Zwischen FOMO und Risiko – Folgen schwierige Wochen?

Die Aktienmärkte haben die vergangene Woche ohne große Veränderungen beendet. Zwar konnten S&P 500 und Nasdaq 100 noch einmal minimale neue Allzeithochs markieren – Anschlusskäufer mühen sich jedoch zusehends. Nach dem beeindruckenden Lauf der vergangenen Wochen – allein der Nasdaq legte seit dem Apriltief rund 30 % zu, Nvidia gar über 100 % – wirken die Märkte auch reif für eine Verschnaufpause.
Diese könnte nun auch saisonal bedingt eintreten: Mit dem Übergang in die zweite Juli-Hälfte beginnt traditionell eine herausfordernde Marktphase, in der auch die Volatilität tendenziell wieder zunimmt. Eine gesunde Konsolidierung wäre in diesem Umfeld keineswegs ein Zeichen von Schwäche, sondern möglicherweise sogar eine überfällige Bereinigung.

Die neue Woche – Berichtssaison und EZB im Fokus

Im Zentrum der kommenden Handelswoche dürfte die laufende Berichtssaison stehen. Mit Schwergewichten wie Tesla, Alphabet und SAP stehen gleich mehrere marktbewegende Zahlenwerke auf dem Kalender, die entscheidend für die Fortsetzung oder Unterbrechung der Rally sein könnten.

Außerdem wird der Zinsentscheid der EZB mit Spannung erwartet. Nach den letzten Äußerungen und Daten rechnen die Märkte mit einer Pause – was jedoch nicht bedeutet, dass die Kommunikation der EZB nicht trotzdem für Bewegung sorgen könnte. Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs werden besonders kritisch beäugt.

Trump, Powell und der Zollstreit – politische Risiken bleiben virulent

Unverändert begleiten auch politische Risiken die Märkte. Der Dauerbrenner Zollstreit bleibt stets im Vordergrund, denn in exakt zwei Wochen läuft – so Trump – die „endgültige Frist“ ab. Sollte es bis dahin keinen Deal mit der EU geben, könnten Zölle in Höhe von 30 % folgen. Ob es erneut eine Verschiebung geben wird oder Trump Ernst macht, ist derzeit völlig offen.

Zusätzlich brisant: Die andauernden verbalen Angriffe Trumps auf Fed-Chef Powell. Eine mögliche Absetzung Powells wäre ein historisch beispielloser Vorgang und würde nicht nur die Unabhängigkeit der US-Notenbank infrage stellen, sondern auch erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten auslösen – ein Risiko, das selbst Trump nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfte.

Die Ausgangslage bleibt spannend – und zunehmend fragil. Die Märkte sind ambitioniert bewertet, der Nachrichtenfluss bleibt hochbrisant. Wer jetzt auf eine Sommerflaute setzt, könnte sich täuschen. Politische Schlagzeilen und Quartalszahlen dürften weiterhin für reichlich Bewegung sorgen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 16:00 Uhr US Leading Index Juni
  • Dienstag:
    • 04:00 Uhr US Richmond Fed Herstellungsindex Juli
    • Quartalszahlen u. a. von SAP, Coca Cola
  • Mittwoch:
    • Quartalszahlen u. a. von Tesla, Alphabet, IBM
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK Konsumklima August
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
    • 15:45 Uhr US Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
    • 15:45 Uhr US Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
    • Quartalszahlen u. a. von Intel, American Airlines
  • Freitag:
    • (!) 10:30 Uhr DE ifo-Geschäftklimaindex Juli
    • 14:30 Uhr US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juni

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Der DAX in der vergangenen Woche neutral innerhalb der Vorwochenrange. Die Saisonalität wird zwischen Ende Juli und September wieder anspruchsvoller und eine Konsolidierung nach der starken April-Rally bietet sich an.
Der DAX bleibt neutral zwischen 23.800 – 24.000 und der 24.300
Oberhalb würde sich das Bild wieder zur 24.600 aufhellen. Darüber gar Chance auf die 25k.
Unterhalb droht weiterer Abgabedruck zur 23.450. Bei Bruch Türöffner in Richtung 23.150.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX beendete die letzte Woche innerhalb seiner neutralen Range nur wenig verändert. Der Zollstreit mit den USA kann in den nächsten 2 Wochen zunehmend für Volatilität sorgen.
Der Bereich an der 24.350 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster 24.440 und 24.500 im Fokus. Darüber Chance auf den Cluster 24.590. Bei Bruch 24.640/.680.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zur 24.250 zu nennen. Darunter kann nach der 24.200 wieder Abgabedruck zur 24.100 erfolgen. Bei Bruch Test m. Bollinger an der 24.000/23.950.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.350 > 24.440 > 24.500 > 24.530 > 24.590 > 24.640 > 24.680
  • Unterstützungen: 24.250 > 24.200 > 24.100 > 24.000 > 23.950 > 23.900 > 23.820 > 23.680
DAX Tageschart

