Von Euphorie und Warnsignalen

Die Aktienmärkte erlebten vor Ostern einen wahren Euphorieschub und werden nun bemüht sein, diesen Schwung mit in die neue Handelswoche zu nehmen. Das charttechnische Bild bleibt weiterhin in sämtlichen Zeitebenen bullisch intakt, wobei die übergeordneten Begleiterscheinungen und Warnsignale mit Steile des Anstiegs jedoch kontinuierlich zunehmen. Mehr dazu im Video.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Auftragseingang Industrie Februar
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
  • Dienstag:
    • China Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
    • USA JOLTS-Daten (offene Stellen) Februar
  • Mittwoch:
    • BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
    • USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • China Handelsbilanz
    • BRD Auftragseingang Industrie Februar
    • Eurozone EZB-Protokoll
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • Freitag:
    • BRD Handelsbilanz
    • BRD Industrieproduktion Februar
    • USA Erzeugerpreise März

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX für das 1. Quartal und im historischen Kontext seit 1990. Im noch jungen Jahresverlauf ist die Umschichtung von Growth zu Value sehr auffällig. Der Nasdaq100 entwickelte sich vom Outperformer zum Underperformer und tauschte mit DAX & Dow die Plätze. Auffällig bleibt im übergeordneten Bild (Grafik 2) trotzdem die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende). Die aktuelle Umschichtung fällt im großen Bild bisher kaum ins Gewicht.

Performance seit Jahresbeginn
Performance seit Jahresbeginn
Performance seit 30 Jahren - übergeordnet
Performance seit 30 Jahren – übergeordnet

Die vergangene Woche bot die perfekte Grundlage für einen euphorischen Quartals- und am Ende auch Wochenabschluss. Das „Euphorieziel“ konnte der DAX innerhalb von 5 Handelstagen abarbeiten. Befindet sich nach einem finalen „Überschießen“ eine Verschnaufpause nun in der Vorbereitung?

Der DAX am 26.03. in Lauerstellung
Der DAX am 26.03. in Lauerstellung
Eine Woche später - Euphorieziel erreicht
Eine Woche später – Euphorieziel erreicht

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium). Der Dow Jones läuft seine Juni-Begrenzungslinie an und könnte bei Durchbruch einen Euphorieschub Richtung 34k erleben. Interessanter Blick auch zum großen Jahreschart, wo sich seit 2008 eine Verbindungslinie aus 6 Jahreskerzen herausgebildet hat. Bremst der Jahreschart den Dow aus? Der S&P500 hangelt sich im Monatschart weiter an der Oberkante des 11-jährigen Trendkanals entlang. Gelingt der Durchbruch und ein weiteres Kaufsignal, trotz der bereits sehr steilen Bewegung?

Dow Jones - Bewegung seit Juni 2020
Dow Jones – Bewegung seit Juni 2020
Bremst der Dow Jones Jahreschart?
Bremst der Dow Jones Jahreschart?
S&P500 Monatschart seit Ende der 90-er
S&P500 Monatschart seit Ende der 90-er

Zurück nach Deutschland zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Monatschart, welcher im Vergleich zum Performanceindex deutlich schwächer unterwegs ist und sich auf dem Niveau von 2000 bewegt. Der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, war seit Ende Dezember umkämpft und konnte mit der Monatskerze März durchbrochen werden. Die Begrenzungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte stellt nun ein nahes und augenscheinlich sicheres Ziel dar.

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart

Ein kurzer Blick zum DAX Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr), wo die 20-jährige Keilformation erst knapp unterhalb der 15.3 einen weiteren Test erfährt.

DAX Jahreschart
DAX Jahreschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von mittlerweile 5 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012), wobei auch das obere Bollingerband durchbrochen werden konnte. In den letzten 25 Jahren geschah dies nur 5 weitere Mal. Im Anschluss folgte stets eine stärkere Korrektur.

Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre und nicht nur wenige Monate.

Der DAX konnte mit Sprung über die Verbindungslinie der letzten Allzeithochpunkte bei 13.900 Dynamik zur Oberkante der 20-jährigen Keilformation bei 14.600 entwickeln und diese zum Quartalsabschluss überspringen. Eine erste Range zur 15.2 wäre nun offen. Darüber Aufhellung zur 15.5. Auf der Unterseite stellen die 14.600/14.200 und 13.900 im großen Bild erste wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist.

