Jahresendrally in Gefahr?

Die Märkte waren in der vergangenen Woche zweigeteilt. Die US-Indizes stärker mit abermals mehreren neuen Allzeithochständen; der DAX zurückhaltend mit nicht geglücktem bullischen Ausbruchversuch. Eine Gefahr für die erhoffte Jahresendrally?

Die letzten beiden Handelswochen bis zu den Feiertagen werden von drei größeren Unsicherheitsfaktoren begleitet. Die Brexit-Verhandlungen, welche in der nächsten Woche wohl eine Entscheidung mit sich bringen könnten. Das neue US-Stimuluspaket, wo es bis Mitte Dezember auch noch eine Einigung geben müsste, aber vor allem die letzten beiden Notenbanktermine der EZB & FED. Die Hoffnungen auf Lockerungen und eine Schwächung des Euros (18-Monatshoch) sind groß.

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Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder der Indizes

Wir beginnen mit dem Blick zum S&P500 Wochenchart, wo beim sechsten Test die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops verletzt werden konnte. Können die Bullen den Ausbruch in der kommenden Woche bestätigen, oder sendet der untergeordnete stark steigende Keil eine Warnung für einen möglichen Fehlausbruch?

S&P500 Ausbruch oder Fehlausbruch?
S&P500 Ausbruch oder Fehlausbruch?

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo die 3.700 und 3.685 wichtige Unterstützungen darstellen. Bei Fall zurück droht ein Fehlausbruchszenario mit Anlaufmarken bei 3.645/3.590. Oberhalb der 3.700 wird die Rally hingegen Richtung 3.730/3.750 fortgesetzt.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. auch der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) von 2009 wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals wurde nun seit vier Monaten getestet und verteidigt. Ein erneuter Test würde bei 11.2 verlaufen. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter stets in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen und einen großen Gipfel vollenden.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo im Wochenverlauf das neue Allzeithoch verteidigt werden konnte. Oberhalb bestehen weitere Anstiegschancen Richtung 2019-er Verbindungslinie. Unterhalb würden .330 & .190 in den Blickpunkt rücken. Bei Durchbruch droht die Gipfelvollendung.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber bisher nicht nachhaltig überwunden werden konnte. Ein Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb der Supportzone dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für den Wechsel Q4 2020/Q1 2021? Die Bullen brauchen einen möglichst hohen Quartalsschluss deutlich oberhalb der 13.2.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX (Performanceindex) seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Behält dieses Muster auch während der positiven Saisonalität Gültigkeit? Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen. Ein Durchbrechen des Musters könnte hingegen die Bullen nochmals beflügeln. Die obere Keilbegrenzung verläuft bei 14.5 steigend.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Monatschart für die letzten 20 Jahre, wo der DAX nicht nur seit 5 Jahren Probleme hat neue Höchststände zu halten, sondern sogar weiterhin auf dem 2000-er Niveau der Dotcom-Bubble notiert.

DAX Kursindex seit 20 Jahren
DAX Kursindex seit 20 Jahren – onvista.com

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • China Handelsbilanzsaldo November
    • BRD Industrieproduktion Oktober
    • Eurozone sentix-Konjunkturindex Dezember
  • Dienstag:
    • Japan BIP Q3
    • Eurozone BIP Q3
    • BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Dezember
    • Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Dezember
  • Mittwoch:
    • USA JOLTS-Daten Oktober
  • Donnerstag:
    • Eurozone EZB-Zinsentscheid 
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Verbraucherpreise November
  • Freitag:
    • BRD Verbraucherpreise November
    • USA Erzeugerpreise November
    • USA Konsumklima Uni Michigan Dezember

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2/13.3 aktiv. Darüber würde sich über die .460/.500 die Tür zum AZH öffnen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober im November wieder sehr schwungvoll negieren konnte und erneut an den Höchstständen aus dem Sommer notiert. Erste Unterstützungen bilden die 13.150/.035 und nachfolgend die 12.8/12.6. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Unterhalb sei die 11.830 zu nennen. Bei Bruch folgt die 11.6, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird. Oberhalb der 13.2/13.3 folgt die Aufhellung zur 13.460/.500 und nachfolgend über die .640 zum AZH.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6/12.8 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX einen Ausbruchversuch über die Trendbegrenzung Allzeithoch/ Sommerhoch unternommen hat und nicht in den Wochenschluss verteidigen konnte. Die 13.300 stellt somit weiterhin eine umkämpfte und relevante Marke dar.

Oberhalb bleiben die Bullen am Drücker und können eine Range über die 13.335/.365/.385 und .445/.460/.500 ausbilden. Darüber sei die .585/.640 zu nennen.

