Deutliche Erholung – Heiße Phase der Saisonalität – Fed und Konjunktur im Fokus

In der ersten Septemberhälfte haben die Aktienmärkte eine bemerkenswerte Volatilität gezeigt. Nach empfindlichen Verlusten in der ersten Woche fand eine starke Erholung statt, die die Verluste nahezu ausglich und die Tür für weitere Gewinne öffnete. Trotzdem ist Vorsicht geboten, da die traditionell schwache Börsenphase erst in der zweiten Septemberhälfte beginnt und üblicherweise von erhöhter Volatilität begleitet wird, die wir bereits beobachten können. In der kommenden Woche enden zudem die Aktienrückkäufe für viele Unternehmen aufgrund der sogenannten Blackout-Periode, was eine wichtige Stütze des Marktes vorübergehend entfernt.

Die wichtigsten Ereignisse der neuen Woche umfassen die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze, die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und den großen Verfallstag an den Terminmärkten, der die Marktschwankungen weiter intensivieren könnte. Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen zum ersten Mal seit vier Jahren senkt, wobei die genaue Senkung, ob 25 oder 50 Basispunkte, noch offen ist. Die Prognosen der Fed zu Konjunktur und Inflation werden ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Sie werden Aufschluss darüber geben, ob die US-Notenbank eine zunehmende Gefahr für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sieht oder ob sie weiterhin vorsichtig optimistisch bleibt. Die Märkte setzen und hoffen weiterhin auf das Goldlöckchen-Szenario.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 14:30 Uhr USA Empire State Manufacturing Index September
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen September
    • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen September
    • (!) 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz August
    • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise August (endgültig)
    • (!) 20:00 Uhr USA Fed-Zinsentscheid
    • (!) 20:30 Uhr USA Fed-Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • 13:00 Uhr GB BoE-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index September
  • Freitag:
    • Großer Verfallstermin “Hexensabbat”
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise August
    • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen September (vorläufig)
    • 17:00 Uhr Diskussionspanel mit EZB-Präsidentin Lagarde

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Der DAX konnte nach seiner Verluststrecke von 800 Punkte eine deutliche Gegenbewegung einleiten. Bisher verläuft diese jedoch im Rahmen einer technischen Erholung. Die schwache Saisonalität, die sich bis weit in den Oktober ziehen kann, wird vor allem in der 2. Septemberhälfte an Gewicht gewinnen. Es muss weiterhin mit einer erhöhten Schwankungsbreite gerechnet werden. Das m. Bollingerband an der 18.400 stellt weiterhin den ersten relevanten Bereich dar. Oberhalb können die Bullen weiterhin die Range über die 18.540 zur 18.700 aufrechterhalten. Sollte der DAX diese nachhaltig überwinden, würden die 18.900 und anschließend ein neues Allzeithoch um 19.050 bereits wieder ins Spiel kommen. Unterhalb des m. Bollinger muss eine direkte Fortsetzung der Abwärtsbewegung über die 18.2 in Richtung der 18.030 befürchtet werden. Darunter bildet die 17.870/17.850 bereits einen Bereich, wo die Konso spätestens wieder aufgekauft werden muss. Fällt auch diese Unterstützung, droht erneut die Eintrübung zu den Tiefs.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX konnte einen Teil seiner Monatsverluste wieder aufholen und notiert nun vor einer wichtigen Marke-or-Break-Zone. Schwäche in diesem Bereich und die begonnene Konsolidierung hätte noch offene Ziele an der 18k-Marke. Die 18.650 stellen nun die erste relevante Zone.