Die große 25-jährige Keilformation wurde nun während der Pandemie von der Unter- zur Oberseite komplett durchlaufen. Jedes Mal wurde dabei die Begrenzung verletzt; gelingt diesmal der nachhaltige Durchbruch? Oberhalb steht eine erste Range zur 15.2, gefolgt von der 15.5.

DAX hat den 25-jährigen steigenden Keil verletzt
DAX hat den 25-jährigen steigenden Keil verletzt

Der Blick 30 Jahre in die Vergangenheit zeigt ein interessantes Bild, wo im Monat März gerne große Wendepunkte im Markt ausgebildet wurden. Eine spannende Auffälligkeit, aber selbstverständlich kein Garant für eine Fortsetzung im weiteren Kursverlauf. Der Monat April stellt für sich alleinbetrachtet einen starken Börsenmonat.

DAX - der März seit 30 Jahren
DAX – der März seit 30 Jahren

Zum Abschluss noch die auslaufenden Pivot-Punkte für den starken Monat März. Gelingt der hohe Anschluss und damit die bullische Fortsetzung im April?

Die Pivot-Punkte für den Monat April
Die Pivot-Punkte für den Monat April

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über den Kombiwiderstand 13.9 und sofortiger Dynamik über die 14.6 und nachfolgend 14.9, welche nun Unterstützungen bilden. Der hohe Quartalswechsel ermöglicht die 15.2. Darüber öffnet sich die Tür zur 15.5. Bei Bruch zurück unter die 13.9 sackt der Aufwärtsimpuls in sich zusammen und Ziele zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k werden wieder aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 nach langem Kampf doch noch überspringen konnte und direkt Dynamik entwickelte. Die Begrenzungslinien der 20-jährigen Keiloberkante bei 14.6 und 14.900 bilden nun wichtige Unterstützungen. Oberhalb ist die Tür zur 15.2 offen und bei Durchbruch die Erweiterung zur .350/.400. Unterhalb der 14.2 würde es hingegen ein erstes Warnsignal geben und bei Bruch durch die 13.9 dürfte die Anstiegsbewegung in sich zusammenfallen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX oberhalb der 14.650 und .920 stabilisiert hat. Beide Marken bilden nun wichtige Unterstützungen.

Oberhalb der 14.920 steht auf Wochensicht eine Range zur 15.185 und nachfolgend .260. Darüber Aufhellung zur .345.

Unterhalb droht hingegen eine Eintrübung zur 14.810 und .760. Bei Bruch dürfte der wichtige Support bei .650 einen Test erfahren.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Euphorisch in den Quartalsschluss?

Die Aktienmärkte bleiben weiter zweigeteilt zwischen Value und Growth. Der DAX als Profiteur konnte abermals eine positive Wochenperformance verzeichnen und geht mit einer guten Grundvoraussetzung in den Monats- und Quartalsabschluss (Performance März: 6,98%/ 1. Quartal: 7,51%) am Mittwoch. Auf diesem Niveau dürfte ein Sprung über die 15k spätestens im April gelingen. Einen Rutsch in den Monatswechsel unter die 14.6 sollten die Bullen hingegen vermeiden.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Japan Notenbankprotokoll der Bank of Japan
  • Dienstag:
    • BRD Verbraucherpreise März
    • USA Verbrauchervertrauen Conference Board März
  • Mittwoch:
    • Monats- & Quartalsabschluss
    • BRD Arbeitslosenzahl März
    • Eurozone Verbraucherpreise März
  • Donnerstag:
    • BRD Einzelhandelsumsatz Februar
    • BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
  • Freitag:
    • Feiertag
    • USA Arbeitsmarktbericht

Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX für den Monat März (Grafik 1), für das 1. Quartal (Grafik 2) und im historischen Kontext seit 1990 (Grafik 3). Im noch jungen Jahresverlauf ist die Umschichtung von Tech zu Value sehr auffällig. Der Nasdaq100 entwickelte sich vom Outperformer zum Underperformer und tauschte mit DAX & Dow die Plätze. Auffällig bleibt im übergeordneten Bild (Grafik 2) trotzdem die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende). Die aktuelle Umschichtung fällt im großen Bild bisher kaum ins Gewicht.