Unterhalb könnten die Bären hingegen ersten Druck ausüben und eine Spanne zur .215 ausbilden. Es folgt der Bereich 13.170/.130, bevor eine Eintrübung zur 13.035 einsetzt. Darunter droht nach der 12.950 der Test des mittleren Bollinger bei 12.830.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 13.300 im Fokus. Oberhalb können die Bullen nochmals in den Cluster .460/.500 vorrücken. Unterhalb sind die .215/.130/.035 als erste Marken zu nennen.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX konnte sich im Wochenverlauf trotz starker US-Indizes nicht von der Ausbruchzone 13.300 absetzen. Dieser Bereich wird auch in der neuen Woche die ersten Weichen stellen.
  • Oberhalb bleibt eine erste Range über .335 zur .360 aktiv. Darüber folgt die Erweiterung zur .385/.435 und .460, welche jedoch zwei Handelstage in Anspruch nehmen dürfte.
  • Unterhalb wäre eine erste Range über .275 zur .245 aktiv, wo am Montag auch das mittleren Bollinger verlaufen dürfte. Darunter droht die Erweiterung über die .215 zur 13.170/.125. Darunter die Erweiterung zur 13.035.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.300 > 13.335 > 13.360/.385 > 13.435 > 13.460 > 13.500 > 13.585 > 13.600 > 13.640 > 13.750 > 13.795
  • Unterstützungen: 13.275 > 12.245/.225 > 13.215/.205 > 13.170 > 13.125 > 13.035 > 13k > 12.950 > 12.860/.820 > 12.765 > 12.715 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Folgt nun die Jahresendrally?

Am kommenden Montag wird der November abgeschlossen und die Märkte starten in den letzten Monat von diesem besonderen Jahr 2020. Die November-Performance der US-Indizes konnte (bisher) langjährige Rekorde brechen. Die Erwartungen auf Fortführung der Saisonalität und eine Jahresendrally als Sahnehäubchen obendrauf bleiben ungeachtet bestehen. Oder ist diese ausufernde Gier im hoffentlich letzten Corona-Winter doch zu extrem und damit ein gefährlicher Kontraindikator?

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CNN Fear & Greed Index
Fear & Greed Index – CNN.com
Put-Call-Ratio sehr Call-lastig
Put-Call-Ratio sehr Call-lastig – zerohedge.com

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder der Indizes

Wir beginnen mit dem Blick zum S&P500 Wochenchart, wo zum fünften Mal die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops getestet werden konnte. Die letzten vier Abpraller leiteten im Anschluss über mehrere Wochen eine Schwächephase ein. Während der positiven Saisonalität konnte der S&P500 in eine Art Hangelmodus an der Begrenzungslinie übergehen. Schaffen die Bullen trotzdem noch den Durchbruch, oder folgt schlussendlich Abpraller Nummer 5?

S&P500 im Hangelmodus an der Trendlinie
S&P500 im Hangelmodus an der Trendlinie

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo der Index an der Oberkante seiner Konsolidierungsformation notiert. Bereits der Wochenauftakt könnte für erste Entscheidungen sorgen.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. auch der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) von 2009 wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals wird nun seit vier Monaten verteidigt. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter stets in der Hand, allerdings fehlen ebenso die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo der Wochenauftakt ebenso für frühe Entscheidungen sorgen könnte. Eine erste Range wäre zwischen 12.2 und .310 zu finden. Oberhalb ruft das Allzeithoch, unterhalb Abgaben zum mittleren Bollingerband und nachfolgend der Gap-Zone.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die relative Schwäche des Nasdaq in der vergangenen Woche fällt im übergeordneten Bild gar nicht ins Gewicht. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber bisher nicht nachhaltig verteidigt werden konnte. Ein Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb der Supportzone dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für den Wechsel Q4 2020/Q1 2021? Die Bullen brauchen einen möglichst hohen Quartalsschluss deutlich oberhalb der 13.2.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX (Performanceindex) seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Behält dieses Muster auch während der positiven Saisonalität Gültigkeit? Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen. Ein Durchbrechen des Musters könnte hingegen die Bullen nochmals beflügeln.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Monatschart für die letzten 20 Jahre, wo der DAX nicht nur seit 5 Jahren Probleme hat neue Höchststände zu halten, sondern sogar weiterhin auf dem 2000-er Niveau der Dotcom-Bubble notiert.

