Ende der Rally und Jackson Hole

Gipfeltendenzen am Markt

Die Sommerrally konnte in der vergangenen Handelswoche wichtige Widerstände anlaufen, aber prallte im Anschluss recht deutlich in Richtung Wochentief ab. Das sind erste klare Gipfeltendenzen für die mittlerweile stark überkaufte Sommerrally. Das Fundament diese Rally wurde durch weiterhin starke Inflationsdaten aus Europa sowie dem Fed Protokoll kräftig unterspült. Hoffnungen auf ein baldiges Umschwenken der Notenbanker in Richtung lockerer Geldpolitik sind und bleiben verfrüht.

Keine guten Nachrichten aus Jackson Hole?

Eine der wichtigen Hingucker in der neuen Handelswoche wird das Jackson Hole Notenbanker Symposium sein. Es besteht die Gefahr, dass die einzelnen Notenbanker klare Kante im Kampf gegen die Inflation zeigen und ihren Willen kundtun, dafür sogar eine tiefere Rezession in Kauf zu nehmen. Des Weiteren stehen u. a. das EZB-Protokoll und der ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus der Anleger.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr China PBoC Zinsentscheidung
  • Dienstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen August (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index August
  • Mittwoch:
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
    • 16:00 Uhr USA Schwebende Hausverkäufe Juli
  • Donnerstag:
    • Jackson Hole Symposium
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex August
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB-Protokoll
    • 14:30 Uhr USA BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • Jackson Hole Symposium
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima September
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-18,86%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-14,73%), S&P500 (-11,28%) und Dow Jones (-7,24%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte nach dem schwächsten Quartal seit 1963 im Juli eine starke Bärenmarktrally einleiten, die in der vergangenen Woche den Kombiwiderstand aus sma200 und 61,8-er Retracement an der 4.325 testen konnte. Oberhalb würde sich das Bild charttechnisch aufhellen und die Tür zur 4.440 öffnen. Unterhalb steht der Cluster zum ema200 bei 4.185 und anschließend zu den 100-Tagelinien bei 4.100. Bei Bruch Gipfelvollendung und 4.050/ 3.970.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ im Jahrestief das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. In der vergangenen Woche konnte der sma200 und der Abwärtstrend verletzt werden. Zum Wochenabschluss erfolgte jedoch der Rutsch zurück. Ein bullischer Fehlausbruch? Die 33.900 bleibt ein umkämpfter Bereich. Oberhalb steht die Spanne zur 34.165. Bei Bruch die Aufhellung 34.700. Unterhalb stellen Retracement und ema200 um 33.300 den nächsten Support. Darunter die 100-Tagelinien um 32.600. Bei Bruch Gipfelvollendung und 32.440/.31.850. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nach den heftigen Abkäufen mit einer 24%-Rally, wo er Abwärtstrend und ema200 verletzte, aber ebenso auf Wochenschluss zurückfiel und einen Fehlausbruch bestätigte. Die 13.350/.430 stellen nun einen relevanten Bereich. Oberhalb würde nach dem Vorwochenhoch der sma200 bei 14k in den Fokus rücken. Bei Bruch 14.290. Unterhalb muss die 12.950 vereidigt werden, ansonsten droht eine vollendete Gipfelbildung mit erstem Weg zum GD50 bei 13.400. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte ein neues Jahrestief erreicht und mit einer starken Rally im Juli verteidigt hat. Die 13.130/.150 (Monats-PP, GD50) stellen einen ersten wichtigen Support. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.800/.870 weiter aktiv. Anschließend die 14.030. Bei Bruch die Aufhellung zur 14.250, 14.400 und nachfolgend 14.700. Unterhalb der 13k sei hingegen die 12.745/.600 zu nennen. Gefolgt von der 12.400 und dem Kombisupport an der 12.180.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die erste rote Wochenkerze seit Ende Juni ausgebildet hat. Schluss fast auf Wochentief. Die 13.670 (m. Bollinger) stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.800/.870 anstreben. Darüber die Aufhellung zum starken Widerstand an der 14k/14.030. Bei Bruch weitere Erholung zur 14.090/.170.