Performance im März
Performance im März
Performance im 1. Quartal
Performance im 1. Quartal
Performance seit 30 Jahren - übergeordnet
Performance seit 30 Jahren – übergeordnet

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium). Der Dow Jones hat sich in die Startblöcke für einen Euphorieschub Richtung 34k begeben. Oder bremst der ganz große Jahreschart doch noch aus, wo sich seit 2008 eine Verbindungslinie aus 6 Jahreskerzen herausgebildet hat? Der S&P500 hangelt sich im Monatschart weiter an der Oberkante des 11-jährigen Trendkanals entlang, welche bis knapp über die 4k reicht.

Dow Jones Euphorieschub zur 34k?
Dow Jones Euphorieschub zur 34k?
Bremst der Dow Jones Jahreschart?
Bremst der Dow Jones Jahreschart?
S&P500 Monatschart seit Ende der 90-er
S&P500 Monatschart seit Ende der 90-er

Zurück nach Deutschland zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Monatschart, welcher im Vergleich zum Performanceindex noch kein neues Allzeithoch erreichen konnte. Der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, war seit Ende Dezember umkämpft und mit der Monatskerze März befindet sich der Index nun klar auf Ausbruchniveau. Folgt zum Monatsabschluss die Bestätigung? Die Begrenzungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte könnte dann im 2. Quartal in den Fokus rücken.

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart

Der Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von 4 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2006 & 2012). Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) bzw. zugleich die Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre und nicht nur wenige Monate.

Der DAX konnte mit Sprung über die Verbindungslinie der letzten Allzeithochpunkte bei 13.900 Dynamik zur Oberkante der 20-jährigen Keilformation bei 14.600 entwickeln. Ein nachhaltiger Ausbruch würde die Tür zur 15k/15.1 zum Quartalswechsel öffnen. Auf der Unterseite stellen die 13.900/13k im großen Bild erste wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist.

Die große Keilformation wurde nun während der Pandemie von der Unterseite zur Oberseite komplett durchlaufen. Hat die Formation weiter Bestand, oder gelingt der Sprung auf der Oberseite über die 14.900 zur 15.1/15.2? Ein nachhaltiger Bruch würde eine weitere Rally im Jahresverlauf befeuern.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Der Blick 30 Jahre in die Vergangenheit zeigt ein interessantes Bild, wo im Monat März gerne große Wendepunkte im Markt ausgebildet wurden. Eine spannende Auffälligkeit, aber selbstverständlich kein Garant für eine Fortsetzung im weiteren Kursverlauf.

DAX - der März seit 30 Jahren
DAX – der März seit 30 Jahren

Zum Abschluss noch die auslaufenden Pivot-Punkte für den starken Monat März. Gelingt der hohe Anschluss und damit die bullische Fortsetzung im April?

Die Pivot-Punkte für den März
Die Pivot-Punkte für den März

DAX – Übergeordnete Lage:

  • Der DAX mit Ausbruch über den Kombiwiderstand und sofortiger Dynamik. 14.6 und nachfolgend die 14.9 bilden Widerstände. Hoher Quartalswechsel ermöglicht im weiteren Schritt die 15.2. Bei Bruch zurück unter die 13.9 sackt der Aufwärtsimpuls in sich zusammen und Ziele zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k werden wieder aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 nach langem Kampf doch noch überspringen konnte und direkt Dynamik entwickelte. Die Begrenzungslinien der 20-jährigen Keiloberkante bei 14.6 und 14.900 bilden nun wichtige Marken. Oberhalb würde die Tür zur 15.2 aufgeschlagen werden; insbesondere, wenn der Monatsschluss auf hohem Niveau erfolgen kann. Unterhalb der 14.2 würde es hingegen ein erstes Warnsignal geben und bei Bruch durch die 13.9 dürfte die Anstiegsbewegung in sich zusammenfallen.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo sich der DAX oberhalb der 14.640 (große Keiloberkante) stabilisiert hat. Durchaus wichtig für den Monats- & Quartalswechsel am Mittwoch/ Donnerstag.

Oberhalb könnte der nächste Cluster zur 14.900 über die .710/.775 & .875 ausgebildet werden. Bei Durchbruch Aufhellung über die 15k zur 15.175.