  • Oberhalb halten die Bullen die Range zur 18.750 und würden damit das noch offene Gap komplett schließen. Darüber öffnet sich der Weg zur 18.830. Bei Bruch 18.870/.900.
  • Unterhalb öffnet sich hingegen die Spanne zur 18.590 ans m. Bollinger. Darunter droht wieder die Eintrübung zur 18.540 und anschließend .480. Bei Bruch der Weg zur 100-TL bei 18.410.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 18.650 > 18.730 > 18.765 > 18.830 > 18.870 > 18.900 > 18.950 > 19.000 > 19.050 > 19.115 > 19.150 > 19.300 > 19.380
  • Unterstützungen: 18.590 > 18.540 > 18.480 > 18.410 > 18.360 > 18.280 > 18.240 > 18.180 > 18.100 > 18.050 > 18.000 > 17.970 > 17.885 > 17.810 > 17.780 > 17.710 > 17.670 > 17.610 > 17.570 > 17.500 > 17.440 > 17.370> 17.350 > 17.200 > 17.160 > 17.100 > 17.070 > 17.000 > 16.930 > 16.850 > 16.800
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Abverkauf in den September – Ausblick bleib mau – Sommerkonso läuft

In der ersten Handelswoche des Septembers, einem Monat der traditionell als der volatilste und schwächste im Börsenjahr gilt, zeigten sich die Aktienmärkte entsprechend nervös und endeten mit deutlichen Verlusten. Dies spiegelt die anhaltende Unsicherheit wider, die vor allem durch die konjunkturellen Entwicklungen in den USA und die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen geprägt ist. Die Märkte scheinen vor allem auf weitere klare Hinweise zu warten, die Aufschluss über die Stärke der US-Wirtschaft und den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank geben könnten. Diese Unsicherheiten dürften bis in den Oktober hinein bestehen bleiben, besonders im Vorfeld der US-Wahlen, was die Märkte weiterhin in Atem halten wird.

Der schwache Start in den September könnte zwar kurzfristig Raum für technische Gegenbewegungen bieten, doch sind übergeordnet weitere Kursrückgänge in den kommenden Wochen wahrscheinlich. Der Beginn der Blackout-Periode der Buybacks dürfte die Kauflaune nun auch noch zusätzlich belasten. Die Marktstimmung wird vor allem aber von den makroökonomischen Daten abhängen. In der kommenden Woche stehen weniger Termine auf dem Wirtschaftskalender, doch einige davon haben das Potenzial, marktbewegend zu sein. Besonders im Fokus stehen dabei die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Mittwoch, die wichtige Hinweise auf die Inflationsentwicklung geben könnten. Am Donnerstag richtet sich das Augenmerk auf die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank, bei denen eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet wird. Diese Entscheidungen könnten wichtige Signale für die Markterwartungen und die zukünftige geldpolitische Ausrichtung in der Eurozone setzen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:30 Uhr Eurozone sentix-Konjunkturindex September
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise August (endgültig)
  • Mittwoch:
    • (!) 14:30 Uhr USA Verbraucherpreise August
  • Donnerstag:
    • (!) 14:15 Uhr Eurozone EZB-Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:45 Uhr Eurozone EZB-Pressekonferenz
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr USA Erzeugerpreise August
  • Freitag:
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan September (vorläufig)

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Der DAX drehte scharf vor der 19k-er Marke ab und setzt damit, wie saisonal durchaus typisch, wieder in die Sommerkorrektur, die sich bis in den Oktober ziehen kann. Durch den scharfen Abverkauf muss auch eine zeitnahe Konsolidierung eingeplant werden. Das m. Bollingerband an der 18.350 stellt hierfür den ersten relevanten Bereich dar. Oberhalb können die Bullen die Konsolidierung zur 18.550 und .660 anstreben. Sollte der DAX diese überwinden, würden die 18.770 und anschließend der Bereich am Allzeithoch um 19k bereits wieder ins Spiel kommen. Unterhalb des m. Bollinger muss eine direkte Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung der 18.050 befürchtet werden. Darunter bildet die 17.870/17.800 bereits einen Bereich, wo die Konso spätestens wieder aufgekauft werden muss. Fällt auch diese Unterstützung, droht erneut die Eintrübung zu den Tiefs.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit einem sehr schwachen Monatsauftakt. Die 100-Tageslinie wurde rasch erreicht und in den Wochenabschluss verletzt. Sie stellt in der neuen Woche den ersten relevanten Bereich. Oberhalb kann eine Erholung eingeleitet werden. Die 18.360 stellen somit die erste relevante Zone.

