Börsen unter Druck: DAX mit der sechsten Verlustserie in Folge – Geopolitik belastet

Die Märkte haben die Woche rot beendet, wobei der DAX als klarer Underperformer hervorsticht. Der deutsche Leitindex verzeichnete am Freitag den sechsten Verlusttag in Folge und hat seit dem Allzeithoch nun über 1.000 Punkte eingebüßt. Ausschlaggebend waren geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie das eingeleitete Zyklusende der EZB, das offenbar die diesjährige Outperformance des DAX vorerst beendet hat.

Israel-Iran-Konflikt als neuer Unsicherheitsfaktor

Der israelische Luftangriff auf iranisches Gebiet hat den Ölpreis erneut stark ansteigen lassen – nun über 30 % seit Anfang Mai – und verbreitet neue Unsicherheit an den Märkten. Während sich die Wall Street bislang noch oberhalb wichtiger Unterstützungsmarken behaupten kann, bleibt die Lage fragil. Die zentrale Frage lautet nun: Wie wird der Iran reagieren – und kann er überhaupt reagieren?
Sollten am Sonntag doch noch Atomverhandlungen stattfinden, könnten politische Börsen wie so oft „kurze Beine“ zeigen. Scheitern die Gespräche hingegen, könnte sich der geopolitische Krisenmodus bis in die neue Woche hinein fortsetzen – mit entsprechender Volatilität, wie sie für den Juni als zweit-schwächsten Börsenmonat ohnehin typisch ist. Ein dauerhaft hoher Ölpreis würde zudem auch die Inflationsrisiken wieder deutlich erhöhen.

G7-Gipfel, Trump-Druck & geldpolitische Weichenstellung

Von Sonntag bis Dienstag richtet sich der Blick auch auf den G7-Gipfel. Erwartet wird, ob es dort endlich konkrete Handelsabkommen zu verkünden gibt – insbesondere angesichts der auslaufenden 90-Tagesfrist, die Trump selbst gesetzt hatte. Ausbleibende Einigungen könnten die Märkte zusätzlich enttäuschen.
Am Mittwoch folgt mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ein weiteres zentrales Ereignis der Woche. Zwar wird aktuell keine Zinssenkung erwartet, doch Hinweise auf künftige geldpolitische Lockerungen könnten neue Impulse liefern. Den Abschluss der Woche bildet dann am Freitag der Große Verfallstermin – ein weiterer potenzieller Volatilitätstreiber.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Industrieproduktion Mai
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Juni
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Juni
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz Mai
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion Mai
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheidung
    • (!) 20:30 Uhr US Fed Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • Feiertag USA – Juneteenth – Wall Street geschlossen
  • Freitag:
    • Großer Verfallstag an den Terminmärkten – „Hexensabbat“
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Juni
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren Mai

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Der DAX agiert seit der EZB („Zyklusende“) als klarer Underperformer und schloss nun 6 Tage in Folge mit Verlusten. Ohne weitere Eskalation wäre eine Zwischenerholung – vielleicht ganz klassisch zum Turnaround Tuesday – einzuplanen.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 24.070 und anschließend 24.270 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere bullische Bewegung in Richtung 24.620/.650. Anschließend Chance auf 25k.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.350 erneut zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.150 und 23.070, wo mehr Gegenwehr zu erwarten wäre. Bei Bruch 22.8.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit 6 Verlusttagen in Folge. Bei Schwäche am Montag werden die Bullen auf einen Turnaround Tuesday setzen müssen, um den kurzfristig überverkauften Bereich etwas abzubauen.
Der Bereich an der 23.450 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb wäre die Spanne ins Freitags-Gap bei 23.560/.620 aktiv. Darüber folgt die Bewegung zur 23.690 und bei Bruch die Aufhellung zur .780. Anschließend 23.900/.950.
  • Unterhalb bleibt hingegen der Cluster zur 23.380 und .330 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.270 und 23.190. Bei Bruch rücken die 23.090/.060 in den Fokus.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.560 > 23.620 > 23.690 > 23.780 > 23.900 > 23.950 > 24.030 > 24.170 > 24.250 > 24.280 > 24.380 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 23.450 > 23.380 > 23.330 > 23.270 > 23.190 > 23.090 > 23.060 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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Zwischen Allzeithoch und naiver Sorglosigkeit

