Märkte im Bann der US-Handelsgespräche – Hält der Widerstand?

Die Aktienmärkte bleiben auch zum neuen Wochenstart fest im Griff geopolitischer Entwicklungen – allen voran der laufenden US-Handelspolitik. Nach dem Rahmenabkommen zwischen Großbritannien und den USA keimt Hoffnung auf weitere Fortschritte im globalen Handelskonflikt auf. Der Fokus richtet sich nun auf das erste formelle Treffen zwischen den USA und China, das am Samstag in Genf stattfinden soll. Die Erwartungen sind hoch, auch wenn echte Durchbrüche wohl noch verfrüht wären.
Ein erster vorsichtiger Annäherungsschritt, der den Weg für weitere, zeitnahe Verhandlungen ebnet, könnte bereits reichen, um die Märkte positiv in die neue Woche zu tragen. Signale des guten Willens – etwa die schrittweise Rücknahme einzelner Zölle – würden als starkes Zeichen gewertet werden. Umgekehrt dürften verhärtete Fronten oder gar ein Scheitern des Gesprächs direkt als Belastung aufgefasst werden. Die Märkte sind in ihrer Erwartungshaltung entsprechend anfällig für Enttäuschungen.

DAX mit bemerkenswerter Outperformance

Der DAX bleibt weiterhin der dominante Outperformer. Seit dem Zwischentief am 07. April bei rund 18.500 Punkten konnte der deutsche Leitindex über 5.000 Punkte zulegen und bei 23.500 Punkten ein neues Allzeithoch markieren. Das entspricht einer beeindruckenden Performance von über 18 % seit Jahresbeginn – während die Wall Street noch ein Minus auf Jahressicht verwalten muss.
Die US-Indizes haben zuletzt wichtige technische Widerstandsmarken angelaufen. Vor allem der S&P 500 und der Nasdaq 100 stehen unmittelbar an der 200-Tageslinie – eine klassische „Make-or-Break“-Zone. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das angeschlagene Chartbild deutlich aufhellen. Scheitert der Versuch hingegen, bleiben bärische Szenarien mit weiteren Rücksetzern hoch im Kurs.

Wirtschaftsdaten rücken wieder stärker in den Fokus

Neben den geopolitischen Themen rücken in der neuen Woche auch wieder klassische Wirtschaftsdaten in den Vordergrund. Besonders die neuen US-Verbraucherpreise und die Einzelhandelsumsätze dürften am Markt aufmerksam verfolgt werden. Die zentrale Frage: Spiegelt sich die aggressive Zollpolitik Trumps bereits in den Inflationsdaten oder dem Konsumverhalten wider? Beide Zahlen könnten Hinweise darauf geben, ob die Wirtschaft unter der Belastung bereits spürbar leidet.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise April
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise April (endgültig)
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion März
    • 11:00 Uhr EU BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise April
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz April
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Mai
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion April
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr US Importpreise April
    • 14:30 Uhr US Exportpreise April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Mai (vorläufig)

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Der DAX erlebt bislang ein außergewöhnliches Börsenjahr: Innerhalb weniger Wochen stieg der Index zunächst um 18 %, fiel dann um 21 % und legte anschließend beeindruckende 25 % bzw. 5.000 Punkte zu. Damit bleibt der DAX der große Outperformer und weist eine starke Jahresperformance mit neuem Allzeithoch auf. Der Markt ist nach 5 starken Gewinnwochen deutlich überkauft, aber eine Verschnaufpause wird derzeit noch gemieden; muss nun aber erwartet werden.
Der Bereich an der 23k wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.300 zumm AZH an der 23.550 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 23.740 und anschließend rückt die 24k. Bei Bruch 24.4.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 22.6 entwickeln. Darunter droht Abgabedruck zur 22.350/.250. Bei Bruch 22k.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX nach 5000 Punkten in nur 1 Monat mit neuen Allzeithochs. Erschöpfungslücke mit Chance auf Konsolidierung oder Türöffner zum weiteren Pain-Trade in Richtung 24k? Ein wichtiger bzw. der wichtigste Impuls kann von den Handelgesprächen zwischen China und den USA (Samstag) erfolgen. Große Ausschläge zu Beginn möglich.
Der Bereich an der 23.500 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 23.600 weiter aktiv. Darüber wird der Weg zur 23.660 und .740 geöffnet. Bei Bruch Chance auf Lauf zur 23.900.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne ins Freitags-Gap von 23.430 zur 23.350 zu erwarten. Darunter folgen die 23.300 und 23.250. Bei Bruch Lauf zur 23.060/23k.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.500 > 23.550 > 23.600 > 23.650 > 23.740 > 23.800 > 23.900 > 23.980
  • Unterstützungen: 23.430 > 23.350 > 23.300 > 23.250 > 23.060 > 23.000 > 22.850 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Ausnahmezustand mit positiver Schlagseite – Droht die Rückkopplung?

