Sektorenrotation, Sommerflaute – Nach Zwischenschritt weiter runter?

In den letzten zwei Wochen meiner Abwesenheit zeigten die globalen Aktienmärkte ein charakteristisches saisonales Muster mit einer starken ersten Juli-Hälfte, gefolgt von einem Anstieg der Volatilität und einer Abkühlungsphase, insbesondere im Hochtechnologiebereich. Eine markante Sektorenrotation hat begonnen, mit Kapitalabflüssen aus dem Technologie- und KI-Sektor hin zu US-Nebenwerten und Value-Aktien. Diese Verschiebung könnte, angesichts der signifikanten Gewichtung von Tech-Aktien, trotzdem weiterhin den Gesamtmarkt negativ beeinträchtigen. Angesichts des kurzfristig überverkauften Zustands des Marktes ist zuvor eine bullische Gegenbewegung zu erwarten. Diese könnte vorübergehend für etwas Stabilität sorgen, bevor die Unternehmensberichte die nächsten Impulse setzen.

Die kommende Woche verspricht mit dem Fortschreiten der aktuellen Berichtssaison spannend zu werden. Schwergewichte wie SAP, Alphabet und Tesla stehen im Rampenlicht, wobei die Erwartungen hoch sind und daher das Risiko einer Enttäuschung besteht. Zudem rücken wichtige Wirtschaftsdaten in den Fokus: Einzelhandelsumsätze und der ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland sowie die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor aus Deutschland, der Eurozone und den USA geben Aufschluss über den aktuellen Zustand der globalen Wirtschaft. Ein weiteres Highlight ist die Veröffentlichung des US-BIPs für das zweite Quartal, ein Schlüsselindikator für die Gesundheit der US-Wirtschaft.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsatz Juni
    • Quartalszahlen u. a. von SAP
  • Dienstag:
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index Juli
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Juli (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Juni
    • Quartalszahlen u. a. von Tesla, Alphabet, Coca Cola
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima August
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juli (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juli (vorläufig)
    • Quartalszahlen u. a. von Ford, IBM
  • Donnerstag:
    • (!) 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Juli
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juni
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • (!) 14:30 Uhr USA BIP Q2 (1. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • (!) 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Juni
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Juli (endgültig)

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Der DAX hält sich seit April innerhalb einer volatilen Seitwärtsrange. Von der Rekordjagd an der Wall Street konnte ich nicht mehr profitieren. Wichtige Supportbereiche weiter bisher jedoch gehalten. Das m. Bollingerband an der 18.280 stellt den ersten relevanten Bereich. Oberhalb stelt nach der .350 die 18.470 den nächsten Cluster. Bei Bruch wieder die Aufhellung zur 18.7. Unterhalb stellt der Trend an der 18.150 den nächsten Support, gefolgt von der 18k. Bei Bruch durch die 18k wird das Apriltief 17.8 und 17.6 unter Druck gesetzt.

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Quartalsschluss mit starken Divergenzen – Trotzdem weitere Gewinne?

Die Aktienmärkte haben eine Handelswoche hinter sich gelassen, die den Abschluss des Monats und des zweiten Quartals markierte. Während die Woche durch eine enge Handelsspanne charakterisiert war, zeigten sich im gesamten Monat Juni einige bemerkenswerte Trends. Der DAX endete den Monat als einer der Underperformer und verzeichnete deutliche Verluste, während der Nasdaq dank der starken Performance von KI-Technologieaktien fast 7% zulegen konnte. Die Marktbreite hat bedenklich an Kraft verloren. Die Konjunkturdaten aus dem Juni waren mehrheitlich schwach, was sich insbesondere auf Einzelhandelsaktien wie Puma, Walgreens und Levi’s auswirkte, die erhebliche Verluste hinnehmen mussten. Die Herausforderung für die US-Notenbank Fed bleibt, die Konjunktur zu stützen, während gleichzeitig das Inflationsziel von 2% angestrebt wird. Die Sorge um die Konjunktur wächst monatlich, da die Wirtschaft an Schwung verliert.

