Das letzte Kräftemessen…

…zwischen Bullen und Bären in diesem Jahr dürfte uns nun bevorstehen. Die Bullen hoffen auch im Jahr der Pandemie auf eine Jahresendrally und nochmals neue Allzeithochstände. Die Bären fordern hingegen, aufgrund neuer Beschränkungen und zurückgehender wirtschaftlicher Aktivität, Aufmerksamkeit ein. Welche Seite wird diesen letzten Kampf für sich entscheiden können?

In der nun anstehenden Handelswoche werden sich die US-Börsen bereits ab Mittwochabend in die Thanksgiving-Feierlichkeiten verabschieden. Einige starke Impulsgeber werden trotzdem für Spannung sorgen.

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren, wo sich seit 30 Jahren ein interessantes Muster herausgebildet hat. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 wäre nun nochmals identisch nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar und würde sehr gut in das übergeordnete Muster von 1990 passen. Eine Entscheidung dürfte Anfang 2021 zu erwarten sein.

S&P500 seit 1990, Fortsetzung im großen Muster?
S&P500 seit 1990, Fortsetzung im großen Muster?

Ergänzend dazu der Blick zum S&P500 Wochenchart, wo zum fünften Mal die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops getestet werden konnte. Die letzten vier Abpraller leiteten im Anschluss über mehrere Wochen eine Schwächephase ein. Diesmal ebenso? Oder siegt die Saisonalität? Im bullischen Szenario wäre wahrscheinlich kein direkter Durchbruch zu erwarten, sondern ein Hangelmodus an der Begrenzungslinie.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo zum Wochenabschluss die Ausbruchregion verteidigt werden konnte. Sie wird auch in der kommenden Woche die Weichen für den weiteren Verlauf stellen.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. auch der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals wird nun seit vier Wochen verteidigt. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die Techs nach den Impfstoffmeldungen und folgenden Umschichtungen abwartender agieren. Der Bereich 11.7/12.2 stellt eine neutrale Zone in der Dreieckskonsolidierung dar.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die relative Schwäche des Nasdaq in der vergangenen Woche fällt im übergeordneten Bild gar nicht ins Gewicht. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Ein interessantes Bild zeigt auch der japanische Nikkei, welcher den höchsten Stand seit 1991 erreichen konnte. Zugleich wurde die Trendbegrenzung aus 2007 erreicht und seit 2 Wochen verteidigt. Oberhalb dürfte eine Rallybeschleunigung einsetzen, unterhalb empfindliche Rücksetzer folgen.

Nikkei seit 1990
Nikkei seit 1985

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber nicht verteidigt werden kann. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb der Supportzone dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021? Die Bullen brauchen einen möglichst hohen Quartalsschluss deutlich oberhalb der 13.2.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen. Ein Durchbrechen durch das Muster könnte hingegen die Bullen, passend zur Saisonalität, stark beflügeln.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Wochenchart, wo der Index im November im Schnelldurchgang Support- und Widerstandszone durchlaufen konnte. In den vergangenen zwei Wochen wurde die Verbindungslinie AZH und Sommerhoch getestet und verteidigt. Eine Richtungsentscheidung bannt sich auch hier an.

DAX Kursindex
DAX Kursindex

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November 
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November 
  • Dienstag:
    • BRD BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
    • BRD ifo-Geschäftsklimaindex November
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board November
  • Mittwoch:
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Oktober
    • USA BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
    • USA Konsumklima Uni Michigan November
    • USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • Feiertag USA – Thanksgiving
    • BRD GfK-Konsumklima für Dezember
    • Eurozone EZB-Protokoll
  • Freitag:
    • Verkürzter Börsenhandel USA
    • Frankreich BIP Q3 2. Veröffentlichung

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2/13.3 aktiv. Darüber würde sich die Tür zum AZH öffnen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberhälfte wieder sehr schwungvoll negieren konnte. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Oberhalb steht die Range zur 12.6 und 13.2/13.3. Darüber folgt die Aufhellung zur 13.460/.500. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Ein hoher Monatsabschluss (übernächste Woche) könnte die Jahresendrally befeuern, ein Bruch durch die 12.6 hingegen die Bären wecken.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX eine enge, neutrale Spanne innerhalb der Vorwochenrange ausgebildet hat. Der gebrochene August-Abwärtstrend bei ca. 12.850 (fallend) dürfte eine erste wichtige Supportzone darstellen.

Oberhalb bleiben die Bullen stets im Vorteil und können eine erste Range über die 13.030/.075 und .135/.170 ausbilden. Darüber bleibt der Cluster zur .215/.275/.300/.320 aktiv. Bei Bruch sei die Gap-Zone 13.460/.500 zu nennen.

