Bullen unter Druck? Geopolitik, Handelskonflikt und fehlende Käufer

Die vergangene Woche stand klar im Zeichen der geopolitischen Spannungen rund um den Irankrieg – und dieses Thema dürfte auch in der neuen Woche die Märkte weiterhin begleiten. Zusätzlich hat der Große Verfall zum Wochenschluss spürbar die Kursbewegungen beeinflusst. Für den DAX bedeutete es den Abschluss einer weiteren roten Handelswoche. Vom Allzeithoch hat er in der Spitze bereits rund 1500 Punkte verloren und dabei an der 23.000er Marke nun die nächste größere Unterstützungszone bisher erfolgreich getestet. Die Wall Street hält sich derweil weiter in einer engen, neutralen Seitwärtsrange.

Insgesamt dürfte die Volatilität im aktuellen Umfeld erhöht bleiben – was auch gut zur Saisonalität im Juni passt. Von der Marktmechanik her stehen die Bullen vor Herausforderungen: CTAs agieren derzeit nicht als Käufer, Pensionsfonds werden im anstehenden Quartalsabschluss eher auf der Verkäuferseite erwartet. Zudem laufen zunehmend die Aktienrückkäufe in die Blackout-Periode. All das könnte vorerst weitere Belastungen für den Markt bringen.

Zunehmend wird aber auch der schwelende Handelskonflikt wieder stärker in den Fokus rücken. Das Ende der Deadline für neue Zölle rückt in nur noch zwei Wochen näher, und bislang gibt es keine greifbaren Fortschritte oder abgeschlossenen Deals. In der neuen Handelswoche richtet sich der Blick zudem auf die Anhörung von Fed-Chef Powell im US-Senat und Repräsentantenhaus sowie auf neue US-Inflationsdaten.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Juni (vorläufig)
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Juni (vorläufig)
  • Dienstag:
    • (!) 10:00 Uhr DE ifo-Geschäftsklimaindex Juni
    • 16:00 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board Juni
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index Juni
    • (!) 16:00 Uhr US Anhörung von Fed-Chef Powell vor Ausschuss des Repräsentantenhauses
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr US Neubauverkäufe Mai
    • (!) 16:00 Uhr US Anhörung von Fed-Chef Powell vor Bankenausschuss des Senats
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima Juli
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr US BIP Q1 (endgültig)
  • Freitag:
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate Mai
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (endgültig)
    • 22:30 Uhr US Banken-Stresstest – Veröffentlichung der Ergebnisse

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Der DAX agiert seit der EZB („Zyklusende“) als klarer Underperformer und erreichte in der vergangenen Handelswoche vor der 23k die nächstgrößere Supportzone. Bei Verteidigung kann eine Zwischenerholung in Richtung des m. Bollinger eingeleitet werden.
Der Bereich an der 23.350 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.700 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere bullische Bewegung in Richtung 23.850 (m. Bollinger) und 24k. Anschließend Chance auf 24.300 und 24.500.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zum Kombisupport an der 23.070 weiter unter Druck. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 22.7 (m. Bollinger weekly). Bei Bruch Türöfner in Richtung 22.350 und 22.2.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX zeigte nach seiner Schwächeperiode Gegenwehr an der Supportzone 23.1/23k. Oberhalb kann eine „Erholungsrange“ in Richtung des m. Bollinger weiter ausgedehnt werden.
Der Bereich an der 23.350 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 23.470 und .500 weiter aktiv. Darüber folgt die Bewegung zur 23.620. Bei Bruch 23.690 und anschließend 23.770.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zum unteren Bollinger an der 23.180/.150 zu nennen. Darunter rückt mit der 23.070/.030 erneut die Supportzone in den Fokus. Bei Bruch die weitere Eintrübung zur 22.890

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.470 > 23.500 > 23.620 > 23.690 > 23.770 > 23.850 > 23.885 > 23.950 > 24.000 > 24.080 > 24.170 > 24.250 > 24.280 > 24.380 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 23.350 > 23.180 > 23.150 > 23.070 > 23.030 > 23.000 > 22.890 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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Börsen unter Druck: DAX mit der sechsten Verlustserie in Folge – Geopolitik belastet

Die Märkte haben die Woche rot beendet, wobei der DAX als klarer Underperformer hervorsticht. Der deutsche Leitindex verzeichnete am Freitag den sechsten Verlusttag in Folge und hat seit dem Allzeithoch nun über 1.000 Punkte eingebüßt. Ausschlaggebend waren geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie das eingeleitete Zyklusende der EZB, das offenbar die diesjährige Outperformance des DAX vorerst beendet hat.

