Letzte Chance für die Bären? FOMC und Fed Powell im Fokus: „Buy the rumor, sell the fact“?

Die Börsen beenden erneut eine zweigeteilte Handelswoche. Während S&P 500, Dow Jones und Nasdaq 100 mit mehreren neuen Allzeithochs glänzen konnten, blieb der DAX impulslos und verharrte als klarer Underperformer nahe dem Monatstief innerhalb seiner neutralen Handelsspanne.
Die Wall Street spielt weiter die Zinssenkungskarte, nachdem zuletzt mehrere schwächere US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten gemeldet wurden. Die Hoffnung: Am kommenden Mittwoch senkt die Fed endlich die Zinsen und macht damit aus den Erwartungen einen geldpolitischen Fakt.

Doch die kommende Woche hat mehr zu bieten: Neben dem großen Verfallstermin stehen auch die US-Einzelhandelsumsätze sowie der Philadelphia-Fed-Index auf der Agenda. Das zentrale Ereignis bleibt jedoch die Fed-Entscheidung samt Pressekonferenz und neuen Dotplots.
Hier lauert auch das größte Risiko: Was, wenn der Zinspfad weniger dovish ausfällt als erhofft? Die Wall Street preist aktuell bereits 3 bis 4 Zinssenkungen in Folge ein. Bleibt Powell vage oder rückt eine spätere Lockerung in den Fokus, wäre das Enttäuschungspotenzial nach dem Motto „Buy the rumor, sell the news“ vorhanden – besonders nach der jüngsten Rally. Für die Bären stellt es auch fast die letzte Chance dar die schwächere Saisonalität aufzugreifen. Die Buybacks mit ihrer beginnenden Blackout-Phase könnten dies stützen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Industrieproduktion August
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index September
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen September
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion Juli
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz August
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise August (endgültig)
    • (!) 20:00 Uhr US Fed-Zinsentscheid
    • (!) 20:30 Uhr US Fed-Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index September
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren August
  • Freitag:
    • (!) Großer Verfallstermin
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX bleibt weiter inmitten seiner neutralen Range nahe des Monatstiefs gefangen. Als klarer Underperformer zur weiter starker Wall Street. Unterhalb der 24k hält jede Ablehnung die Tür zu neuen Tiefs direkt offen.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 23.790 und anschließend .870 an der 100-TL aktiv. Darüber wäre nach der 23.910 wieder die 23.950/.980 als nächstgrößerer Widerstand zu nennen. Bei Bruch Chance auf 24.030 und Lauf zur 50-TL an der 24.080.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über zur 23.600 und 23.560 weiterhin aktiv. Darunter droht wieder der Weg zum Monatstief an der 23.510/23.480. Bei Bruch droht weiterer Abgabedruck zur 23.410/.370.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.700 > 23.870 > 23.910 > 23.950 > 23.980 > 24.030 > 24.080 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.600 > 23.560 > 23.510 > 23.480 > 23.410 > 23.370 > 23.280 > 23.180 > 23.150
DAX Tageschart

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Septembermood: Zwischen Zinshoffnung & Stagflationsangst

Die Märkte sind mit erhöhter Volatilität in den September gestartet. Nach einem schwachen Wochenauftakt griff erneut das altbekannte „bad news are good news“-Narrativ: Schwäche in den Daten = Druck auf die Fed = Zinssenkungen. So konnte der S&P 500 zeitweise sogar wieder am Allzeithoch kratzen.
Besonders der US-Arbeitsmarktbericht sorgte zunächst für einen weiteren Sprung, denn das Stellenwachstum kommt faktisch zum Erliegen – was theoretisch die Tür für schnelle und größere Zinssenkungen öffnen würde. Doch beim zweiten Blick auf die Daten mischte sich schnell Sorge in die Kauflaune: Die Konjunktur scheint womöglich mehr als nur abzukühlen. Das Risiko einer zu schwachen Wirtschaft rückt damit unübersehbar näher.

Kommende Woche bleibt daher wild…:

  • Die Benchmark-Revision der US-Arbeitsmarktdaten könnte erneut deutlich negativ überraschen.
  • Gleichzeitig stehen die neuen US-Inflationsdaten an. Fallen diese zu heiß aus, droht ein gefährlicher Mix: Schwacher Arbeitsmarkt + verfestigte Inflation = Stagflation. Das wäre ein Szenario, das für die Fed schwer zu moderieren ist – weit entfernt vom Goldlöckchen-Umfeld, das die Märkte zu gerne feiern.

