Keine Jahresendrally – „Pain is coming“

Hoffnungen verpuffen…

Die Aktienmärkte konnten mit Schwung in die erste Woche des Oktobers starten, welcher in der Historie häufig den Auftakt in die positive Saisonalität stellt. Angetrieben wurden die Märkte abermals durch die Hoffnung auf ein baldiges Einlenken der Notenbanken und damit ein Ende der Straffungspolitik. Äußerungen mehrerer Fed-Mitglieder und vor allem der robuste US-Arbeitsmarktbericht sorgten zum Wochenabschluss jedoch für Ernüchterung. Die Notenbanken sind bereit die Geldpolitik in eine Rezession hinein weiterhin deutlich zu straffen.

Alle Blicke auf die Inflation

Es bietet sich jedoch nochmal die Chance den „Hoffnungstrade“ wiederzubeleben. In der kommenden Handelswoche stehen die neuen US-Erzeuger- und Verbraucherpreise im Fokus. Ein deutlicher Rückgang könnte die Bullen wieder in die Offensive bringen. Eine weiterhin stabile Inflation dürfte die Aktienmärkte hingegen weiter unter Druck setzen. Die übergeordneten Chartbilder senden bereits immer größere Warnsignale aus. Die Hoffnungen auf eine Jahresendrally könnten dann eine bittere Enttäuschung erfahren.

Außerdem stehen u. a. das Sitzungsprotokoll der Fed und das USA Konsumklima Uni Michigan im Blickpunkt der Anleger. Die Berichtssaison für das 3. Quartal startet ebenso.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:30 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex Oktober
  • Dienstag:
    • %%
  • Mittwoch:
    • 10:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion August
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise September
    • 20:00 Uhr USA FED Sitzungsprotokoll
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise September (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise September
  • Freitag:
    • 04:00 Uhr China Erzeugerpreise September
    • 08:00 Uhr Großhandelspreise September
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz September
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Oktober (vorläufig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-32,36%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-22,74%), S&P500 (-23,64%) und Dow Jones (-19,38%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit einer bärischen Umkehr und mahnender Inselumkehr in der vergangenen volatilen Handelswoche. Der Bereich um 3.600 (sma200 – weekly) stellt eine wichtige Supportzone. Oberhalb ist eine Spanne zur 3.700 und 3.750 weiterhin aktiv. Darüber die Fortsetzung zur 3.815 und 3.850. Unterhalb drohen die weitere Eintrübung und Range zur 3.505. Darunter 3.440.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index ebenso auf Jahrestief das Quartal beenden musste. Oberhalb der 29.650 können die Bullen die Spanne zur 29.940 halten. Bei Bruch geht es wieder zur 30.450 und anschließend .730. Unterhalb steht hingegen die Range zur 29k und 28.715. Bei Bruch 28.440 und .150. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer ebenso mit Quartalsende am Jahrestief. SKS-Formation weiter aktiv. Die 11.200 stellen eine neutrale Zone. Oberhalb bleibt die Range zur 11.500/.550 aktiv. Darüber 11.750 und 11.950. Unterhalb wird die aktivierte SKS-Formation weiter Druck ausüben und den Nasdaq zur 10.800 drücken. Darunter folgen 10.600 und das SKS-Ziel bei 10.300. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990, wo der DAX nun die 3. rote Quartalskerze in Folge ausgebildet hat. Das gab es zuletzt inmitten der Finanzkrise 2008 und zur Dotcom-Bubble im Jahr 2000.

Unterhalb der 12.180 droht eine weitere Abverkaufswelle Richtung 11k. Markiert sind im Chart auch die letzten beiden großen Bärenmärkte. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Folgende übergeordnete Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.600 > 12.180 > 11.5 > 11k > 9.900
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 11k, welche bei nachhaltigem Bruch durch die 12.2 in den Fokus rücken würde.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Oktober.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX auf Monatsschluss September unter den Kombisupport an der 12.180. Oberhalb wäre die Spanne zur 12.400 und .700 wieder aktiv, welche zum Monatsauftakt direkt durchlaufen werden konnte. Bei Bruch Aufhellung zur 13.100. Unterhalb sei hingegen die 11.850 zur .670 aktiv. Darunter 11.450 und 11.300. Bei Bruch 11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach einer sehr volatilen Handelswoche eine bärisch angehauchte Wochenkerze zurücklässt. Die 12.270 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 12.360 zur 12.515 anstreben. Darüber die Bewegung zur 12.670. Bei Bruch weitere Erholung zur 12.940 und 13.100.

