Trump dominiert die Märkte – Zinshoffnungen, Zolldrohungen und Friedensfantasien
Die Märkte stehen aktuell vollständig im Bann von Donald Trump. Kaum ein Tag ohne neue Schlagzeile: Gestern drohte er 100 % Zölle auf Halbleiterimporte an – direkt gefolgt die Entspannung, da umfangreiche Ausnahmen angekündigt wurden. Die Börsen reagieren erleichtert.
Zusätzlich treiben Zinssenkungshoffnungen weiter das Geschehen. Und nun kommt sogar noch ein neuer Impuls hinzu: Putin und Trump haben ihre Bereitschaft für ein echtes Treffen signalisiert. Die Hoffnung auf Frieden in der Ukraine sorgt für Fantasie – auch wenn bisherige Gesprächsformate zwischen den beiden meist ohne Ergebnis blieben. Ein echtes Treffen könnte Putin vor allem als politischen Gewinner inszenieren, ohne dass sich real am Konflikt etwas ändert.
Die Börse schaut aktuell nur auf die positiven Optionen – eine klassische „Hope-Phase“. Aber Vorsicht: Zinssenkungen sind nur dann bullish, wenn gleichzeitig die Konjunktur stabil bleibt. Und hier deuten die letzten Daten eher in Richtung eines Stagflationsrisikos, das die Märkte bislang konsequent ausblenden.
Am Freitag bleibt der Wirtschaftskalender leer, doch ein Thema bleibt offen:
Treten die angedrohten Sekundärsanktionen gegen Russland morgen in Kraft? Oder reicht Putins Gesprächsbereitschaft, um dieses Druckmittel erneut zu entschärfen?
Wichtige Wochentermine:
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Der DAX mit einem Abverkauf in den Monatswechsel. Die Saisonalität wird zwischen Ende August und September wieder deutlich anspruchsvoller und die notwendige Konsolidierung nach der starken April-Rally könnte damit ihren Auftakt genommen haben.
Die 23.8 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb kann eine erste Aufhellung in den Cluster 23.950 zum Kombiwiderstand 24.1/24.2 gelingen. Darüber Aufhellung 24.450.
Unterhalb ist der Cluster zur 23.580 und 23.4 aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur Kombisupportzone an der 100-TL 23.230 und 23.150 (m. B. weekly). Bei Bruch droht die nächste Eintrübung über die 23.050 zur 22.7.
Xetra-DAX Tagesausblick:
Der DAX erlebt nach der politischen Meldung einen Short-Squeeze bis an die obere Verbindungslinie (die seit Juli stets zum Ausstieg genutzt wird). Vom Tageshoch hat man sich am Ende wieder stärker abgesetzt. Zeichnet sich ein neuer Trendkanal ab?
Der Bereich an der 23.100 (m. B.) wird die erste relevante Zone darstellen.
- Oberhalb bleibt der Cluster über die 24.120 zur .190 aktiv. Darüber bleibt die Verbindungslinie an der 24.380 im Fokus. Bei Bruch weitere Aufhellung über die 24.420 zum o. Bollinger bei 24.500.
- Unterhalb bleibt hingegen die Range zum Support mit der 50-TL bei 23.940/.920 im Fokus. Darunter droht über die 23.850 wieder die Eintrübung zur 23.750. Bei Bruch Lauf zum unteren Bollinger bei 23.670.
Relevante Marken in der Übersicht:
- Widerstände: 24.150 > 24.190 > 24.380 > 24.420 > 24.500 > 24.650
- Unterstützungen: 24.100 > 24.000 > 23.940 > 23.920 > 23.850 > 23.750 > 23.670 > 23.570 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
Der Ausblick im Videoformat
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