Abverkauf und viele Sorgen – Chance auf Gegenbewegung?

Die vergangene Handelswoche war geprägt von großer Unsicherheit, vor allem aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen Iran und Israel. Der jüngste Angriff Israels auf den Iran könnte vorerst einen Wendepunkt in dieser Krise markieren, doch die Märkte haben neben der Geopolitik weitere Herausforderungen zu bewältigen, die sie in den letzten Wochen und Monaten möglicherweise zu optimistisch eingeschätzt haben. US-Notenbankchef Jerome Powell stellte fest, dass der zuvor beobachtete Abwärtstrend bei der Inflation zum Stillstand gekommen ist und die Inflation weiterhin auf einem zu hohen Niveau verharrt. Die US-Zinswende rückt damit weit in Richtung Jahresende. Weitere Konjunkturdaten haben zudem Zweifel daran aufkommen lassen, ob die US-Wirtschaft tatsächlich so robust ist, wie bisher angenommen. Auch die ersten Quartalsberichte der Unternehmen haben enttäuscht, insbesondere mit Blick auf ihre Zukunftsaussichten. Die sehr optimistischen Erwartungen für das zweite Halbjahr haben das Risiko von negativen Überraschungen erhöht.

Trotz der jüngsten Verkäufe und dem Erreichen eines überverkauften Niveaus an den Indizes, was eine vorübergehende Erholung erwarten lässt, ist das größere charttechnische Bild nun angeschlagen. Dies könnte bedeuten, dass nach einer möglichen Zwischenerholung weitere Tiefstände folgen könnten. In der kommenden Woche richten sich die Augen auf die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, den ifo Geschäftsklimaindex sowie die neuen BIP-Daten aus den USA für das erste Quartal. Besonders im Fokus steht die PCE-Kernrate am Freitag, die für die Fed von höchster Bedeutung ist, um die Inflationseinschätzung zu präzisieren. Die Quartalsberichtssaison nimmt nun Fahrt auf, mit Berichten von Schwergewichten wie Microsoft, Alphabet, Meta, Tesla, Intel und SAP. Dies dürfte die Volatilität an den Märkten weiterhin hoch halten.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen April (vorläufig)
    • Quartalsberichte u. a. SAP, verizon
  • Dienstag:
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index April
    • Quartalsberichte u. a. Tesla, Visa, Ups
  • Mittwoch:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex April
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter März
    • Quartalsberichte u. a. Boeing, Meta, IBM, Ford
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Mai
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr USA BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • Quartalsberichte u. a. Microsoft, Alphabet, Intel
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate März
    • 14:30 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan April (endgültig)
    • Quartalsberichte u. a. Exxon Mobil

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Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX nun 3 Wochen in Folge Verluste hinnehmen musste und damit die Konsolidierung der Herbst-Rallye getriggert hat. Der Schluss an der 50-Tagelinie hält bei festem Start die Chance einer Gegenbewegung hoch, um einen konsolidierenden Charalter beizubehalten. Die 17.550/.600 stellen die nächstgrößere Supportzone. Oberhalb bleibt eine neutrale Range 17.750 zur 17.900 aktiv. Darüber Chance auf Aufhellung zur 18.2. Unterhalb würde hingegen das m. Bollinger an der 17.3 in den Fokus rücken.

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Mühsamer Kampf am Support

Am Donnerstag gelang es den Aktienmärkten, den Abwärtstrend der vergangenen Tage etwas zu bremsen und eine kleine Stabilisierung sowie eine Gegenbewegung einzuleiten. Der DAX hat seine 50-Tage-Linie, die in den vergangenen Wochen immer wieder erfolgreich verteidigt wurde, weiterhin gehalten. Auch die US-Indizes befinden sich an entscheidenden charttechnischen Punkten, was die Frage aufwirft, ob ein nachhaltiger Rebound möglich ist oder ob die Märkte ein Verkaufssignal zum Wochenschluss setzen. Für den Freitag stehen keine größeren wirtschaftlichen Daten auf dem Kalender, allerdings könnte der kleine Verfallstermin, an dem Optionen und Futures auslaufen, zu erhöhter Volatilität führen.