Die Aktienmärkte bleiben weiterhin im Ausnahmezustand, getrieben von starken Kursbewegungen und einer angespannten Gemengelage aus Geldpolitik, Handelskonflikt und Konjunktursignalen. Die Wall Street konnte ihre Erholung ausdehnen – gestützt durch solide Arbeitsmarktdaten und erneut aufflammende Hoffnungen auf Handelsabkommen. Dennoch notieren die großen US-Indizes weiterhin innerhalb einer harten Widerstandszone und liegen auf Jahressicht noch im Minus.
Ganz anders der DAX, der mit einem geradezu historischen Lauf glänzt: In den vergangenen vier Wochen legte der deutsche Leitindex um gut 25 % zu und notiert inzwischen wieder in Reichweite seines Allzeithochs. Die Jahresperformance von fast 16 % verdeutlicht die Outperformance gegenüber den US-Märkten eindrucksvoll. Noch profitieren die Märkte u. a. von der typischerweise positiven Saisonalität bis etwa zur Monatsmitte – bevor die statistisch schwächste Phase des Jahres beginnt.

Viel Hoffnung – aber wenig Substanz?

Die Märkte klammern sich aktuell an zahlreiche Hoffnungen: auf Entspannung im Handelsstreit, auf stabile Konjunkturdaten, auf eine unterstützende Geldpolitik. Doch genau darin liegt auch das Risiko. Denn: Noch sind die „positiven“ Signale größtenteils verbal. Echtes Verhandlungsergebnis im Handelskonflikt? Fehlanzeige. Die Gesprächsbereitschaft ersetzt noch kein greifbares Abkommen – und die positive Erwartungshaltung könnte sich schnell in Enttäuschung wandeln.

Droht eine gefährliche Rückkopplung?

Die aktuelle Mischung birgt auch eine paradoxe Gefahr: Die Fed hat durch den wieder steigenden Aktienmarkt, solide Inflationsdaten und einen starken Arbeitsmarkt kaum mehr Anlass für eine rasche Zinssenkung. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrer abwartenden Haltung verharrt – selbst wenn sich die Konjunktur bald doch abschwächt.
Gleichzeitig könnte die Trump-Administration durch die Marktstärke in ihrer Zollpolitik bestärkt werden und diese sogar zementieren. In Kombination mit einer unflexiblen Fed wäre das ein gefährlicher Mix. Sollte die Wirtschaft mit Verzögerung einbrechen, wäre eine schnelle Gegensteuerung kaum mehr möglich. Der entscheidende Zeitpunkt zum Gegenlenken wäre jetzt – doch dieser Handlungsdruck schwindet zunehmend.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:30 Uhr EU sentix-Konjunkturindex Mai
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April
    • Quartalszahlen u.a. von Ford, Berkshire Hathaway
  • Dienstag:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanzsaldo März
    • Quartalszahlen u.a. von AMD
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie März
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsatz März
    • (!) 20:00 Uhr US Fed-Zinsentscheid
    • (!) 20:30 Uhr US Fed-Pressekonferenz
    • Quartalszahlen u.a. von Uber, arm
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanzsaldo März
    • 08:00 Uhr DE Industrieproduktion März
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • Quartalszahlen u.a. von shopify, coinbase
  • Freitag:
    • 05:00 Uhr China Handelsbilanzsaldo April