In die neue Woche und das dritte Quartal starten die Märkte gerne mit einer positiveren Stimmung, unterstützt durch Kapitalzuflüsse und die bevorstehende Feiertagswoche in den USA. Die Parlamentswahlen in Frankreich (Sonntag) bilden jedoch einen (kurzfristigen?) Unsicherheitsfaktor. Es stehen auch wichtige wirtschaftliche Indikatoren an, darunter die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. Die Veröffentlichungen der Protokolle der Fed und der EZB sowie ein Policy-Panel mit EZB-Präsidentin Lagarde und Fed-Chef Powell werden ebenfalls mit Spannung erwartet. Der Wochenabschluss wird durch den US-Arbeitsmarktbericht gekrönt, der weitere Hinweise auf die Gesundheit der US-Wirtschaft geben könnte. Diese Ereignisse dürften die Marktdynamik in der kommenden Woche maßgeblich beeinflussen und könnten auch die Volatilität wieder erhöhen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Quartalsauftakt
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (endgültig)
    • (!) 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Juli (Vorabschätzung)
    • (!) 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (Vorabschätzung)
    • (!) 15:30 Uhr Policy panel EZB Lagarde und Fed Powell
    • 16:00 Uhr USA JOLTs Stellenangebote Mai
  • Mittwoch:
    • USA – Unabhängigkeitstag – Vorzeitige Schließung um 13:00 Uhr
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Mai
    • 14:15 Uhr USA ADP Beschäftigungsänderung Juni
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Mai
    • (!) 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni
    • 20:00 Uhr USA FOMC Protokoll
  • Donnerstag:
    • USA Feiertag – Unabhängigkeitstag
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Mai
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB Protokoll
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsätze Mai
    • (!) 14:30 Uhr USA Arbeitsmarktbericht Juni
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Juni (endgültig)

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Der DAX konnte weiterhin die neutrale Spanne von der 50-Tagelinie an der 18.4 zur 100-Tagelinie an der 18k verteidigen. Eine Zwischenzone in dieser Range stellt die 18.170. Bei Bruch durch die 18.4 öffnet sich die Erholung zur 18.530 gefolgt, von der 18.7. Bei Bruch durch die 18k wird hingegen das Apriltief zur 17.8 und 17.6 unter Druck gesetzt.

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Sommerflaute, Blackout, Neupositionierung nach dem Verfall – Gefahr von Schwäche

Die Aktienmärkte beendeten eine bemerkenswerte Handelswoche, die stark von Technologiewerten, insbesondere KI-Unternehmen wie Nvidia, dominiert wurde. Nvidia avancierte nach einem nahezu parabolischen Kursverlauf sogar zur Firma mit der höchsten Marktkapitalisierung. Jedoch zeigten sich zum Wochenende erste bärische Signale im Chartbild, was die Frage aufwirft, ob nach dem großen Verfallstermin eine Marktkonsolidierung einsetzen könnte. Dieses Szenario könnte durch die weiter ausgeweitete Blackout-Periode, während der nun ein Großteil der US-Unternehmen keine Aktienrückkäufe tätigen darf, weiter unterstützt werden.

In der kommenden Woche stehen nur wenige wichtige wirtschaftliche Termine an, die jedoch bedeutende Einblicke geben könnten. Am Montag wird der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht, der Aufschluss über die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gibt, welche zuletzt weiter schwach ausgefallen ist. Am Dienstag folgt das US-Verbrauchervertrauen vom Conference Board, das Hinweise auf die Stimmungslage der amerikanischen Verbraucher liefern könnte. Ein weiterer wichtiger Termin ist am Donnerstag die Veröffentlichung der Ergebnisse des Banken-Stresstests durch die Fed. Den Abschluss der Woche bildet die Veröffentlichung der US PCE-Kernrate am Freitag, die wichtige Aufschlüsse über die Inflationsentwicklung in den USA geben wird.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Juni
  • Dienstag:
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index Juni
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Juli
    • 16:00 Uhr USA Neubauverkäufe Mai
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Mai
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (endgültig)
    • 22:30 Uhr USA Ergebnisse des Banken-Stresstests der Fed
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Einzelhandelsumsätze Mai
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Mai
    • 14:30 Uhr USA Konsumausgaben Mai
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Juni (endgültig)

