Sommerhandel & schwache Saisonalität

Die Börsen bewegen sich derzeit im Rahmen eines impulsarmen Sommerhandels, der vor allem im August und teilweise im September von einer Phase der Schwäche geprägt ist. Die Märkte haben Schwierigkeiten, Erholungsbewegungen aufrechtzuerhalten, da diese schnell wieder abverkauft werden. Zum Wochenabschluss gerieten erste bedeutende Unterstützungszonen unter Druck, und bei einem Durchbruch müsste mit einer größeren Korrektur gerechnet werden.

Die festeren Inflationsdaten aus den USA haben Sorgenfalten auf die Stirn der Anleger gezaubert. Die Federal Reserve wird voraussichtlich bis 2024 an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten (müssen), was die wirtschaftliche Erholung weiter dämpfen dürfte. Auch die Konjunkturlagen in China und Deutschland bereiten nach wie vor Sorgen.

Die kommende Woche verspricht endlich wieder mehr Aktivität im Wirtschaftskalender. Besonders im Fokus stehen die Konjunkturdaten aus China und Deutschland.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juli
  • Dienstag:
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Juli
    • 04:00 Uhr China Einzelhandelsumsatz Juli
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen August
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juli
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Juli
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Juli
    • 20:00 Uhr USA FED-Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index August
  • Freitag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (endgültig)

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+13,71%), S&P500 (+16,27%), Dow Jones (+6,49%) und Nasdaq100 (+37,48%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 erreichte in der vergangenen Woche innerhalb einer Flaggenformation den März-Aufwärtstrend an der 4.450. Eine direkte Verteidigung würde auch größere Erholungen wieder ermöglichen. Erste Marken wären die 4.5 und 4.525. Anschließend die Gap-Zone 4.445/.465. Darüber werden wieder Angriffe auf das Jahreshoch möglich. Unterhalb rückt hingegen die 4.465 in den Blickpunkt. Bei Bruch durch den Trend dürfte die Konsolidierung deutlich ausgedehnt werden. Erste Anlaufzonen wären hier die 4.410 und 4.385. In weiteren Schritten könnte das Verlaufshoch aus 2022 bei 4.325 eine Zielzone darstellen. Den detaillierten Ausblick gibt es im Dashboard tagtäglich aktuell.

S&P500 4-Stundenchart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones erreichte bei 35.7 eine wichtige Zielzone, die aktuell konsolidiert wird. Bisher im bullischen Flaggenmuster. Im bullischen Idealfall wird diese vor der Ausbruchszone 34.6 bereits wieder ausgebremst und der nächste Aufwärtsimpuls beginnt. Die Flagge reicht zum Wochenauftakt von 34.9 zur 35.4. Ein Ausbruch auf der Oberseite würde das Jahreshoch an der 35.7 wieder in den Fokus rücken mit der Wahrscheinlichkeit bereits den nächste Aufwärtsimpuls gestartet zu haben. Ein Verlassen auf der Unterseite würde hingegen die Ausbruchszone 34.6/34.4 unter Druck setzen. Hier müssen die Bullen einen starken Rebound setzen, andernfalls kann die große iSKS-Auflösung noch in einer Bullenfalle enden.

Dow Jones 4-Stundenchart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Die dynamische 3. Welle der Aufwärtsbewegung könnte abgeschlossen sein (siehe Wochenchart). Konsolidierung in die 4. Welle während der schwachen Saisonalität wahrscheinlich bereits angelaufen. Im Anschluss können die Bullen ein weiteres Hoch nah am Allzeithoch erzwingen. Erst bei Bruch durch die 14k wird diese Chance unwahrscheinlich. Mit der 15.150/14.8 steht die Bewegung vor ersten Minimalzielen. Bei Bruch wird die große Konsolidierung wahrscheinlich.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 4-Stundenchart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt. Obere Begrenzungslinie und 2022-er Begrenzungslinie bremsen die DAX-Rally (von Oktober 2022) momentan aus.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte und am 2021/22-er Allzeithoch zunehmend toppish wirkt. Eine Konsolidierung des Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX weiter im Seitwärtstrend tendiert. Ein Broadening-Top ist erkennbar und bringt auf der Unterseite noch Ziele um 15.6 und möglicherweise auch 15.3 mit. Viel tiefer darf der DAX nicht fallen, da ansonsten eine größere Korrektur tief in den 14k-Bereich wahrscheinlich wird. Ein Rücklauf in den Bereich 16.3 bringt hingegen wieder das Allzeithoch als wahrscheinliches Szenario auf den Plan.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Auftakt in die Konsolidierung