Unterhalb der 12.850 trübt sich das Bild nach dem m. Bollinger zur Gap-Zone .670/.595 ein. Darunter folgt bei .480/.430 die nächste größere Supportzone.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 12.850 erster wichtiger Support. Oberhalb bleibt der Cluster zur 13.135/.170 aktiv. Darüber Erweiterung zur .215/.275/.300/.320. Unterhalb stellen .670/.595 und .480/.430 die nächsten Cluster dar.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX konsolidierte in der gesamten letzten Woche die letzte Anstiegsbewegung. Die ausgebildete Dreiecksformation dürfte vorerst im Blickpunkt stehen, welche in der Mitte durch die 13.135/.170 in zwei Hälften unterteilt wird.
  • Oberhalb bleibt die Spanne über die .215/.245/.275 und nachfolgend zur .300 und .320 aktiviert. Darüber würde sich das Bild in den nächsten Cluster .460/.500 aufhellen.
  • Unterhalb können die Bären weiterhin kleine Akzente zur .075 und .050 setzen. Darunter folgen .020/13k und im zweiten Schritt 12.950 und die wichtige .850/.820. Erst bei Bruch würde sich das Bild wieder eintrüben.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.135/.170 > 13.215 > 13.245 > 13.275 > 13.300 > 13.320 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 13.075/.050 > 13.030 > 13k > 12.950 > 12.850/.820 > 12.765 > 12.715 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Der Blick durch die Charts…

Der Wechsel in den Monat November war durch sehr viel Dynamik geprägt. Starke Impulsgeber ausgenommen, könnte in der kommenden Woche etwas mehr Ruhe einkehren. Wenige Daten aus der Wirtschaft und der Kleine Verfallstermin dürften begrenzend auf den DAX einwirken. Der größte Unsicherheitsfaktor ist und bleibt Corona und die Diskussion zu den (weiteren?) Lockdown-Beschränkungen/ Lockerungen.

Positionierungen zum Kleinen Verfallstermin
Positionierungen zum Kleinen Verfallstermin

Blicken wir auf einige Chartbilder…

Wir beginnen mit dem Blick zum S&P500 Wochenchart, wo in der vergangenen Woche zum fünften Mal die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops getestet werden konnte. Die letzten vier Abpraller leiteten im Anschluss über mehrere Wochen eine Schwächephase ein. Diesmal ebenso? Oder siegt die Saisonalität? Im bullischen Szenario wäre wahrscheinlich kein direkter Durchbruch zu erwarten, sondern ein Hangelmodus an der Begrenzungslinie.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo zum Wochenabschluss die Ausbruchregion verteidigt werden konnte. Sie wird auch in der kommenden Woche die Weichen für den weiteren Verlauf stellen.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerzen September & Oktober stellen die ersten roten Monatskerzen seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die Techs nach der Impfstoffmeldung und folgenden Umschichtungen zum Underperformer mutierten. Die 12k dürfte eine erste Richtungsentscheidung verlangen. Die 11.6 stellt eine erste wichtige Supportzone dar.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die relative Schwäche des Nasdaq in der vergangenen Woche fällt im übergeordneten Bild gar nicht ins Gewicht. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Ein interessantes Bild gab in dieser Woche auch der japanische Nikkei ab, welcher den höchsten Stand seit 1991 erreichen konnte. Zugleich wurde die Trendbegrenzung aus 2007 erreicht und verteidigt.

Nikkei seit 1990
Nikkei seit 1990

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber nicht verteidigt werden kann. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Wochenchart, wo der Index im November im Schnelldurchgang Support- und Widerstandszone durchlaufen konnte. In der vergangenen Woche wurde die Verbindungslinie AZH und Sommerhoch getestet und verteidigt.

DAX Kursindex
DAX Kursindex

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Japan BIP Q3
    • Japan Industrieproduktion September
    • USA Empire State Manufacturing Index November
  • Dienstag:
    • USA Einzelhandelsumsatz Oktober
    • USA Industrieproduktion Oktober
  • Mittwoch:
    • Japan Handelsbilanzsaldo Oktober
    • Eurozone Verbraucherpreise Oktober
    • USA Baugenehmigungen Oktober
    • USA Baubeginne Oktober
  • Donnerstag:
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Philadelphia-Fed-Index November
    • USA Verkauf bestehender Häuser Oktober
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • BRD Erzeugerpreise Oktober
    • Eurozone Verbrauchervertrauen November

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2 aktiv..
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberhälfte wieder sehr schwungvoll negieren konnte. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Oberhalb steht die Range zur 12.6 und 13.2/13.3. Darüber folgt die Aufhellung zur 13.460/.500. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX durch die Impfstoffmeldung direkt per Gap über das mittlere Bollingerband bei 12.735 durchstarten konnte. Der gebrochene August-Abwärtstrend zwischen 12.900/.870 dürfte eine erste wichtige Supportzone darstellen.