Israel-Iran-Konflikt als neuer Unsicherheitsfaktor

Der israelische Luftangriff auf iranisches Gebiet hat den Ölpreis erneut stark ansteigen lassen – nun über 30 % seit Anfang Mai – und verbreitet neue Unsicherheit an den Märkten. Während sich die Wall Street bislang noch oberhalb wichtiger Unterstützungsmarken behaupten kann, bleibt die Lage fragil. Die zentrale Frage lautet nun: Wie wird der Iran reagieren – und kann er überhaupt reagieren?
Sollten am Sonntag doch noch Atomverhandlungen stattfinden, könnten politische Börsen wie so oft „kurze Beine“ zeigen. Scheitern die Gespräche hingegen, könnte sich der geopolitische Krisenmodus bis in die neue Woche hinein fortsetzen – mit entsprechender Volatilität, wie sie für den Juni als zweit-schwächsten Börsenmonat ohnehin typisch ist. Ein dauerhaft hoher Ölpreis würde zudem auch die Inflationsrisiken wieder deutlich erhöhen.

G7-Gipfel, Trump-Druck & geldpolitische Weichenstellung

Von Sonntag bis Dienstag richtet sich der Blick auch auf den G7-Gipfel. Erwartet wird, ob es dort endlich konkrete Handelsabkommen zu verkünden gibt – insbesondere angesichts der auslaufenden 90-Tagesfrist, die Trump selbst gesetzt hatte. Ausbleibende Einigungen könnten die Märkte zusätzlich enttäuschen.
Am Mittwoch folgt mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ein weiteres zentrales Ereignis der Woche. Zwar wird aktuell keine Zinssenkung erwartet, doch Hinweise auf künftige geldpolitische Lockerungen könnten neue Impulse liefern. Den Abschluss der Woche bildet dann am Freitag der Große Verfallstermin – ein weiterer potenzieller Volatilitätstreiber.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Juni
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Juni
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz Mai
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion Mai
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheidung
    • (!) 20:30 Uhr US Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • Feiertag USA – Juneteenth – Wall Street geschlossen
  • Freitag:
    • Großer Verfallstag an den Terminmärkten – „Hexensabbat“
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Juni
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren Mai

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Der DAX agiert seit der EZB („Zyklusende“) als klarer Underperformer und schloss nun 6 Tage in Folge mit Verlusten. Ohne weitere Eskalation wäre eine Zwischenerholung – vielleicht ganz klassisch zum Turnaround Tuesday – einzuplanen.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 24.070 und anschließend 24.270 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere bullische Bewegung in Richtung 24.620/.650. Anschließend Chance auf 25k.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.350 erneut zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.150 und 23.070, wo mehr Gegenwehr zu erwarten wäre. Bei Bruch 22.8.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit 6 Verlusttagen in Folge. Bei Schwäche am Montag werden die Bullen auf einen Turnaround Tuesday setzen müssen, um den kurzfristig überverkauften Bereich etwas abzubauen.
Der Bereich an der 23.450 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb wäre die Spanne ins Freitags-Gap bei 23.560/.620 aktiv. Darüber folgt die Bewegung zur 23.690 und bei Bruch die Aufhellung zur .780. Anschließend 23.900/.950.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zur 23.380 und .330 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.270 und 23.190. Bei Bruch rücken die 23.090/.060 in den Fokus.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.560 > 23.620 > 23.690 > 23.780 > 23.900 > 23.950 > 24.030 > 24.170 > 24.250 > 24.280 > 24.380 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 23.450 > 23.380 > 23.330 > 23.270 > 23.190 > 23.090 > 23.060 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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Zwischen Allzeithoch und naiver Sorglosigkeit