Unterhalb droht hingegen der Rutsch über die .510 zur .410. Darunter würde eine Eintrübung zur 13.330 und nachfolgend .230 erfolgen.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-DAX Stundenchart
Xetra-DAX Stundenchart

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Getriebene Märkte

Die Aktienmärkte waren in der vergangenen Handelswoche ordentlich getrieben. Getrieben von den Notenbanken, die Beruhigungspillen verteilten (aber trotzdem nur verbal intervenierten), sowie getrieben von Inflationsdaten und folgend der Entwicklung bei den Anleiherenditen. Umgarnt wurde der ganze Mix durch die Großen Verfallstermine. Und auch in der nächsten Woche dürfte diese Thematik weiter Bestand haben. So wird FED-Chef Powell von Montag bis Mittwoch direkt 3-mal vor den Mikrofonen erwartet. Die Märkte werden abermals gespannt lauschen und gleichzeitig die Entwicklung bei den Anleiherenditen verfolgen. Die Halbwertszeit seiner Worte war jedoch zuletzt nur von kurzer Dauer.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Verkauf bestehender Häuser Februar
    • USA Rede Fed-Präsident Powell
  • Dienstag:
    • USA Neubauverkäufe Februar
    • USA Anhörung von Fed-Chef Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
  • Mittwoch:
    • BRD/ Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
    • BRD/ Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
    • USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Februar
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe März
    • USA Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor März
    • USA Anhörung von Fed-Chairman Jerome Powell vor Bankenausschuss des Senats
  • Donnerstag:
    • BRD GfK-Konsumklima für April
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA BIP Q4 (endgültig)
  • Freitag:
    • BRD ifo-Geschäftsklimaindex März
    • USA Konsumausgaben Februar 
    • USA Persönliche Einkommen Februar
    • USA Konsumklima Uni Michigan März

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder:

Anbei ein Vergleich zwischen Nasdaq100, S&P500, Dow Jones und DAX seit Jahresbeginn 2021 (Grafik 1) und seit Mitte der 90-er Jahre (Grafik 2). Im noch jungen Jahresverlauf ist die Umschichtung von Tech zu Value sehr auffällig. Der Nasdaq100 entwickelte sich vom Outperformer zum Underperformer und tauschte mit DAX & Dow die Plätze. Auffällig bleibt im übergeordneten Bild (Grafik 2) trotzdem die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die aktuelle Umschichtung fällt bisher kaum ins Gewicht.

Große Umschichtung im Jahresverlauf
Große Umschichtung im Jahresverlauf
Divergenz: Tech zu Breitem Markt - übergeordnet
Divergenz: Tech zu Breitem Markt – übergeordnet

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium), wo vor allem die Volatilität im Tech-Bereich eine Fortsetzung fand. Der S&P500 hangelt sich im Monatschart weiter an der Oberkante des 11-jährigen Trendkanals entlang, wo die Luft an der 4k wieder dünner werden dürfte. Der Dow Jones konnte die Dimensionen der Anstiegsbewegungen und der jeweiligen Konsolidierungen seit November in der vergangenen Woche komplettieren. Folgt abermals die Konsolidierung? Auch der Blick in den Dow Jones Jahreschart erscheint interessant, wo die Verbindungslinie der letzten Jahreskerzen erreicht werden konnte.

S&P500 Monatschart seit 2000
S&P500 Monatschart seit 2000
Dow Jones Anstiegsbewegung gleicher Ausprägung
Dow Jones Anstiegsbewegung gleicher Ausprägung
Dow Jones Jahreschart
Dow Jones Jahreschart

Zurück nach Deutschland zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Monats- & im Wochenchart, welcher im Vergleich zum Performanceindex noch kein neues Allzeithoch erreichen konnte. Der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, war seit Ende Dezember umkämpft und mit der Monatskerze März befindet sich der Index nun klar auf Ausbruchniveau. Folgt zum Monatsabschluss die Bestätigung, oder zerstört Schwäche auf den letzten Metern die bullische Ausbruchkerze?

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Wochenchart
DAX Kursindex Wochenchart

Der Blick 30 Jahre in die Vergangenheit zeigt ein interessantes Bild, wo im Monat März gerne große Wendepunkte im Markt ausgebildet wurden. Eine spannende Auffälligkeit, aber selbstverständlich kein Garant für eine Fortsetzung im weiteren Kursverlauf.

DAX - der März seit 30 Jahren
DAX – der März seit 30 Jahren

Der Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von 4 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2012 & 2006). Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre und nicht nur wenige Monate.

Der DAX konnte mit Sprung über die Verbindungslinie der letzten Allzeithochpunkte bei 13.900 Kraft zur Oberkante der 20-jährigen Keilformation bei 14.600 entwickeln. Ein nachhaltiger Ausbruch würde die Tür zur 15k/15.1 zum Quartalswechsel öffnen. Auf der Unterseite stellen die 13.900/.600/.460/13k/12.600 & 12k im großen Bild wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist.