  • Oberhalb halten die Bullen die Range zur 18.400, welche nachfolgend zum m. Bollinger bei .490 erweitert werden kann. Darüber öffnet sich wieder der Weg zur 18.530 und .580. Bei Bruch wird die weitere Aufhellung zur 18.670 möglich.
  • Unterhalb öffnet sich hingegen die Spanne über die 18.300 zur 18.230. Darunter sind die 18.180 zu nennen. Bei Bruch droht der Lauf zur 18.060, wo die nächstgrößere Supportzone angesiedelt wäre.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 18.400 > 18.490 > 18.530 > 18.580 > 18.650 > 18.670 > 18.730 > 18.770 > 18.810 > 18.880 > 18.910 > 18.970 > 19.000 > 19.050 > 19.115 > 19.150 > 19.300 > 19.380
  • Unterstützungen: 18.360 > 18.300 > 18.230 > 18.180 > 18.060 > 18.000 > 17.970 > 17.885 > 17.810 > 17.780 > 17.710 > 17.670 > 17.610 > 17.570 > 17.500 > 17.440 > 17.370> 17.350 > 17.200 > 17.160 > 17.100 > 17.070 > 17.000 > 16.930 > 16.850 > 16.800
DAX Tageschart
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Bullish Reversal August – Schwächster Börsenmonat voraus – „data-dependent“

Die Börsen beendeten den August mit einer bemerkenswerten Erholung, wodurch der starke Abverkauf von Mitte Juli vollständig ausgeglichen wurde. Der DAX zeigte sich besonders stark und erreichte mit einem Anstieg von fast 2000 Punkten oder etwa 12% ein neues Allzeithoch. Die anfänglichen Konjunktursorgen wichen nach einigen positiven US-Wirtschaftsdaten der Hoffnung auf das sogenannte Goldlöckchen-Szenario, bei dem die Wirtschaft stark genug ist, um zu wachsen, ohne dass dies zu hohen Inflationssprüngen führt. Die sehr empfindliche Reaktion auf neue Daten unterstreicht jedoch auch die große Abhängigkeit von den neuesten Wirtschaftsberichten. Der schmale Grat zwischen Rezessionsängsten und der Hoffnung auf eine anhaltend günstige Wirtschaftslage bleibt bis auf weiteres bestehen. In der kommenden Woche stehen mit den ISM-Einkaufsmanagerindizes wichtige Frühindikatoren auf dem Programm. Besonders der Freitag könnte mit der Veröffentlichung des neuen US-Arbeitsmarktberichts richtungsweisend für die Märkte werden. Eine erneut schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt könnte schnell die Konjunktursorgen neu entfachen.

Der September startet mit einem Feiertag in den USA (Labor-Day) und zeigt saisonal oft noch eine leichte Festigkeit in der ersten Woche, bevor typischerweise eine Schwächephase eintritt, da der September statistisch gesehen der schwächste Börsenmonat ist. Trotz der beeindruckenden Erholung im August sollten Anleger für den September nochmal deutliche Rücksetzern einplanen.

Wichtige Termine:

  • Montag:
    • Monatsauftakt September
    • Feiertag USA – Labor Day
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (endgültig)
  • Dienstag:
    • 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (endgültig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (endgültig)
    • 11:00 Uhr Eurozone Erzeugerpreise Juli
    • 16:00 Uhr USA Auftragseingang Industrie Juli
    • 16:00 Uhr USA JOLTs-Daten (offene Stellen) Juli
    • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr BRD Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:15 Uhr USA ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr BRD Industrieproduktion Juli
    • 08:00 Uhr BRD Handelsbilanzsaldo Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone BIP Q2 (endgültig)
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Der DAX mit sehr starken Bewegungen im August. Die Verteidigung des Bullenmarkt-Aufwärtstrends bei 17.100 konnte sehr dynamisch bis zum Allzeithoch wieder aufgekauft werden, obwohl das konjunkturelle Umfeld herausfordernd bleibt. Das Sommertief sollte damit sehr wahrscheinlich bereits gefunden sein. Ein weiterer Rücksetzer und damit die Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss im schwächsten Börsenmonat September (nicht der Anfang) jedoch eingeplant werden. Die 18.660 stellen den ersten relevanten Support dar. Oberhalb können die Bullen die Konsolidierung weiter aufschieben und die Range zur .810 und 19.030 aktiv halten. Sollte der DAX diese überwinden, würde sogar noch der Bereich um 19.2k ins Spiel kommen. Unterhalb der 18.660 droht der Beginn der Konsolidierung zur 18.440/.390 (m. Bollinger). Darunter bilden die 18.230 und 18.1 den nächsten Anlaufbereich. Zonen, die im Sinne einer bullischen Konsolidierung nicht direkt angelaufen werden sollen.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX konnte seit dem Augusttief eine bemerkenswerte Rallye bis auf ein neues Allzeithoch hinlegen. Der Monatswechsel September und die erste Septemberwoche sind saisonal gerne noch fester geprägt, bevor eine größere Schwächetendenz zu erwarten bleibt. Die Wall Street bleibt am Montag geschlossen. Impulsarmer Handel wahrscheinlich. Die 18.920 stellen die erste relevante Zone.

  • Oberhalb halten die Bullen die Range zur 18.960. Darüber öffnet sich der Weg an die 19.000/.040. Bei Bruch wird die weitere Aufhellung zur 19.100 möglich.
  • Unterhalb öffnet sich hingegen wieder der Weg über die .870 zur 18.840. Darunter ist die 18.810/.780 zu nennen. Bei Bruch droht die Eintrübung ins Gap an die .720.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 18.870 > 18.915 > 18.970 > 19.000 > 19.040 > 19.100 > 19.120 > 19.150 > 19.300 > 19.380
  • Unterstützungen: 18.840 > 18.810 > 18.780 > 18.720 > 18.680 > 18.640 > 18.590 > 18.530 > 18.490 > 18.460 > 18.390 > 18.360 > 18.290 > 18.240 > 18.180 > 18.115 > 18.040 > 17.970 > 17.885 > 17.810 > 17.780 > 17.710 > 17.670 > 17.610 > 17.570 > 17.500 > 17.440 > 17.370> 17.350 > 17.200 > 17.160 > 17.100 > 17.070 > 17.000 > 16.930 > 16.850 > 16.800
DAX Tageschart
DAX Stundenchart

Der Ausblick im Videoformat

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Alle Verluste wettgemacht – Zinswende startet aufgrund schwächelnder Konjunktur – Nächsten Daten nun im Fokus

Die Aktienmärkte beendeten eine vergleichsweise ruhige und nachrichtenarme Handelswoche mit einem festen Ausklang. Nach den heftigen Abverkäufen Anfang August konnten die Märkte die Verluste wieder wettmachen, was zu einer positiven Monatsperformance nahe den Allzeithochs führte. Trotz der aktuellen Überdehnung und dem überkauften Zustand der Märkte fehlen bislang klare Umkehrsignale. Mit Blick auf den kommenden September, der historisch als schwächster Börsenmonat gilt, könnte die Volatilität weiterhin jedoch hoch bleiben.

Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, hat beim Notenbanker-Symposium in Jackson Hole die bevorstehende Zinswende in den USA angekündigt. Die Entscheidung, die Zinsen im September zu senken, begründete er nicht mit einer Annäherung der Inflation an das Zielniveau, sondern mit der zunehmenden Eintrübung der Konjunktur und insbesondere des Arbeitsmarktes in den USA. Die Fed möchte vermeiden, zu spät zu reagieren, obwohl die nächsten Wirtschaftsdaten zeigen werden, ob dies bereits der Fall ist.