Unterhalb steht hingegen die Spanne zum ema200 bei 13.540. Darunter die weitere Eintrübung zur 13.400 und 13.260 (sma200). Bei Bruch 13.220 zur 13.130. Anschließend 12.975.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Xetra-DAX Stundenchart

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Es droht ein böses Erwachen

Weg des größtmöglichen Schmerzes

Die Sommerrally blieb nach ermutigenden US-Inflationsdaten auch in der vergangenen Handelswoche intakt. Vor allem Shorties, Hedgefonds in Schieflage und FOMO-Sorgen dürften diese Rally Richtung Weg des größtmöglichen Schmerzes treiben. Die Dimensionen der Bewegung sortiert sich bisher jedoch nur ins historische Mittel vorangegangener Bärenmärkte ein.

Es drohen Enttäuschungen

Die Rally wurde durch Hoffnungen auf ein baldiges Einlenken der Notenbanken ausgelöst und anschließend durch einen Short-Squeeze im viel zu negativen Marktumfeld unterfüttert. Die Annahme, dass die Notenbanken bereits im Frühjahr 2023 ihre Geldpolitik wieder umkehren werden (Zinssenkungen und QE), birgt die Gefahr von größeren Enttäuschungen. Der Rückgang der Inflation auf das Ziel von 2% wird ein Prozess, der mehrere Quartale andauern wird und ein Großteil der Notenbanker hat bereits eine Änderung der Geldpolitik im Jahr 2023 sehr deutlich ausgeschlossen. Die Märkte wetten dagegen! Eine bekannte Börsenweisheit lautet: „Don`t fight the fed!“ – Wette nicht gegen die Notenbank! Ein gefährliches Spiel der Bullen.

In Europa bleibt die Sachlage deutlich komplizierter. Die Gas- und Strompreise erreichten auch in der vergangenen Woche neue Rekordstände. Die Gasumlage, der Wegfall von Tankrabatt und 9-Euro-Ticket werden im Frühherbst nochmals einen Inflationsschub auslösen, welcher die EZB weiter unter Druck setzen wird. Das Thema Rezession und Inflation liegt noch längst nicht bei den Akten.

Fed-Protokoll im Blick

Wie berechtigt sind die Hoffnungen auf ein Umschwenken der Notenbanker? Das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Fed könnte am Mittwoch entscheidende Hinweise darauf liefern. Außerdem stehen die Erzeugerpreise aus Deutschland im Blickpunkt der Anleger.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Juli
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsatz Juli
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juli
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index August
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juli
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Juli
    • 16:00 Uhr USA Industrieproduktion Juli
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Juli
    • 20:00 Uhr USA Fed-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index August
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juli
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Juli

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-16,88%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-13,15%), S&P500 (-10,20%) und Dow Jones (-7,09%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte nach dem schwächsten Quartal seit 1963 im Juli eine starke Bärenmarktrally einleiten. Durch den Sprung über die 4.200 kann die Rally durch einen Short-Squeeze noch weiter angetrieben werden. Oberhalb wäre der sma200 bei 4.330 eine nächste große Widerstandszone. Unterhalb der 4.200 stehen die 100-Tagelinien bei 4.100 im Fokus. Bei Bruch Gipfelvollendung.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ im Jahrestief das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. Wichtige Supportzone. Das 50-er Retracement bei 33.300 konnte auf Wochenschlussbasis übersprungen werden. Oberhalb wäre der sma200 bei 33.900 und der Abwärtstrend .975 im Fokus. Bei Bruch 34.165. Unterhalb bleiben die 100-Tagelinien bei 32.600 ein wichtiger Support. Bei Bruch Gipfelvollendung. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nach den heftigen Abkäufen mit einer 23%-Rally bis an dem ema200 13.430 und dem 50-er Retracement bei 13.550. Oberhalb rückt der sma200 bei 14.075 in den Fokus rücken. Bei Bruch 14.225. Unterhalb muss die 12.900 vereidigt werden, ansonsten droht eine vollendete Gipfelbildung mit erstem Weg zum GD50 bei 13.300. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte ein neues Jahrestief erreicht und mit einer starken Rally im Juli verteidigt hat. Die 13.130/.150 (Monats-PP, GD50) stellen einen ersten wichtigen Support. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.800/.870 weiter aktiv. Anschließend die 14.030 und bei Bruch die Aufhellung zur 14.250, 14.400 und nachfolgend 14.700. Unterhalb der 13k sei hingegen die 12.745/.600 zu nennen. Gefolgt von der 12.400 und dem Kombisupport an der 12.180.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX seine Wochenrange innerhalb der Vorwochenrange ausgebildet hat. Die 13.720 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.870 anstreben. Darüber die Aufhellung zum starken Widerstand an der 14.030. Bei Bruch weitere Erholung zur 14.170 und .250.