DAX Kursindex seit 20 Jahren
DAX Kursindex seit 20 Jahren – onvista.com

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Monatsabschluss
    • China CFLP Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • Japan Industrieproduktion Oktober
    • BRD Verbraucherpreise November
    • USA Schwebende Hausverkäufe Oktober  
  • Dienstag:
    • China Caixin Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • BRD Arbeitslosenzahl November
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November 
    • Eurozone Verbraucherpreise (Vorabschätzung) November
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
  • Mittwoch:
    • BRD Einzelhandelsumsatz Oktober 
    • Eurozone Arbeitslosenquote Oktober
    • USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar November 
    • USA Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
    • USA FED Beige Book
  • Donnerstag:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
    • Eurozone Einzelhandelsumsatz Oktober
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
  • Freitag:
    • BRD Auftragseingang Industrie Oktober
    • USA Neugeschaffene Stellen ex Agrar November in Tsd
    • USA Arbeitslosenquote November
    • USA Durchschnittliche Stundenlöhne November
    • USA Auftragseingang Industrie Oktober

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2/13.3 aktiv. Darüber würde sich über die .460/.500 die Tür zum AZH öffnen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober im November wieder sehr schwungvoll negieren konnte. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Oberhalb steht die Range zur 12.6/12.8 und 13.2/13.3. Darüber folgt die Aufhellung zur 13.460/.500 und zum AZH. Unterhalb sei die 11.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird.

Ein hoher Monatsabschluss (Montag) könnte die Hoffnungen auf das AZH im Dezember am Leben halten.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6/12.8 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX direkt an der Trendbegrenzung Allzeithoch/ Sommerhoch die Woche beendet hat. Die 13.300 stellt somit eine erste relevante Marke dar.

Oberhalb bleiben die Bullen am Drücker und können eine Range über die 13.335/.365/.400 und .460/.500 ausbilden. Darüber sei die .580/.600/.640 zu nennen.

Unterhalb könnten die Bären hingegen ersten Druck ausüben und eine Spanne zur .215 ausbilden. Es folgt der Bereich 13.170/.130, bevor eine Eintrübung zur .085/.035 einsetzt. Darunter droht nach der 12.950 der Test der großen Supportzone um .850.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 13.300 im Fokus. Oberhalb können die Bullen in den Cluster .460/.500 vorrücken. Unterhalb könnte eine bärische Woche mit ersten Zielen um .170/.130 und nachfolgend .085/.035 eröffnet werden.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX dürfte bei stabilem Start eine erste Range zwischen .300 & .365 ausbilden.
  • Oberhalb könnten die Bullen direkt weitere Akzente zur .400 setzen. Bei Durchbruch wird die Spanne zur .460/.500 aktiviert.
  • Unterhalb könnte nach der .275 die .235/.215 zügig angelaufen werden. Bei Bruch folgt eine erste Eintrübung zur 13.170/.130. Darunter droht die Erweiterung zur 13.085.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.335/.365 > 13.400 > 13.460/.500 > 13.580 > 13.600 > 13.640 > 13.750 > 13.795
  • Unterstützungen: 13.300 > 13.275 > 13.235/.215 > 13.170/.130 > 13.085 > 13.035 > 13k > 12.950 > 12.860/.830 > 12.765 > 12.715 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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Allgemeiner Hinweis:

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Das letzte Kräftemessen…

…zwischen Bullen und Bären in diesem Jahr dürfte uns nun bevorstehen. Die Bullen hoffen auch im Jahr der Pandemie auf eine Jahresendrally und nochmals neue Allzeithochstände. Die Bären fordern hingegen, aufgrund neuer Beschränkungen und zurückgehender wirtschaftlicher Aktivität, Aufmerksamkeit ein. Welche Seite wird diesen letzten Kampf für sich entscheiden können?

In der nun anstehenden Handelswoche werden sich die US-Börsen bereits ab Mittwochabend in die Thanksgiving-Feierlichkeiten verabschieden. Einige starke Impulsgeber werden trotzdem für Spannung sorgen.

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren, wo sich seit 30 Jahren ein interessantes Muster herausgebildet hat. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 wäre nun nochmals identisch nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar und würde sehr gut in das übergeordnete Muster von 1990 passen. Eine Entscheidung dürfte Anfang 2021 zu erwarten sein.

S&P500 seit 1990, Fortsetzung im großen Muster?
S&P500 seit 1990, Fortsetzung im großen Muster?