In der kommenden Woche rücken die neuen Inflationsdaten aus Deutschland, der Eurozone und den USA in den Fokus. Ein unerwarteter Anstieg der Inflationsraten könnte die Erwartungen für bevorstehende Zinssenkungen dämpfen. Zudem steht der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland auf der Agenda, dessen Ergebnisse weitere Einblicke in den Zustand der deutschen Wirtschaft liefern werden. Besonderes Augenmerk liegt auch auf den nachbörslich gemeldeten Quartalszahlen von Nvidia, von denen sich die Marktteilnehmer wichtige Impulse erhoffen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex August
    • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Juli
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
    • 16:00 Uhr USA Verbrauchervertrauen Conference Board August
    • 16:00 Uhr USA Richmond Fed Manufacturing Index August
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima für September
    • (!) 22:00 Uhr Nvidia Quartalszahlen
  • Donnerstag:
    • (!) 14:00 Uhr BRD Verbraucherpreise August (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr USA BIP Q2 (2. Veröffentlichung)
  • Freitag:
    • (!) 10:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise August (Vorabschätzung)
    • (!) 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)

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Der DAX mit sehr starken Bewegungen in den letzten Wochen. Die Verteidigung des Bullenmarkt-Aufwärtstrends bei 17.100 konnte sehr dynamisch als V-Erholung wieder aufgekauft werde, obwohl das konjunkturelle Umfeld herausfordernd bleibt. Das Sommertief sollte damit sehr wahrscheinlich bereits gefunden sein. Ein weiterer Rücksetzer und damit die Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss jedoch eingeplant werden, welche gut in der saisonal schwachen Periode im September vollzogen werden kann. Das m. Bollingerband an der 18.280 stellt weiterhin den ersten wichtigen Support dar. Oberhalb können die Bullen die Konsolidierung aufschieben und die Range zur .550 und .700 aktiv halten. Sollte der DAX diese überwinden, würde der Bereich am Allzeithoch um 19k bereits ins Spiel kommen. Als wahrscheinlicher ist zuvor die Konsolidierung anzusehen. So wäre unterhalb des m. Bollinger ein erster Wochencuster zur 18k zu nennen. Darunter bildet die 17.8/17.6 bereits einen Bereich, wo die Konso spätestens wieder aufgekauft werden muss. Fällt auch diese Unterstützung, droht erneut die Eintrübung zu den Tiefs.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX konnte seinen Support oberhalb seiner 100-Tageslinie über die ganze Handelswoche verteidigen und sich so nun 10% seit dem Augusttief aufkaufen. Umkehrsignale werden bisher gemieden, aber die Konsolidierung der Rallye bleibt überfällig. Die 18.540 stellen die erste relevante Zone.

  • Oberhalb halten die Bullen die Range zur 18.600. Darüber öffnet sich der Weg über die 18.630 an die 18.700. Bei Bruch wird die weitere Aufhellung zur 18.760 möglich.
  • Unterhalb öffnet sich hingegen wieder der Weg über die 18.490 zur 18.460. Darunter sind die 18.400 zu nennen. Bei Bruch droht die Eintrübung über die .360 zur 100-Tagelinie an der 18.280.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 18.540 > 18.600 > 18.630 > 18.700 > 18.760 > 18.850 > 18.915 > 18.970 > 19.000 > 19.050 > 19.115 > 19.150 > 19.300 > 19.380
  • Unterstützungen: 18.490 > 18.460 > 18.400 > 18.360 > 18.280 > 18.240 > 18.180 > 18.115 > 18.040 > 17.970 > 17.885 > 17.810 > 17.780 > 17.710 > 17.670 > 17.610 > 17.570 > 17.500 > 17.440 > 17.370> 17.350 > 17.200 > 17.160 > 17.100 > 17.070 > 17.000 > 16.930 > 16.850 > 16.800
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Getriebene Märkte – Bild hellt sich auf – Jackson Hole rückt in den Fokus

Die Aktienmärkte erlebten eine Rallye, die die Verluste der Vorwoche nahezu ausglich. Getrieben wurden sie durch ermutigende US-Konjunkturdaten, welche die Rezessionsängste, die vor zwei Wochen durch schwache Arbeitsmarktzahlen geschürt wurden, vorerst zerstreuten. Insbesondere die robusten US-Einzelhandelsumsätze trugen zur positiven Stimmung bei. Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Datenlage komplex und nicht so klar, wie es der Markt erhofft. Dementsprechend werden die Märkte weiterhin sensibel auf US-Konjunkturdaten reagieren, und größere Abweichungen könnten erneut zu signifikanten Marktreaktionen führen.

