Märkte steigen trotz Warnsignale – Jackson Hole im Fokus

Die Börsen konnten in der vergangenen Handelswoche erneut zulegen, obwohl sich im Hintergrund zunehmend dunkle Wolken auftürmen. An der Wall Street wurden mehrfach neue Allzeithochs markiert, getragen von der Hoffnung auf eine sanfte Landung und baldige Zinssenkungen – ein Szenario, das zunehmend nicht mehr zum realwirtschaftlichen Bild passt.
Denn eben dieses Bild beginnt zu kippen: Die Erzeugerpreise stiegen so stark wie seit drei Jahren nicht mehr, während sich der US-Arbeitsmarkt zuletzt bedenklich schwach präsentierte. Goldlöckchen? Wohl kaum. Vielmehr erinnert das aktuelle Umfeld an die ersten Phasen einer Stagflation – und das bei steigender Kerninflation.
Dennoch klammern sich die Märkte an das Narrativ einer baldigen geldpolitischen Lockerung und das direkt in Serie. Historisch betrachtet gab es nur 1989 eine Zinssenkung bei einer Kerninflation über 3 % – damals allerdings mit fallender Tendenz. Heute steigt sie wieder an.

Wie lange kann diese Diskrepanz noch gutgehen?
Die neue Woche liefert womöglich erste Antworten: Am Montag steht die Reaktion auf das Ukraine-Treffen zwischen Putin und Trump an – Durchbruch oder reine Symbolik?
Und am Freitag folgt mit dem Jackson Hole Symposium das womöglich wichtigste Zentralbank-Event des Sommers. Die Rede von Fed-Chef Powell könnte zum Schlüsselereignis werden.
Zwischen Hoffnung und Realität – ist das der Showdown?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Auswirkungen Putin/ Trump Treffen
    • 11:00 Uhr EU Handelsbilanzsaldo Juni
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr US Baugenehmigungen Juli
  • Mittwoch:
    • Auftakt Jackson Hole Symposium der Fed
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 20:00 Uhr US Fed Protokoll
  • Donnerstag:
    • Jackson Hole Symposium der Fed
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindizes
  • Freitag:
    • Jackson Hole Symposium der Fed
    • 08:00 Uhr DE BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • (!) 16:00 Uhr US Rede Fed Chef Powell in Jackson Hole

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Der DAX konnte in der vergangenen Woche wieder in Richtung Allzeithoch laufen und notiert seit Mai als Underperformer und trotz Rekordjagd an der Wall Street größtenteils unverändert. Umkehrsignale werden jedoch weiter konsequent gemieden. Die kommende Woche bietet einige große Impulsgeber.
Der Bereich an der 24.2 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.360 zum AZH an der 24.6 aktiv. Darüber rückt die 24.850 in den Fokus. Anschließend 25.130/.200.
Unterhalb ist der Cluster zur 23.950 weiter aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.7/23.6. Anschließend 23.3.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX kämpft wieder an der 24.4. Ein Bereich, der in den vergangenen Wochen immer wieder zum Ausstieg genutzt wurde. Ein nachhaltiger Durchbruch würde die Tür zum neuen Allzeithoch an der 24.8 öffnen. Putin – Trump Gipfel kann nach dem Wochenende einen wichtigen Impuls liefern.
Der Bereich an der 24.400 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 24.490/.530 im Fokus. Darüber Chance AZH in der Zone 24.610 und .700. Bei Bruch 24.800/.850.
  • Unterhalb ist die Range zum Trend bei 24.280 im Fokus. Darunter folgen 24.190. Bei Bruch weitere Eintrübung zum m. Bollinger bei 24.100. Anschließend 24.070/.025.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.400 > 24.490 > 24.530 > 24.610 > 24.640 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 24.280 > 24.190 > 24.100 > 24.070 > 24.025 > 23.950 > 23.850 > 23.760 > 23.720 > 23.650 > 23.570 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
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