Oberhalb bleiben die Bullen stets im Vorteil und können eine erste Range über die 13.030/.075 und .150/.165 ausbilden. Darüber bleiben der Cluster zur .265/.300/.330 aktiv. Bei Bruch sei die Gap-Zone 13.460/.500 zu nennen.

Unterhalb der 12.900/.870 steht erneut die Range zum m. Bollinger bei 12.735. Bei Bruch dürfte die Gap-Zone .670/.595 anvisiert werden. Darunter folgen bei .480/.430 die nächste größere Supportzone.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 12.870/.900 erster wichtiger Support. Oberhalb bleibt der Cluster zur 13.150/.165 aktiv. Darüber Erweiterung zur .265/.300/.330. Unterhalb stellen .735, .670/.595 und .430 die nächsten Cluster dar.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX beendete die Woche inmitten des aktiven Clusters. Die 13.030 dürfte abermals den ersten Support darstellen.
  • Oberhalb können die Bullen eine erste Range über die .075 zur .150/.165 ausbilden. Darüber wird abermals die Spanne über die .245 zur .300 und .330 aktiviert.
  • Unterhalb könnten die Bären den ersten relevanten Support über die 13k/.950 zur .880 anvisieren. Bei Bruch würde sich das Bild wieder eintrüben. Über die .850 dürfte es dann weiter zur .775/.735 gehen.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.150/.165 > 13.245 > 13.265 > 13.300 > 13.330 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 13.075 > 13.030 > 13k > 12.950 > 12.880 > 12.850 > 12.775 > 12.735 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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Welche Seite ist am Bluffen?

Es waren zwei besondere Wochen an den Börsen. Aufgrund der ausufernden Coronainfektionen und den folgenden neuen Lockdowns gab es einen herben Abverkauf zu verkraften, welcher im Umfeld der US-Wahl jedoch wieder komplett ausgebügelt werden konnte. Zuerst wurden bullische Umkehrformationen ausgelassen, nun mussten die Bären ihre Doppeltopträume beerdigen. Welche Seite ist am Bluffen? Die Bullen, die auf die Saisonalität pochen (November/ Dezember sind starke Monate) und trotz Coronapandemie auch in diesem Jahr eine Jahresendrally einfordern? Oder sind es die Bären, welche die von Unsicherheit geprägten Corona-Wintermonate zu gerne für sich nutzen möchten?

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen wieder mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren, wo sich seit 30 Jahren ein interessantes Muster herausgebildet hat. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 ist nun um 3.540 nochmals identisch nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar und würde sehr gut in das übergeordnete Muster passen.

S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?
S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?

Ergänzend zum vorangegangenen Bild folgt der Blick in den kleineren S&P500 Wochenchart, wo in der bereits erwähnten übergeordneten Widerstandszone auch die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops verläuft. Eine Doppeltop-Chance haben die Bären in der US-Wahlwoche nicht nutzen können und so bleibt die Oberkante des Broadening-Tops (3.600) weiter im Blickpunkt. Die Bären brauchen hingegen den Bruch durch die 3.200.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerzen September & Oktober stellen die ersten roten Monatskerzen seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die starke Rally vom Frühjahr bis über den 2009-er Hausse-Aufwärtstrendkanal führte und anschließend weiter beschleunigte. Das mittlere Bollingerband (grau) konnte während der Rally stets eine Sicherung vor einer möglichen Korrektur darstellen und führte die Rally wie an einer Perlenschnur nach oben. Im September wurde dieses Muster beendet und das m. Bollinger durchbrochen. Damit wurde der Weg zur alten Kanaloberkante geebnet, von wo sich der Nasdaq seitdem nicht mehr lösen und die bullische & bärische Formationen nicht so recht aufgreifen möchte. Der Bereich 11k/10.7 muss von den Bullen verteidigt werden, ansonsten droht eine vollendete Gipfelbildung und der Fall zurück in den 10-jährigen Trendkanal. Der sma200 bei 10k könnte dann übergeordnet wieder in den Fokus rücken. Die 11.6 stellt eine wichtige Zwischenmarke zur 12k dar. Oberhalb bleibt die 12.4 im Fokus.

Nasdaq Tageschart. Support im Blick
Nasdaq Tageschart. Support im Blick

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb würde die Spanne zur 13.2 aktiv bleiben. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn am Aktienmarkt alles schon durchgestanden wäre.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir nun bis 2015 heran. Gut zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Blicken wir weiter auf das Jahr 2020, wo in der Vorwoche eine SKS-Umkehrformation aktiviert wurde, die jedoch ihre Zielzone um 150 Punkte verfehlte. Auffällig in diesem Bild, der DAX erlebt seit Juni in jedem Monat einen Spike, welcher im Anschluss komplett wieder abverkauft wurde. Sehen wir eine Fortsetzung im Muster und aktuell nur den „November-Spike“?

