.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

Es ist eine „Premium-Mitgliedschaft“ erforderlich, um den kompletten Inhalt anzuzeigen. Ebenso erhältst du damit Zugriff auf das Trading-Portal.NET Dashboard.

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Xetra-DAX Stundenchart

Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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