Warum Trading meistens scheitert (und wie du es trotzdem schaffst) – Mein Weg vom Zocker zum Trader
Hallo Leute und herzlich Willkommen auf meinem neuen Blog hier auf trading-portal.net!
Ich bin Alex, und ich freue mich riesig das ihr hierher gefunden habt. In diesem Blog werde ich euch ab sofort regelmäßig mitnehmen in die Welt der Börse. Wir werden über Charttechnik sprechen, über langweiliges (aber wichtiges) Sparen und natürlich über das, was uns alle am meisten nervt: Warum der Markt genau dann dreht, wenn man gerade eingestiegen ist.
Zum Start wollte ich aber mal ganz ehrlich sein. Ich weiß, wie das im Internet oft aussieht. Da posten Leute Screenshots von 500% Gewinn an einem Tag, fahren dicke Autos und tun so, als wäre Trading das einfachste der Welt. Spoiler: Ist es nicht.
Als ich angefangen habe, habe ich mein erstes Konto fast komplett gegen die Wand gefahren. Warum? Weil ich keine Ahnung von Risikomanagement hatte und dachte ich bin schlauer als der Markt.
Der größte Feind bist du selbst
Es ist eigentlich verrückt. Wir verbringen Stunden damit, Indikatoren wie den RSI oder MACD zu lernen, wir zeichnen Widerstandslinien bis der Chart aussieht wie ein Gemälde von Picasso. Aber das eigentliche Problem sitzt meistens 50 cm vor dem Bildschirm.
Gier und Angst sind die zwei Gefühle, die dein Depot schneller leeren können als du gucken kannst.
Ich erinnere mich an einen Trade vor ein paar Jahren. Ich war long im DAX, der Kurs lief super an. Ich war 50 Punkte vorne. Mein Plan war eigentlich, den Gewinn bei 60 Punkten mitzunehmen. Aber dann dachte ich: „Komm Alex, da geht noch was, der bricht gleich aus!“.
Was ist passiert? Der Markt drehte, lief zurück auf meinen Einstieg. Und statt rauszugehen (wie ein profi), habe ich den Stop Loss nach unten gezogen, weil ich nicht wahrhaben wollte, dass ich falsch liege. Ende vom Lied: Ein riesiger Verlust, nur weil ich mein Ego nicht unter Kontrolle hatte.
Die wichtigste Regel: Überlebe den nächsten Tag
Wenn ihr eine Sache aus diesem ersten Artikel mitnehmt, dann bitte diese: Kapitalerhalt ist wichtiger als Gewinnmaximierung.
Viele Anfänger fragen mich: „Alex, welche Strategie nutzt du?“. Dabei ist die Strategie fast egal, wenn das Risk- und Moneymanagement nicht stimmt.
Ich nutze strikt die 1%-Regel. Das heisst, ich riskiere pro Trade niemals mehr als 1% meines gesamten Trading-Kapitals.
Rechnen wir das mal kurz durch:
- Du hast ein Konto mit 10.000 Euro.
- Dein Risiko pro Trade ist 100 Euro.
Das klingt für manche vielleicht nach wenig („Da werde ich ja nie reich!“), aber überleg mal andersrum. Wenn du 1% riskierst, musst du 100 mal hintereinander verlieren, um pleite zu gehen. Das ist statistisch fast unmöglich, selbst wenn du blind auf Kaufen oder Verkaufen drückst.
Wenn du aber 10% pro Trade riskierst, weil du schnell reich werden willst, dann reichen 4-5 schlechte Trades hintereinander (und die kommen garantiert!), um dein Konto so stark zu dezimieren das du kaum noch chancen hast, das wieder aufzuholen.
Aktuelle Marktlage: Volatilität als Chance?
Schauen wir uns kurz an was gerade an den Märkten los ist. Die Zentralbanken spielen immer noch mit den Zinsen, die Inflation ist zwar etwas runter aber immer noch ein Thema. Das sorgt für ordentlich Bewegung.
Für uns Trader ist das eigentlich gut. Wir brauchen Volatilität (Schwankungen). Ein Markt der sich nicht bewegt, bringt uns kein Geld. Aber gerade jetzt ist es wichtig, nicht blind in fallende Messer zu greifen.
Ich beobachte aktuell sehr stark die Tech-Werte in den USA. Viele sind stark korrigiert. Wer hier langfristig denkt (Thema Investieren & Sparen), für den ergeben sich gerade jetzt Chancen, die man vielleicht in 5 Jahren feiern wird. Wer kurzfristig tradet, sollte aber aufpassen: Die Märkte sind nervös. Ein einziger Satz von Jerome Powell (Chef der US-Notenbank) reicht, um den Nasdaq mal eben 2% in die eine oder andere Richtung zu schicken.
Mein Fazit für heute
Trading ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Es geht nicht darum, heute den Jackpot zu knacken, sondern Ende des Jahres eine positive Bilanz zu haben.
Ich werde euch hier in den nächsten Wochen zeigen, wie ich meine Charts analysiere, welche ETFs ich für den langfristigen Vermögensaufbau nutze und wie ich versuche, meine Emotionen im Griff zu behalten. Und ja, ich werde auch meine Verlusttrades posten. Denn aus denen lernt man am meisten.
Schreibt mir gerne mal in die Kommentare (wenn die Funktion dann live ist), was eure größten Anfängerfehler waren. Habt ihr auch schonmal den Stop Loss weggezogen und gebetet? 😉
Bis zum nächsten Mal und immer schön diszipliniert bleiben!