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Der DAX erlebt bislang ein außergewöhnliches Börsenjahr: Innerhalb weniger Wochen stieg der Index zunächst um 18 %, fiel dann um 21 % und legte anschließend beeindruckende 25 % zu. Damit bleibt der DAX der große Outperformer und weist eine starke Jahresperformance nahe dem Allzeithoch auf. Die dynamische V-Erholung hat den vorherigen Abverkauf nahezu vollständig vergessen gemacht. Das alte Allzeithoch könnte nun allerdings als kurzfristige Hürde wirken – auch wenn ein Überschießen nach oben nicht ausgeschlossen ist. Der Markt ist aktuell deutlich überkauft, weshalb im Bereich des Allzeithochs mit einer Verschnaufpause gerechnet werden sollte.
Der Bereich an der 23.100 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.370 und dem AZH an der 23.450 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 23.650. Anschließend rückt die 24k in den Fokus.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 22.8 und 22.5 entwickeln. Darunter droht Abgabedruck zur 22k. Bei Bruch 21.6.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit 25 in nur 4 Wochen. Es bleibt für den deutschen Leitindex ein Ausnahmejahr. Das charttechnische Bild ist im Gegensatz zur Wall Street deutlich besser.
Kurzfristig stark überhitzt, aber bisher ohne Umkehrsignal.
Der Bereich an der 22.800 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 22.970 zur 23.100 aktiv. Darüber wird die weitere Bewegung zur 23.2 und 23.3 möglich. Bruch folgen die 23.370 und anschließend das AZH 23.470/.510.
  • Unterhalb ist das Gap-Cap-Close 22.650/.600 wahrscheinlich und damit der Auftakt in die Konsolidierung. Darunter folgen 22.550/.520. Anschließend 22.410.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 22.800 > 22.970 > 23.100 > 23.200 > 23.300 > 23.370 > 23.470 > 23.510
  • Unterstützungen: 22.650 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Erholung auf Grundlage von Trumps Lippenbekenntnissen

Die Aktienmärkte blicken auf eine positive Woche zurück, in der sich der DAX erneut als großer Outperformer hervortun konnte. Seit den Tiefs vom 7. April hat der deutsche Leitindex inzwischen über 20 % an Wert zugelegt und damit sämtliche Monatsverluste vollständig aufgeholt. Das Chartbild hat sich damit, im Gegensatz zur Wall Street, wieder spürbar aufgehellt. Dennoch sollte ein erneuter Rücksetzer mit Ausbildung eines zusätzlichen Standbeins weiterhin eingeplant werden – zu dynamisch verlief die jüngste Aufwärtsbewegung.
Fundamental bleibt das Umfeld weiterhin angespannt. Im Handelskrieg vor allem zwischen den USA und China gibt es zwar immer wieder neue Lippenbekenntnisse, doch echte Fortschritte oder belastbare Vereinbarungen sind bislang ausgeblieben. Die Hoffnung, die an steigenden Märkten mitschwingt, kann jederzeit schnell enttäuscht werden, wenn aus den politischen Aussagen keine greifbaren Fakten folgen.

Neue Woche mit vielen Impulsgebern

Die kommende Handelswoche verspricht eine hohe Schlagzahl an wichtigen Terminen. Die laufende Quartalsberichtssaison nimmt mit Schwergewichten wie Microsoft, Meta, Qualcomm, Apple und Amazon richtig Fahrt auf. Dazu rücken die ersten Schätzungen für das BIP im ersten Quartal aus Deutschland, der Eurozone und den USA in den Fokus. Parallel werden neue Inflationsdaten veröffentlicht, die in Anbetracht der aktuellen Stagflationssorgen besondere Beachtung finden dürften.
Als weiterer Höhepunkt steht am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht auf dem Programm, der traditionell ein bedeutender Impulsgeber für die Märkte ist. Und natürlich bleibt das Thema Zölle ein ständiger Begleiter – mit der entsprechenden Volatilität im Hintergrund.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • %%
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima Mai
    • 16:00 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board April
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) März
    • Quartalszahlen u.a. von Snap, PayPal, Coca Cola, UPS
  • Mittwoch:
    • Monatsabschluss
    • 03:30 Uhr China CFLP Einkaufsmanagerindizes
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsatz März
    • 10:00 Uhr DE BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • 11:00 Uhr EU BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise April (Vorabschätzung)
    • 14:15 Uhr US ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar März
    • (!) 14:30 Uhr US BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr US PCE-Kernrate März
    • Quartalszahlen u.a. von Microsoft, Meta, Qualcomm, Caterpillar
  • Donnerstag:
    • Monatsauftakt/ Feiertag DE – Tag der Arbeit
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April
    • Quartalszahlen u.a. von Apple, Amazon
  • Freitag:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (endgültig)
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise (Vorabschätzung)
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht April
    • 16:00 Uhr US Auftragseingang Industrie März