DAX - Fortsetzung im Muster?
Fortsetzung im Muster?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Handelsbilanzsaldo September 
    • Eurozone sentix-Konjunkturindex November
  • Dienstag:
    • BRD ZEW-Konjunkturerwartungen November
    • Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen November
    • USA JOLTS-Stellenangebote September
  • Mittwoch:
  • Donnerstag:
    • GB BIP Q3
    • BRD Verbraucherpreise Oktober
    • Eurozone Industrieproduktion September
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Verbraucherpreise Oktober
  • Freitag:
    • Eurozone BIP Q3
    • USA Erzeugerpreise Oktober
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board November

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2 aktiv..
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberwoche wieder negieren konnte. Auch nachhaltig? Der Kombisupport bei 12.2 stellt eine erste wichtige Weichenstellung dar. Oberhalb steht eine erste Range zur 12.6 und nachfolgend die Erweiterung Richtung 13k & 13.2. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.3/13.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo die Abverkaufskerze der Vorwoche komplett negiert werden konnte. Die alte Nackenlinie der SKS-Formation könnte um 12.4 einen ersten entscheidenden Bereich darstellen.

Oberhalb könnten die Bullen zum Wochenauftakt direkt neue Akzente setzen. Über die .480/.530/.590/.610 zur wichtigen .685. Darüber würde sich das charttechnische Bild weiter aufhellen. Die .730/.765 zur .850 und .930 wären dann zu nennen.

Unterhalb der .400 steht eine erste Range zur .245 & .190. Bei Bruch folgt die Erweiterung zur 12.090 und 12k. Darunter sei der Kombisupport bei 11.880 zu nennen.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 11.8/12.2 wichtige Supportzone. Unterhalb bleiben erste Ziele zur 11.3 aktiv. Oberhalb Aufhellung zur 12.680 und nachfolgend 13.2.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tages- und Stundenchart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Zum Wochenauftakt könnte der Kombisupport aus m. Bollinger, Nackenlinie und dem ema200 zwischen .380/.400 einen ersten wichtigen Support darstellen.
  • Oberhalb bleiben die Bullen direkt am Ball und könnten eine erste Range über die .480/.530 zur .590/.610 anstreben. Darüber sei die wichtige .685 zu nennen. Bei Bruch darüber würde sich das Bild weiter aufhellen. Weitere Marken wären .730/.765/.830/.850.
  • Unterhalb der .380/.400 – insbesondere per Startkurs – könnten die Bären ihre Chance wittern und das Gap bei .330 ansteuern. Bei Bruch könnte der Cluster zur .245 & .190 aktiviert werden. Weitere Abgaben werden dann wahrscheinlich.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 12.530 > 12.590 > 12.610/.620 > 12.685 > 12.730 > 12.765 > 12.850 > 12.930/.950 > 13k > 13.030 > 13.070 > 13.100 > 13.150/.165 > 13.210/.235 > < 13.260 > 13.315 > 13.340 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.470/.450 > 11.430/.390 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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Ausblick: Unruhige Zeiten voraus

Die Börsen gerieten in der vergangenen Woche aufgrund der abermals verschärften Covid-19-Situation und den darauffolgenden Beschränkungen stark unter Druck. Im Gegensatz zur ersten Coronawelle blicken wir nicht Richtung Frühling und Sommer, sondern auf den Herbst und Winter, welche vermutlich wenig Entspannung mit sich bringen werden. In der kommenden Handelswoche stehen drei große Impulsgeber im Raum. Die US-Wahl, die FED-Sitzung und der US-Arbeitsmarktbericht. Es ist momentan sehr auffällig, dass selbst gute Nachrichten nicht aufgekauft werden.

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen wieder mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren, wo sich seit 30 Jahren ein interessantes Muster herausgebildet hat. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 ist nun um 3.540 nochmals identisch nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar und würde sehr gut in das übergeordnete Muster passen.

S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?
S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?