Die große Keilformation wurde nun während der Pandemie von der Unterseite zur Oberseite komplett durchlaufen. Hat die Formation weiter Bestand, oder gelingt das „Überschießen“ auf der Oberseite über die 14.900 zur 15.1?

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

Ein DAX-Szenario für die Bullen-Fans. Der DAX nach seinem Ausbruch über die 13.9 > 14.2 > 14.6. Eine nachhaltige Verteidigung der 14.6 könnte den entscheidenden Impuls liefern.

DAX und das bullische Szenario
DAX und das bullische Szenario

DAX – Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX mit Ausbruch über den Kombiwiderstand bei 13.9 und Zielerreichung bei 14.6. Ein nachhaltiger Durchbruch öffnet den Weg über die 14.9 zur 15.1. Unterhalb sackt der Aufwärtsimpuls in sich zusammen und Ziele zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k werden wieder aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 nach langem Kampf doch noch überspringen und die Keiloberkante bei 14.6 nach den Zwischenmarken 14.2/.14.4 direkt erreichen konnte. Eine bereits wichtige Monatsrange für den März. Bei Durchbruch würde die 14.890 und nachfolgend die 15.1 & 15.2 in den Fokus rücken. Unterhalb der 14.2 erstes Warnsignal und bei Bruch durch die 13.9 dürfte die Anstiegsbewegung in sich zusammenfallen und eine Range zur 13.650, gefolgt von 13.510 und .310 angestrebt werden.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo die 14.630 direkt eine wichtige Zone darstellt.

Oberhalb könnte der nächste Cluster zur 14.900 über die .700 und .804 aktiviert werden.

Unterhalb steht hingegen weiter die Range zur Ausbruchszone bei 14.225. Wichtige Zwischenmarken stellen die .500 & .410. Bei Bruch droht eine erste Eintrübung über die .130/14k zur 13.9.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Bullen proben den Aufstand

Es war eine starke Handelswoche für den DAX, wo der Durchbruch über die 14.200 die Tür zur 14.400 und anschließend 14.600 öffnete; sicherlich teilweise geprägt durch den anstehenden Großen Verfallstermin (Sicherungsgeschäfte) am kommenden Freitag. Oberhalb würde nun gar die 15k in den Fokus der Anleger rücken.

Die Börse nährt sich aktuell noch von einem dicken 3-fach Bonus, gebildet aus starkem fiskalen Stimulus, weiterhin unvermindert lockeren Notenbanken und zugleich einer starken wirtschaftlichen Erholung nach Corona. Zudem rückten nach beschwichtigenden Worten der Notenbanken die Sorgen einer wohlmöglich ausufernden Inflation in den Hintergrund. Die Problematik bei diesem 3-fach Bonus der Märkte? Mit der starken wirtschaftlichen Erholung wird kein weiterer Stimulus erfolgen. Im Gegenteil, die massive Neuverschuldung könnten perspektivisch durch Steuererhöhungen bekämpft werden. Des Weiteren dürfte mit der Erholung & dem Stimulus sehr wahrscheinlich das Inflationsziel der Notenbanken schnell erreicht bzw. sogar übersprungen werden. Weitere geldpolitischen Lockerungen werden damit unwahrscheinlich und Straffungen (Tapering) wahrscheinlich.

Die Notenbanksitzungen der amerikanischen FED, der Bank of England und der Bank of Japan dürften neben dem Großen Verfallstermin wichtige Impulsgeber darstellen.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • China Industrieproduktion Februar 
    • USA Empire State Manufacturing Index März
  • Dienstag:
    • BRD/ Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen März
    • USA Einzelhandelsumsatz Februar
    • USA Industrieproduktion Februar
  • Mittwoch:
    • USA Baugenehmigungen Februar
    • (!) USA Fed-Zinsentscheid
  • Donnerstag:
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • USA Philadelphia-Fed-Index März
  • Freitag:
    • (!) Dreifacher Verfallstermin an den Terminbörsen (Hexensabbat)
    • BRD Erzeugerpreise Februar

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder:

Beginnen wir mit dem Blick zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Monatschart, welcher im Vergleich zum Performanceindex noch weit von seinem Allzeithoch entfernt ist. Der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, war seit Ende Dezember umkämpft. Die Monatskerze März befindet sich aktuell klar auf Ausbruchniveau, welches zum Monatsabschluss eine Bestätigung erfahren würde.