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Der DAX bemühte sich nach Bruch der 50-Tagelinie um Stabilitität an der 100-Tagelinie bei 18k. Die übergeordnete 5. Welle (Bewegung von Oktober 2023) droht nun in die Konsolidierung zu gehen, die mehrere Wochen anhalten kann. Die Gegenbewegung bisher im bärischen Muster. Die 18k stellt weiterhin den ersten relevanten Bereich auf Wochensicht. Oberhalb bleibt die Range zur 18.130 aktiv, gefolgt mit der Chance noch die 50-TL bei 18.350 und .400 zu testen. Darüber weitere Aufhellung zur 18.550 und im Anschluss 18.800. Unterhalb wird an der 17.790 und .600 das Apriltief unter Druck gesetzt, mit Chance eine Gegenbewegung einzuleiten. Darunter weitere Eintrübung zur 17.450/.400.

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DAX Abverkauf – Buybacks im Blackout – Nasdaq am Allzeithoch – Es wird ungemütlich

Die Aktienmärkte erlebten in der vergangenen Woche eine auffällige Zweiteilung. Während die US-Inflationsdaten schwächer ausfielen und das FOMC-Meeting der Fed Hoffnungen auf eine mögliche Zinssenkung im September weckte, zeigten sich an der Wall Street differenzierte Reaktionen. Während der Dow Jones, der Dow Transport und der Russell 2000 Index deutliche Schwächen zeigten oder gar abverkauft wurden, erreichten der S&P 500 und der Nasdaq, angetrieben durch Technologietitel wie Nvidia und Apple, neue Allzeithochs. Interessanterweise konnten diese beiden Indizes zulegen, obwohl die Mehrheit der gelisteten Unternehmen Verluste verbuchte. Im Gegensatz dazu schloss der DAX nahezu auf einem Monatstief und verlor fast 1.000 Punkte von seinem Höchststand, was auf eine mögliche umfassende Konsolidierung der Herbstrally hinweist. Ein weiterer Druckpunkt für die US-Märkte könnte die nun beginnende Blackout-Periode sein, in der Aktienrückkäufe bis Mitte Juli pausieren. Diese Buybacks stellen normalerweise ein bedeutendes Kaufvolumen dar, dessen Wegfall insbesondere in einem volumenschwachen Markt eine Konsolidierung begünstigen könnte.

In der kommenden Handelswoche richten sich die Blicke auf wichtige konjunkturelle Frühindikatoren sowie die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland und der Eurozone und die Einzelhandelsumsätze aus den USA. Sollten weitere Konjunkturdaten Schwächen zeigen, könnte dies nicht mehr nach dem Prinzip „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“ aufgefasst werden, sondern echte Sorgen um eine zu starke Abkühlung der US-Wirtschaft oder gar Rezessionsängste schüren. Mit einem Feiertag in den USA am Mittwoch und dem großen Verfallstermin am Freitag könnte die Woche zusätzlich an Spannung gewinnen. Die Bullen könnten vor erheblichen Herausforderungen stehen, insbesondere wenn der Wegfall der Buybacks zu einer verstärkten Volatilität führen sollte.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr China Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Juni
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Juni
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Mai
    • 14:30 Uhr USA Industrieproduktion Mai
  • Mittwoch:
    • Feiertag USA – Juneteenth
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Mai
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Juni
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Juni (vorläufig)
  • Freitag:
    • Hexensabbat – Großer Verfallstermin
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 09:30 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 09:30 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser Mai