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Schwächerer Wochenauftakt an den Märkten – Zölle, „Taco-Trump“, US-Inflation

Die neue Drohung aus dem Weißen Haus musste heute verarbeitet werden: Ab dem 1. August könnten auf Importe aus der EU und Mexiko Strafzölle von 30 % erhoben werden. Das sorgt für spürbare Verunsicherung an den Börsen. Noch setzen viele auf das bekannte „Taco-Trump“-Muster: Trump droht – und verschiebt am Ende doch wieder, um eine Verhandlungslösung zu präsentieren. Doch genau daran könnten zunehmend auch die Zweifel wachsen. Denn zu oft hat Trump das Spiel bereits gespielt – ohne Gesichtsverlust lässt sich ein weiteres Aufschieben wohl kaum noch verkaufen.

Volatilität könnte wieder zunehmen – nicht nur wegen Trump.
Saisonal zieht die Schwankungsbreite ab Mitte Juli ohnehin wieder an – und das dürfte sich mit dem prall gefüllten Wochenkalender kombinieren. Morgen stehen die US-Inflationsdaten an. Fallen sie schwächer aus, könnte die Tür für eine erste Zinssenkung im Juli ein Stück weiter aufgehen. Kommt hingegen ein „heißer“ Wert, würde das Fed-Chef Powell bestätigen – und die Märkte wohl unter Druck bringen.

Einzelhandelsumsätze, Earnings…
Am Donnerstag folgen noch die US-Einzelhandelsumsätze. Außerdem steht der Auftakt in die neue Quartalsberichtssaison im Fokus. Ein kritischer Punkt: Haben die bereits verhängten Zölle bei den Unternehmen erstmals Spuren bei den Margen hinterlassen?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 05:00 Uhr CH Handelsbilanzsaldo Juni
  • Dienstag:
    • 04:00 Uhr CH BIP Q2
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion Mai
    • (!) 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Juli
    • 11:00 Uhr EU ZEW-Konjunkturerwartungen Juli
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise Juni
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Juli
  • Mittwoch:
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise Juni
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion Juni
    • 20:00 Uhr US Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Juni (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz Juni
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Juli
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise Juni
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)

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Der DAX nach dem neuen Allzeithoch mit Schwäche, ausgelöst durch neue Zollsorgen. Die Saisonalität wird zwischen Ende Juli und September wieder anspruchsvoll.
Der DAX ist neutral zwischen 23.800 und der 24.250
Oberhalb würde sich das Bild wieder zur 24.600 aufhellen. Darüber gar Chance auf die 25k.
Unterhalb droht weiterer Abgabedruck zur 23.450. Bei Bruch Türöffner in Richtung 23.150.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX nach dem Allzeithoch mit 2 Down-Gaps und Abgabedruck auf die 24k. Die Bewegung ist jedoch vor allem politisch beeinflusst. Mit volatilen Zwischenschritten (wir tauchen in die volatile Phase des Sommers ein) muss ein Test der 23.8 eingeplant werden.
Der Bereich an der 23.100 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 23.225 und Gap-Close 23.255 aktiv. Darüber Chance auf 23.290/.330. Bei Bruch Lauf ins 2. Gap über die 23.415 zur 23.450.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zur 23.035 und 22.970 zu nennen. Darunter rückt über die 22.910 die Kombisupportzone 22.850/.800 in den Fokus. Bei Bruch weitere Eintrübung zur 22.700.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.225 > 23.255 > 23.290 > 23.330 > 23.415 > 23.450 > 23.560 > 23.620 > 23.690 > 23.770 > 23.850 > 23.885 > 23.950 > 24.000 > 24.080 > 24.170 > 24.250
  • Unterstützungen: 23.100 > 23.035 > 22.970 > 22.910 > 22.850 > 22.800 > 22.700 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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Bullen unter Druck? Geopolitik, Handelskonflikt und fehlende Käufer