DAX Kursindex Monatschart
DAX Kursindex Monatschart

Die nächste Handelswoche dürfte Dank der Sitzungen der Notenbanken und der Großen Verfallstermine volatil und spannend bleiben. Der Blick 30 Jahre in die Vergangenheit zeigt, dass Mitte März zum 1. Großen Verfallstermin gerne große Wendepunkte im Markt ausgebildet wurden. Eine spannende Auffälligkeit, aber selbstverständlich kein Garant für eine Fortsetzung im weiteren Kursverlauf.

DAX - der März seit 30 Jahren
DAX – der März seit 30 Jahren

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium), wo vor allem die Volatilität im Tech-Bereich eine Fortsetzung fand. Der S&P500 hangelt sich im Monatschart weiter an der Oberkante des 11-jähriges Trendkanals entlang, wo die Luft an der 4k wieder dünner werden dürfte. Der Dow Jones konnte die Dimensionen der Anstiegsbewegungen und der jeweiligen Konsolidierungen seit November in der vergangenen Woche komplettieren. Folgt abermals die Konsolidierung oder gelingt der Durchbruch Richtung 34k?

S&P500 Monatschart seit 2000
S&P500 Monatschart seit 2000
Dow Jones Anstiegsbewegung gleicher Ausprägung
Dow Jones Anstiegsbewegung gleicher Ausprägung

Anbei ein Vergleich zwischen Nasdaq100, S&P500 und DAX seit Mitte der 90-er Jahre (Grafik 2) und seit Jahresbeginn 2021 (Grafik 1). Auffällig bleibt im übergeordneten Bild die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Untergeordnet entwickelten sich die Techs im Jahr 2021 hingegen vom Outperformer zum Underperformer. Eine nachhaltige Entwicklung, welche die große Divergenz der letzten Jahre reduzieren wird?

Techs seit Jahresbeginn vom Out- zum Underperformer
Techs seit Jahresbeginn vom Out- zum Underperformer
Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt – übergeordnet

Zurück nach Deutschland in den DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Die Pandemie hinterließ bisher eine große rote Quartalskerze, gefolgt von 4 starken grünen Kerzen in Folge (gab es zuletzt 2012 & 2006). Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die vorangegangenen Rezessionen beschäftigten den Aktienmarkt viele Jahre und nicht nur wenige Monate.

Der DAX konnte mit Sprung über die Verbindungslinie der letzten Allzeithochpunkte bei 13.900 Kraft zur Oberkante der 20-jährigen Keilformation bei 14.600 entwickeln. Ein Ausbruch würde die Tür zur 15k öffnen. Auf der Unterseite stellen die 13.900/.600/.460/13k/12.600 & 12k im großen Bild wichtige Unterstützungen dar.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist.

Die große Keilformation wurde nun während der Pandemie von der Unterseite zur Oberseite komplett durchlaufen. Hat die Formation weiter Bestand, oder gelingt das „Überschießen“ auf der Oberseite zur 15k+?

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

DAX – Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX mit Ausbruch über den Kombiwiderstand bei 13.9 und Zielerreichung bei 14.6. Durchbruch öffnet den Weg zur 15k. Unterhalb sackt der Aufwärtsimpuls in sich zusammen und Ziele zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k werden aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX die Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 nach langem Kampf doch noch überspringen konnte und die Keiloberkante bei 14.6 nach den Zwischenmarken 14.2/.14.4 direkt erreichen konnte. Eine bereits sehr gute Monatsrange für den März. Bei Durchbruch würde die 14.890 und nachfolgend 15.2 in den Fokus rücken. Unterhalb der 13.9 dürfte die Anstiegsbewegung hingegen in sich zusammenfallen und eine Range zur 13.650, gefolgt von 13.510 und .310 angestrebt werden.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX den Cluster 14.2 zur 14.6 mit den Zwischenmarken 14.350 & 14.500 aktivierte.

Die .620 & .650 stellen nun erste wichtige Widerstände. Oberhalb würde sich das Bild weiter aufhellen und über die .740 könnte die 14.890 angesteuert werden.