Unterhalb steht hingegen die enge Spanne zur 12.180. Darunter 11.950 und .880. Bei Bruch nach der 11.790 weitere Eintrübung Richtung 11.670 und anschließend 11.550/.500/.460.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Wie tief fallen die Märkte noch?

Parallelen zu den letzten Bärenmärkten

Der September machte seinen Namen als schwächster Börsenmonat des Jahres alle Ehre. Die Aktienindizes schlossen nah oder direkt auf ihren Jahrestiefstständen und deuten somit weitere Abgaben im 4. Quartal an. Das letzte Mal als die Märkte drei negative Quartale in Folge ausgebildet hatten, befanden sie sich inmitten der Finanzkrise und davor inmitten der Dotcom-Bubble. Bei beiden Bärenmärkten fand der große Abverkauf im Anschluss erst noch statt.

Stark überverkauft und positive Saisonalität

Es gibt jedoch auch Hoffnungen auf eine bullische Gegenbewegung. So laufen die Märkte mit einem sehr negativen Sentiment und stark überverkauft in die positive Saisonalität. Ausreichend Treibstoff für einen Short-Squeeze und neue Bärenmarktrally, welche nur auf den passenden Impuls wartet.

In der neuen Handelswoche stehen u. a. der US-Arbeitsmarktbericht und das EZB-Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung im Fokus.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise August
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie August
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Juli 
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanzsaldo August 
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September (endgültig)
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar September 
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie August
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze August
    • 13:30 Uhr Eurozone Protokoll der letzten EZB-Sitzung
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion August
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze August
    • 14:30 Uhr USA Arbeitsmarktbericht September

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-32,77%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-23,74%), S&P500 (-24,77%) und Dow Jones (-20,95%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit Quartalsabschluss am Jahrestief. Der Bereich um 3.585 (sma200 – weekly) stellt eine wichtige Supportzone. Oberhalb ist eine Spanne zur 3.700 und 3.750 aktiv. Darüber kann eine Rally zur 3.850 in den Fokus rücken. Unterhalb drohen die weitere Eintrübung und Range zur 3.505. Darunter 3.440.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index ebenso auf Jahrestief das Quartal beenden musste. Oberhalb der 29.000 können die Bullen die Spanne zur 29.650 halten. Bei Bruch 29.950. Unterhalb steht hingegen die Range zur 28.715 zur .430. Bei Bruch 27.850. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer ebenso mit Quartalsende am Jahrestief. SKS-Formation weiter aktiv. Die 11.030/.180 stellen eine neutrale Zone. Oberhalb bleibt die Range zur 11.500aktiv. Darüber 11.750 und 11.950. Unterhalb wird die aktivierte SKS-Formation weiter Druck ausüben und den Nasdaq zur 10.800 drücken. Darunter folgen 10.600 und das SKS-Ziel bei 10.300. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990, wo der DAX nun die 3. rote Quartalskerze in Folge ausgebildet hat. Das gab es zuletzt inmitten der Finanzkrise 2008 und zur Dotcom-Bubble im Jahr 2000.

Unterhalb der 12.180 droht eine weitere Abverkaufswelle Richtung 11k. Markiert sind im Chart auch die letzten beiden großen Bärenmärkte. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Folgende übergeordnete Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.600 > 12.180 > 11.5 > 11k > 9.900
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 11k, welche bei Bruch durch die 12.2 in den Fokus rücken würde.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Oktober.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX auf Monatsschluss September unter den Kombisupport an der 12.180. Oberhalb wäre die Spanne zur 12.400 und .700 wieder aktiv. Bei Bruch Aufhellung zur 13.100. Unterhalb sei hingegen die 11.850 zur .670 aktiv. Darunter 11.450 und 11.300. Bei Bruch 11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX seit Mitte September gut 10% abgegeben musste. Deutlich überverkauft im sehr negativen Umfeld zur positiven Saisonalität. Den Bullen fehlt nur ein Impuls für einen Short-Squeeze. Die 12.120/.180 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 12.270 zur 12.360 anstreben. Darüber die Bewegung zur 12.510 und anschließend .680. Bei Bruch weitere Erholung zur 12.940.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 12.120 zur 11.850. Darunter .790 und die weitere Eintrübung zur 11.580. Bei Bruch 11.450.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Verkaufssignal in den Quartalsschluss?