Der DAX konnte in der vergangenen Woche erneut ein neues Allzeithoch vor der 24.500 markieren. In acht der letzten neun Wochen ging es damit aufwärts – eine beeindruckende Serie, die inzwischen auf einen Zuwachs von fast 33 % seit dem Apriltief kommt. Die Dynamik lässt dabei spürbar nach, doch echte Schwäche wird bislang nicht zugelassen. Die Bären bleiben vorerst ohne Durchschlagskraft
Auch an der Wall Street setzt sich der Pain-Trade nach oben unbeirrt fort. Immer mehr Divergenzen – von Sektorrotation bis hin zu schwachen Fundamentaldaten – werden ausgeblendet. Der S&P 500 und der Nasdaq notieren nur noch knapp 2 Prozent unter ihren Allzeithochs. Die Rally läuft, selbst wenn die Substanz zunehmend bröckelt.

US-Daten mit Rissen unter der Oberfläche
Besonders auffällig war in der Vorwoche die Serie enttäuschender US-Konjunkturdaten. Nur der offizielle Arbeitsmarktbericht konnte vordergründig überraschen – doch ein Blick hinter die Kulissen relativiert das Bild deutlich: massive Abwärtsrevisionen der Vormonate, eine schwache Haushaltsumfrage und viele neue Teilzeitstellen werfen Fragen auf. Dennoch blieb die Marktreaktion verhalten – ein Zeichen für übertriebene Sorglosigkeit?

Keine Fortschritte im Handelsstreit – EZB mahnt Ende des Lockerungszyklus an
Im Dauerbrenner Handelskonflikt fehlen weiterhin echte Fortschritte. Die Trump-Administration bleibt bei Ankündigungen, ohne dass konkrete Vereinbarungen folgen. Auch der medienwirksame Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump verpuffte an den Märkten schnell. Die EZB wiederum läutete offiziell das Ende der geldpolitischen Lockerung ein – eine Kehrtwende mit potenziell weitreichenden Folgen, die an den Börsen bislang ignoriert wird.

Blick auf die neue Woche
Pfingstmontag ist in Deutschland zwar Feiertag, die Börsen bleiben aber regulär geöffnet – mit voraussichtlich dünnem Handelsvolumen. Im weiteren Wochenverlauf rücken vor allem die US-Inflationsdaten in den Fokus, ebenso wie eine Reihe geplanter US-Anleiheauktionen. Beides könnte das makroökonomische Bild neu justieren – sofern sich die Marktteilnehmer dafür interessieren. Denn bislang gilt: schlechte Nachrichten? Egal.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Pfingstmontag – Börse geöffnet
    • 05:00 Uhr CN Handelsbilanz Mai
    • 17:00 Uhr US Inflationserwartungen der Konsumenten Mai
  • Dienstag:
    • 10:30 Uhr EU sentix-Konjunkturindex Juni
  • Mittwoch:
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise Mai
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise Mai
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise Mai (endgültig)
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Juni (vorläufig)

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 33%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch kurz vor der 24.500. Die Rally ist mit 8 Gewinnwochen in den letzten 9 Wochen klar überdehnt, aber bisher werden negative Impulse (noch) ignoriert. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss innerhalb der schwächeren Saisonalität (Mai – Oktober) defintiv eingeplant werden.
Der Bereich an der 24.170 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range über das Allzeithoch an der 24.500 zur 24.630 weiter aktiv. Darüber Chance auf weitere Bewegung zur 24.900. Anschließend 25k und 25.250.