Ergänzend zum vorangegangenen Bild folgt der Blick in den kleineren S&P500 Wochenchart, wo in der bereits erwähnten übergeordneten Widerstandszone auch die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops verläuft. Im vergangenen Monat wurde der Hochpunkt abermals abverkauft. Die Bullen müssen nun dringend das Doppeltop innerhalb des Broadening-Tops verhindern, ansonsten droht der Bruch der 3k-er Marke.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerzen September & Oktober stellen die ersten roten Monatskerzen seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die starke Rally vom Frühjahr bis über den 2009-er Hausse-Aufwärtstrendkanal führte und anschließend weiter beschleunigte. Das mittlere Bollingerband (grau) konnte während der Rally stets eine Sicherung vor einer möglichen Korrektur darstellen und führte die Rally wie an einer Perlenschnur nach oben. Im September wurde dieses Muster beendet und das m. Bollinger durchbrochen. Damit wurde der Weg zur alten Kanaloberkante geebnet, von wo sich der Nasdaq seitdem nicht mehr lösen und mehrere bullische Formationen nicht aufgreifen konnte. Der Bereich 10.9/10.7 muss von den Bullen verteidigt werden, ansonsten droht per Doppeltop der Fall zurück in den 10-jährigen Trendkanal. Der sma200 bei 10k könnten dann übergeordnet wieder in den Fokus rücken.

Nasdaq Tageschart. Support im Blick
Nasdaq Tageschart. Support im Blick

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher auf Monatsschlussbasis nun verletzt wurde. Oberhalb würde die Spanne zur 13.2 aktiv bleiben. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn am Aktienmarkt alles schon durchgestanden wäre.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir nun bis auf bis 2015 heran. Gut zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zoomen wir weiter auf das Jahr 2020. In der vergangenen Woche wurde beim DAX eine SKS-Umkehrformation aktiviert. Bei linearer Betrachtung wäre das rechnerische Ziel um 11.3 zu finden. Bisher konnte der DAX nur sehr schwach am 38,2-er Retracement konsolidieren.

SKS-Umkehrformation
SKS-Umkehrformation

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Oktober
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Oktober
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Oktober
  • Dienstag:
    • USA Präsidentschaftswahl
    • USA Auftragseingang Industrie September
  • Mittwoch:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Oktober
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Oktober
    • USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar Oktober
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Oktober
  • Donnerstag:
    • BRD Auftragseingang Industrie September
    • Eurozone Einzelhandelsumsatz September
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fed-Zinsentscheid
  • Freitag:
    • BRD Industrieproduktion September 
    • USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar Oktober
    • USA Arbeitslosenquote Oktober

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2 aktiv..
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX über die Sommermonate in einer Seitwärtsrange oberhalb der Supportzone 12.2/11.8 befand. Pünktlich zum Monatsabschluss wurde dieser Support deutlich unterschritten, wodurch neue Signale direkt gefestigt werden. Die Bullen brauchen den Weg zurück über die 12.2, um den direkten Abwärtsdruck wieder herauszunehmen. Der Cluster zur 12.6 und nachfolgend 13.2 wäre dann wieder aktiviert.

Wichtige Marken auf Monatssicht stellen die 12.200/.150/11.870/.600 dar. Unterhalb bleibt der DAX angeschlagen mit ersten Zielen über die .470 zur .320/.265. Bei Bruch würden die 10.860/.800 als Support in den Fokus rücken. Weitere Marken wären über 10.500 die 10.270/.250.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo es mit der letzten Wochenkerze einen Abverkauf durch die wichtige Unterstützungszone gab. Die 11.470/.450 dürfte einen wichtigen ersten Wochensupport darstellen.

Oberhalb hätten die Bullen die Chance eine Zwischenerholung und Gegenbewegung einzuleiten. Die 11.6/.680 und nachfolgend die 11.8/11.870 dürften dann eine Wochenrange darstellen. Darüber wird der Weg für die Bullen bereits wieder sehr steinig.

Unterhalb bleibt der DAX angeschlagen und könnte über die 11.430/.390 weiter Richtung nächstgrößere Supportzone bei 11.320/.265 fallen. Bei Bruch drohen weitere Abgaben über die 11.1/11k zur 10.860.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 11.8/12.2 wichtige Supportzone. Unterhalb bleiben erste Ziele zur 11.3 aktiv.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX konnte nach seinem Abverkauf bisher nur sehr flach konsolidieren. Anscheinend lockt das SKS-Ziel den Kurs bereits an. Der Bereich .560/.600 bildet einen ersten relevanten Widerstand.
  • Oberhalb könnten die Bullen eine erste Range zur .680/.710 anstreben. Bei Bruch könnte zügig die .800 und nachfolgend die .850/.875 angesteuert werden, wo der Weg bereits sehr steinig werden dürfte.
  • Unterhalb bleibt die Spanne zum Vorwochentief bei 470/.450 aktiv. Bei Bruch rückt schnell das alte Gap zwischen .430 & .390 in den Blickpunkt. Die nächstgrößere Supportzone liegt bei .320/.265, wo mehr Gegenwehr zu erwarten wäre.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 11.600 > 11.680 > 11.710 > 11.800 > 11.850/.870 > 12.035 > 12.070 > 12.150 > 12.190 > 12.240/.255 > 12.380 > 12.410 > 12.470/.490 > 12.550 > 12.600 > 12.640 > 12.705 > 12.760 > 12.830 > 12.900 > 12.950 > 13k > 13.030 > 13.070 > 13.100 > 13.150/.165 > 13.210/.235 > < 13.260 > 13.315 > 13.340 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 11.560 > 11.470/.450 > 11.430/.390 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Der Marktüberblick im Video:

Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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Eine entscheidende Handelswoche?