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Der DAX ist nach den Zöllen von Trump in der Spitze um 21% auf ein Tief um 18.5 gefallen und konnte im Anschluss als Outperformer eine scharfe Gegenbewegung von über 20% einleiten und damit alle Monatsverluste wieder aufholen. Im Gegensatz zur Wall Street wurde das Chartbild damit etwas „entschärft“, aber das stark überkaufte Niveau in den großen Zeitebenen bleibt somit auch erhalten.
Mich würde es nicht verwundern, wenn der DAX weiter den Fahrplan 2015 verfolgt (siehe Quartalschart) und die Marktteilnehmer vor hochvolatilen Monaten stehen. Ein weiteres Standbein wird einzuplanen sein.
Der Bereich an der 21.550 (m. Bollinger/ 61,8-er) wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 21.870 und 22.250 aktiv. Darüber folgt an der 22.4/.550 der nächste Kombiwiderstand. Bei Bruch weitere Aufhellung zur 23.1 möglich.

Unterhalb würden hingegen erneut die Spanne 21.4 zur 21k in den Fokus rücken. Darunter droht erneut Abgabedruck zur 20.6 und 20.4.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX blickt auf einen gigantischen Monat April zurück mit einer Schwankungsbreite von über 20%. Alle Monatsverluste aufgeholt. Gute Chance auf eine Bodenbildung, wo ein weiteres Standbein jedoch noch zu erwarten bleibt.
Der Bereich an der 22.215 (50-TL) stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 22.350 und dem 78,6-er bei 22.410 aktiv. Darüber wird die weitere Aufhellung zur 22.450 und nachfolgend 22.585 möglich. Bruch folgt die Gap-Zone 22.680/.830.
  • Unterhalb bleibt hingegen 22.1 und 21.970 im Fokus. Darunter folgt der Lauf zur 21.870 und anschließend ins Gap 21.720 mit dem 61,8-er Fibu-Level bei 21.570. Bei m. Bollinger und 100-TL bei 21.470 und .380.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 22.215 > 22.350 > 22.410 > 22.450 > 22.585 > 22.680 > 22.830
  • Unterstützungen: 22.110 > 21.970 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.470 > 21.380
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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Zwischen Hoffen und Bangen – die Märkte bleiben im Bann der Handelspolitik

Die Aktienmärkte blicken auf eine erneut stark politisch geprägte Handelswoche zurück. Während der DAX im Wochenverlauf ein Plus verbuchen konnte, rutschte die Wall Street ins Minus. Damit setzte sich das bekannte Muster fort: Europa mit relativer Stärke, während die US-Märkte zunehmend unter den Unsicherheiten leiden, die durch die Handelspolitik von Donald Trump ausgelöst werden. Zwar gab es zwischenzeitlich Hoffnungsschimmer – etwa durch angedeutete Zollerleichterungen oder Verhandlungssignale –, doch die allgemeine Unsicherheit bleibt hoch. Der Handelskonflikt wirkt längst wie ein Balanceakt: Auf der einen Seite steht die Hoffnung auf Deals und eine Rücknahme der Zölle, auf der anderen Seite die Sorge, dass sich die wirtschaftlichen Schäden mit jedem Tag ohne Einigung vertiefen. Gerade mit Blick auf die Inflation und das Wachstum steigt das Risiko, dass sich die angespannte Lage in harten Wirtschaftsdaten niederschlägt.

Osterruhe – und ein heißer Wochenstart danach

Zum Karfreitag bleiben die globalen Märkte geschlossen, während die Wall Street am Ostermontag bereits wieder den Handel aufnimmt. Die neue Woche dürfte dann gleich mit einigen potenziellen Kurstreibern aufwarten. Die Quartalsberichtssaison nimmt Fahrt auf, mit Unternehmen wie SAP, Tesla, Boeing, Alphabet oder auch Intel, die ihre Bücher öffnen. Vor allem die Ausblicke der großen Tech- und Industrieunternehmen dürften im Fokus stehen – weniger die reinen Zahlen, sondern die Frage, wie sich das geopolitisch angespannte Umfeld auf Margen, Nachfrage und Investitionsbereitschaft auswirkt. Zusätzlich werden mit dem ifo-Geschäftsklimaindex und den Einkaufsmanagerindizes wichtige Frühindikatoren für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht.