Charttechnisch hat sich die Lage aufgehellt, und die unmittelbare Gefahr weiterer Kursverluste scheint gebannt. Dennoch muss mit einer Konsolidierung der jüngsten Gewinne gerechnet werden.

In der kommenden Woche rücken konjunkturelle Indikatoren, insbesondere die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, in den Vordergrund. Diese Daten werden Aufschluss darüber geben, ob die Konjunktur stabil bleibt oder neue Rezessionssorgen aufkommen lassen. Ein Höhepunkt der Woche wird das Jackson-Hole-Symposium der US-Notenbank sein, bei dem Fed-Chef Jerome Powell am Freitag zu wirtschaftlichen und konjunkturellen Aussichten sprechen wird.

Die Märkte befinden sich seit Mitte Juli in einer saisonal schwierigen Phase, die oft von erhöhter Volatilität begleitet wird. Diese könnte sich bis in den September hinein fortsetzen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 16:00 Uhr USA Index der Frühindikatoren Juli
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Juli
    • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Juli (endgültig)
  • Mittwoch:
    • (!) 16:00 Uhr USA Benchmark-Revision Stellenwachstum
    • 20:00 Uhr USA Fed FOMC Protokoll
  • Donnerstag:
    • Jackson Hole Symposium der US-Notenbank Fed
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
    • 13:30 Uhr Eurozone EZB Protokoll
    • 14:30 Uhr USA Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (vorläufig)
    • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (vorläufig)
  • Freitag:
    • Jackson Hole Symposium der US-Notenbank Fed
    • 16:00 Uhr USA Neubauverkäufe Juli (annualisiert)
    • (!) 16:00 Uhr USA Fed-Chef Powell „Economic Outlook“ Jackson Hole

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Der DAX mit sehr starken Bewegungen in den letzten Wochen. Die Verteidigung des Bullenmarkt-Aufwärtstrends bei 17.100 konnte sehr dynamisch wieder aufgekauft werde. Das Sommertief sollte damit sehr wahrscheinlich bereits gefunden sein. Ein weiterer Rücksetzer und damit die Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss nun jedoch eingeplant werden. Das m. Bollingerband an der 18.260 stellt dafür einen ersten umkämpften Bereich dar. Oberhalb können die Bullen die Konsolidierung aufschieben und eine Erweiterung zur 18.550 anstreben. Sollte der DAX diese überwinden, würde der Bereich am Allzeithoch um 18.8/18.9 bereits ins Spiel kommen. Als wahrscheinlicher ist jedoch die Konsolidierung anzusehen. So wäre unterhalb des m. Bollinger ein erster Wochencuster zur 18.1 und nachfolgend 17.950 zu nennen. Darunter bildet die 17.8 bereits einen guten Bereich, wo die Konso wieder aufgekauft werden kann. Fällt auch diese Unterstützung, wären die 200-TL bei 17.600 erneut in Gefahr. Bei Bruch droht erneut die Eintrübung zu den Tiefs.

Xetra-DAX Wochenchart
DAX Wochenchart größer

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit einer Rallye bis an seine 100-Tageslinie bei 18.3. Bei Schwäche in dieser Zone muss eine mehrtägige Konsolidierung eingeplant werden. Die 18.280/.300 stellen somit die erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleiben die Bullen mit einer Range zur 18.370 direkt im Vorteil. Darüber folgt der Weg an die 18.420, gefolgt von der .490. Bei Bruch wird die weitere Aufhellung zur 18.550 möglich.
  • Unterhalb wäre hingegen die Spanne zur 18.200/.180 erneut im Fokus. Darunter droht der Weg zur 18.120. Bei Bruch ist die 18k wieder unter Druck.