In der vergangenen Woche gab es ein zweigeteiltes Bild an den Märkten. Die US-Indizes klammerten regungslos innerhalb ihrer (bullischen) Formationen und vermieden neue Signale; ganz voller Hoffnung auf neue Stimulusprogramme. Der DAX, auch durch den Anstieg der Corona-Fallzahlen geprägt, musste hingegen einen deutlichen Rücksetzer verarbeiten.

Die letzte Woche vor der US-Wahl steht nun ganz im Fokus der neuen BIP Q3 Daten und der EZB-Ratssitzung. Die starken Q3-Daten dürften Trumps letzten Trumpf darstellen, doch noch die Wahl etwas in seine Richtung zu bewegen. Außerdem werden die Tech-Schwergewichte Apple, Microsoft und Amazon ihre Quartalsberichte veröffentlichen. Für eine Prise Unsicherheit bleiben uns die Themen Stimulus und Corona sicherlich weiterhin erhalten.

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 ist nun um 3.540 nochmals exakt nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar. Oberhalb des alten Allzeithochs um 3.400 haben die Bullen kurzfristig weiter gute Chancen, Richtung Vormonatshoch zu laufen.

Interessanter Fakt: Würde der S&P500 bis zur US-Wahl auf 3.630 Punkte steigen, hätte er die größte Rally seiner Geschichte absolviert.

S&P500 seit 1990, jetzt mit Schwäche an der Zielzone?
S&P500 seit 1990, jetzt mit Schwäche an der Zielzone?

Ergänzend zum vorangegangenen Bild folgt der Blick in den kleineren S&P500 Wochenchart, wo in der bereits erwähnten übergeordneten Widerstandszone auch die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops verläuft. Im vergangenen Monat wurde die Oberseite getestet und im ersten Schritt abverkauft. Seitdem halten sich Bullen und Bären die Waage. Die Bären müssten auf ein Doppeltop innerhalb des Broadening-Tops setzen. Ein Unterfangen, welches die Bullen in den letzten 2 Wochen mit einer Seitwärtsbewegung untergraben haben. Pünktlich zum Wahltermin könnte eine Entscheidung nun anstehen.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerze September stellte die erste rote Monatskerze seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die starke Rally vom Frühjahr bis über den 2009-er Hausse-Aufwärtstrendkanal führte und anschließend weiter beschleunigte. Das mittlere Bollingerband (grau) konnte während der Rally stets eine Sicherung vor einer möglichen Korrektur darstellen und führte die Rally wie an einer Perlenschnur nach oben. Im September wurde dieses Muster beendet und das m. Bollinger durchbrochen. Damit wurde der Weg zur alten Kanaloberkante geebnet, welche getestet und bisher gut verteidigt werden konnte.

Gut zu erkennen sind die bullischen Formationen (iSKS mit untergeordneter bullischer Flagge) oberhalb des Haussetrendkanals. Die Bullen hätten den Retest der Nackenlinie in der vergangenen Woche dankbar aufgreifen können, doch stattdessen klammerten sie die ganze Zeit am Support. An der 11.6 müssen die Bullen nun den Ausbruch über die 11.8 wagen, um abermals schnell Richtung 12.2 und nachfolgend zum Allzeithoch zu laufen. Unterhalb wäre die iSKS zerstört und nach der 11.350 würde im 2. Schritt der GD100 bei 11k in den Fokus rücken.

Nasdaq Tageschart. Es wird geklammert.
Nasdaq Tageschart. Es wird geklammert.

Anbei noch das Bild im Dow Jones Tageschart, wo der Index ebenso eine abwartende Woche innerhalb einer bullischen Flagge absolvierte. Auch hier ähnelt sich das Bild. Die Formationen sind bullischer Natur, aber im Handel konnten sich die Indizes (bisher) nicht von der Unterseite lösen. Die kommende Woche könnte die Entscheidung bringen und eine Auflösung neue Dynamik.