Ich melde mich nach meinem erholsamen Urlaub zurück und freue mich, euch wieder mit regelmäßigen Börsenupdates zu versorgen. Während meiner Abwesenheit haben die Märkte die Ratingabstufung von Fitch als Anlass genutzt, um eine überfällige Konsolidierung einzuleiten. Momentan deutet alles darauf hin, dass noch ein Zwischenschritt bevorsteht, bevor die Konsolidierung weiter voranschreitet. Nun befinden wir bereits im August, der gemeinsam mit dem September zu den schwächsten saisonalen Phasen des Jahres gehört.

Ein wichtiger Faktor in der vergangenen Woche war die Quartalsberichtssaison, die nun langsam ausläuft und das Interesse der Märkte verlieren könnte. In der kommenden Handelswoche stehen vor allem neue Inflationsdaten aus den USA und die Handelsbilanzen aus China und den USA im Fokus.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Juni
    • 10:00 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex August
  • Dienstag:
    • 04:00 Uhr China Handelsbilanz Juli
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Handelsbilanz Juli
  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China Erzeuger- & Verbraucherpreise Juli
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Juli
    • 20:00 Uhr USA FED-Protokoll
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juli
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan August (vorläufig)

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+14,57%), S&P500 (+16,65%), Dow Jones (+5,85%) und Nasdaq100 (+39,76%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 verletzte mit der 4.500 den ersten relevanten Support. Wochenkerze sehr schwach und deutet mit Zwischenschritt eine Fortsetzung der Konsolidierung an. Die 4.500 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Range zum m. Bollinger bei 4.525 aktiv. Darüber die weitere Bewegung zur 4.540. Bei Bruch Bewegung in die Gap-Zone 4.560/.570. Unterhalb rückt hingegen die 4.465 in den Blickpunkt. Darunter das Gap-Close bei 4.440, welche mit dem März-Aufwärtstrend bei 4.430 den nächstgrößeren Support stellt. Bei Bruch 4.4/.385.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones konnte während meiner Abwesenheit mit der 35.7 eine wichtige Zielzone erreichen. Eine Konsolidierung war in dieser Zone wahrscheinlich. Im bullischen Idealfall wird diese vor der Ausbruchszone 34.6 bereits wieder ausgebremst. Die 35.2 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb steht eine erste Spanne zur 35.350. Darüber die weitere Aufhellung zur 35.5. Bei Bruch 35.680 und anschließend .850. Unterhalb stellen die 34.920 einen ersten Support. Darunter droht der Weg zur Ausbruchszone 34.680/.600. Bei Bruch 34.450. In der zweiten Grafik ist der Dow Jones Wochenchart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Die Bären konnten an der 16k eine Konsolidierung einleiten und den Wochenschluss nah am Wochentief erzwingen. Bisher verläuft diese Bewegung jedoch nicht zu bärisch. Die 15.350 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Spanne zur 15.445 aktiv. Darüber folgen erneut die 15.590. Bei Bruch .630/.710. Unterhalb rücken hingegen über die .300 die 15.150/.130 in den Blickpunkt. Ein Bereich, wo die Bullen stärkere Gegenwehr leisten können. Darunter droht direkt die weitere Eintrübung zur 14.950. Anschließend 14.8.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt. Obere Begrenzungslinie und 2022-er Begrenzungslinie bremsen die DAX-Rally (von Oktober 2022) momentan aus.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat August.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte und am 2021/22-er Allzeithoch zunehmend toppish wirkt. Eine Konsolidierung des Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX weiter im Seitwärtstrend tendiert. Ein Broadening-Top ist erkennbar. Die in der vergangenen Woche gestartete Konsolidierung wird auf der Unterseite weitere Ziele mit sich bringen. Ein Zwischenschritt in Form eines 3-Wellers (häufig gesehen im Seitwärtstrend) muss jedoch eingeplant werden. Oberhalb der 15.8 kann dieser Schritt bereits zum Wochenauftakt eingeleitet werden. Die Gegenbewegung kann dann über die 16k zur neuen Gap-Zone 16.141 – 16.240 ausgedehnt werden, bevor die Abwärtsbewegung den nächsten Impuls aufnimmt. Unterhalb droht hingegen der direkte Weg mit der 15.7/.650 als nächste Anlaufzone. Bei Bruch Türöffner zur 15.460/.300.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Bullen feiern. Berichtssaison als Make-or-Break Moment?