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Der DAX verlor den Hangelmodus an der 50-Tagelinie und fiel direkt auf den Kombisupport an der 18k. Die übergeordnete 5. Welle (Bewegung von Oktober 2023) droht nun in die Konsolidierung zu gehen, die mehrere Wochen anhalten kann. Das m. Bollinger an der 18k stellt den ersten relevanten Bereich auf Wochensicht. Oberhalb bleibt die Range zur 18.250 aktiv, gefolgt von der 18.450. Darüber weitere Aufhellung zur 18.550/.770. Unterhalb wird an der 17.790/.750 das Apriltief unter Druck gesetzt, mit Chance eine Gegenbewegung einzuleiten. Darunter weitere Eintrübung zur 17.500/.400.

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Viele Widersprüche – Alle Augen auf Fed Chef Powell

In der vergangenen Handelswoche zeigten sich die Aktienmärkte uneinheitlich. Während der S&P 500 und der Nasdaq an der Wall Street neue Allzeithochs erreichten, zeigte der DAX nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) Schwächen und beendete die Woche als Underperformer. Die Zinssenkung führte zu Gewinnmitnahmen, was die Börsenweisheit „Buy the rumor, sell the news“ mal wieder unterstrich. Die EZB signalisierte, dass vorerst keine weiteren Zinssenkungen zu erwarten sind, und möchte eine datenabhängige Politik ohne Forward guidance verfolgen. In den USA ist die Situation komplexer, insbesondere im Hinblick auf die Stärke der Konjunktur. Viele Konjunkturdaten und Frühindikatoren waren schwach, während der US-Arbeitsmarktbericht positiv überraschte, insbesondere auch bei den Stundenlöhnen. Die Interna im Bereich und die US-Haushaltsumfrage zeigten hingegen ein komplett konträres Bild. Die US-Konjunktur ist voller Widersprüche und Unsicherheiten.

Die bevorstehende Woche wird entscheidend sein, da die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch ihren Zinsentscheid bekannt gibt und gleichzeitig die neuen US-Inflationsdaten veröffentlicht werden. Diese Entwicklungen sind besonders relevant, da die Fed einen schwierigen Spagat bewältigen muss: Sie muss entscheiden, ob sie die Inflation weiter bekämpfen oder die Konjunktur stützen soll. Zu lange hohe Zinsen könnten die Wirtschaft belasten und möglicherweise eine Rezession auslösen. Zudem beginnt in der kommenden Woche die sogenannte Blackout-Periode für Aktienrückkäufe (Buybacks), die dann für einen Monat pausieren und somit als Stütze am Markt wegfallen. Obwohl die Aufwärtstrends am Markt intakt bleiben, wird das Marktumfeld und die Makroökonomie zunehmend hinterfragt, was die Unsicherheit unter den Investoren erhöht.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:30 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex Juni
  • Dienstag:
    • %%
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise Mai
    • 20:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid/ 20:30 Uhr Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion April
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise Mai
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Mai
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion April
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)

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Der DAX hängt seit 4 Wochen innerhalb einer engen Range und verteidigt weiter den Support an der 50-Tagelinie. Die übergeordnete 5. Welle (Bewegung von Oktober 2023) hätte das Mindestziel bereits erreicht. Flache Konsolidierungen oberhalb der 18.250 können die Welle aber noch weiter ausdehnen (untergeordneter 5-Weller). Bisher ist die Abwärtsbewegung also noch nicht zu stark für die Bären, aber das Puffer ist nahezu aufgebraucht. Die 18.570 stellen den ersten relevanten Bereich auf Wochensicht. Oberhalb bleibt die Range zur 18.770 aktiv. Darüber Chance auf Aufhellung zum Allzeithoch 18.970/19.000. Unterhalb droht nach der .420 hingegen die Range zur .350 und .250 aktiv. Darunter Eintrübung zur 18k.

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