Die geopolitische Lage bleibt angespannt, insbesondere die Unsicherheit darüber, ob Israel auf die jüngsten Drohnenangriffe des Iran mit einem Gegenangriff reagieren wird. Dieser Faktor bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und könnte die Märkte weiterhin beeinflussen. Die Wall Street hat nun knapp 5% von ihren Höchstständen verloren, und eine mögliche Gegenbewegung könnte den konsolidierenden Charakter der aktuellen Marktbewegung betonen. Sollte sich der Abverkauf jedoch in den Wochenschluss fortsetzen, würde dies ein stärkeres Warnsignal für die Märkte darstellen und könnte darauf hinweisen, dass größere Verluste bevorstehen.

Wichtige Termine:

  • Kleiner Verfallstermin
  • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise März
  • Quartalsberichte u. a. American Express, P&G

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Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg Mitte Januar nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte und anschließend die nächste Impulsbewegung starten konnte. An der 18.6 setzte eine Konsolidierung ein, die noch als 4. Welle einzustufen wäre. Durch den schwachen Wochenschluss rückt nun aber die Zone um 17.6 in den Fokus. Auffällig ist jedoch, dass die Abwärtsbewegung recht scharf verläuft. Die 17.900 stellen die erste neutrale Wochenrange zur 18.2. Oberhalb wird die Aufhellung zur 18.5 wieder möglich. Unterhalb öffnet sich hingegen die Tür zur 17.7/17.550.

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Schwache Erholung – 50-Tagelinie hält

Die Börsen erlebten einen eher ruhigen Mittwoch, ohne signifikante Impulse vom Wirtschaftskalender. Die Erholungsbewegungen der Indizes blieben schwach, wobei Aufschwünge immer wieder von Abverkäufen begleitet werden, was die anhaltende Vorsicht der Anleger unterstreicht. Die geopolitischen Unsicherheiten haben sich ebenfalls noch nicht aufgelöst, was zusätzlich auf den Märkten lastet. Der DAX konnte erfreulicherweise zum zweiten Mal in Folge seine 50-Tage-Linie verteidigen. Dies bietet die Möglichkeit, eine größere technische Erholung einzuleiten, sollte dieser Unterstützungsbereich weiterhin gehalten werden. Sollte diese Linie jedoch durchbrochen werden, droht eine weitere Verschlechterung des charttechnischen Bildes. An der Wall Street wurde zu Beginn der Woche wichtige Unterstützungen verletzt, und bisher konnten die Indizes diese nicht zurückerobern. Es ist entscheidend, dass ein technischer Rebound einsetzt, um weitere Tiefstände zu vermeiden.

Für den Donnerstag stehen einige wichtige wirtschaftliche Indikatoren an, die potenziell mehr Bewegung in die Märkte bringen könnten. Der Philadelphia Fed Index und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA werden erwartet. Diese Daten könnten Aufschluss über den aktuellen Zustand der US-Wirtschaft geben und somit die Markterwartungen beeinflussen. Zusätzlich stehen die Quartalsberichte von Netflix und BlackStone an, die ebenfalls für Volatilität sorgen könnten, besonders wenn diese signifikant von den Markterwartungen abweichen. Gerade in einer Zeit, in der die Märkte sensibel auf Unternehmensnachrichten reagieren, könnten diese Berichte wichtige Einblicke in die Geschäftsentwicklung und -erwartungen dieser bedeutenden Unternehmen bieten.

Wichtige Termine:

  • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index April
  • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser März
  • Quartalsberichte u. a. Netflix, Blackstone

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Der Blick auf den Wochenchart, wo der DAX den Herbstanstieg Mitte Januar nur bis zum 23,6-er Fibu-Level konsolidierte und anschließend die nächste Impulsbewegung starten konnte. An der 18.6 setzte eine Konsolidierung ein, die noch als 4. Welle einzustufen wäre. Durch den schwachen Wochenschluss rückt nun aber die Zone um 17.6 in den Fokus. Auffällig ist jedoch, dass die Abwärtsbewegung recht scharf verläuft. Die 17.900 stellen die erste neutrale Wochenrange zur 18.2. Oberhalb wird die Aufhellung zur 18.5 wieder möglich. Unterhalb öffnet sich hingegen die Tür zur 17.7/17.550.