In der vergangenen Handelswoche konnten die Aktienmärkte beeindruckende Zuwächse verzeichnen, was die historische Saisonalität bestätigt. Die letzten zwei Juliwochen sind seit nahezu einem Jahrhundert die stärksten zwei Wochen des Jahres. Der Aufwärtstrend wurde maßgeblich durch einen Rückgang der US-Inflation und einen sogenannten „Short-Squeeze“ getrieben, einem Phänomen, bei dem Investoren gezwungen sind, ihre Short-Positionen durch den Kauf von Aktien zu schließen, was den Kurs noch weiter in die Höhe treibt.

Mit dem Beginn der Quartalsberichtssaison der Unternehmen in der kommenden Woche, verlagert sich der Fokus der Märkte. Am vergangenen Freitag starteten die ersten Großbanken und konnten sämtliche Erwartungen übertreffen. Trotz dieser positiven Nachrichten konnten ihre Aktienkurse nicht entsprechend zulegen. Es scheint, als sei durch die aktuelle Rallye bereits ein positives Szenario eingepreist. Nun stellen sich Marktbeobachter die Frage, wie die Kurse reagieren werden, wenn die Firmenergebnisse die Erwartungen nicht übertreffen, sondern verfehlen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr China BIP Q2
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Juni
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Juli
    • Quartalsberichte u. a. von FirstBank
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Juni
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion Juni
    • Quartalsberichte u. a. von Bank of America, Morgan Stanley, Schwab
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juni (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen Juni
    • 14:30 Uhr USA Baubeginne Juni
    • Quartalsberichte u. a. von Goldman Sachs, Tesla, Netflix, IBM
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Juni
    • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Juli
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juni
    • Quartalsberichte u. a. von American Airlines, JohnsonJohnson
  • Freitag:
    • %%
    • Quartalsberichte u. a. von American Express

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+15,67%), S&P500 (+16,03%), Dow Jones (+4,11%) und Nasdaq100 (+42,28%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 mit einer starken Woche bis ans 78,6-er Retracement der 2022-er Bewegung. An der 4.5 wird die nächste Richtungsentscheidung stattfinden. Die Bewegung seit Mai wäre reif für eine Konsolidierung, aber erst unterhalb besteht die Chance für den Auftakt. Die 4.500 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Range über die .515 zur 4.528 aktiv. Darüber die weitere Bewegung zur 4.545. Bei Bruch 4.570. Unterhalb rückt hingegen die Gap-Zone 4.490 zur .470 in den Blickpunkt. Darunter weitere Bewegung zur 4.455 (1. Warnsignal für die Bullen) und anschließend .440.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones bleibt als Underperformer im bullischen Muster, allerdings konnte das wichtige Juni-Hoch an der 34.6 weiterhin nicht herausnehmen werden. Unterhalb bleibt eine Doppelspitze als Gefahr möglich. Die 33.900 stellen eine erste relevante Zone. Die 34.400 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb steht eine erste Spanne über die .520 zur 34.600. Darüber die weitere Aufhellung mit erstem Ziel bei .700. Bei Bruch Trendverbindung an der 34.8, steigend. Unterhalb stellt die 34.260 einen ersten Support. Darunter Eintrübung zur 34.110. Bei Bruch Test Aufwärtstrend 33.980. Übergeordnet wird es für die Bullen erst an der 33.1 gefährlich. In der zweiten Grafik ist der Dow Jones Wochenchart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Eine größere Konsolidierung (ca. 1.000 Pkt) wäre überfällig, um eine gesunde Chartstruktur zu erhalten, allerdings verlaufen sämtliche Gegenbewegungen bisher im bullischen Muster. Die Bären brauchen stärkeren Druck. Die 15.600 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Spanne zur 15.720/.740 aktiv. Darüber folgen 15.800/.850. Bei Bruch Türöffnet 16k. Unterhalb rücken hingegen die 15.430 in den Blickpunkt. Darunter das erste Gap-Close an der 15.370. Anschließend 15.270.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt. Obere Begrenzungslinie und 2022-er Begrenzungslinie bremsen die DAX-Rally (von Oktober 2022) momentan aus.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte und am 2021/22-er Allzeithoch zunehmend toppish wirkt. Eine Konsolidierung des Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die wichtige Supportzone an der 15.7/15.6 direkt zurückerobern konnte und sich innerhalb der Vorwochenrange wieder im alten Seitwärtstrend eingefunden hat. Der DAX zeigt damit Stärke und Schwäche zugleich, denn es bleibt auffällig, dass der DAX seit Mai seine Handelsspanne hält und die Wall Street währenddessen mehrere neue Jahreshochs erreichen konnte. Oberhalb der Supportzone umfasst der Seitwärtstrend die .950, 16.1 und 16.290. Darüber ergeben sich Chancen über die .425 ein neues Allzeithoch bei 16.550/.600 zu erreichen. Unterhalb stehen hingegen wieder 15.430 und .330 im Fokus. Bei Bruch 15.210/130.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Zweifeln die Bullen? DAX mit Schwächesignal