Unterhalb steht hingegen die Spanne zum ema200 bei 13.540. Darunter die weitere Eintrübung zur 13.340 und 13.220. Bei Bruch 13.130 und 13k.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

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Bärenmarktrally vor dem Ende?

Erst Rally, dann der Crash!

Ich melde mich nach 3 Wochen aus meiner Sommerpause zurück. Im letzten Wochenausblick vor meinem Urlaub („Marktzyklus: Erst Rally, dann Crash!“) hatte ich die These aufgestellt, dass eine echte Bärenmarktrally überfällig ist und im saisonal starken Juli aufgegriffen werden kann. Das Ende der Rally könnte pünktlich zum Ende meiner Sommerpause daherkommen.

So weit, so gut… Die Aktienmärkte konnten eine massive Rally starten, der Nasdaq gar über 20% zulegen. Die Bullen wittern wieder Morgenluft, die große Umkehr und das Ende des Bärenmarktes. Aber Vorsicht! Wir haben einen Boden gesehen, aber vermutlich noch nicht den Boden!

Déjà-vu – Die falschen Hoffnungen?

Analog zur letzten Bärenmarktrally im März wurde die neue Rally erneut durch Hoffnungen auf ein baldiges Einlenken der Notenbanken ausgelöst und anschließend durch einen Short-Squeeze im viel zu negativen Marktumfeld unterfüttert. Die Annahme, dass eine bald einsetzende Rezession die Notenbanken bereits im Q1 2023 die Geldpolitik wieder umkehren lässt (Zinssenkungen und QE), dürfte sich weiterhin als zu früh erweisen. Die Inflation kam bisher nicht spürbar und vor allem nicht über einen längeren Zeitraum zurück, der Arbeitsmarkt (Mandat Nummer zwei der Fed) erweist sich weiter als heiß. Selbst die Aussagen der größten Tauben („Fans“ der lockeren Geldpolitik) im Fed-Rat untermauern keineswegs diese Hoffnungen. Fed-Mitglied Kashkari sieht eine andauernde Inflation, die auch im Jahr 2023 noch Zinserhöhungen erfordert. Das Gap der Hoffnung zur Realität dürfte ähnlich wie zur ersten Bärenmarktrally erneut unter eine ernste Probe gestellt werden.

Inflationsdaten im Blick

In der kommenden Handelswoche werden neue Inflationsdaten aus China und den USA erwartet. Die Hoffnungen der Bullen müssen dort eine klare Bestätigung erfahren. Ein Rückgang der Inflation gilt hierbei als ausgemachte Sache, da vor allem die Rohstoffe in den letzten Wochen spürbar nachgegeben haben. Doch wie stark fällt dieser Rückgang aus? Oder gibt es vielleicht Zweitrundeneffekte und eine weiterhin stabile Kerninflation? Der Mittwoch wird der wichtigste Tag der Handelswoche.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Eurozone sentix-Konjunkturindex August
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr USA Lohnstückkosten Q2
  • Mittwoch:
    • 03:30 Uhr China Verbraucherpreise Juli
    • 03:30 Uhr China Erzeugerpreise Juli
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Juli
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Juli
  • Freitag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Juni
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen August

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-19,07%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-14,55%), S&P500 (-13,03%) und Dow Jones (-9,73%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Auch diesmal wurde die alte Börsenweisheit mit knapp -15% aufgegriffen..