Unterhalb der 14.220 würde hingegen wieder die Spanne über die 14.130/.050 und 13.975 zur 13.900 aktiviert werden.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Phase erhöhter Volatilität

Die Aktienmärkte beendeten ihre Handelswoche abermals äußerst volatil. Diese neue Phase der Unsicherheit und größerer Schwankungsbreite dürfte uns in den nächsten 2 Wochen erhalten bleiben, wo die Themen Stimulus, Inflation/ Anleiherenditen, die Großen Verfallstermine und die Ergebnisse der Notenbanksitzungen wenig Zeit zum Verschnaufen bieten werden.

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Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • BRD Industrieproduktion Januar
    • Eurozone sentix-Konjunkturindex März
  • Dienstag:
    • BRD Handelsbilanzsaldo Januar 
    • Eurozone BIP Q4
  • Mittwoch:
    • USA Verbraucherpreise Februar
  • Donnerstag:
    • Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • Freitag:
    • BRD Verbraucherpreise Februar
    • Eurozone Industrieproduktion Januar
    • USA Erzeugerpreise Februar
    • USA Konsumklima Uni Michigan März

Blicken wir auf einige übergeordnete Chartbilder:

Beginnen wir mit dem Blick zum DAX Kursindex (ex Dividende) im Wochenchart, welcher im Vergleich zum Performanceindex noch weit von seinem Allzeithoch entfernt ist. Der wichtige Kombiwiderstand, bestehend aus Corona-Panic-Gap und Abwärtstrendlinie, ist seit Ende Dezember umkämpft und weder Bullen noch Bären konnten einen nachhaltigen Stich setzen.

DAX Kursindex Wochenchart
DAX Kursindex Wochenchart

Der DAX hat im Jahr 2021 erneut eine bärische Divergenz im MACD ausgebildet, welche im Vorfeld des Corona-Crashes und zur „Sommerkorrektur“ ebenso auffällig war. In der vergangenen Woche konnte das dritte Allzeithoch gesetzt werden, welches analog zum 08.01. und zum 08.02. direkt wieder abverkauft wurde. Eine Entscheidung dürfte nach Test Nr. 3 nun unmittelbar bevorstehen.

DAX mit einer bärischen Divergenz im MACD
DAX mit einer bärischen Divergenz im MACD

Ein kurzer Blick zu den Positionierungen zum Großen Verfallstermin (19. März), welcher auffällig große Put-Optionen aufweist, die bei einer Korrektur ins Geld laufen könnten. Die Stillhalter hätten somit wenig Interesse an einem Abverkauf bis zum Verfallstermin. Die hohen Positionierungen bringen jedoch auch eine Gefahr mit sich. Bei einer weiteren Korrektur am Markt müssten die Stillhalter ihr einseitiges Risiko herausnehmen und könnten den DAX damit in Trendrichtung beschleunigen.

Positionierungen zum Großen Verfallstermin - stockstreet.de
Positionierungen zum Großen Verfallstermin – stockstreet.de

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium), wo vor allem die Abverkäufe im Tech-Bereich (NAS100 -10% seit AZH) im übergeordneten Bild dargestellt werden. Der S&P500 hangelt sich im Monatschart an der Oberkante des 10-jähriges Trendkanals entlang. Der Dow Jones (Wochenchart) konnte die Oberkante des 2-jährigen Broadening-Tops weiterhin verteidigen. Der Nasdaq100 (Monatschart) war der Underperformer in den vergangenen Wochen und verlor in der Spitze 10% zum Allzeithoch. Im übergeordneten Bild ist dieser Rücksetzer jedoch nicht mal ansatzweise von Relevanz. Hier notiert der NAS100 noch deutlich oberhalb(!) seines Hausse-Aufwärtstrendkanals.

S&P500 Monatschart seit 2000
S&P500 Monatschart seit 2000
Dow Jones Wochenchart - Kampf an der Ausbruchzone
Dow Jones Wochenchart – Kampf an der Ausbruchzone
Nasdaq100 Monatschart seit der Dotcom-Bubble
Nasdaq100 Monatschart seit der Dotcom-Bubble

Anbei ein Vergleich zwischen Nasdaq100, S&P500 und DAX seit Mitte der 90-er Jahre. Auffällig bleibt weiterhin die sehr starke Divergenz (mittlerweile größer als zur Dotcom-Bubble während der Jahrtausendwende) zu den Tech-Werten und dem „breiten Markt“. Die Tech-Korrektur der vergangenen Wochen fällt hier ebenso kaum ins Gewicht. Die Hausse seit 2009 war dafür einfach zu stark.