Der DAX konnte in der vergangenen Woche erneut ein neues Allzeithoch vor der 24.500 markieren. In acht der letzten neun Wochen ging es damit aufwärts – eine beeindruckende Serie, die inzwischen auf einen Zuwachs von fast 33 % seit dem Apriltief kommt. Die Dynamik lässt dabei spürbar nach, doch echte Schwäche wird bislang nicht zugelassen. Die Bären bleiben vorerst ohne Durchschlagskraft
Auch an der Wall Street setzt sich der Pain-Trade nach oben unbeirrt fort. Immer mehr Divergenzen – von Sektorrotation bis hin zu schwachen Fundamentaldaten – werden ausgeblendet. Der S&P 500 und der Nasdaq notieren nur noch knapp 2 Prozent unter ihren Allzeithochs. Die Rally läuft, selbst wenn die Substanz zunehmend bröckelt.

US-Daten mit Rissen unter der Oberfläche
Besonders auffällig war in der Vorwoche die Serie enttäuschender US-Konjunkturdaten. Nur der offizielle Arbeitsmarktbericht konnte vordergründig überraschen – doch ein Blick hinter die Kulissen relativiert das Bild deutlich: massive Abwärtsrevisionen der Vormonate, eine schwache Haushaltsumfrage und viele neue Teilzeitstellen werfen Fragen auf. Dennoch blieb die Marktreaktion verhalten – ein Zeichen für übertriebene Sorglosigkeit?

Keine Fortschritte im Handelsstreit – EZB mahnt Ende des Lockerungszyklus an
Im Dauerbrenner Handelskonflikt fehlen weiterhin echte Fortschritte. Die Trump-Administration bleibt bei Ankündigungen, ohne dass konkrete Vereinbarungen folgen. Auch der medienwirksame Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump verpuffte an den Märkten schnell. Die EZB wiederum läutete offiziell das Ende der geldpolitischen Lockerung ein – eine Kehrtwende mit potenziell weitreichenden Folgen, die an den Börsen bislang ignoriert wird.

Blick auf die neue Woche
Pfingstmontag ist in Deutschland zwar Feiertag, die Börsen bleiben aber regulär geöffnet – mit voraussichtlich dünnem Handelsvolumen. Im weiteren Wochenverlauf rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Fokus, ebenso wie eine Reihe geplanter US-Anleiheauktionen. Beides könnte das makroökonomische Bild neu justieren – sofern sich die Marktteilnehmer dafür interessieren. Denn bislang gilt: schlechte Nachrichten? Egal.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Pfingstmontag – Börse geöffnet
    • 05:00 Uhr CN Handelsbilanz Mai
    • 17:00 Uhr US Inflationserwartungen der Konsumenten Mai
  • Dienstag:
    • 10:30 Uhr EU sentix-Konjunkturindex Juni
  • Mittwoch:
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise Mai
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise Mai
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 33%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch kurz vor der 24.500. Die Rally ist mit 8 Gewinnwochen in den letzten 9 Wochen klar überdehnt, aber bisher werden negative Impulse (noch) ignoriert. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss innerhalb der schwächeren Saisonalität (Mai – Oktober) defintiv eingeplant werden.
Der Bereich an der 24.170 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range über das Allzeithoch an der 24.500 zur 24.630 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere Bewegung zur 24.900. Anschließend 25k und 25.250.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.870 und anschließend 28.700 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.450. Bei Bruch 23.150/.070.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX krönte seine nächste Gewinnwoche (8 von 9), auch wenn die Dynamik zunehmend abnimmt. Ein erneuter Rücklauf und Test des m. Bollinger muss nun wieder eingeplant werden.
Pfingstmontag sind die Börsen geöffnet; bei entsprechend schwachem Volumen.
Der Bereich an der 24.290 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 24.370 und dem o. Bollinger an der 23.430 aktiv. Darüber Chance auf ein neues Allzeithoch an der 24.510. Bei Bruch wird der Lauf zur 24.630 möglich.
  • Unterhalb ist hingegen erneut der Lauf zur 24.220 zu erwarten. Darunter folgt Abgabedruck zur 24.150 und der Gap-Zone an der 24.080. Bei Bruch wird das m. Bollinger an der 24k erneut getestet.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.370 > 24.430 > 24.510 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 24.220 > 24.150 > 24.080 > 24.000 > 23.930 > 23.830 > 23.790 > 23.700 > 23.650 > 23.540 > 23.430 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Starken Mai – Zurückhaltung im Juni?