Auch in Europa rückt die Geldpolitik wieder in den Fokus: Am Donnerstag steht der Zinsentscheid der EZB an. Es wird zwar keine Veränderung erwartet, aber Aussagen zum weiteren Kurs dürften kritisch beäugt werden – besonders mit Blick auf das zähe Wachstum in der Eurozone.
In Frankreich droht hingegen erneut politische Instabilität, wenn eine weitere Vertrauensfrage der Regierung scheitert. Neuwahlen oder Unregierbarkeit wären ein Szenario, auf das insbesondere die Anleihemärkte empfindlich reagieren könnten.

Der September bleibt ein Monat erhöhter Schwankungsbreite, wie es saisonal oft der Fall ist.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanzsaldo Juli
    • 08:00 Uhr DE Industrieproduktion Juli
  • Dienstag:
    • (!) 16:00 Uhr US Benchmark-Revision Stellenwachstum
  • Mittwoch:
    • (!) 14:30 Uhr US Erzeugerpreise August
  • Donnerstag:
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise August (endgültig)
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan September (vorläufig)

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX beendet eine volatile Woche als Underperformer nah am Wochentief. Neue Monatstiefs dürften wohl bald folgen. Der Montag wird zusätzlich durch die politischen Börsen um Frankreich geprägt sein.
Eine erhöhte Volatilität ist typisch für den September und dürfte eine Weile erhalten bleiben.
Der Bereich an der 23.660 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster über die 23.710 zur 23.760 (100-TL ) aktiv. Darüber wäre wieder die 23.850 zu nennen. Bei Bruch Chance auf Test der Ausbruchszone 23.930/.970.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über die 23.590 zur 23.550 weiterhin aktiv. Darunter droht wieder der Test des Wochentiefs an der 23.480. Bei Bruch droht weiterer Abgabedruck zur 23.375/.350.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.710 > 23.760 > 23.850 > 23.930 > 23.970 > 24.100 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.660 > 23.590 > 23.550 > 23.480 > 23.375 > 23.350 > 23.300 > 23.230 > 23.180 > 23.150
DAX Tageschart

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Schwächerer Wochenausklang – Der September steht vor der Tür

Die Börsen verabschiedeten sich mit einem Wochenminus und der DAX zusätzlich mit einem Monatsverlust aus dem August – ein passender Übergang in den statistisch schwächsten Börsenmonat des Jahres. Historisch betrachtet ist der September besonders volatil und selten freundlich zu den Bullen.

Für die Wall Street beginnt die neue Handelswoche feiertagsbedingt erst am Dienstag (Montag: Labor Day). Damit fehlt zum Start nicht nur ein wichtiger Taktgeber, sondern es dürfte auch zum Monatsauftakt ein gewisses Maß an Unsicherheit erhalten bleiben.

Im Fokus der Woche steht vor allem der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Schon am Dienstag liefert jedoch der ISM-Einkaufsmanagerindex wichtige Hinweise – als einer der bedeutendsten Frühindikatoren für die US-Konjunktur. Eine zu starke Eintrübung des Arbeitsmarkts könnte die Tür für Zinssenkungen zwar weiter öffnen, gleichzeitig ein zu starker Rückgang auch Rezessionsängste schüren. Bleibt der Preisdruck hingegen hoch, droht sogar ein Stagflationsszenario – das denkbar schwierigste Umfeld für die Fed.
Die Bullen setzen daher auf einen leicht schwächeren Arbeitsmarkt, aber stabile Preise bei den ISM-Komponenten. Andernfalls dürfte der September auch in diesem Jahr seinem Ruf als Problemmonat gerecht werden.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Labor Day – US-Feiertag
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (endgültig)
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise (Vorabschätzung)
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (endgültig)
    • 16:00 Uhr US Auftragseingang Industrie Juli
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) Juli
    • 20:00 Uhr US Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:15 Uhr US ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr EU BIP Q2
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX schloss die Woche als Underperformer und verletzte den Support an der 50-TL. Weiterer Abgabedruck wird wahrscheinlich. Die Bullen benötigen den Rücklauf über die 24.1 und für den großen Durchbruch die 24.5. Die Wall Street ist am Montag geschlossen.
Der Bereich an der 23.950 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster über die 24.015 zur 50-TL an der 24.070 aktiv. Darüberfolgen 24.130 und 24.180. Bei Bruch kleine Aufhellung 24.220 und .300.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne zum unteren Bolliner an der 23.830 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.770 und .730. Bei Bruch 23.650 und anschließend .610.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.950 > 24.015 > 24.070 > 24.130 > 24.180 > 24.200 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.830 > 23.770 > 23.730 > 23.650 > 23.610 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
DAX Tageschart