Zu erkennen ist ebenso, dass die Divergenz Tech – Breite Markt im Verlauf der Dotcom-Bubble und später auch in der Finanzkrise wieder komplett abgebaut werden konnte. Und diesmal?

Divergenz: Tech zu Breitem Markt
Divergenz: Tech zu Breitem Markt

Zurück nach Deutschland in den DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990. Das historische Jahr 2020 ist an den ausgeprägten Quartalskerzen sehr gut zu erkennen. Markiert sind auch die beiden Bärenmärkte (Dotcom-Bubble, Finanzkrise) und größeren Rezessionen. Sehr auffällig ist hierbei auch der Faktor Zeit. Die nun laufende Marktphase konnte innerhalb von zwei Quartalen den Ausgangspunkt wieder erreichen und anschließend sogar ein Allzeithoch ausbilden. Wurde im Rekordtempo bereits alles durchgestanden? Bei den vorangegangenen Rezessionen dauerte dieser Prozess Jahre und nicht nur wenige Monate.

Zum Jahresauftakt bleibt die Verbindungslinie der letzten Allzeithochs bei 13.900 stark umkämpft. Ein Ausbruch würde die Tür zur 14.4 und im 2. Schritt Richtung 14.6 öffnen. Die 13.600/.460/13k/12.600 & 12k stellen im Quartalschart wichtige Unterstützungen dar. Aktuell steht der DAX mit einem Doji direkt auf Quartalseröffnungsniveau.

DAX Quartalschart
DAX Quartalschart

Das große DAX Chartbild (als Tageschart) der letzten 25 Jahre zeigt ein ganz ähnliches Bild. Zu sehen sind die letzten beiden großen Bärenmärkte und zum Vergleich die starke Bewegung innerhalb der Corona-Pandemie. Die Verbindungslinie der letzten beiden Korrekturen (Keilformation) wurde verletzt, aber auf Monatsschlussbasis verteidigt. Ebenso gut zu erkennen, dass in der Corona-Rezession die Dimension nach Ausprägung und Zeit im Vergleich zu den letzten beiden Abschwüngen stark abweichend ist.

Gut zu erkennen ist auch die Underperformance. So kann der DAX (Performanceindex) seit 2015 seine Höchststände nicht nachhaltig verteidigen. Die Bullen müssen sich oberhalb der 13.9 stabilisieren, um den Weg zur oberen Keilbegrenzung zu gehen. Unterhalb bleiben starke Korrekturen im Muster der vergangenen Jahre eine Gefahr.

DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil
DAX seit 25 Jahren im steigenden Keil

DAX – Charttechnische Betrachtung:

  • Der DAX kämpft weiter um den Kombiwiderstand bei 13.9. Die Bullen benötigen diese Marke um den Cluster zur 14.4/14.6 zu aktivieren. Unterhalb wäre hingegen eine erste Range zur 13.600/.460 und anschließend .200/13k aktiv.
  • Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert.

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo sich der DAX weiter an der Verbindungslinie der letzten beiden Allzeithochpunkte bei 13.900 müht. Diese Marke stellt den Türöffner für eine Rallyfortsetzung Richtung 14.4/14.6 dar. Erster wichtige Zwischenwiderstand wäre die .200, welche in der ersten Märzwoche erreicht werden konnte. Unterhalb der 13.9 steht eine erste Range zur 13.650, gefolgt von 13.460 und .310. Bei Bruch öffnet sich die Tür zur 13.030/.009. Darunter drohen weitere Abgaben in die Gap-Zone um 12.5.

Xetra-DAX Monatschart
Xetra-DAX Monatschart

Xetra-DAX Wochenchart.
Der Blick zum Wochenchart, wo der Bereich 13.900 weiterhin von Bedeutung bleibt. In der kommenden Handelswoche verläuft der Aufwärtstrend von dem Corona-Tief in dieser Zone.

Oberhalb können die Bullen eine erste Range über die 13.960 zur 14.050 ausbilden. Darüber würde abermals die .130 folgen, bevor sich das Bild wieder zur .200 aufhellt. Bei Bruch Rallychancen zur .370 möglich.

Unterhalb der 13.900 würde hingegen eine Spanne zur .795 folgen, welcher darunter zur .650 & .600 erweitert wird. Bei Bruch drohen Abgaben über die .550/.525 zur .460. Darunter seien die Marken .310 und .150 zu nennen.

Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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