Alle Augen auf Powell

Die Aktienmärkte befinden sich momentan in einer Phase der Unsicherheit, in der sich weder die Bären noch die Bullen deutlich durchsetzen können. Dieses Patt spiegelt die Zurückhaltung der Marktteilnehmer wider, insbesondere im Vorfeld der bevorstehenden Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Markterwartungen sind geprägt von der Annahme einer „Higher for longer“-Strategie der Fed, die darauf hindeutet, dass die Zinsen länger auf einem hohen Niveau gehalten werden könnten, mit lediglich drei erwarteten Zinssenkungen im Jahr 2024. Die bevorstehende Fed-Entscheidung und insbesondere die Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell könnten entscheidend sein, um die aktuelle Marktdynamik zu beeinflussen. Sollte Powell eine noch restriktivere Haltung signalisieren und eine weitere Verschiebung der Zinswende andeuten, könnten die Anleihenrenditen weiter steigen, was potenziell Druck auf die Aktienmärkte ausüben würde. Auf der anderen Seite würden dovishere (taubenhaftere) Überraschungen wahrscheinlich das Momentum der jüngsten Rally weiter unterstützen oder sogar verstärken.

Die bevorstehende Pressekonferenz der Fed, die ab 19 Uhr auf meinem YouTube-Kanal live verfolgt werden kann, wird von Investoren und Marktteilnehmern mit großer Spannung erwartet. Die Kommentare und Signale, die während dieser Veranstaltung gegeben werden, werden wichtige Hinweise auf die zukünftige geldpolitische Richtung der Fed geben und somit die Richtung der Aktienmärkte in den kommenden Wochen und Monaten maßgeblich beeinflussen.

Wichtige Termine:

  • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Februar
  • 09:45 Uhr Eurozone Rede EZB-Präsidentin Lagarde
  • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen März (vorläufig)
  • 19:00 Uhr USA Fed Zinsentscheid/ 19:30 Uhr Fed Pressekonferenz

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Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, allerdings erfolgt die Auflösung zunehmend impulsiv, wovon oberhalb der 17.4 auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden muss. Erst bei Bruch zurück muss ein Warnsignal ausgesprochen werden. Die erste neutrale Range verläuft von 17.4 über 17.650 zur 18k, wobei der Februar-Impuls vor dem Abschluss steht und ein Rückgang in Richtung 17.5/17.4 zu erwarten wäre, der dann nochmals von den Bullen genutzt werden kann. Oberhalb öffnet sich hingegen der Cluster zur 18.150 und anschließend 18.350. Unterhalb wäre die Spanne zur 17.1 zu nennen. Anschließend folgen 17k/16.850.

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Nvidia AI Conference beflügelt… kurzfristig?

Zu Beginn der neuen Handelswoche zeigten sich die Aktienmärkte erneut zweigeteilt, wobei vor allem der Tech-Sektor, insbesondere die Titel im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), Zuwächse verbuchen konnten. Diese Bewegung wurde durch die Ankündigung einer KI-Kooperation zwischen Google und Apple sowie durch die Erwartungen an die KI-Konferenz von Nvidia, die am Montag startete und bis Donnerstag andauert, befeuert. Das Sprichwort „Buy the rumors, sell the news“ könnte in einem solchen Umfeld wieder relevant werden, besonders nachdem der CEO von Nvidia die Konferenz nach der Schlussglocke eröffnet hat. Es bleibt abzuwarten, ob die aktuellen Kurssteigerungen im Nachgang der Konferenz Bestand haben werden.

Am Dienstag rücken die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland und der Eurozone in den Fokus. Diese Daten könnten neue Einblicke in die wirtschaftliche Stimmung und Erwartungen in der Region bieten und die Marktdynamik beeinflussen. Der wichtigste Termin der Woche dürfte jedoch das FOMC-Meeting der US-Notenbank Fed am Mittwoch sein. Die Märkte werden genau beobachten, welche Signale bezüglich der zukünftigen Geldpolitik und insbesondere einer möglichen Zinswende gesendet werden.

Wichtige Termine:

  • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen März
  • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen März
  • 13:30 Uhr USA Baugenehmigungen/ Baubeginne Februar

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Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte. Verdächtig flach, allerdings erfolgt die Auflösung zunehmend impulsiv, wovon oberhalb der 17.4 auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden muss. Erst bei Bruch zurück muss ein Warnsignal ausgesprochen werden. Die erste neutrale Range verläuft von 17.4 über 17.650 zur 18k, wobei der Februar-Impuls vor dem Abschluss steht und ein Rückgang in Richtung 17.5/17.4 zu erwarten wäre, der dann nochmals von den Bullen genutzt werden kann. Oberhalb öffnet sich hingegen der Cluster zur 18.150 und anschließend 18.350. Unterhalb wäre die Spanne zur 17.1 zu nennen. Anschließend folgen 17k/16.850.