Unterhalb ist hingegen der Cluster zur 23.870 und anschließend 28.700 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.450. Bei Bruch 23.150/.070.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX krönte seine nächste Gewinnwoche (8 von 9), auch wenn die Dynamik zunehmend abnimmt. Ein erneuter Rücklauf und Test des m. Bollinger muss nun wieder eingeplant werden.
Pfingstmontag sind die Börsen geöffnet; bei entsprechend schwachem Volumen.
Der Bereich an der 24.290 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 24.370 und dem o. Bollinger an der 23.430 aktiv. Darüber Chance auf ein neues Allzeithoch an der 24.510. Bei Bruch wird der Lauf zur 24.630 möglich.
  • Unterhalb ist hingegen erneut der Lauf zur 24.220 zu erwarten. Darunter folgt Abgabedruck zur 24.150 und der Gap-Zone an der 24.080. Bei Bruch wird das m. Bollinger an der 24k erneut getestet.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.370 > 24.430 > 24.510 > 24.630 > 24.700
  • Unterstützungen: 24.220 > 24.150 > 24.080 > 24.000 > 23.930 > 23.830 > 23.790 > 23.700 > 23.650 > 23.540 > 23.430 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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Starken Mai – Zurückhaltung im Juni?

Die Aktienmärkte haben einen bemerkenswert starken Mai hinter sich, der jedoch stark durch die Politik von US-Präsident Trump beeinflusst war. Die Hoffnung auf Entspannung im Handelskonflikt sorgte für Rückenwind, doch die fehlenden konkreten Ergebnisse lassen das Erreichte fragil erscheinen. Sollte Trump, nach zahlreichen Rückziehern, wieder zu einem härteren Kurs gezwungen sein, um Stärke zu demonstrieren, könnten die Märkte rasch unter Druck geraten.

Vorsicht vor saisonalen Schwächen

Auch aus saisonaler Sicht beginnt nun eine traditionell schwächere Phase für die Börsen. Nach dem überdurchschnittlich guten Lauf im Frühling wird der Sommer häufiger von Konsolidierungen oder rückläufiger Dynamik geprägt. Diese Tendenz könnte sich verstärken, wenn gleichzeitig wirtschaftliche Frühindikatoren kippen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Fokus

Die neue Handelswoche bietet eine Reihe potenziell marktbewegender Impulse. Besonders beachtet werden dürften die US-Einkaufsmanagerindizes (ISM), das Fed Beige Book sowie die EZB-Pressekonferenz. Das Highlight folgt am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht.
Die entscheidende Frage: Bleiben die harten Wirtschaftsdaten stabil oder deuten sich erste Risse an? Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht könnte Rezessionsängste neu befeuern – insbesondere, wenn gleichzeitig die Inflation hoch bleibt und die Notenbanken zum Zögern zwingt.


Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Monatsauftakt Juni
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai (endg.)
    • (!) 16:00 Uhr US ISM Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Mai
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise Mai
    • 16:00 Uhr US JOLTS Stellenangebote April
    • 16:00 Uhr US Industrieaufträge April
  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Mai (endg.)
    • 14:15 Uhr US ADP Beschäftigungszahlen Mai
    • (!) 16:00 Uhr US ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Mai
    • 20:00 Uhr US FED Beige Book
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Industrieaufträge April
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanz April
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanz April
    • 08:00 Uhr DE Industrieproduktion April
    • 11:00 Uhr EU BIP Q1
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsätze April
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht Mai

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 31%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch an der 24.325,97. Der Mai war zudem mit über 6% Performance ungewöhnlich stark. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung muss innerhalb der schwächeren Saisonalität nun eingeplant werden.
Der Bereich an der 23.7 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range über die 24.080 in Richtung Allzeithoch bei 24.250 weiter aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 24.490 und .600.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 23.400 weiter entwickeln. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.200 und 23.070. Bei Bruch Test m. Bollinger (weekly) 22.500.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Update folgt heute Abend
Der DAX nach einem neuen Allzeithoch mit ersten Gewinnmitnahmen, welche jedoch das übergeordnete Bild bisher nicht gefährden. Die weitere Reaktion im Broading Top (siehe Stundenchart) gilt es nun zu beobachbten. 2 Tage vor Börsenabschluss Monat Mai blickt der DAX auf eine starke 7%-Monatsperformance. +31% seit dem April-Tief.
Der Bereich an der 24.100 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.150 zur 24.250 weiter aktiv. Darüber Chance auf ein neues Allzeithoch in Richtung oberes Bollinger an der 24.420. Bei Bruch folgen 24.520/.560.
  • Unterhalb ist hingegen weiterer Abgabedruck zur 23.970 und 23.870 zu erwarten. Darunter wäre der Kombisupport Wochen-PP/ m. Bollinger an der 23.690 als nächster wichtiger Support zu nennen. Bei Bruch Eintrübung zur 23.350.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.100 > 24.150 > 24.250 > 24.420 > 24.520 > 24.560 > 24.640
  • Unterstützungen: 23.970 > 23.870> 23.690 > 23.600 > 23.350 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Trumps Zollkeule ist zurück – DAX verliert Wochengewinn