Neues Jahrestief

Eine aufkommende tiefe Rezession, neue geopolitische Sorgen, ein weiterer Anstieg der Inflation und der stark restriktive Kurs der Notenbanken… Das Umfeld für die Aktienmärkte war schon mal deutlich besser. Der DAX tauchte ab und erreicht ein neues Jahrestief, die Wall Street notiert direkt vor den alten Tiefstständen. Die Bullen brauchen nun dringend den Rebound, ansonsten droht mit dem Monats- und Quartalsabschluss am Freitag ein neues großes Verkaufssignal.

Neue Inflationsdaten im Fokus

In der neuen Handelswoche stehen die neuen Inflationsdaten aus Deutschland und der Eurozone im Fokus. Die dämpfenden Sondereffekte (Tankrabatt, 9-Euro-Ticket etc.) sind in diesem Datensatz noch berücksichtigt. Ein trotzdem starker Anstieg dürfte das Umfeld weiter eintrüben. Würde es doch bedeuten, dass die Inflation in den Herbst und Wintermonaten sogar über 10% steigen wird und die EZB damit weiter unter Druck setzt geldpolitisch umso stärker zu straffen.

Außerdem stehen u. a. der ifo-Geschäftsklimaindex und das GfK-Konsumklima im Blickpunkt der Börsianer.

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  • Montag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex September
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter August
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board September
    • 16:00 Uhr USA Neubauverkäufe August
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Oktober
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe August 
  • Donnerstag:
    • 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise September (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA BIP Q2 (endgültig)
  • Freitag:
    • Quartalsabschluss
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise September (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate August
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan September (endgültig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-30,69%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-22,67%), S&P500 (-22,51%) und Dow Jones (-18,57%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit der Pflichterfüllung und dem Weg zum Jahrestief. Eine wichtige Richtungsentscheidung bahnt sich nun an. Der Bereich um 3.635/.660 stellt die umkämpfte Supportzone. Oberhalb ist eine Spanne zur 3.750 aktiv. Darüber können wieder die 3.830 in den Fokus rücken. Unterhalb drohen die weitere Eintrübung und Range zur 3.585. Darunter 3.505.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index zum Wochenabschluss ein neues Jahrestief markiert hat. Oberhalb der 29.630 können die Bullen die Spanne zur 30.080 und anschließend 30.550 halten. Bei Bruch 31.050. Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 29.250 zur 28.900 aktiv. Bei Bruch 28.500. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer hat sich kurz vor Quartalsende wieder am Jahrestief eingefunden. Wichtige Richtungsentscheidung steht an. Die 11.150 stellt eine wichtige umkämpfte Zone. Oberhalb bleibt die Range zur 11.500 und .750 aktiv. Darüber 11.920 und 12.180. Unterhalb wird die aktivierte SKS-Formation weiter Druck ausüben und den Nasdaq zur 10.800 drücken. Darunter folgen 10.500 und das SKS-Ziel bei 10.300. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zur 12.2 konsolidiert. Unterhalb droht eine weitere Abverkaufswelle. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Folgende übergeordnete Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.180 > 11.5 > 11k > 9.800
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.2 in den Fokus rücken würde.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat September.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX im August deutlich am Kombiwiderstand bei der 14k abgeprallt ist und bis auf den Kombisupport an der 12.180 gefallen ist. Es droht ein sehr schwacher Monatsabschluss. Die 13.180 stellen im August einen ersten wichtigen Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.500/.600 wieder aktiv. Bei Bruch die Aufhellung zur 14.030 und nachfolgend 14.400. Unterhalb sei hingegen die 12.400 weiterhin aktiv, gefolgt vom Kombisupport an der 12.180. Bei Bruch droht ein weiteres Verkaufssignal und großer 1000-Punkte-Cluster mit Zwischenmarken an der 12k und 11.500.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX eine Woche vor dem Quartalswechsel auf Jahrestief schließen musste. Die Verbindungslinie der letzten Tiefpunkte bei 12.360 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 12.460 anstreben. Darüber etwas Herausnahme von Abwärtsdruck und die Bewegung zur 12.600 und anschließend .710. Bei Bruch weitere Erholung zur 12.850 und .940.