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Powell öffnet die Tür – Märkte wittern Zinssenkung & ignorieren die Stagflationsgefahr

Die Woche stand ganz im Zeichen von Fed-Chef Powell und seiner Rede in Jackson Hole. Der Fokus lag auf der entscheidenden Frage: Kommt im September die erste Zinssenkung? Powell betonte dabei die zunehmende Schwäche am US-Arbeitsmarkt, was von den Märkten sofort als Einladung zur Lockerung interpretiert wurde. Die Wall Street reagierte mit starken Gewinnen am Freitag – nach einer zuvor schwachen Woche.
Doch Powells Warnung vor einem möglichen Stagflationsszenario blieb am Markt weitgehend unbeachtet. Und dabei war das Gesamtbild abseits von Jackson Hole alles andere als rosig:

  • KI-Hype bekommt Risse: Meta mit Einstellungsstopp, GPT-Update mit mehr Fragen als Antworten, Nvidia unter Druck wegen China-Geschäft
  • Wirtschaftsdaten signalisieren kein Goldlöckchen-Szenario: Schwache PMIs, enttäuschende Einzelhandelsdaten, CEOs wie Walmart und Frühindikatoren warnen vor Preisdruck
  • Steigende Renditen in vielen Industrieländern, Japan mit Zyklushoch bei den Yields

Der DAX zeigte sich in diesem Umfeld abwartend und beendete die Woche nahezu unverändert. Die Wall Street hingegen konnte ihre Verluste aus dem Wochenverlauf am Freitag vollständig wieder ausbügeln und den Supportbereich erneut verteidigen.

In der kommenden Handelswoche richten sich die Blicke vor allem auf die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch – der Tech-Gigant könnte erneut das Sentiment für den gesamten Sektor vorgeben. Daneben bleibt das Augenmerk auf den kommenden Konjunkturdaten, insbesondere im Hinblick auf Stagflationsrisiken. Werden die Märkte ihre Hoffnungen auf Zinssenkungen trotz realwirtschaftlicher Schwäche aufrechterhalten können?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • (!) 10:00 Uhr DE ifo-Geschäftsklimaindex August
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
    • (!) 16:00 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board August
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index August
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima September
    • (!) Nvidia Quartalszahlen
  • Donnerstag:
    • 13:30 Uhr EU EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • Monatsabschluss September
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsatz Juli
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise August (Vorabschätzung)
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)

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Der DAX beendete die vergangenen Woche als Underperformer nahezu unverändert. Seit Mai steht der Index nun größtenteils auf dem gleichen Niveau. Umkehrsignale werden jedoch weiter konsequent gemieden. Auch im saisonal schwächsten Monat September?
Der Bereich an der 24.2 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.330 zur 24.480 aktiv. Darüber Aufhellung zur 24.600 und .740. Anschließend 24.850/25k.
Unterhalb ist der Cluster 24.1 zur 23.950 weiter aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.7/23.6.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX beendete die Woche als Underperformer nahezu unverändert. Die Bullen benötigen weiterhin den Bruch durch die 24.5, um die Tür für ein neues Allzeithoch zu öffnen.
Der Bereich an der 24.250 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 24.330 und 24.360 im Fokus. Darüber wieder die Chance auf 24.460/.480. Bei Bruch Aufhellung zur 24.560/.590.
  • Unterhalb ist nach der 24.210 der Weg zur 24.120 zu nennen. Darunter folgen 24.070 und das m. Bollinger an der 24.020. Bei Bruch folgt erneut der Weg zur 23.950.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.250 > 24.330 > 24.360 > 24.460/.480 > 24.560/.590 > 24.650 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 24.210 > 24.120 > 24.070 > 24.020 > 23.950 > 23.850 > 23.760 > 23.720 > 23.650 > 23.570 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
DAX Tageschart