Die Handelswoche verlief bis zum Freitag freundlich, insbesondere der DAX konnte erneut als Outperformer glänzen und hatte die Chance, seine siebte Gewinnwoche in Folge zu vollenden. Doch zum Wochenschluss wurde die Euphorie jäh gebremst: Neue Zolldrohungen von Donald Trump – 50 % auf EU-Importe ab dem 01. Juni und 20 % speziell auf Apple – sorgten für einen deutlichen Rücksetzer. Der DAX konnte sein Wochenplus nicht verteidigen, bleibt aber auf Monatssicht mit einem beachtlichen Zuwachs von rund 5 % weiter klar im grünen Bereich.

Auch die Wall Street zeigte sich zum Ende der Woche schwächer. Die US-Indizes konsolidieren derzeit an ihren Support- und ehemaligen Ausbruchszonen. Eine klare Richtungsentscheidung dürfte wohl erst in der neuen Woche fallen. Entscheidend wird sein, ob Trumps Zolldrohungen ernst gemeint sind oder – wie bereits bei den China- und Reziprozitätszöllen – wieder schnell relativiert oder sogar ganz zurückgenommen werden.
Klar ist: Die Unsicherheit ist zurück – und mit ihr eine steigende Volatilität.

Ausblick auf die neue Handelswoche

Die neue Woche startet mit einem Feiertag in den USA (Memorial Day). Am Donnerstag ist zwar Christi Himmelfahrt, die Börsen bleiben aber geöffnet – das Handelsvolumen in Deutschland dürfte dennoch spürbar zurückgehen.
Wirtschaftlich stehen in der neuen Woche vor allem zwei Punkte im Mittelpunkt:

  • Dienstag: US-Verbrauchervertrauen (Conference Board)
  • Freitag: Inflationsdaten aus Deutschland und den USA

Gerade die Inflationsdaten am Freitag könnten noch einmal richtungsweisend werden – auch für die geldpolitische Debatte rund um die EZB und die Fed.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • USA Feiertag – Memorial Day
    • 16:30 Uhr EU Rede EZB-Präsidentin Christine Lagarde
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE GfK-Konsumklima Juni
    • 14:30 Uhr US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April
    • (!) 14:30 Uhr US Verbrauchervertrauen Conference Board Mai
  • Mittwoch:
    • 16:00 Uhr US Richmond Fed Manufacturing Index Mai
    • 20:00 Uhr US FOMC/ FED Protokoll
    • (!) Quartalsergebnisse von Nvidia
  • Donnerstag:
    • Christi Himmelfahrt – Börse geöffnet
    • 11:00 Uhr US BIP Q1 (2. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsätze April
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise Mai (Vorabschätzung)
    • 14:30 Uhr DE Konsumausgaben April
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Mai (endgültig)