Dow Jones innerhalb einer Flagge
Dow Jones innerhalb einer Flagge

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Genau diese Gegenüberstellung zoomen wir nun auf die letzten 60 Handelstage heran und erkennen, dass der DAX seit Anfang August nicht von der Stelle kommt. Die US-Indizes performten zuletzt klar besser und die Divergenz wurde wieder deutlich erhöht. Kann der DAX wieder zulegen, oder werden die US-Indizes nachgeben und sich auf einen stabilen DAX zubewegen?

Divergenz in den letzten Wochen wieder erhöht
Divergenz in den letzten Wochen wieder erhöht

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase vollendete erst das zweite Quartal und trotzdem konnte bereits wieder der Ausgangspunkt erreicht werden. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellt im Quartalschart einen ersten wichtigen Support dar. Oberhalb bleibt die Spanne zur 13.2 aktiv, welche in diesem Monat bereits abgearbeitet wurde. Darüber sei die 13.5 zu nennen. Bei nachhaltigem Bruch durch die 11.7/11.8 droht hingegen eine Eintrübung unter die 11k.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für ein starkes viertes Quartal?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn am Aktienmarkt alles schon durchgestanden wäre.

Ebenso interessant: Seit 2015 wird der DAX am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~25%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Könnte die untere Keilbegrenzung, welche genau diesen Abstand aufweist, doch nochmal in den Fokus rücken?

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Wochenchart, wo der Index in der vergangenen Woche erneut den wichtigen Kombisupport (ema200, sma100, Retracement, mittleres Bollinger) getestet hat. Bei Bruch könnte ein dynamischer Abverkauf eingeleitet werden.

DAX Kursindex erneut am Support
DAX Kursindex erneut am Support

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD ifo-Geschäftsklimaindex Oktober
    • USA Chicago Fed National Activity Index September
  • Dienstag:
    • USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter September
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board Oktober
    • USA Richmond Fed Manufacturing Index Oktober
  • Mittwoch:
    • USA Handelsbilanz für Waren September
  • Donnerstag:
    • BRD Arbeitslosenzahl Oktober 
    • Eurozone Wirtschaftsstimmung Oktober
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA BIP Q3 (1. Veröffentlichung)
    • Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • BRD Verbraucherpreise Oktober
  • Freitag:
    • BRD BIP Q3 (1. Veröffentlichung)
    • BRD Einzelhandelsumsatz September
    • Eurozone Verbraucherpreise Oktober
    • Eurozone BIP Q3 (1. Veröffentlichung)
    • USA Konsumklima Uni Michigan Oktober

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX oberhalb der 12.1 mit einer Range zur 13.2. Unterhalb steht die 11.7 im Fokus, welche beim Bruch die Tür zur 10.3 öffnen könnte. Oberhalb der 13.2 bleibt das Panic-Gap bei 13.500 das Ziel.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar). Der DAX erlebte zum Jahresbeginn einen Abverkauf von 40 Prozent, wo auch die Verbindungslinie der letzten Bärenmärkte verletzt wurde und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung bei 8.250 letztendlich vorerst Halt bot. Die Stabilisierung oberhalb der 9k auf Monatsschlussbasis ermöglichte den Beginn der scharfen Rally, welche mit +63% in dieser kurzen Zeit einen neuen Börsenrekord aufstellte.

Nach überwinden der 11.6 hellte sich das Bild zur 12.1/12.2 auf. Oberhalb war und bleibt die Gap-Zone 13.240/.500 (Corona-Panic-Gap) aktiv, welche nun bereits abgearbeitet wurde. Die letzten Monatskerzen konnten ihren Hochpunkt nie verteidigen bzw. wurden sogar heftig abverkauft. Hinweise für eine Gipfelbildung? Die Gipfelphasen der letzten fünf Jahre benötigten stets mindestens drei Monate. Eine Entscheidung wäre fällig.

Auf Monatssicht stellen nach der .490 die Vormonatstiefpunkte bei 12.365/.340 eine erste wichtige Unterstützung dar, welche in der vergangenen Handelswoche vollständig angelaufen werden konnten. Darunter folgt mit der 12.230/.206 eine harte Supportzone aus GD38 und mittlerem Bollingerband. Unterhalb sind die 11.950/.845/.680 zu nennen. Bei nachhaltigem Bruch droht der Fall Richtung GD200 um 10.700. Oberhalb der 13.165 bleibt hingegen die Range über die .235/.315 zur .460/.500 aktiv.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX oberhalb der 12.2 mit einer neutralen Range über die 12.9 zur 13.2. Darüber bleibt die 13.500 die Zielzone
  • Widerstände: 12.600/.640 > 12.700 > 12.760 > 12.830 > 12.900 > 12.950 > 13k > 13.030 > 13.100 > 13.150/.165 > > 13.235 > 13.315 > 13.360 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 12.490/.470 > 12.415 > 12.365/.340 > 12.255 > 12.230/.206 > 12.140 > 12.095 > 12k > 11.950 > 11.845 > 11.680 > 11.600 > 11.550 > 11.447 > 11.410 > 11.370 > 11.266 > 11.245 > 11.125 > 11.030 > 10.860 > 10.770/.730 > 10.560/.525 > 10.425 > 10.370/.330 > 10.200/.100 > 10.040 > 9.700 > 9.320 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250/8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX nach viermaligem Test des mittleren Bollingerbands in der vergangenen Woche durchgerutscht ist und direkt bis auf das Vormonatstief bei .340 gefallen ist. Im weiteren Verlauf gelang eine Stabilisierung und ein deutliches absetzen von diesem Tief, was durchaus für einen stabilen nächsten Wochenverlauf sprechen würde. Das mittlere Bollingerband um .690 dürfte direkt zum Auftakt im Fokus stehen.