Unterhalb steht hingegen die Spanne zum wichtigen Kombisupport 12.270/.180. Darunter die weitere Eintrübung zur 12.000, gefolgt von der 11.850 und .710. Weitere Abgaben werden wahrscheinlich.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Bärische Umkehr vor der Fed

800 Punkte Abverkauf

Die großen Verfallswochen sind zu gerne volatil geprägt. Diesmal war die Schwankungsbreite jedoch besonders hoch. So verlor der DAX auf Wochenschlussbasis gut 800 Punkte von seinem Hoch am Dienstag und hinterlässt damit eine bärische Umkehr. Sehr trübe Aussichten vom ZEW, ifo-Institut und die Gewinnwarnung von Fedex lassen die weltweiten Rezessionssorgen wieder aufflammen.

Die US-Notenbank Fed im Fokus

Neben den Konjunktursorgen wird in der kommenden Woche auch die Geldpolitik in den Vordergrund rücken. Die geldpolitischen Entscheidungen der Fed gleichen einen Balanceakt. Die Konjunktur droht in die Rezession zu schlittern und zugleich bestätigen die letzten Inflationsdaten einen weiteren hohen Preisdruck, welcher sich zunehmend in die Breite verfestigt. Die Fed wird genötigt sein einen weiteren großen Zinsschritt von 75 Basispunkten vorzunehmen. Auch der Liquiditätsentzug mit dem Quantitative tightening dürfte vorangetrieben werden. Alles in allem ein Umfeld, welches die Volatilität am Aktienmarkt unangenehm hochhalten wird.

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    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise August
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen August
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne August
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser August
    • 20:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid
    • 20:30 Uhr USA Fed-Pressekonferenz
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    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen September
  • Freitag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe September (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor September (vorläufig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-27,32%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-19,79%), S&P500 (-18,73%) und Dow Jones (-15,18%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit einer starken bärischen Umkehr nach der Erholungsbewegung. Der Bereich um 3.885 stellt einen ersten Bereich. Oberhalb ist eine Spanne zur 3.930 aktiv. Darüber können wieder die 4.010 und .050 in den Fokus rücken. Unterhalb bleibt die Range zur 3.815/.790 im Blickpunkt. Darunter weitere Eintrübung Richtung Jahrestief bei 3.680.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index ebenso einen bullischen Fehlausbruch an 50-Tagelinie verarbeiten muss. Oberhalb der 31.300 können die Bullen die Spanne zur 32.000 und dem GD50 bei 32.200 halten. Bei Bruch 32.440 und darüber weitere Aufhellung. Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 30.550 aktiv. Bei Bruch droht der Weg zum Jahrestief an der 29.900. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit 2 bullischen Fehlausbrüchen im August und September. Das Jahrestief muss verteidigt werden, ansonsten droht eine weitere sehr empfindliche Abwärtswelle. Oberhalb der 11.900 bleibt die Range zur 12.180 aktiv. Darüber 12.400 und .620. Unterhalb wird die aktivierte SKS-Formation weiter Druck ausüben und den Nasdaq zur 11.500 drücken. Darunter folgen 11.265 und 11.100. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4/12.2 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat September.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX im August deutlich am Kombiwiderstand bei der 14k abgeprallt ist und nun wieder das untere Bollingerband an der 12.600 getestet hat. Die 13.150/.180 stellen einen ersten wichtigen Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.500/.600 wieder aktiv. Bei Bruch die Aufhellung zur 14.030 und nachfolgend 14.400. Unterhalb sei hingegen die 12.600 weiterhin aktiv. Gefolgt von der 12.400 und dem Kombisupport an der 12.180. Bei Bruch droht ein weiteres Verkaufssignal und großer 1000-Punkte-Cluster.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX eine hochvolatile Woche durchlebt hat. Am Ende stand der Index gut 800 Punkte unter seinem Wochenhoch und hinterlässt eine bärische Steilvorlage für die neue Handelswoche. Die 12.830 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.000 anstreben. Darüber wäre wieder die Bewegung zur 13.180 zu nennen. Bei Bruch weitere Erholung zur 13.290 und .390. Anschließend 13.520.

Unterhalb steht hingegen die Spanne zur 12.680 im Fokus. Darunter die weitere Eintrübung über die 12.600 zur 12.440, gefolgt von Verbindungslinie bei 12.360. Bei Bruch 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Gegenbewegung unter Probe

Gegenbewegung am Konsolidierungsziel

In der vergangenen Handelswoche konnten der DAX am Jahrestief und die US-Indizes am 61,8-er Retracement der Sommerrally eine Gegenbewegung einleiten. Eine technische Bewegung war nach den direkten und starken Abverkäufen an dieser Zone wahrscheinlich. Die „am meisten geshorteten“ Aktien („Most Shorted Stocks„) konnten in den letzten 3 Tagen über 12% zulegen und damit den stärksten Short-Squeeze seit Ende Mai auslösen. Zusätzlich wird die volumenschwache Bewegung durch den dritten großen Verfallstermin beeinflusst. Sie wird mit Ende des Verfallstermin auf echte Käufer angewiesen sein.

