Wenn mich jemand fragt, was im Trading am schwierigsten ist, dann sage ich nicht: die richtige Strategie. Ich sage: der eigene Kopf. Denn egal wie gut deine Technik ist – wenn du deine Emotionen nicht im Griff hast, wirst du langfristig verlieren.


1. Die Falle der Gier

Ich kenne das nur zu gut: Ein Trade läuft richtig gut, der Gewinn steigt – und was macht man? Statt sich über das Plus zu freuen, will man plötzlich mehr.
„Noch ein bisschen halten, der steigt bestimmt weiter.“
Und zack – schon dreht der Kurs und der Gewinn verpufft.
Das Problem ist nicht die Strategie, sondern die Gier.


2. Die Angst vor dem Verlust

Das Gegenteil ist genauso schlimm. Viele Trader setzen einen Stop-Loss – und ziehen ihn dann im Verlust immer weiter nach unten, weil sie hoffen: „Der Kurs dreht schon wieder.“
Das habe ich am Anfang ständig gemacht. Heute weiß ich: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ein klarer Stop-Loss rettet dich auf lange Sicht, auch wenn es im Moment weh tut.


3. Overtrading – der unterschätzte Killer

Ein weiterer psychologischer Klassiker ist das Overtrading. Man will unbedingt einen verlorenen Trade wieder reinholen, sitzt vor dem Bildschirm und klickt viel zu oft.
Das Ergebnis: Noch mehr Verluste, noch mehr Frust.
Ich habe mir angewöhnt, feste Trading-Zeiten einzuhalten – und wenn ich mein Tagesziel erreicht habe (egal ob Plus oder Minus), ist Schluss.


4. Disziplin schlägt Genialität

Manchmal höre ich, dass Trading nur mit „besonderem Talent“ geht. Das ist Quatsch. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die an der Börse gescheitert sind – weil sie keine Disziplin hatten.
Disziplin bedeutet:

  • Die eigenen Regeln einhalten, auch wenn es schwerfällt.
  • Nicht jedem Marktgerücht hinterherrennen.
  • Verluste akzeptieren, statt sie zu verdrängen.

5. Mein Tipp: Tradingtagebuch führen

Was mir am meisten geholfen hat: Ich schreibe meine Trades auf. Nicht nur Einstiege und Ausstiege, sondern auch meine Gedanken dabei.
Wenn ich mir das später anschaue, sehe ich sofort: War das ein rationaler Trade oder ein emotionaler?
Mit der Zeit habe ich so meine typischen Fehler erkannt – und konnte daran arbeiten.


Am Ende ist Trading zu 80 % Psychologie und nur zu 20 % Strategie. Dein größter Gegner sitzt nicht im Markt, sondern vor dem Bildschirm – und schaut dir aus dem Spiegel entgegen.
Wenn du das einmal verstanden hast, bist du schon einen großen Schritt weiter als die meisten Anfänger.


💬 Frage an dich: Welcher psychologische Fehler passiert dir am häufigsten – Gier, Angst oder Overtrading? Schreib’s mir gern in die Kommentare, vielleicht erkenne ich mich ja darin wieder 😉


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