Oberhalb können die Bullen eine erste Range über die .760 zur .830 ausbilden, wo eine erste Bewährungsprobe auf die Bullen wartet. Darüber würde sich das Bild wieder zur .900/.950 und nachfolgend 13k/13.030 aufhellen. Weitere Marken wären die 13.100/.165.

Unterhalb der 12.690 könnten die Bären einen ersten Rücksetzer anvisieren. Die .640/.600 stellen eine erste Zone dar. Gefolgt vom Bereich .560/.540 und .490/.470, wo die Bullen schon deutlicher Gegenwehr zeigen könnten. Bei Bruch würden abermals die .415/.365/.340 in den Fokus rücken, die bei einem erneuten Anlaufen vermutlich nicht verteidigt werden können. Ein Durchrutschen Richtung 12.255 & 12.230/.206 wäre dann wahrscheinlich. Darunter sei die .140 zu nennen.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • Oberhalb der 12.2 bleiben die Bullen stets im Vorteil.
  • Widerstände: 12.640 > 12.690 > 12.760 > 12.830 > 12.900 > 12.950 > 13k > 13.030 > 13.070 > 13.100 > 13.150/.165 > 13.210/.235 > < 13.260 > 13.315 > 13.340 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 12.600 > 12.560/.540 > 12.490/.470 > 12.415 > 12.365/.340 > 12.255 > 12.230/.206 > 12.140 > 12.095 > 12k > 11.950 > 11.825 > 11.680 > 11.600 > 11.540 > 11.447 > 11.390 > 11.290 > 11.125 > 11.075/.030 > 10.985/.925 > 10.880 > 10.760/.740 > 10.700 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.045 > 9.840 > 9.700 > 9.627 > 9.520 > 9.320 > 9.200 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tages- und Stundenchart:

  • Im Gegensatz zur Wochenkerze konnte die Tageskerze „Freitag“ keinen guten Abschluss hinlegen. Die Bären könnten ihre Chance darin sehen und den ersten Akzent in der neuen Woche setzen. Der ema100 bei .640 könnte direkt von Relevanz sein.
  • Oberhalb könnten die Bullen das Vortageshoch anvisieren und eine Range über die .690/.730 zur .760 anstreben. Der bullische Weg dürfte in dieser Zone bereits steinig werden. Darüber dürfte der Cluster zum mittleren Bollingerband bei .830 aktiviert werden.
  • Unterhalb der .640 wäre eine erste Spanne über die .600 zur .560/.540 aktiv. Die Bullen könnten hier erste stärkere Gegenwehr wagen. Bei Bruch folgen hingegen .510/.490/.470 und darunter der wichtige Support am ema200 bei .415.

Zusätzlich relevante Marken im Tageschart.

  • Widerstände: 12.640 > 12.690 > 12.760 > 12.830/.850 > 12.900 > 12.950 > 13k > 13.030 > 13.070 > 13.100 > 13.150/.165 > 13.210/.235 > 13.260 > 13.315 > 13.340 > 13.460 > 13.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 12.600 > 12.560/.540 > 12.510/.490/.470 > 12.415 > 12.365/.340 > 12.255 > 12.230/.206 > 12.140 > 12.095 > 12k > 11.950 > 11.825 > 11.680 > 11.600 > 11.550 > 11.460 > 11.430/.390 > 11.245/.230 > 11.195/.185 > 11.125 > 11.075/.030 > 10.985/.950/.925 > 10.860 > 10.760/.740 > 10.700 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.390/.330 > 10.260 > 10.165 > 10.135/.100 > 10.045 > 9.985 > 9.840 > 9.700 > 9.627 > 9.460 > 9.320 > 9.050/8.970 > 8.685 > 8.400 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k

Die Analyse im Detail, sowie zusätzliche Informationen, gibt es wie immer im Video am Ende des Beitrags. 

Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Der Marktüberblick im Video:

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