Trotz all dieser Daten bleibt das große Thema aber die globale Handelspolitik – und insbesondere die Frage, ob es Trump gelingen wird, über Worte hinaus auch Taten zu liefern, die für echte Entspannung sorgen. Der Markt sehnt sich nach einem klaren Signal. Doch solange dieses ausbleibt, bleibt die Volatilität hoch – und die Nervosität der Marktteilnehmer dürfte auch in der kommenden Woche ein ständiger Begleiter bleiben.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Ostermontag: Wall Street geöffnet
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren März
  • Dienstag:
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index April
    • 16:00 Uhr EU Verbrauchervertrauen April (vorläufig)
    • Quartalszahlen u.a. von SAP, Tesla
  • Mittwoch:
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April April (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
    • 20:00 Uhr US Fed Beige Book
    • Quartalszahlen u.a. von Boeing, IBM
  • Donnerstag:
    • (!) 10:00 Uhr DE ifo-Geschäftklimaindex
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter März
    • Quartalszahlen u.a. von Intel, Alphabet
  • Freitag:
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan April (endgültig)

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Der DAX ist nach den Zöllen von Trump in der Spitze um 21% auf ein Tief um 18.5 gefallen und konnte im Anschluss eine Gegenbewegung bis in den Bereich des 50-er Fibu-Levels und des m. Bollinger einleiten. Die Bewegung dürfte sehr wahrscheinlich nur vor größeren Herausforderung stehen. Eine erneute Schwächetendenz muss eingeplant werden.
Der Bereich an der 20.400 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 20.800 und 21k aktiv. Darüber kann wieder der Kombiwiderstand an der 21.450/21.570 in den Fokus rücken. Abprallergefahr! Bei Bruch erste Aufhellung zur 21.850 und 22k.

Unterhalb würden hingegen erneut die 20k unter Druck stehen. Darunter droht erneut Abgabedruck zur 19.7/19.5, wo die Bullen wieder gute Chancen erhalten.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX beendete die Woche als Outperformer an seiner 100-Tageslinie und im Wochenchart knapp unter dem m. Bollingerband. Ein Bereich, der für die Bären wieder von Interesse sein dürfte und bei aufkommender Schwäche Druck in Richtung der 200-TL (20k) entwickeln kann. Oberhalb hätte er hingegen noch die Chance das 61,8-er Fibu-Level anzuvisieren.
Der Bereich an der 21.100 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 21.260 zur 100-TL bei 21.380 aktiv. Darüber könnte sich die Gegenbewegung noch zum 61,8-er Fibu-Level bei 21.570 ausdehen. Eine Zone, die bei einer bärischen Vorlage rasch Abgabedruck aufbauen kann. Bei Bruch folgen hingegen noch die 21.675 und anschließend 21.850.
  • Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 21k/ 20.970 zu nennen. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 20.790. Anschließend 20.550 und .390. Bei Bruch Türöffner zur 200-TL bei 20k.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 21.100 > 21.260 > 21.380 > 21.550 > 21.570 > 21.675 > 21.850
  • Unterstützungen: 21.000 > 20.970 > 20.850 > 20.790 > 20.550 > 20.390 > 20.050 > 20.000 > 19.860 > 19.670 > 19.450 > 19.370 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

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Märkte im Krisenmodus – zwischen Zollkrieg, Vertrauensverlust und der Hoffnung auf die Fed

Auch in dieser Woche blieben die Aktienmärkte fest im Griff der US-Handelspolitik. Donald Trumps Zollpolitik bleibt das dominierende Thema – schwankend zwischen punktuellen Rücknahmen einzelner Zölle und einer gleichzeitigen massiven Verschärfung im Handelskrieg, vor allem gegenüber China.
Die Folge ist ein zunehmender Vertrauensverlust an den Märkten. Was sich bislang vor allem in einer starken Verunsicherung und rückläufigen Frühindikatoren zeigte, dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten zunehmend auch in den harten Wirtschaftsdaten widerspiegeln.

US-Renditen steigen – wann kommt die Fed?

Zusätzlich richtet sich der Blick auf den US-Anleihemarkt. Der jüngste Renditeanstieg – vor allem bei den langlaufenden US-Staatsanleihen – sorgt zunehmend für Nervosität. Zum einen erschwert dies die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Konsumenten, zum anderen signalisiert der Markt damit wachsende Inflationsrisiken und Zweifel an der Wirtschaftspolitik Trumps.
Die große Frage bleibt: Wann greift die US-Notenbank Fed ein? Erste Stimmen aus dem Markt erwarten, dass Fed-Chef Powell spätestens im Mai oder Juni mit geldpolitischen Maßnahmen gegensteuern muss.