Sell in May and go away… – auch diesmal aufgegriffen

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 konnte nach dem schwächsten Quartal seit 1963 im Juli eine starke Bärenmarktrally einleiten. Die mehrfach angesprochene iSKS-Formation hätte die Nackenlinie nun ausgebildet. Ein Rücklauf zur gebrochenen Trendlinie und dem GD50 (3.940 steigend) knapp unterhalb der 4k, um die rechte Schulter auszubilden, könnte nun unmittelbar bevorstehen. Oberhalb der 4.200 kann die Rally hingegen bis zum sma200 bei 4.330 fortgesetzt werden. Unterhalb des GD50 muss die 3.800 halten, andernfalls droht der Weg zum Jahrestief.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ im Jahrestief das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. Wichtige Supportzone. Oberhalb der 100-Tagelinien wäre der ema200 bei 33.150 und das 50-er Retracement bei 33.300 das nächste Ziel. Darüber Aufhellung zum sma200. Unterhalb der 32.450 würde die 31.750 in den Fokus rücken. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nach den heftigen Abkäufen mit einer 20%-Rally bis fast an den ema200. Oberhalb der 13.550 würde der sma200 bei 14.100 in den Fokus rücken. Unterhalb der 12.900 die 12.500 und nachfolgend 12.160. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte ein neues Jahrestief erreicht und mit einer starken Rally im Juli verteidigt hat. Die 13.130/.150 (Monats-PP, GD50) stellen einen ersten wichtigen Support. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.800 weiter aktiv. Anschließend die 14.030 und bei Bruch die Aufhellung zur 14.400 und 14.700. Unterhalb der 13k sei hingegen die 12.745/.600 zu nennen. Gefolgt von der 12.400 und dem Kombisupport an der 12.180.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX seit den Tiefstständen um 11% zulegen konnte und in der vergangenen Woche das mittlere Bollingerband erreichte. Eine gute Zielzone für das Ende der Bärenmarktrally. Der ema200 bei 13.540 stellt einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.680 anstreben. Darüber die 13.800 und .870. Bei Bruch wäre die harte Widerstandszone an der 14.030 zu nennen, gefolgt von der .110/.180.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 13.470 zur .340. Darunter der sma200 mit dem Retracement bei 13.220. Bei Bruch 13.130 und 13k. Anschließend erste bedenkliche Eintrübung zur 12.880.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
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Zwischen Bärenmarktrally und Gaskrise

Abpraller am Jahrestief

Die Aktienmärkte mit einem bullischen Rebound im Wochenverlauf. Eine technische Reaktion war nach dem neuen Jahrestief sehr wahrscheinlich. In der kommenden Handelswoche wird sich nun entscheiden, ob daraus auch eine echte Bärenmarktrally entstehen kann. Andernfalls muss ein Rücksetzer und Bodenbildung am Jahrestief angestrebt werden.

Inflation, Gaskrise und die Berichtssaison

Die neue Woche bringt starke Impulsgeber und Faktoren der Unsicherheit mit sich. Die 10-tägigen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 gehören zu den Unsicherheiten. Wird die Wartung fristgerecht beendet und der Gasfluss anschließend wieder unvermindert aufgenommen? Falls nein, drohen stärkere Verwerfungen am Aktienmarkt.

Außerdem rücken die Inflationsdaten aus den USA und der Beginn der Quartalsberichtssaison in den Blickpunkt der Anleger. Wie stark wirkt sich der Preisdruck bereits auf die Firmenbilanzen aus? Muss der Ausblick angepasst werden?

Den nächsten Wochenausblick gibt es erst nach meiner Sommerpause am 07.08.2022. Bitte beachtet in dieser Zeit auch meine Social Media Kanäle: Twitter, Facebook, Instagram.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW Konjunkturerwartungen Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW Konjunkturerwartungen Juli
  • Mittwoch:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanz Juni
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Juni
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • Auftakt Quartalsberichtssaison
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juni
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Juni
  • Freitag:
    • 04:00 Uhr China BIP Q2
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Juni
    • 14:30 Uhr USA Industrieproduktion Juni
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen Juli