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Von Unsicherheit geplagt – Märkte brauchen den Rebound

Die Aktienmärkte erlebten auch am Dienstag eine von Unsicherheit geprägte Sitzung, verstärkt durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen Iran und Israel. An der Wall Street setzte sich der negative Trend fort, wobei der Dow Jones im April bisher eine Performance von -5% verzeichnet, womit er alle Gewinne des Jahres wieder abgegeben hat. Auch der DAX steht mit -4% im April deutlich unter seiner psychologisch wichtigen Marke von 18.000 Punkten. Am Dienstag wurde seine 50-Tage-Durchschnittslinie getestet; gelingt hier ein Abpraller, könnte dies den Startschuss für eine stärkere Erholungsbewegung geben. Eine wichtige Rolle für eine mögliche Stabilisierung der Märkte könnte die geopolitische Lage spielen, die derzeit für Verunsicherung sorgt. Die inhaltlich neue Äußerung von Fed-Chef Jerome Powell aus, dass der disinflationären Trend 2024 unterbrochen wurde und der Weg zum Inflationsziel von 2% sich länger hinziehen dürfte, führten zumindest nicht zu einem weiteren Abverkauf..

Für die zweite Wochenhälfte ist eine positive Wende wichtig, um zu verhindern, dass die Märkte weiter in eine Abwärtsspirale geraten. Der Mittwoch bietet mit der Veröffentlichung des Fed Beige Book, einem Konjunkturbericht der US-Regionalnotenbanken, einen der wenigen Impulsgeber des Tages. Dieser Bericht könnte weitere Aufschlüsse über die wirtschaftliche Lage in den verschiedenen Regionen der USA geben und somit die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Geldpolitik beeinflussen.

Wichtige Termine:

  • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise März (endgültig)
  • 20:00 Uhr USA Feid Beige Book
  • Quartalsberichte u. a. Aloca

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Unsicherheit in den Knochen – Iran, Israel und die Inflation

Die neue Handelswoche beginnt für die Aktienmärkte unter dem Einfluss der jüngsten geopolitischen Ereignisse – den Drohnen und Raketenangriffen des Irans auf Israel – etwas fester, was auf die Hoffnung der Anleger zurückzuführen ist, dass es sich um eine einmalige Aktion handeln könnte. Trotz des etwas festeren Starts bleibt die Unsicherheit im Markt bestehen, nicht zuletzt aufgrund der Befürchtung, dass es zu einem Gegenschlag von Israel kommen könnte, was das Potenzial für eine Eskalation der Situation birgt. Parallel dazu tragen auch die neuesten US-Daten zum Einzelhandel, die überraschend stark ausgefallen sind, zur Verunsicherung bei. Diese Daten könnten die Befürchtungen schüren, dass die Inflation in den USA weiter anziehen könnte, was durch den Anstieg der US-Anleiherenditen weiter unterstrichen wird. Dies zeigt, wie fragil die Erholung am Aktienmarkt ist und hebt die Diskrepanz zu den Entwicklungen am Anleihemarkt hervor.

Am Dienstag richten sich die Blicke auf wichtige Wirtschaftsdaten aus China, die vor Handelsbeginn veröffentlicht werden. Diese Daten werden aufgrund ihrer Bedeutung für die globale Wirtschaftsentwicklung genau beobachtet. Ebenfalls im Fokus stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und Europa, die weitere Einblicke in die wirtschaftliche Stimmung in diesen Regionen bieten könnten. Darüber hinaus stehen Quartalsberichte von großen Finanzinstituten wie der Bank of America und Morgan Stanley an. Diese Berichte könnten wichtige Einblicke in die Finanzlage und die Erwartungen der Banken unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen geben.

Wichtige Termine:

  • 04:00 Uhr China BIP Q1
  • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen April
  • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion März
  • Quartalsberichte u. a. Bank of America, Morgan Stanley, Johnson & Johnson

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