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Märkte steigen trotz Warnsignale – Jackson Hole im Fokus

Die Börsen konnten in der vergangenen Handelswoche erneut zulegen, obwohl sich im Hintergrund zunehmend dunkle Wolken auftürmen. An der Wall Street wurden mehrfach neue Allzeithochs markiert, getragen von der Hoffnung auf eine sanfte Landung und baldige Zinssenkungen – ein Szenario, das zunehmend nicht mehr zum realwirtschaftlichen Bild passt.
Denn eben dieses Bild beginnt zu kippen: Die Erzeugerpreise stiegen so stark wie seit drei Jahren nicht mehr, während sich der US-Arbeitsmarkt zuletzt bedenklich schwach präsentierte. Goldlöckchen? Wohl kaum. Vielmehr erinnert das aktuelle Umfeld an die ersten Phasen einer Stagflation – und das bei steigender Kerninflation.
Dennoch klammern sich die Märkte an das Narrativ einer baldigen geldpolitischen Lockerung und das direkt in Serie. Historisch betrachtet gab es nur 1989 eine Zinssenkung bei einer Kerninflation über 3 % – damals allerdings mit fallender Tendenz. Heute steigt sie wieder an.

Wie lange kann diese Diskrepanz noch gutgehen?
Die neue Woche liefert womöglich erste Antworten: Am Montag steht die Reaktion auf das Ukraine-Treffen zwischen Putin und Trump an – Durchbruch oder reine Symbolik?
Und am Freitag folgt mit dem Jackson Hole Symposium das womöglich wichtigste Zentralbank-Event des Sommers. Die Rede von Fed-Chef Powell könnte zum Schlüsselereignis werden.
Zwischen Hoffnung und Realität – ist das der Showdown?

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Auswirkungen Putin/ Trump Treffen
    • 11:00 Uhr EU Handelsbilanzsaldo Juni
  • Dienstag:
    • 14:30 Uhr US Baugenehmigungen Juli
  • Mittwoch:
    • Auftakt Jackson Hole Symposium der Fed
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Juli (endgültig)
    • 20:00 Uhr US Fed Protokoll
  • Donnerstag:
    • Jackson Hole Symposium der Fed
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 09:30 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 15:45 Uhr US S&P Global Einkaufsmanagerindizes
  • Freitag:
    • Jackson Hole Symposium der Fed
    • 08:00 Uhr DE BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • (!) 16:00 Uhr US Rede Fed Chef Powell in Jackson Hole

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Der DAX konnte in der vergangenen Woche wieder in Richtung Allzeithoch laufen und notiert seit Mai als Underperformer und trotz Rekordjagd an der Wall Street größtenteils unverändert. Umkehrsignale werden jedoch weiter konsequent gemieden. Die kommende Woche bietet einige große Impulsgeber.
Der Bereich an der 24.2 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.360 zum AZH an der 24.6 aktiv. Darüber rückt die 24.850 in den Fokus. Anschließend 25.130/.200.
Unterhalb ist der Cluster zur 23.950 weiter aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.7/23.6. Anschließend 23.3.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX kämpft wieder an der 24.4. Ein Bereich, der in den vergangenen Wochen immer wieder zum Ausstieg genutzt wurde. Ein nachhaltiger Durchbruch würde die Tür zum neuen Allzeithoch an der 24.8 öffnen. Putin – Trump Gipfel kann nach dem Wochenende einen wichtigen Impuls liefern.
Der Bereich an der 24.400 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 24.490/.530 im Fokus. Darüber Chance AZH in der Zone 24.610 und .700. Bei Bruch 24.800/.850.
  • Unterhalb ist die Range zum Trend bei 24.280 im Fokus. Darunter folgen 24.190. Bei Bruch weitere Eintrübung zum m. Bollinger bei 24.100. Anschließend 24.070/.025.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.400 > 24.490 > 24.530 > 24.610 > 24.640 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 24.280 > 24.190 > 24.100 > 24.070 > 24.025 > 23.950 > 23.850 > 23.760 > 23.720 > 23.650 > 23.570 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
DAX Tageschart

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