Die erste Woche der saisonal besten zwei Wochen des Jahres verlief überraschend durchwachsen. Besonders auffällig war der DAX, der als klarer Underperformer seine dreimonatige Seitwärtsbewegung durchbrach und erstmals seit Oktober wieder unter seinen 100-Tage-Linien schloss. Wenn es nicht direkt zu einer Gegenbewegung kommt, könnte der DAX erst am Anfang einer weiteren Konsolidierungsphase stehen. Immerhin konnte die Wall Street ihr Niveau halten.

Die komplexe Situation aus widersprüchlichen Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten, gepaart mit Notenbanken, die dazu bereit sind, die Geldpolitik weiter zu straffen, selbst wenn die Konjunktur nachlässt, sorgt für zunehmende Verunsicherung. Je später der Zinsgipfel eingeläutet wird, desto schwerwiegender und länger werden die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Wirtschaft sein, möglicherweise bis ins Jahr 2024 hinein. Die Aktienmärkte scheinen diesbezüglich weiterhin zu optimistisch zu sein.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 03:30 Uhr China Verbraucherpreise Juni
    • 10:30 Uhr Eurozone Sentix Konjunkturindex Juli
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Juli
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juni
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Juni
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 03:30 Uhr China Handelsbilanz Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Mai
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB-Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Juni
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Juni
    • 16:00 Uhr USA Uni-Michigan Verbrauchervertrauen Juli
    • Quartalsberichte u. a. von Citi, JPMorgan, BlackRock, Wells Fargo

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Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+11,51%), S&P500 (+15,03%), Dow Jones (+1,81%) und Nasdaq100 (+38,43%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 schloss die Woche leicht im Minus. Bisher lassen die Bullen keinen stärkeren Abgabedruck zu. Die 4.400 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Range über die .425 zur 4.440 aktiv. Darüber die weitere Bewegung zur 4.330. Bei Bruch 4.490. Unterhalb rückt hingegen die 4.360 in den Blickpunkt. Darunter weitere Bewegung zur 4.375. Bei Bruch 4.3k/.290.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones bleibt als Underperformer im bullischen Muster, allerdings konnte das Juni-Hoch bisher nicht herausnehmen. Unterhalb bleibt eine Doppelspitze als Gefahr möglich. Die 33.900 stellen eine erste relevante Zone. Oberhalb steht eine erste Spanne zur 34.110. Darüber würde das Gap bei 34.280 angegriffen werden. Bei Bruch Aufhellung zur 34.5. Unterhalb stellt nach der 33.810 die .600 eine erste wichtige Supportzone. Darunter Eintrübung zu den 100-Tagelinien und 61,8-er R um 33.350. Bei Bruch Türöffner ins Gap 33.185/.060. Im Anschluss würde eine größere Korrektur wahrscheinlich werden. In der zweiten Grafik ist der Dow Jones Wochenchart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Eine größere Konsolidierung (ca. 1.000 Pkt) wäre überfällig, um eine gesunde Chartstruktur zu erhalten, allerdings verlaufen sämtliche Gegenbewegungen bisher im bullischen Muster. Die Bären brauchen stärkeren Druck. Die 15k/.050 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Spanne zur 15.200 aktiv. Darüber kann ein neuer Impuls aufgegriffen werden mit einem ersten Ziel um 15.4. Anschließend 15.6. Unterhalb rücken hingegen mit der 14.7 ein wichtiges Zwischentief in den Blickpunkt. Darunter erste Eintrübung über die .640 zur .500. Bei Bruch 14.250.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1990-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt. Obere Begrenzungslinie und 2022-er Begrenzungslinie bremsen die DAX-Rally (von Oktober 2022) momentan aus.

DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte und am 2021/22-er Allzeithoch zunehmend toppish wirkt. Eine Konsolidierung des Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX die wichtige Supportzone an der 15.7/15.6 erstmals auf Wochenschlussbasis verletzte. Die Bullen brauchen den Rücklauf in die alte Range, ansonsten dürfte die Saisonalität in den nächsten Wochen für allgemeine Kursschwäche sorgen. Sehr auffällig ist auch die relative Schwäche zur Wall Street. Die 15.3/15.4 stellen die nächste Supportzone. Die 15.750 stellen im Wochenchart einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb läuft der DAX zurück in die alte Range mit Zielen bei 16.050 und anschließend .270. Unterhalb dürfte sich eine neue Spanne zur 15.350 öffnen. Bei Bruch 15.130 und anschließend 14.9.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Bullischer Halbjahresabschluss mit vielen Fragezeichen

Die Aktienmärkte schlossen den Juni mit kräftigen Gewinnen ab und beendeten damit ein bemerkenswertes erstes Halbjahr. Besonders hervorzuheben ist der Nasdaq, der im ersten Halbjahr besonders stark zulegen konnte. Sollte diese Dynamik so anhalten, könnte sich das Jahr 2023 als historisch starkes Jahr für die Techs erweisen. Trotz dieser starken Leistung scheint das Marktumfeld nicht ganz mit der Euphorie an den Börsen übereinzustimmen. Die globale Konjunktur bleibt schwach, während die Geldpolitik stark straffend ist. Es stellt sich die Frage, ob der schnelle und starke geldpolitische Straffungszyklus wirklich spurlos an den Märkten vorbeigeht. Die volle Wirkung der Geldpolitik dürfte in der zweiten Jahreshälfte vollständig auf die Konjunktur treffen.

Während der letzten Handelswoche konnten die Märkte ihr bullisches Muster beibehalten. Die bullischen Konsolidierungen wurden wiederholt nach oben aufgelöst, und der DAX konnte erneut seine übergeordnete Unterstützungszone bei 15.700/15.600 Punkten verteidigen. Die neue Handelswoche wird aufgrund des US-Feiertags einen etwas langsameren Start haben, aber es stehen einige wichtige Termine an, darunter das Protokoll der US-Notenbank Fed, der ISM-Index und der US-Arbeitsmarktbericht.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Feiertag USA Verkürzter US-Handel (bis 19:00 Uhr)
    • 03:00 Uhr China HSBC Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni
    • 16:00 Uhr USA ISM Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni
  • Dienstag:
    • Feiertag USA – Wall Street geschlossen
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanz Mai
  • Mittwoch:
    • 03:00 Uhr China Caixin Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juni
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juni
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Mai
    • 16:00 Uhr USA Industrieaufträge Mai
    • 20:00 Uhr USA Fed-Sitzungsprotokoll
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieaufträge Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze Mai
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigungsänderungen Juni
    • 16:00 Uhr USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Juni
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr USA Arbeitsmarktbericht Juni

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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:

Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn 2023. DAX (+15,98%), S&P500 (+15,91%), Dow Jones (+3,80%) und Nasdaq100 (+38,75%).

Performance seit Januar 2023

Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.

Performance seit 1990

Direkt zu Beginn der Blick zur Saisonalität. Eine der bekanntesten Börsenweisheiten lautet „Sell in May and go away, but remember to come back in September.„. Der nachfolgende Chart, wo der genannte Zeitraum für die letzten 15 Jahre markiert wurde, stellt dar, dass diese Weisheit durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Sehr häufig gab es zwischen Mai und September den stärksten Rücksetzer des Gesamtjahres; selbst innerhalb der Rekordhausse. Eine große Ausnahme stellte das Pandemiejahr 2020 dar, als der DAX innerhalb der schwachen Saisonalität stark zulegen konnte. Vor dem Hintergrund der Straffungspolitik der Notenbanken und dem Stagflationsszenario könnte die Börsenweisheit erneut um Gehör bitten.

„Sell in May“

Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 löste seine bullische Konsolidierung zum Monatsabschluss dynamisch nach oben auf. Die Bären bräuchten echten Druck für ein erstes Signal und bleiben bisher blass. Die 4.440 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Range zur 4.465 aktiv. Darüber die weitere Bewegung zur .475 und .490. Bei Bruch 4.525. Unterhalb rückt hingegen die Gap-Zone 4.420/4.4 in den Blickpunkt. Darunter weitere Bewegung zur 4.375. Bei Bruch 4.355 und anschließend .325.