Die Aktienmärkte haben einen bemerkenswert starken Mai hinter sich, der jedoch stark durch die Politik von US-Präsident Trump beeinflusst war. Die Hoffnung auf Entspannung im Handelskonflikt sorgte für Rückenwind, doch die fehlenden konkreten Ergebnisse lassen das Erreichte fragil erscheinen. Sollte Trump, nach zahlreichen Rückziehern, wieder zu einem härteren Kurs gezwungen sein, um Stärke zu demonstrieren, könnten die Märkte rasch unter Druck geraten.

Vorsicht vor saisonalen Schwächen

Auch aus saisonaler Sicht beginnt nun eine traditionell schwächere Phase für die Börsen. Nach dem überdurchschnittlich guten Lauf im Frühling wird der Sommer häufiger von Konsolidierungen oder rückläufiger Dynamik geprägt. Diese Tendenz könnte sich verstärken, wenn gleichzeitig wirtschaftliche Frühindikatoren kippen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Fokus

Die neue Handelswoche bietet eine Reihe potenziell marktbewegender Impulse. Besonders beachtet werden dürften die US-Einkaufsmanagerindizes (ISM), das Fed Beige Book sowie die EZB-Pressekonferenz. Das Highlight folgt am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht.
Die entscheidende Frage: Bleiben die harten Wirtschaftsdaten stabil oder deuten sich erste Risse an? Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht könnte Rezessionsängste neu befeuern – insbesondere, wenn gleichzeitig die Inflation hoch bleibt und die Notenbanken zum Zögern zwingt.


Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Monatsauftakt Juni
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (endg.)
    • (!) 16:00 Uhr US ISM Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Mai
    • 16:00 Uhr US JOLTS Stellenangebote April
    • 16:00 Uhr US Industrieaufträge April
  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Mai (endg.)
    • 14:15 Uhr US ADP Beschäftigungszahlen Mai
    • (!) 16:00 Uhr US ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Mai
    • 20:00 Uhr US FED Beige Book
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Industrieaufträge April
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanz April
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanz April
    • 08:00 Uhr DE Industrieproduktion April
    • 11:00 Uhr EU BIP Q1
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsätze April
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht Mai

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 31%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch an der 24.325,97. Der Mai war zudem mit über 6% Performance ungewöhnlich stark. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss innerhalb der schwächeren Saisonalität nun eingeplant werden.
Der Bereich an der 23.7 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range über die 24.080 in Richtung Allzeithoch bei 24.250 weiter aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 24.490 und .600.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 23.400 weiter entwickeln. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.200 und 23.070. Bei Bruch Test m. Bollinger (weekly) 22.500.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Update folgt heute Abend
Der DAX nach einem neuen Allzeithoch mit ersten Gewinnmitnahmen, welche jedoch das übergeordnete Bild bisher nicht gefährden. Die weitere Reaktion im Broading Top (siehe Stundenchart) gilt es nun zu beobachbten. 2 Tage vor Börsenabschluss Monat Mai blickt der DAX auf eine starke 7%-Monatsperformance. +31% seit dem April-Tief.
Der Bereich an der 24.100 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.150 zur 24.250 weiter aktiv. Darüber Chance auf ein neues Allzeithoch in Richtung oberes Bollinger an der 24.420. Bei Bruch folgen 24.520/.560.
  • Unterhalb ist hingegen weiterer Abgabedruck zur 23.970 und 23.870 zu erwarten. Darunter wäre der Kombisupport Wochen-PP/ m. Bollinger an der 23.690 als nächster wichtiger Support zu nennen. Bei Bruch Eintrübung zur 23.350.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.100 > 24.150 > 24.250 > 24.420 > 24.520 > 24.560 > 24.640
  • Unterstützungen: 23.970 > 23.870> 23.690 > 23.600 > 23.350 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Trumps Zollkeule ist zurück – DAX verliert Wochengewinn