Ergänzend dazu der Blick zum S&P500 Wochenchart, wo zum fünften Mal die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops getestet werden konnte. Die letzten vier Abpraller leiteten im Anschluss über mehrere Wochen eine Schwächephase ein. Diesmal ebenso? Oder siegt die Saisonalität? Im bullischen Szenario wäre wahrscheinlich kein direkter Durchbruch zu erwarten, sondern ein Hangelmodus an der Begrenzungslinie.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo zum Wochenabschluss die Ausbruchregion verteidigt werden konnte. Sie wird auch in der kommenden Woche die Weichen für den weiteren Verlauf stellen.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. auch der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals wird nun seit vier Wochen verteidigt. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die Techs nach den Impfstoffmeldungen und folgenden Umschichtungen abwartender agieren. Der Bereich 11.7/12.2 stellt eine neutrale Zone in der Dreieckskonsolidierung dar.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die relative Schwäche des Nasdaq in der vergangenen Woche fällt im übergeordneten Bild gar nicht ins Gewicht. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Ein interessantes Bild zeigt auch der japanische Nikkei, welcher den höchsten Stand seit 1991 erreichen konnte. Zugleich wurde die Trendbegrenzung aus 2007 erreicht und seit 2 Wochen verteidigt. Oberhalb dürfte eine Rallybeschleunigung einsetzen, unterhalb empfindliche Rücksetzer folgen.

Nikkei seit 1990
Nikkei seit 1985

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber nicht verteidigt werden kann. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb der Supportzone dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021? Die Bullen brauchen einen möglichst hohen Quartalsschluss deutlich oberhalb der 13.2.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen. Ein Durchbrechen durch das Muster könnte hingegen die Bullen, passend zur Saisonalität, stark beflügeln.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Wochenchart, wo der Index im November im Schnelldurchgang Support- und Widerstandszone durchlaufen konnte. In den vergangenen zwei Wochen wurde die Verbindungslinie AZH und Sommerhoch getestet und verteidigt. Eine Richtungsentscheidung bannt sich auch hier an.

DAX Kursindex
DAX Kursindex

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
    • Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe November 
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor November 
  • Dienstag:
    • BRD BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
    • BRD ifo-Geschäftsklimaindex November
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board November
  • Mittwoch:
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Oktober
    • USA BIP Q3 (2. Veröffentlichung)
    • USA Konsumklima Uni Michigan November
    • USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • Feiertag USA – Thanksgiving
    • BRD GfK-Konsumklima für Dezember
    • Eurozone EZB-Protokoll
  • Freitag:
    • Verkürzter Börsenhandel USA
    • Frankreich BIP Q3 2. Veröffentlichung

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2/13.3 aktiv. Darüber würde sich die Tür zum AZH öffnen.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberhälfte wieder sehr schwungvoll negieren konnte. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Oberhalb steht die Range zur 12.6 und 13.2/13.3. Darüber folgt die Aufhellung zur 13.460/.500. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Ein hoher Monatsabschluss (übernächste Woche) könnte die Jahresendrally befeuern, ein Bruch durch die 12.6 hingegen die Bären wecken.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX eine enge, neutrale Spanne innerhalb der Vorwochenrange ausgebildet hat. Der gebrochene August-Abwärtstrend bei ca. 12.850 (fallend) dürfte eine erste wichtige Supportzone darstellen.

Oberhalb bleiben die Bullen stets im Vorteil und können eine erste Range über die 13.030/.075 und .135/.170 ausbilden. Darüber bleibt der Cluster zur .215/.275/.300/.320 aktiv. Bei Bruch sei die Gap-Zone 13.460/.500 zu nennen.

Unterhalb der 12.850 trübt sich das Bild nach dem m. Bollinger zur Gap-Zone .670/.595 ein. Darunter folgt bei .480/.430 die nächste größere Supportzone.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 12.850 erster wichtiger Support. Oberhalb bleibt der Cluster zur 13.135/.170 aktiv. Darüber Erweiterung zur .215/.275/.300/.320. Unterhalb stellen .670/.595 und .480/.430 die nächsten Cluster dar.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX konsolidierte in der gesamten letzten Woche die letzte Anstiegsbewegung. Die ausgebildete Dreiecksformation dürfte vorerst im Blickpunkt stehen, welche in der Mitte durch die 13.135/.170 in zwei Hälften unterteilt wird.
  • Oberhalb bleibt die Spanne über die .215/.245/.275 und nachfolgend zur .300 und .320 aktiviert. Darüber würde sich das Bild in den nächsten Cluster .460/.500 aufhellen.
  • Unterhalb können die Bären weiterhin kleine Akzente zur .075 und .050 setzen. Darunter folgen .020/13k und im zweiten Schritt 12.950 und die wichtige .850/.820. Erst bei Bruch würde sich das Bild wieder eintrüben.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.135/.170 > 13.215 > 13.245 > 13.275 > 13.300 > 13.320 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 13.075/.050 > 13.030 > 13k > 12.950 > 12.850/.820 > 12.765 > 12.715 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

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Der Blick durch die Charts…

Der Wechsel in den Monat November war durch sehr viel Dynamik geprägt. Starke Impulsgeber ausgenommen, könnte in der kommenden Woche etwas mehr Ruhe einkehren. Wenige Daten aus der Wirtschaft und der Kleine Verfallstermin dürften begrenzend auf den DAX einwirken. Der größte Unsicherheitsfaktor ist und bleibt Corona und die Diskussion zu den (weiteren?) Lockdown-Beschränkungen/ Lockerungen.