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-25,70%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-18,07%), S&P500 (-18,19%) und Dow Jones (-13,76%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit einem Stabilisierungsversuch nach dem schwächsten Quartal seit 1963. Analog zur Bärenmarktrally im März könnten wieder große Umkehrformationen angestrebt werden (aber nicht aktiviert). Oberhalb der 3.815 steht eine Range 3.950. Darüber Aufhellung zur 4.050/4.120 (iSKS wird angestrebt). Unterhalb wäre erneut die 3.640 zu nennen. Darunter der Weg zur 3.500. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch testen und anschließend eine Gegenbewegung einleiten konnte. Wichtige Supportzone. Das Verlaufshoch bei 31.880 muss herausgenommen werden, um auch hier eine iSKS weiter anzustreben und innerhalb einer Bärenmarktrally auszubilden. Unterhalb rückt nach der 30.700 wieder das Jahrestief in den Fokus. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone (siehe Monatschart) vorerst verteidigt. Oberhalb der 11.4 steht eine Spanne zur 11.7. Darüber 12.160 und die Chance einer Bärenmarktrally. Unterhalb rückt das Jahrestief und die 10.8 in den Fokus. Bei Bruch weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.600 > 12.440 > 12.270/.185
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte ein neues Jahrestief erreicht und vorerst verteidigt hat. Die 13.100/.220 stellen einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.370 und danach wieder zur 13.8/14.030 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 14.400 und 14.700. Unterhalb hingegen die 12.610, gefolgt von der 12.400 und 12.270/ 12.180. Darunter 12k und 11.600. Bei Bruch 11.300/11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX per Hammer-Kerze deutlich vom Jahrestief absetzen konnte. Eine gute Vorlage für die Bullen, die im unsicheren Marktumfeld diese Chance für eine Bärenmarktrally aufgreifen müssen. Die 12.810 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster zur 13.020 und anschließend über die 13.120 zur .220 anstreben. Darüber die 13.440 und der ema200 bei .550. Bei Bruch Türöffner ins Gap 13.650/.760.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 12.700 zur .600. Darunter droht nach der 12.440 die Erweiterung zur 12.270/.180. Bei Bruch 11.970.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Droht ein Crash im Juli?

Im Umfeld der negativen Impulse…

Die Aktienmärkte mussten ein dunkelrotes erstes Halbjahr abschließen. Der S&P500 erlebte das schwächste Quartal seit 1963. Der DAX den schlechtesten Juni seiner Geschichte und notiert nun wieder nah am Jahrestief. Die Konjunkturprognosen deuten scharf Richtung Rezession, die Notenbanken können nicht stützen, sondern sorgen mit ihrer Straffungspolitik für zusätzlichen Druck. Die nun anstehende Quartalsberichtssaison der Unternehmen dürfte so manche Prognose nach unten kassieren.

Belastungsfaktor Juli

Der Juli bringt zu allem Überdruss einen weiteren Belastungs- bzw. Unsicherheitsfaktor. Der Gasfluss über Nord Stream 1 wird am 11. Juli wegen Wartungsarbeiten komplett unterbrochen. Ob anschließend am 21. Juli die Gaslieferung wieder unverändert aufgenommen wird? Ungewiss! Falls nein, droht gar ein Crash!

Die neue Handelswoche.

Die Indizes haben wichtige übergeordnete Chartmarken erreicht. Die Bullen müssen nun zeigen wieviel Kraft sie noch bzw. schon haben. Auch neue Bärenmarktrallys sind von diesem Niveau aus möglich. Die neue Handelswoche beginnt mit einem Börsenfeiertag in den USA. Außerdem stehen die Notenbankprotokolle der Fed und EZB und der US-Arbeitsmarktbericht im Fokus der Börsianer.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Wall Street geschlossen
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Mai
  • Dienstag:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Mai
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Mai
    • 10:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsatz Mai
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni
    • 16:00 Uhr USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Mai
    • 20:00 Uhr USA Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Mai
    • 13:30 Uhr Eurozone Protokoll der letzten EZB-Sitzung
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Juni
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Juni
    • 14:30 Uhr USA Arbeitslosenquote Juni
    • 14:30 Uhr USA Durchschnittliche Stundenlöhne Juni

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn. Vor allem Wachstumstitel Nasdaq100 (-29,01%) sind besonders stark unter Druck geraten. DAX (-19,34%), S&P500 (-19,74%) und Dow Jones (-14,42%) folgen mit etwas Abstand.

Performance seit Jahresbeginn

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth & Value weiterhin auf einem Rekordhoch. Das Umschichten seit Jahresauftakt fällt bisher nur minimal ins Gewicht. Nur ein anhaltender radikaler Umschwung der Geldpolitik könnte diese enorme Divergenz wohl wieder deutlich verringern.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der starken Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit diesmal verstärkt um Gehör bitten.