Die Handelswoche verlief bis zum Freitag freundlich, insbesondere der DAX konnte erneut als Outperformer glänzen und hatte die Chance, seine siebte Gewinnwoche in Folge zu vollenden. Doch zum Wochenschluss wurde die Euphorie jäh gebremst: Neue Zolldrohungen von Donald Trump – 50 % auf EU-Importe ab dem 01. Juni und 20 % speziell auf Apple – sorgten für einen deutlichen Rücksetzer. Der DAX konnte sein Wochenplus nicht verteidigen, bleibt aber auf Monatssicht mit einem beachtlichen Zuwachs von rund 5 % weiter klar im grünen Bereich.

Auch die Wall Street zeigte sich zum Ende der Woche schwächer. Die US-Indizes konsolidieren derzeit an ihren Support- und ehemaligen Ausbruchszonen. Eine klare Richtungsentscheidung dürfte wohl erst in der neuen Woche fallen. Entscheidend wird sein, ob Trumps Zolldrohungen ernst gemeint sind oder – wie bereits bei den China- und Reziprozitätszöllen – wieder schnell relativiert oder sogar ganz zurückgenommen werden.
Klar ist: Die Unsicherheit ist zurück – und mit ihr eine steigende Volatilität.

Ausblick auf die neue Handelswoche

Die neue Woche startet mit einem Feiertag in den USA (Memorial Day). Am Donnerstag ist zwar Christi Himmelfahrt, die Börsen bleiben aber geöffnet – das Handelsvolumen in Deutschland dürfte dennoch spürbar zurückgehen.
Wirtschaftlich stehen in der neuen Woche vor allem zwei Punkte im Mittelpunkt:

  • Dienstag: US-Verbrauchervertrauen (Conference Board)
  • Freitag: Inflationsdaten aus Deutschland und den USA

Gerade die Inflationsdaten am Freitag könnten noch einmal richtungsweisend werden – auch für die geldpolitische Debatte rund um die EZB und die Fed.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Feiertag – Memorial Day
    • 16:30 Uhr EU Rede EZB-Präsidentin Christine Lagarde
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima Juni
    • 14:30 Uhr US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
    • (!) 14:30 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board Mai
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index Mai
    • 20:00 Uhr US FOMC/ FED Protokoll
    • (!) Quartalsergebnisse von Nvidia
  • Donnerstag:
    • Christi Himmelfahrt – Börse geöffnet
    • 11:00 Uhr US BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsätze April
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr DE Konsumausgaben April
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Mai (endgültig)

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 30%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch an der 24.152,24. Durch Trumps neuen Zolldrohungen folgte nun nach 7 Gewinnwochen eine erste Verlustwoche. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung dürfte damit ihren Auftakt genommen haben, welche im Idealfall aber recht flach verlaufen kann.
Die Zollgespräche zwischen der EU und den USA werden nun einen sehr starken Einfluss auf die weitere Kursentwicklung haben.
Der Bereich an der 23.7 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.900 und zum AZH an der 24.100 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 24.450/.550. Bei Bruch Chance auf 25k.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 23.400 und nachfolgend 23.200 weiter entwickeln. Darunter droht Abgabedruck zur 22.800. Bei Bruch Test m. Bollinger (weekly) 22.400.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX verlor nach Trumps erneuter Zolldrohung gut 800 Punkte und testete sein m. Bollingerband. Die 30%-ige Anstiegsbewegung hätte aber noch die Chance erst in der 4. Konsolidierungswelle zu sein, wo im Anschluss nochmal neue Hochs folgen. Eine eher schwache Konsolidierung würde diese Annahme stützen. Dies gilt es nun zu beobachten.
Der Bereich an der 23.680 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 23.900 weiter aktiv. Darüber rückt wieder das Allzeithoch an der 24.1/.150 in den Fokus. Bei Bruch Chance auf weitere Ausdehnung zur 24.4.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne zum m. Bollinger bei 23.400 erneut zu erwarten. Darunter droht die weitere Eintrübung in Richtung 23.220. Bei Bruch folgen 23k/22.8.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.760 > 23.900 > 24.000 > 24.100 > 24.150 > 23.400
  • Unterstützungen: 23.680 > 23.400 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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