Die vergangene Woche stand klar im Zeichen der geopolitischen Spannungen rund um den Irankrieg – und dieses Thema dürfte auch in der neuen Woche die Märkte weiterhin begleiten. Zusätzlich hat der Große Verfall zum Wochenschluss spürbar die Kursbewegungen beeinflusst. Für den DAX bedeutete es den Abschluss einer weiteren roten Handelswoche. Vom Allzeithoch hat er in der Spitze bereits rund 1500 Punkte verloren und dabei an der 23.000er Marke nun die nächste größere Unterstützungszone bisher erfolgreich getestet. Die Wall Street hält sich derweil weiter in einer engen, neutralen Seitwärtsrange.

Insgesamt dürfte die Volatilität im aktuellen Umfeld erhöht bleiben – was auch gut zur Saisonalität im Juni passt. Von der Marktmechanik her stehen die Bullen vor Herausforderungen: CTAs agieren derzeit nicht als Käufer, Pensionsfonds werden im anstehenden Quartalsabschluss eher auf der Verkäuferseite erwartet. Zudem laufen zunehmend die Aktienrückkäufe in die Blackout-Periode. All das könnte vorerst weitere Belastungen für den Markt bringen.

Zunehmend wird aber auch der schwelende Handelskonflikt wieder stärker in den Fokus rücken. Das Ende der Deadline für neue Zölle rückt in nur noch zwei Wochen näher, und bislang gibt es keine greifbaren Fortschritte oder abgeschlossenen Deals. In der neuen Handelswoche richtet sich der Blick zudem auf die Anhörung von Fed-Chef Powell im US-Senat und Repräsentantenhaus sowie auf neue US-Inflationsdaten.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
  • Dienstag:
    • (!) 10:00 Uhr DE ifo-Geschäftsklimaindex Juni
    • 16:00 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index Juni
    • (!) 16:00 Uhr US Anhörung von Fed-Chef Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr US Neubauverkäufe Mai
    • (!) 16:00 Uhr US Anhörung von Fed-Chef Powell vor Bankenausschuss des Senats
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima Juli
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr US BIP Q1 (endgültig)
  • Freitag:
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate Mai
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (endgültig)
    • 22:30 Uhr US Banken-Stresstest – Veröffentlichung der Ergebnisse

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Der DAX agiert seit der EZB („Zyklusende“) als klarer Underperformer und erreichte in der vergangenen Handelswoche vor der 23k die nächstgrößere Supportzone. Bei Verteidigung kann eine Zwischenerholung in Richtung des m. Bollinger eingeleitet werden.
Der Bereich an der 23.350 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.700 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere bullische Bewegung in Richtung 23.850 (m. Bollinger) und 24k. Anschließend Chance auf 24.300 und 24.500.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zum Kombisupport an der 23.070 weiter unter Druck. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 22.7 (m. Bollinger weekly). Bei Bruch Türöfner in Richtung 22.350 und 22.2.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX zeigte nach seiner Schwächeperiode Gegenwehr an der Supportzone 23.1/23k. Oberhalb kann eine „Erholungsrange“ in Richtung des m. Bollinger weiter ausgedehnt werden.
Der Bereich an der 23.350 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 23.470 und .500 weiter aktiv. Darüber folgt die Bewegung zur 23.620. Bei Bruch 23.690 und anschließend 23.770.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zum unteren Bollinger an der 23.180/.150 zu nennen. Darunter rückt mit der 23.070/.030 erneut die Supportzone in den Fokus. Bei Bruch die weitere Eintrübung zur 22.890

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.470 > 23.500 > 23.620 > 23.690 > 23.770 > 23.850 > 23.885 > 23.950 > 24.000 > 24.080 > 24.170 > 24.250 > 24.280 > 24.380 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 23.350 > 23.180 > 23.150 > 23.070 > 23.030 > 23.000 > 22.890 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Börsen unter Druck: DAX mit der sechsten Verlustserie in Folge – Geopolitik belastet

Die Märkte haben die Woche rot beendet, wobei der DAX als klarer Underperformer hervorsticht. Der deutsche Leitindex verzeichnete am Freitag den sechsten Verlusttag in Folge und hat seit dem Allzeithoch nun über 1.000 Punkte eingebüßt. Ausschlaggebend waren geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie das eingeleitete Zyklusende der EZB, das offenbar die diesjährige Outperformance des DAX vorerst beendet hat.