Quartalsberichtssaison: Banken warnen vor schwierigen Zeiten

Gleichzeitig beginnt in dieser Woche die neue US-Quartalsberichtssaison – und bereits die ersten Ausblicke der US-Großbanken deuten an, was dem Markt bevorstehen könnte. Die CEOs der großen Institute äußerten sich auffallend zurückhaltend und warnten explizit vor schwierigen Zeiten für die US-Wirtschaft.
Hier dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden, ob die aktuell noch relativ hohen Aktienbewertungen in den USA zu halten sind – oder ob Gewinnrevisionen und schwächere Ausblicke für zusätzlichen Druck sorgen.

DAX bleibt stabiler – aber verwundbar

Der DAX konnte sich im Jahresverlauf bislang deutlich besser halten als die Wall Street. Vor allem die Aussicht auf Investitionsprogramme, eine lockere EZB-Politik und das niedrigere Bewertungsniveau halten den deutschen Leitindex auf einem besseren Niveau.
Trotzdem bleibt klar: In einem sich zuspitzenden globalen Handelskonflikt ist auch der DAX keinesfalls immun. Deutschland als exportabhängige Volkswirtschaft bleibt direkt betroffen.

Entscheidende Termine in der verkürzten Osterwoche

Die neue Handelswoche – verkürzt durch den Karfreitag – bringt zahlreiche wichtige Impulsgeber:

  • Dienstag: ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland – wohl erstmals voll im Einfluss des eskalierenden Handelskonflikts.
  • Mittwoch: Wichtige Konjunkturdaten aus China sowie die US-Einzelhandelsumsätze – zeigen sich hier bereits erste Bremsspuren durch die Verunsicherung? Am Abend außerdem ein aufschlussreiches Gespräch mit Fed-Chef Powell zur Lage der US-Wirtschaft.
  • Donnerstag: Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Die EZB dürfte ihren Zinssenkungszyklus fortsetzen und eine weitere Lockerung verkünden.

Der Markt bleibt damit klar politisch getrieben. Hoffnungsschimmer auf eine Beruhigung kommen – wenn überhaupt – nur aus zwei Richtungen: einer weicheren Haltung Trumps in den nächsten Wochen oder einer deutlicheren Unterstützung der Fed.
Beides ist derzeit noch offen.


Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 17:00 Uhr US Inflationserwartungen der Konsumenten März
    • Quartalszahlen u.a. von Goldman Sachs
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE Großhandelspreise März
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Februar
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen April
    • 14:30 Uhr US Importpreise/ Exportpreise März
    • 14:30 Uhr Empire State Manufacturing Index April
    • Quartalszahlen u.a. von Bank of America, CITI
  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China BIP Q1
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise März (endgültig)
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz März
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion März
    • (!) 19:30 Uhr US Rede Fed Chef Powell Economic Outlook
    • Quartalszahlen u.a. von ASML, Alcoa
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise März
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Apri
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
    • Quartalszahlen u.a. von Netflix, tsmc
  • Freitag:
    • Karfreitag: Börsen geschlossen

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Der DAX ist nach den Zöllen von Trump in der Spitze um 21% auf ein Tief um 18.5 gefallen, aber konnte sich rasch wieder stabilisieren. Eine nachhaltige Bodenbildung wird für die Entwicklung von Formationen jedoch Zeit benötigen. Dafür wäre auch ein abermaliger Lauf in Richtung der Tiefs denkbar. Die erhöhte Volatilität wird vorerst erhalten bleiben.
Der Bereich an der 20.000 (200-TL) wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 20.4 aktiv. Darüber kann wieder der Kombiwiderstand an der 21k/21.300 in den Fokus rücken. Bei Bruch 21.6.

Unterhalb würden hingegen erneut die 19.700/19.500 unter Druck stehen. Darunter droht erneut Abgabedruck zur 19.1 und anschließend 18.7.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX hat sich nach dem Abverkauf in der Zone zwischen 100-Tagesline (21.3) und der 200-Tageslinie (22k) eingefunden. Die Vola und Zeit für die Ausbildung von Formationen wird noch etwas Zeit benötigen.
Der Bereich an der 20.400 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 20.780 aktiv. Darüber öffnet sich wieder die Tür zur 21k und der Komiwiderstandszone 21.2/21.3. Bei Bruch folgt die 21.420 und .570.
  • Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 200-TL bei 20.050/20.000 zu nennen. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 19.850 und 19.750 und im weiteren Verlauf 670.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 20.390 > 20.420 > 20.740/.780 > 20.980 > 21.110 > 21.210 > 21.270
  • Unterstützungen: 20.050 > 20.000 > 19.860 > 19.750 > 19.670 > 19.450 > 19.370 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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