Positionierungen zum Kleinen Verfallstermin
Positionierungen zum Kleinen Verfallstermin

Blicken wir auf einige Chartbilder…

Wir beginnen mit dem Blick zum S&P500 Wochenchart, wo in der vergangenen Woche zum fünften Mal die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops getestet werden konnte. Die letzten vier Abpraller leiteten im Anschluss über mehrere Wochen eine Schwächephase ein. Diesmal ebenso? Oder siegt die Saisonalität? Im bullischen Szenario wäre wahrscheinlich kein direkter Durchbruch zu erwarten, sondern ein Hangelmodus an der Begrenzungslinie.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Ergänzend dazu noch der S&P500 Tageschart, wo zum Wochenabschluss die Ausbruchregion verteidigt werden konnte. Sie wird auch in der kommenden Woche die Weichen für den weiteren Verlauf stellen.

S&P500 Tageschart
S&P500 Tageschart

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerzen September & Oktober stellen die ersten roten Monatskerzen seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die Techs nach der Impfstoffmeldung und folgenden Umschichtungen zum Underperformer mutierten. Die 12k dürfte eine erste Richtungsentscheidung verlangen. Die 11.6 stellt eine erste wichtige Supportzone dar.

Nasdaq Tageschart
Nasdaq Tageschart

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die relative Schwäche des Nasdaq in der vergangenen Woche fällt im übergeordneten Bild gar nicht ins Gewicht. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Ein interessantes Bild gab in dieser Woche auch der japanische Nikkei ab, welcher den höchsten Stand seit 1991 erreichen konnte. Zugleich wurde die Trendbegrenzung aus 2007 erreicht und verteidigt.

Nikkei seit 1990
Nikkei seit 1990

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb bleibt die neutrale Spanne zur 13.2 aktiv, welche seit Juni regelmäßig getestet wird, aber nicht verteidigt werden kann. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen. Oberhalb folgt nach der .460/.500 das AZH.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX seit 2015 seine Höchststände nicht halten.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir daher bis auf 2015 heran. Nun besser zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Zum Abschluss dieser Reihe der Blick zum DAX Kursindex im Wochenchart, wo der Index im November im Schnelldurchgang Support- und Widerstandszone durchlaufen konnte. In der vergangenen Woche wurde die Verbindungslinie AZH und Sommerhoch getestet und verteidigt.

DAX Kursindex
DAX Kursindex

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Japan BIP Q3
    • Japan Industrieproduktion September
    • USA Empire State Manufacturing Index November
  • Dienstag:
    • USA Einzelhandelsumsatz Oktober
    • USA Industrieproduktion Oktober
  • Mittwoch:
    • Japan Handelsbilanzsaldo Oktober
    • Eurozone Verbraucherpreise Oktober
    • USA Baugenehmigungen Oktober
    • USA Baubeginne Oktober
  • Donnerstag:
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Philadelphia-Fed-Index November
    • USA Verkauf bestehender Häuser Oktober
  • Freitag:
    • Kleiner Verfallstermin
    • BRD Erzeugerpreise Oktober
    • Eurozone Verbrauchervertrauen November

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2 aktiv..
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberhälfte wieder sehr schwungvoll negieren konnte. Der Kombisupport bei 12.2 stellt mit der 12.4 eine erste wichtige Supportzone dar. Oberhalb steht die Range zur 12.6 und 13.2/13.3. Darüber folgt die Aufhellung zur 13.460/.500. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2/13.3. Darüber Aufhellung zur 13.460/.500 & AZH.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo der DAX durch die Impfstoffmeldung direkt per Gap über das mittlere Bollingerband bei 12.735 durchstarten konnte. Der gebrochene August-Abwärtstrend zwischen 12.900/.870 dürfte eine erste wichtige Supportzone darstellen.