Israel-Iran-Konflikt als neuer Unsicherheitsfaktor

Der israelische Luftangriff auf iranisches Gebiet hat den Ölpreis erneut stark ansteigen lassen – nun über 30 % seit Anfang Mai – und verbreitet neue Unsicherheit an den Märkten. Während sich die Wall Street bislang noch oberhalb wichtiger Unterstützungsmarken behaupten kann, bleibt die Lage fragil. Die zentrale Frage lautet nun: Wie wird der Iran reagieren – und kann er überhaupt reagieren?
Sollten am Sonntag doch noch Atomverhandlungen stattfinden, könnten politische Börsen wie so oft „kurze Beine“ zeigen. Scheitern die Gespräche hingegen, könnte sich der geopolitische Krisenmodus bis in die neue Woche hinein fortsetzen – mit entsprechender Volatilität, wie sie für den Juni als zweit-schwächsten Börsenmonat ohnehin typisch ist. Ein dauerhaft hoher Ölpreis würde zudem auch die Inflationsrisiken wieder deutlich erhöhen.

G7-Gipfel, Trump-Druck & geldpolitische Weichenstellung

Von Sonntag bis Dienstag richtet sich der Blick auch auf den G7-Gipfel. Erwartet wird, ob es dort endlich konkrete Handelsabkommen zu verkünden gibt – insbesondere angesichts der auslaufenden 90-Tagesfrist, die Trump selbst gesetzt hatte. Ausbleibende Einigungen könnten die Märkte zusätzlich enttäuschen.
Am Mittwoch folgt mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ein weiteres zentrales Ereignis der Woche. Zwar wird aktuell keine Zinssenkung erwartet, doch Hinweise auf künftige geldpolitische Lockerungen könnten neue Impulse liefern. Den Abschluss der Woche bildet dann am Freitag der Große Verfallstermin – ein weiterer potenzieller Volatilitätstreiber.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Juni
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Juni
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz Mai
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion Mai
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheidung
    • (!) 20:30 Uhr US Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • Feiertag USA – Juneteenth – Wall Street geschlossen
  • Freitag:
    • Großer Verfallstag an den Terminmärkten – „Hexensabbat“
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Juni
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren Mai

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Der DAX agiert seit der EZB („Zyklusende“) als klarer Underperformer und schloss nun 6 Tage in Folge mit Verlusten. Ohne weitere Eskalation wäre eine Zwischenerholung – vielleicht ganz klassisch zum Turnaround Tuesday – einzuplanen.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 24.070 und anschließend 24.270 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere bullische Bewegung in Richtung 24.620/.650. Anschließend Chance auf 25k.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.350 erneut zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.150 und 23.070, wo mehr Gegenwehr zu erwarten wäre. Bei Bruch 22.8.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit 6 Verlusttagen in Folge. Bei Schwäche am Montag werden die Bullen auf einen Turnaround Tuesday setzen müssen, um den kurzfristig überverkauften Bereich etwas abzubauen.
Der Bereich an der 23.450 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb wäre die Spanne ins Freitags-Gap bei 23.560/.620 aktiv. Darüber folgt die Bewegung zur 23.690 und bei Bruch die Aufhellung zur .780. Anschließend 23.900/.950.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zur 23.380 und .330 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.270 und 23.190. Bei Bruch rücken die 23.090/.060 in den Fokus.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.560 > 23.620 > 23.690 > 23.780 > 23.900 > 23.950 > 24.030 > 24.170 > 24.250 > 24.280 > 24.380 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 23.450 > 23.380 > 23.330 > 23.270 > 23.190 > 23.090 > 23.060 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Zwischen Allzeithoch und naiver Sorglosigkeit