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Negative Überraschung – Verfall im Fokus

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten an den Aktienmärkten für eine negative Überraschung. Die Einzelhandelsumsätze fielen schwächer aus als erwartet, während die Erzeugerpreise einen erneuten Anstieg verzeichneten. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Inflation sich verfestigt und somit die Hoffnung auf eine baldige und umfangreiche Zinswende dämpft. Die Möglichkeit, dass die Zinswende weiter nach hinten verschoben wird und in einem geringeren Umfang stattfindet, steht zunehmend im Raum. Der DAX erreichte zwar oberhalb der 18.000-Punkte-Marke ein neues Allzeithoch, konnte dieses Niveau zum Handelsschluss jedoch nicht verteidigen und schloss nahe am Tagestief. Dies könnte weiter auf eine bevorstehende Konsolidierung der jüngsten Aufwärtsbewegung hindeuten.

Der Freitag könnte aufgrund des großen Verfallstermins zusätzliche Volatilität in die Märkte bringen. Darüber hinaus stehen die Veröffentlichung der Industrieproduktion und des Konsumklimas der University of Michigan aus den USA an. Diese Daten werden weitere Einblicke in die wirtschaftliche Stimmung und Aktivität in den USA geben und könnten die Markterwartungen bezüglich der Geldpolitik und der Konjunkturaussichten weiter beeinflussen.

Wichtige Termine:

  • Großer Verfallstermin
  • 13:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index März
  • 14:15 Uhr USA Industrieproduktion Februar
  • 15:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan März (vorläufig)

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Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:

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Markt schaltet auf stur

Nach Dienstag, an dem die Märkte die etwas festeren US-Inflationsdaten überraschend positiv aufgenommen hatten, präsentierten sich die Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich und etwas richtungslos. Der DAX erreichte nahe der 18.000-Punkte-Marke eine historische Bestmarke, hat sich seitdem aber in einer abwartenden Seitwärtsbewegung konsolidiert. In den USA zeigt sich ein gespaltenes Bild: Während der Dow Jones fester tendiert, zeigt der Nasdaq Schwächen und konnte seit Februar keine nennenswerte Performance mehr erzielen. Auffällig ist dabei, dass der Anstieg bei wenigen hochmarktkapitalisierten Titeln konzentriert ist.

Mit den anstehenden US-Erzeugerpreisen und den Einzelhandelsumsätzen am Donnerstag rücken erneut größere Konjunkturdaten in den Fokus. Starke Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und feste Erzeugerpreise könnten den Druck auf die Federal Reserve erhöhen, die geplante Zinswende weiter nach hinten zu verschieben oder im Umfang kleiner ausfallen zu lassen. Die Märkte scheinen derweil weiterhin bemüht, sämtliche Risiken zu ignorieren und sich auf das positive Momentum zu konzentrieren. Diese Haltung birgt jedoch das Risiko, dass eine eventuelle Anpassung der geldpolitischen Erwartungen oder eine Veränderung der Konjunkturaussichten zu spät eingepreist wird und somit zu verstärkten Marktreaktionen führen könnte.

Wichtige Termine:

  • 13:30 Uhr USA Erzeugerpreise Februar
  • 13:30 Uhr USA Einzelhandelsumsätze Februar
  • 13:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche

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Märkte sehen keine Risiken

An einem Tag, der nur von wenigen Impulsen gekennzeichnet war, konnten die Aktienmärkte dennoch Zuwächse verzeichnen. Besonders der DAX stach hervor, indem er nach der Veröffentlichung der neuen US-Inflationsdaten nahe der 18.000-Punkte-Marke ein neues Allzeithoch erreichte. Entgegen den vorherigen Annahmen erwiesen sich die US-Inflationsdaten als fester, was darauf hindeutet, dass der zuvor beobachtete disinflationäre Trend nun immer weiter zum Erliegen kommt. Trotz dieser Entwicklung und dem damit verbundenen Hinweis auf eine verfestigte Inflation setzt der Markt im Zuge des starken aktuellen Momentums seinen Fokus weiterhin auf positive Aspekte. Die Marktteilnehmer nehmen zur Kenntnis, dass die Inflationsdaten zwar fester ausfielen als erwartet, jedoch immer noch Anzeichen eines – wenn auch stark abgeflachten – Abwärtstrends der Inflation erkennbar sind. Für die US-Notenbank Fed dürfte sich durch diesen Datensatz nicht viel ändern. Es wird weiterhin mit einer ersten Zinssenkung im Juni gerechnet, auch wenn die sich verfestigende Inflation eine umfassende Zinswende unwahrscheinlich macht.

Am morgigen Tag stehen nur wenige wirtschaftliche Impulsgeber auf dem Programm. Unter anderem wird die Industrieproduktion aus der Eurozone gemeldet, die weitere Einblicke in die wirtschaftliche Lage der Eurozone bieten könnte.

Wichtige Termine:

  • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Januar

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