Oberhalb bleiben die Bullen stets im Vorteil und können eine erste Range über die 13.030/.075 und .150/.165 ausbilden. Darüber bleiben der Cluster zur .265/.300/.330 aktiv. Bei Bruch sei die Gap-Zone 13.460/.500 zu nennen.

Unterhalb der 12.900/.870 steht erneut die Range zum m. Bollinger bei 12.735. Bei Bruch dürfte die Gap-Zone .670/.595 anvisiert werden. Darunter folgen bei .480/.430 die nächste größere Supportzone.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 12.870/.900 erster wichtiger Support. Oberhalb bleibt der Cluster zur 13.150/.165 aktiv. Darüber Erweiterung zur .265/.300/.330. Unterhalb stellen .735, .670/.595 und .430 die nächsten Cluster dar.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Der DAX beendete die Woche inmitten des aktiven Clusters. Die 13.030 dürfte abermals den ersten Support darstellen.
  • Oberhalb können die Bullen eine erste Range über die .075 zur .150/.165 ausbilden. Darüber wird abermals die Spanne über die .245 zur .300 und .330 aktiviert.
  • Unterhalb könnten die Bären den ersten relevanten Support über die 13k/.950 zur .880 anvisieren. Bei Bruch würde sich das Bild wieder eintrüben. Über die .850 dürfte es dann weiter zur .775/.735 gehen.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 13.150/.165 > 13.245 > 13.265 > 13.300 > 13.330 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 13.075 > 13.030 > 13k > 12.950 > 12.880 > 12.850 > 12.775 > 12.735 > 12.670 > 12.595 > 12.530 > 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.450 > 11.415 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart

Im Trading-Chat werdet ihr über die charttechnischen Veränderungen stets aktuell informiert.

Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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Welche Seite ist am Bluffen?

Es waren zwei besondere Wochen an den Börsen. Aufgrund der ausufernden Coronainfektionen und den folgenden neuen Lockdowns gab es einen herben Abverkauf zu verkraften, welcher im Umfeld der US-Wahl jedoch wieder komplett ausgebügelt werden konnte. Zuerst wurden bullische Umkehrformationen ausgelassen, nun mussten die Bären ihre Doppeltopträume beerdigen. Welche Seite ist am Bluffen? Die Bullen, die auf die Saisonalität pochen (November/ Dezember sind starke Monate) und trotz Coronapandemie auch in diesem Jahr eine Jahresendrally einfordern? Oder sind es die Bären, welche die von Unsicherheit geprägten Corona-Wintermonate zu gerne für sich nutzen möchten?

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder…

Wir beginnen wieder mit dem Blick in den US-Markt zum S&P500 als großen Quartalschart seit den 1990-er Jahren, wo sich seit 30 Jahren ein interessantes Muster herausgebildet hat. Die Dimension (Ausdehnung nach Zuwachs & Zeit) der Anstiegsbewegung bis zur Dotcom-Bubble 2000 ist nun um 3.540 nochmals identisch nachgebildet worden (10 Jahre Expansion – 10 Jahre Korrektur – 10 Jahre Expansion – Fortsetzung im Muster?). Die Marke 1.500 stellt im übergeordneten Bild einen Schlüsselsupport dar und würde sehr gut in das übergeordnete Muster passen.

S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?
S&P500 seit 1990, Mit Schwäche an der großen Zielzone?

Ergänzend zum vorangegangenen Bild folgt der Blick in den kleineren S&P500 Wochenchart, wo in der bereits erwähnten übergeordneten Widerstandszone auch die obere Begrenzungslinie des Broadening-Tops verläuft. Eine Doppeltop-Chance haben die Bären in der US-Wahlwoche nicht nutzen können und so bleibt die Oberkante des Broadening-Tops (3.600) weiter im Blickpunkt. Die Bären brauchen hingegen den Bruch durch die 3.200.

S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top
S&P500 Wochenchart und das Broadening-Top

Bleiben wir noch im US-Markt und schauen auf den Nasdaq Monatschart seit 1990. Die nun eingesetzte scharfe Rezession der Corona-Pandemie führte gar zu einem Rücklauf über das Allzeithoch, d. h. der Nasdaq steht in der scharfen Rezession deutlich höher als zum Vorkrisenniveau, wo es noch solides Wirtschaftswachstum und eine sehr geringe Arbeitslosenquote gab. Die Rekordhausse (nach Ausdehnung & Zeit) wurde bei den Techs bisher nicht korrigiert und läuft unvermindert weiter.