S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart

Der Dow Jones beendete zum Monatsabschluss die bullische Zwischenkonsolidierung. Im bullischen Muster muss der Dow nun das Zwischenhoch vom Juni herausnehmen. Untergeordnete flache Konsolidierung im Impuls wahrscheinlich. Die 34.360 stellen eine erste relevante Zone. Oberhalb steht der Trend bei 34.530 im Fokus. Darüber weitere Aufhellung zur .600 und .710. Bei Bruch 34.800 und Türöffner zur 35k. Unterhalb stellen hingegen die 33.270 (Gap-Oberkante) und .160 (Wochen-PP) eine erste Supportzone. Darunter folgt die Bewegung zur 34k, wo die Bullen Gegenwehr zeigen müssen, um den bullischen Impuls fortzusetzen. Bei Bruch weitere Eintrübung zur 33.850/.800. In der zweiten Grafik ist das übergeordnete Bild im Dow Jones Quartalschart zu erkennen.

Dow Jones Tageschart
Große Bild – Dow Jones im Quartalschart

Der Nasdaq100 in diesem Jahr der Outperformer inmitten einer KI-Übertreibungsphase. Eine größere Konsolidierung wäre überfällig, um eine gesunde Chartstruktur zu erhalten, allerdings verlaufen sämtliche Gegenbewegungen bisher im bullischen Muster. Die Bären brauchen stärkeren Druck. Die 15.030 stellen einen ersten relevanten Bereich. Oberhalb bleibt die Spanne zur 15.250 aktiv. Darüber die weitere Bewegung zur 15.365. Bei Bruch Türöffner zur 15.550. Unterhalb rücken hingegen die 14.840 in den Blickpunkt. Darunter folgt die Bewegung zur 14.600. Bei Bruch könnte die Konso wieder an Fahrt aufnehmen über die 14.5 zur .375.

Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).

Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart

Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit 1990, wo der DAX nach drei roten Quartalskerze in Folge (gab es zuletzt inmitten der Finanzkrise 2008 und zur Dotcom-Bubble 2000) eine scharfe Gegenbewegung einleiten konnte. Ein nachhaltiger Bruch durch die Zone 14.8/15.1 würde das charttechnische Bild wieder zum AZH aufhellen.

Folgende übergeordnete Cluster sind nun im Quartalschart zu nennen:

  • 16.6 > 16.450 > 16.3 > 16k > 15.7 > 15.1k/14.8 > 14.5 > 14k > 13.3 > 13k > 12.600 > 11.850
DAX Quartalschart

Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Juli.

Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2023.

Der DAX im Jahr 2023 mit den Jahres-Pivot-Punkten
Der VDAX auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Monaten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble
DAX Keilformation seit 2000

Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

Xetra-DAX Monatschart.
Der Blick zum DAX Monatschart, wo der DAX seit Oktober 38% zulegen konnte. Eine Konsolidierung dieses Anstiegs während der schwachen Saisonalität würde sich anbieten. Erst unterhalb der 15.6 würden dafür erste Signale aufkommen.

Xetra-DAX Monatschart

Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach seinem Allzeithoch erneut die wichtige Supportzone an der 15.7/15.6 testet und auf Monatsschlussbasis abermals abprallte. Erst bei Bruch würde es eine erste bärische Eintrübung geben. Die letzten schärferen Anstiege an der Wall Street konnte der DAX nicht mehr voll nachbilden. Die 16k stellen im Wochenchart einen ersten relevanten Bereich.

Oberhalb bleibt ein erster Cluster über die 16.1 zur 16.180 aktiv. Darüber folgen 16.270 und .310. Bei Bruch 16.360/.420 und das neue AZH an der 16.470.

Unterhalb stellen hingegen die 15.850/.830 einen ersten Cluster. Direkt darunter das m. Bollinger bei .760. Bei Bruch Eintrübung in die große Supportzone 15.700/.600. Anschließend Türöffner .550 zur .380.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Allgemeiner Hinweis:

Unter Tagesanalysen und Live-Analysen/ Trading-Chat werdet ihr auch tagsüber stets aktuell informiert. Bitte beachtet auch die Live-Trading-Gruppe. Volle Einsicht erhalten jedoch nur registrierte Mitglieder der Seite. Hier kostenlos anmelden.

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