Alle Augen auf die Inflation

Der Markt wird auch in der nächsten Woche unter erhöhter Volatilität stehen. Der Große Verfall wird einen großen Anteil daran haben, aber ebenso die starken Impulsgeber. Allen voran die neuen Inflationsdaten aus den USA, welche am Dienstag verkündet werden. Ein weiterer Rückgang wird erwartet. Doch wie stark fällt dieser aus? Eine spürbare Abwärtsdynamik, oder doch nur eine recht zähe Abmilderung?

Außerdem stehen u. a. Konjunkturdaten aus China und die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland im Blickpunkt.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise August (endgültig)
    • 11:00 Uhr BRD ZEW Konjunkturerwartungen September
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW Konjunkturerwartungen September
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Juli
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise August
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise August
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze August
    • 14:30 Uhr USA Philly Fed Herstellungsindex September
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion August
  • Freitag:
    • Großer Verfallstermin
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion August
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsätze August
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise August (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen September

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-22,87%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-17,61%), S&P500 (-14,66%) und Dow Jones (-11,52%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konsolidierte nach Abpraller am wichtigen Kombiwiderstand aus sma200 und 61,8-er Retracement seine Sommerrally und konnte in der vergangenen Woche eine Gegenbewegung einleiten. Der Bereich um 4.030/.050 stellt einen ersten relevanten Support. Oberhalb ist eine Spanne zur 4.095 aktiv. Darüber können wieder die 4.130 und .170 in den Fokus rücken. Unterhalb bleibt die Range zur 3.940 im Blickpunkt. Darunter 3.885 und anschließend 3.815.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ im Jahrestief das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. Während der Sommerrally erfolgte ein Fehlausbruch am sma200 und Abwärtstrend. Der Dow konnte sich oberhalb vom 61,8-er Retracement stabilisieren und eine Gegenbewegung bis zum ersten Widerstand bei 32.250 einleiten. Oberhalb können die Bullen die Spanne zur 32.550 halten. Bei Bruch wäre der ema200 bei 33.050 wieder im Fokus. Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 31.400 aktiv. Bei Bruch 31.050 zur 30.700. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nach den heftigen Abkäufen mit einer 24%-Sommerrally und Bullenfalle am Abwärtstrend und ema200. Die Sommerrally wurde anschließend komplett bis zum 61,8-er Retracement konsolidiert. Die Bullen konnten an der 12k Gegenwehr aufbringen und am Freitag den Cluster zur 15.550 komplettieren. Ein Kombiwiderstand aus altem Abwärtstrend und den 50-er und 100-er Tagelinien. Oberhalb hellt sich das Bild weiter Richtung 12.950 auf. Darüber 13.100. Unterhalb bleibt die Range zur 12k aktiv. Darunter folgt der Abstieg Richtung Jahrestief über die 11.760, 11.500 und .265. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat September.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX im August deutlich am Kombiwiderstand bei der 14k abgeprallt ist und nun wieder das untere Bollingerband an der 12.600 getestet hat. Die 13.150/.180 stellen einen ersten wichtigen Bereich. Oberhalb wäre die Spanne über die 13.500/.600 weiter aktiv. Bei Bruch die Aufhellung zur 14.030 und nachfolgend 14.400. Unterhalb sei hingegen die 12.600 weiterhin aktiv. Gefolgt von der 12.400 und dem Kombisupport an der 12.180. Bei Bruch droht ein weiteres Verkaufssignal und großer 1000-Punkte-Cluster.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX höchstvolatil am Jahrestief bewegt. Wochenkerze nahezu identisch mit der Vorwochenkerze. Vorsicht, Verfallsterminwoche! Die 12.940 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.150 und .180 anstreben. Darüber der sma200 bei 13.280. Bei Bruch weitere Erholung zur 13.450 und .530. Anschließend 13.660.

Unterhalb steht hingegen die Spanne zur 12.830 im Fokus. Darunter die weitere Eintrübung zur 12.760 und .650. Bei Bruch 12.450 und .360. Anschließend 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart

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Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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