Die Monatskerzen September & Oktober stellen die ersten roten Monatskerzen seit dem Abverkauf im Frühjahr dar. Die Oberkante des in der Pandemie gebrochenen Hausse-Trendkanals konnte wieder angelaufen und bisher verteidigt werden. Oberhalb behalten die Bullen das Zepter in der Hand, allerdings fehlen bisher die Anschlusskäufe nach dem Durchbruch. Ein Zurücktauchen in den Hausse-Trendkanal dürfte weitere deutliche Abverkäufe mit sich bringen.

Nasdaq Support bisher verteidigt
Nasdaq Support bisher verteidigt

Im weiteren Bild sehen wir den Nasdaq als Tageschart, wo die starke Rally vom Frühjahr bis über den 2009-er Hausse-Aufwärtstrendkanal führte und anschließend weiter beschleunigte. Das mittlere Bollingerband (grau) konnte während der Rally stets eine Sicherung vor einer möglichen Korrektur darstellen und führte die Rally wie an einer Perlenschnur nach oben. Im September wurde dieses Muster beendet und das m. Bollinger durchbrochen. Damit wurde der Weg zur alten Kanaloberkante geebnet, von wo sich der Nasdaq seitdem nicht mehr lösen und die bullische & bärische Formationen nicht so recht aufgreifen möchte. Der Bereich 11k/10.7 muss von den Bullen verteidigt werden, ansonsten droht eine vollendete Gipfelbildung und der Fall zurück in den 10-jährigen Trendkanal. Der sma200 bei 10k könnte dann übergeordnet wieder in den Fokus rücken. Die 11.6 stellt eine wichtige Zwischenmarke zur 12k dar. Oberhalb bleibt die 12.4 im Fokus.

Nasdaq Tageschart. Support im Blick
Nasdaq Tageschart. Support im Blick

Ein weiteres interessantes Bild zeigt die Gegenüberstellung von Nasdaq, S&P500 und DAX (Performanceindex). Auffällig ist die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Der DAX notiert noch deutlich unter seinem Allzeithoch und baut seine Underperformance seit Jahren aus.

Zu erkennen wäre ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Ist dies diesmal wegen der Notenbanken alles unvorstellbar, oder stehen wir erst am Anfang dieser neuen Marktphase?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Kommen wir nach Deutschland und damit zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den letzten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate. Es wäre in der Börsenhistorie in dieser Dimension einmalig.

Die 11.7/11.8 stellen im Quartalschart einen wichtigen Support dar, welcher kurz verletzt, aber bisher verteidigt wurde. Oberhalb würde die Spanne zur 13.2 aktiv bleiben. Ein nachhaltiges Verweilen (Quartalsschluss) unterhalb dürfte hingegen auch Abgaben in den 10k-er Bereich mit sich bringen.

Ebenso interessant: Die letzten größeren Gipfelphasen umfassten stets mindestens zwei Quartalskerzen. Kein gutes Omen für Q4 und Q1 2021?

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die aktuelle eigentlich noch junge Bewegung/ Marktphase. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Die Rally von gut 63% wurde so ermöglicht und immer weiter befeuert. Ebenso gut zu erkennen, dass in der aktuellen Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist. Konnten die Notenbanken an den Märkten erstmals eine (starke) Rezession ausradieren, oder steht diese Marktphase in der Tat noch am Anfang und die Heftigkeit der Bewegung bleibt uns noch viele Monate erhalten? Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn am Aktienmarkt alles schon durchgestanden wäre.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Den vorangegangenen DAX-Chart zoomen wir nun bis 2015 heran. Gut zu erkennen, der DAX tritt seit fünf Jahren auf der Stelle und wurde am Allzeithoch stets heftig abverkauft (~30%). Das Muster ähnelt sich auch diesmal. Das 61,8-er Retracement würde um 10.250 verlaufen.

DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH
DAX seit 2015 stets abverkauft am AZH

Blicken wir weiter auf das Jahr 2020, wo in der Vorwoche eine SKS-Umkehrformation aktiviert wurde, die jedoch ihre Zielzone um 150 Punkte verfehlte. Auffällig in diesem Bild, der DAX erlebt seit Juni in jedem Monat einen Spike, welcher im Anschluss komplett wieder abverkauft wurde. Sehen wir eine Fortsetzung im Muster und aktuell nur den „November-Spike“?