Sell in May and go away… – durchaus berechtigt

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit dem schwächsten Quartal seit 1963. Untergeordnet Chance auf Doppelboden inmitten einer Keilformation. Allerdings mit stärkeren Widerständen ab der 4k. Oberhalb der 3.815 steht eine Range 3.980. Darüber Aufhellung zur 4.050/4.110. Unterhalb wäre erneut die 3.640 zu nennen. Darunter der Weg zur 3.500. Grafik 2 und 3 zeigen den S&P500 im großen übergeordneten Bild.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart mit Retracements
Große Bild – S&P500 im Monatschart

Der Blick zum Dow Jones, wo der Index als „Outperformer“ das alte Vor-Coronahoch getestet hat. Wichtige Supportzone. Oberhalb der 30.450 kann eine Spanne zur 31.400 aufgebaut werden. Unterhalb bildet das Gap 29.900 die Chance auf einen Doppelboden. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 als diesjähriger Underperformer nun mit über 30% Jahresverlust. Wichtige Supportzone vorerst verteidigt. Oberhalb der 11.4 steht eine Spanne zur 11.8, welche darüber eine Bärenmarktrally weit in den 12k-Bereich ermöglicht. Unterhalb rückt die 10.8 in den Fokus. Bei Bruch weitere Abgaben zur 10.5 und 10k. Das Stagflations- und geldpolitische Szenario bleibt ein äußerst schwieriges Umfeld für „Growth“.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart – jede Kerze eine Woche
Nasdaq100 Monatschart
Nasdaq100 Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Der starke Kursanstieg während der Corona-Pandemie (Notenbankliquidität) wurde momentan bis zum mittleren Bollinger konsolidiert. Markiert sind auch die beiden großen Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise). Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden konnte.

Im großen Quartalschart bestand seit 4 Quartalen die Seitwärtsrange von 14.8/15k zur 16k. Darunter drohte zügig Abwärtsdruck, welcher mit dem Ukrainekrieg direkt aufgegriffen wurde. Folgende Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16k > 15.6 > 15.165 > 15k/14.8 > 14.4 > 14k > 13.3 > 13k > 12.4/12.2 > 11.5 > 11k
DAX Quartalschart

Den gleichen Zeitraum auch nochmal als Tageschart, wo die 22-jährige Keilformation während der Pandemie erst auf der Unterseite und nun auf der Oberseite verletzt wurde. Der Ukrainekrieg sorgte für ein bärisches Fehlausbruchszenario. Unterhalb der 15.1 bleibt die Keilformation somit aktiv. Die Unterkante verläuft momentan bei 10.8, welche bei Bruch durch die 12.4 in den Fokus rückt.

Der DAX und der 22-jährige Keil – Ausschnitt

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Die DAX Pivot-Punkte in der Übersicht

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2022.

Der DAX im Jahr 2022 mit den Jahres-Pivot-Punkten

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX hat dynamisch die 10-monatige Seitwärtsrage von 14.8/15.1k – 16k nach unten aufgelöst und direkt weitere Supportzonen verletzt. Folgende Cluster bilden nun relevante Bereiche:
    • 15.600 > 15.165 > 15k > 14.450 > 14k > 13.6 > 13.300 > 13k > 12.600 > 12.440 > 12.270/.185
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Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX nach dem schwächsten Juni seiner Geschichte wieder vor dem Jahrestief steht. Die 13.100/.220 stellen einen umkämpften Bereich. Oberhalb wäre die Spanne zur 13.370 und danach wieder zur 14.030 zu nennen. Anschließend die Aufhellung zur 14.400 und 14.700. Unterhalb hingegen die 12.610, gefolgt von der 12.270 und 12.180. Darunter 12k und 11.600. Bei Bruch 11.300/11.050.

Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX wieder vor dem Jahrestief eingefunden hat. Die Bullen brauchen in diesem Bereich eine Stabilisierung, um einen Doppelboden anzustreben. Die 12.950 stellen einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb können die Bullen einen Cluster über die 13.120 zur .220 anstreben. Darüber die 13.370 und der ema200 bei .560. Bei Bruch Türöffner ins Gap 13.650/.760.

Unterhalb steht hingegen die Spanne über die 12.810 zur .690. Darunter droht nach der 12.610 die Erweiterung zur 12.440 (Jahrestief). Bei Bruch 12.270/.180.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

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