Wenn ich heute jemanden treffe, der neu an die Börse kommt, dann ist meine erste Empfehlung fast immer dieselbe: Fang mit ETFs an. Klingt unspektakulär, ich weiß. Aber gerade 2025 – mit unsicheren Märkten, Inflationsängsten und Zinswende – zeigen ETFs ihre wahre Stärke.
1. Mein Weg zum ETF
Ich habe lange Zeit ETFs ignoriert. Für mich war es „langweiliges Buy and Hold“, nichts für jemanden, der gerne tradet. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Ein Teil meines Depots braucht einfach Stabilität.
Und genau das geben mir ETFs. Sie sind breit gestreut, kostengünstig und vor allem: Ich muss mich nicht jeden Tag um jedes Detail kümmern.
2. Welche ETFs ich aktuell bespare
Um es konkret zu machen: Mein ETF-Sparplan läuft monatlich und deckt verschiedene Regionen ab.
- MSCI World – die solide Basis
- MSCI Emerging Markets – etwas mehr Risiko, dafür auch mehr Wachstumschancen
- S&P 500 – Fokus auf die USA, da die Tech-Riesen dort nach wie vor den Ton angeben
- Stoxx Europe 600 – für die Heimatverbundenheit
Dazu habe ich noch einen kleinen Anteil im Bereich Themen-ETFs wie Clean Energy und Cybersecurity. Aber da nur mit Mini-Gewichtung, weil die Schwankungen dort brutal sein können.
3. Warum Sparpläne so mächtig sind
Das Zauberwort heißt Cost-Average-Effekt.
Wenn ich jeden Monat für denselben Betrag kaufe, erwische ich automatisch mal günstige, mal teure Kurse – am Ende glättet sich mein Einstiegspreis. Und das Beste: Ich muss mich nicht stressen, ob der Markt gerade hoch oder tief ist.
Gerade für Leute, die nicht ständig Charts im Blick haben, ist das die perfekte Strategie.
4. ETFs vs. Einzelaktien
Klar, ich liebe Trading und auch meine Dividendenaktien. Aber seien wir ehrlich: Einzelaktien verlangen viel Arbeit, Recherche und manchmal auch Nerven aus Stahl.
ETFs dagegen sind wie ein verlässlicher Dauerläufer. Sie liefern nicht den großen Kick, aber sie bringen dich ans Ziel – und das sehr oft zuverlässiger als hektisches Hin und Her.
5. Steuerliche Aspekte nicht vergessen
In Deutschland ist das Thema Steuern immer ein kleiner Stolperstein. Auch bei ETFs greift die Vorabpauschale, und natürlich wird die Abgeltungssteuer auf Gewinne und Dividenden fällig. Aber im Vergleich zum Aufwand bei Einzelaktien ist es überschaubar. Ich sehe ETFs daher als Steuerfreund light.
6. Mein Ergebnis…
Ich werde auch in Zukunft ETFs besparen, egal, wie sehr ich im Trading aktiv bleibe. Sie sind für mich die Basis – das Fundament, auf dem ich mein restliches Portfolio aufbaue.
Denn während ich mit meinen Trades mal schneller rauf und runter gehe, laufen meine ETF-Sparpläne wie ein ruhiger Motor im Hintergrund. Und genau das gibt mir die nötige Gelassenheit.
💬 Meine Frage an dich: Hast du schon einen ETF-Sparplan laufen – oder spielst du noch mit dem Gedanken? Und wenn ja: Eher Welt-ETF oder lieber spezielle Themen?