Der DAX konnte in der vergangenen Woche erneut ein neues Allzeithoch vor der 24.500 markieren. In acht der letzten neun Wochen ging es damit aufwärts – eine beeindruckende Serie, die inzwischen auf einen Zuwachs von fast 33 % seit dem Apriltief kommt. Die Dynamik lässt dabei spürbar nach, doch echte Schwäche wird bislang nicht zugelassen. Die Bären bleiben vorerst ohne Durchschlagskraft
Auch an der Wall Street setzt sich der Pain-Trade nach oben unbeirrt fort. Immer mehr Divergenzen – von Sektorrotation bis hin zu schwachen Fundamentaldaten – werden ausgeblendet. Der S&P 500 und der Nasdaq notieren nur noch knapp 2 Prozent unter ihren Allzeithochs. Die Rally läuft, selbst wenn die Substanz zunehmend bröckelt.

US-Daten mit Rissen unter der Oberfläche
Besonders auffällig war in der Vorwoche die Serie enttäuschender US-Konjunkturdaten. Nur der offizielle Arbeitsmarktbericht konnte vordergründig überraschen – doch ein Blick hinter die Kulissen relativiert das Bild deutlich: massive Abwärtsrevisionen der Vormonate, eine schwache Haushaltsumfrage und viele neue Teilzeitstellen werfen Fragen auf. Dennoch blieb die Marktreaktion verhalten – ein Zeichen für übertriebene Sorglosigkeit?

Keine Fortschritte im Handelsstreit – EZB mahnt Ende des Lockerungszyklus an
Im Dauerbrenner Handelskonflikt fehlen weiterhin echte Fortschritte. Die Trump-Administration bleibt bei Ankündigungen, ohne dass konkrete Vereinbarungen folgen. Auch der medienwirksame Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump verpuffte an den Märkten schnell. Die EZB wiederum läutete offiziell das Ende der geldpolitischen Lockerung ein – eine Kehrtwende mit potenziell weitreichenden Folgen, die an den Börsen bislang ignoriert wird.

Blick auf die neue Woche
Pfingstmontag ist in Deutschland zwar Feiertag, die Börsen bleiben aber regulär geöffnet – mit voraussichtlich dünnem Handelsvolumen. Im weiteren Wochenverlauf rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Fokus, ebenso wie eine Reihe geplanter US-Anleiheauktionen. Beides könnte das makroökonomische Bild neu justieren – sofern sich die Marktteilnehmer dafür interessieren. Denn bislang gilt: schlechte Nachrichten? Egal.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Pfingstmontag – Börse geöffnet
    • 05:00 Uhr CN Handelsbilanz Mai
    • 17:00 Uhr US Inflationserwartungen der Konsumenten Mai
  • Dienstag:
    • 10:30 Uhr EU sentix-Konjunkturindex Juni
  • Mittwoch:
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise Mai
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise Mai
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 33%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch kurz vor der 24.500. Die Rally ist mit 8 Gewinnwochen in den letzten 9 Wochen klar überdehnt, aber bisher werden negative Impulse (noch) ignoriert. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss innerhalb der schwächeren Saisonalität (Mai – Oktober) defintiv eingeplant werden.
Der Bereich an der 24.170 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range über das Allzeithoch an der 24.500 zur 24.630 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere Bewegung zur 24.900. Anschließend 25k und 25.250.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.870 und anschließend 28.700 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.450. Bei Bruch 23.150/.070.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX krönte seine nächste Gewinnwoche (8 von 9), auch wenn die Dynamik zunehmend abnimmt. Ein erneuter Rücklauf und Test des m. Bollinger muss nun wieder eingeplant werden.
Pfingstmontag sind die Börsen geöffnet; bei entsprechend schwachem Volumen.
Der Bereich an der 24.290 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 24.370 und dem o. Bollinger an der 23.430 aktiv. Darüber Chance auf ein neues Allzeithoch an der 24.510. Bei Bruch wird der Lauf zur 24.630 möglich.
  • Unterhalb ist hingegen erneut der Lauf zur 24.220 zu erwarten. Darunter folgt Abgabedruck zur 24.150 und der Gap-Zone an der 24.080. Bei Bruch wird das m. Bollinger an der 24k erneut getestet.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.370 > 24.430 > 24.510 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 24.220 > 24.150 > 24.080 > 24.000 > 23.930 > 23.830 > 23.790 > 23.700 > 23.650 > 23.540 > 23.430 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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