DAX - Fortsetzung im Muster?
Fortsetzung im Muster?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Handelsbilanzsaldo September 
    • Eurozone sentix-Konjunkturindex November
  • Dienstag:
    • BRD ZEW-Konjunkturerwartungen November
    • Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen November
    • USA JOLTS-Stellenangebote September
  • Mittwoch:
  • Donnerstag:
    • GB BIP Q3
    • BRD Verbraucherpreise Oktober
    • Eurozone Industrieproduktion September
    • USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Fortgesetzte Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Verbraucherpreise Oktober
  • Freitag:
    • Eurozone BIP Q3
    • USA Erzeugerpreise Oktober
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board November

Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX verletzt seine wichtige Supportzone 12.2/11.8. Unterhalb drohen weitere Abgaben zur 11.3, gefolgt von der 10.8/10.7. Oberhalb bleibt die Range zur 13.2 aktiv..
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX den schwachen Monatsabschluss Oktober in der ersten Novemberwoche wieder negieren konnte. Auch nachhaltig? Der Kombisupport bei 12.2 stellt eine erste wichtige Weichenstellung dar. Oberhalb steht eine erste Range zur 12.6 und nachfolgend die Erweiterung Richtung 13k & 13.2. Unterhalb sei die 11.880/.850 zu nennen. Bei Bruch folgt abermals die 11.6/.560, welche bei erneutem Test vermutlich Richtung 11.3/13.265 unterschritten wird. Weitere Marken wären über 10.860/.800/.500 die 10.270/.250.

Wichtig: Sollte der Markt mit diesem rekordverdächtigen 1. Halbjahr und der heftigen Rezession im Rücken in eine neue Marktphase eingetreten sein, so wäre wahrscheinlich auch sie von hoher Volatilität in beide Richtungen geprägt, welche durchaus 2 Jahre anhalten kann.

Zusammengefasst für das große Bild im Monatschart.

  • Der DAX unterhalb 12.2/11.8 angeschlagen mit ersten Zielen bei 11.3/10.860. Darunter 10.250. Oberhalb der 12.2 steht die Range 12.6 und nachfolgend zur 13.2.
Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Blicken wir in den Wochenchart, wo die Abverkaufskerze der Vorwoche komplett negiert werden konnte. Die alte Nackenlinie der SKS-Formation könnte um 12.4 einen ersten entscheidenden Bereich darstellen.

Oberhalb könnten die Bullen zum Wochenauftakt direkt neue Akzente setzen. Über die .480/.530/.590/.610 zur wichtigen .685. Darüber würde sich das charttechnische Bild weiter aufhellen. Die .730/.765 zur .850 und .930 wären dann zu nennen.

Unterhalb der .400 steht eine erste Range zur .245 & .190. Bei Bruch folgt die Erweiterung zur 12.090 und 12k. Darunter sei der Kombisupport bei 11.880 zu nennen.

Zusammengefasst für das Bild im Wochenchart.

  • 11.8/12.2 wichtige Supportzone. Unterhalb bleiben erste Ziele zur 11.3 aktiv. Oberhalb Aufhellung zur 12.680 und nachfolgend 13.2.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tages- und Stundenchart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

  • Zum Wochenauftakt könnte der Kombisupport aus m. Bollinger, Nackenlinie und dem ema200 zwischen .380/.400 einen ersten wichtigen Support darstellen.
  • Oberhalb bleiben die Bullen direkt am Ball und könnten eine erste Range über die .480/.530 zur .590/.610 anstreben. Darüber sei die wichtige .685 zu nennen. Bei Bruch darüber würde sich das Bild weiter aufhellen. Weitere Marken wären .730/.765/.830/.850.
  • Unterhalb der .380/.400 – insbesondere per Startkurs – könnten die Bären ihre Chance wittern und das Gap bei .330 ansteuern. Bei Bruch könnte der Cluster zur .245 & .190 aktiviert werden. Weitere Abgaben werden dann wahrscheinlich.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 12.530 > 12.590 > 12.610/.620 > 12.685 > 12.730 > 12.765 > 12.850 > 12.930/.950 > 13k > 13.030 > 13.070 > 13.100 > 13.150/.165 > 13.210/.235 > < 13.260 > 13.315 > 13.340 > 13.460/.500 > 13.570 > 13.600
  • Unterstützungen: 12.480 > 12.400 > 12.375 > 12.330 > 12.245 > 12.190 > 12.090/.060 > 12.035/12k > 11.880/.850 > 11.780 > 11.710/.680 > 11.600 > 11.560 > 11.470/.450 > 11.430/.390 > 11.320 > 11.265 > 11.120 > 11.025 > 10.860 > 10.760 > 10.720 > 10.525 > 10.465/.425 > 10.370/.330 > 10.280/.250 > 10.160 > 10.135/.100 > 10.040 > 9.840 > 9.700 > 9.560 > 9.330 > 9.100/8.970 > 8.685 > 8.250 > 8.130 > 7.985 > 7.600/7.500 > 7.200 > 7k
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Tageschart
Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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Der Marktüberblick im Video:

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