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Der DAX schaffte es seinen Abverkauf auf die 18.500 mit einer 30%-Rally wieder komplett aufzukaufen und krönte dies mit einem Allzeithoch an der 24.152,24. Durch Trumps neuen Zolldrohungen folgte nun nach 7 Gewinnwochen eine erste Verlustwoche. Eine Konsolidierung der letzten starken Anstiegsbewegung dürfte damit ihren Auftakt genommen haben, welche im Idealfall aber recht flach verlaufen kann.
Die Zollgespräche zwischen der EU und den USA werden nun einen sehr starken Einfluss auf die weitere Kursentwicklung haben.
Der Bereich an der 23.7 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.900 und zum AZH an der 24.100 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 24.450/.550. Bei Bruch Chance auf 25k.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 23.400 und nachfolgend 23.200 weiter entwickeln. Darunter droht Abgabedruck zur 22.800. Bei Bruch Test m. Bollinger (weekly) 22.400.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX verlor nach Trumps erneuter Zolldrohung gut 800 Punkte und testete sein m. Bollingerband. Die 30%-ige Anstiegsbewegung hätte aber noch die Chance erst in der 4. Konsolidierungswelle zu sein, wo im Anschluss nochmal neue Hochs folgen. Eine eher schwache Konsolidierung würde diese Annahme stützen. Dies gilt es nun zu beobachten.
Der Bereich an der 23.680 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne über die 23.900 weiter aktiv. Darüber rückt wieder das Allzeithoch an der 24.1/.150 in den Fokus. Bei Bruch Chance auf weitere Ausdehnung zur 24.4.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne zum m. Bollinger bei 23.400 erneut zu erwarten. Darunter droht die weitere Eintrübung in Richtung 23.220. Bei Bruch folgen 23k/22.8.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.760 > 23.900 > 24.000 > 24.100 > 24.150 > 23.400
  • Unterstützungen: 23.680 > 23.400 > 23.220 > 23.000 > 22.800 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
DAX Tageschart

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Märkte im Bann der US-Handelsgespräche – Hält der Widerstand?

Die Aktienmärkte bleiben auch zum neuen Wochenstart fest im Griff geopolitischer Entwicklungen – allen voran der laufenden US-Handelspolitik. Nach dem Rahmenabkommen zwischen Großbritannien und den USA keimt Hoffnung auf weitere Fortschritte im globalen Handelskonflikt auf. Der Fokus richtet sich nun auf das erste formelle Treffen zwischen den USA und China, das am Samstag in Genf stattfinden soll. Die Erwartungen sind hoch, auch wenn echte Durchbrüche wohl noch verfrüht wären.
Ein erster vorsichtiger Annäherungsschritt, der den Weg für weitere, zeitnahe Verhandlungen ebnet, könnte bereits reichen, um die Märkte positiv in die neue Woche zu tragen. Signale des guten Willens – etwa die schrittweise Rücknahme einzelner Zölle – würden als starkes Zeichen gewertet werden. Umgekehrt dürften verhärtete Fronten oder gar ein Scheitern des Gesprächs direkt als Belastung aufgefasst werden. Die Märkte sind in ihrer Erwartungshaltung entsprechend anfällig für Enttäuschungen.

DAX mit bemerkenswerter Outperformance

Der DAX bleibt weiterhin der dominante Outperformer. Seit dem Zwischentief am 07. April bei rund 18.500 Punkten konnte der deutsche Leitindex über 5.000 Punkte zulegen und bei 23.500 Punkten ein neues Allzeithoch markieren. Das entspricht einer beeindruckenden Performance von über 18 % seit Jahresbeginn – während die Wall Street noch ein Minus auf Jahressicht verwalten muss.
Die US-Indizes haben zuletzt wichtige technische Widerstandsmarken angelaufen. Vor allem der S&P 500 und der Nasdaq 100 stehen unmittelbar an der 200-Tageslinie – eine klassische „Make-or-Break“-Zone. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das angeschlagene Chartbild deutlich aufhellen. Scheitert der Versuch hingegen, bleiben bärische Szenarien mit weiteren Rücksetzern hoch im Kurs.

Wirtschaftsdaten rücken wieder stärker in den Fokus

Neben den geopolitischen Themen rücken in der neuen Woche auch wieder klassische Wirtschaftsdaten in den Vordergrund. Besonders die neuen US-Verbraucherpreise und die Einzelhandelsumsätze dürften am Markt aufmerksam verfolgt werden. Die zentrale Frage: Spiegelt sich die aggressive Zollpolitik Trumps bereits in den Inflationsdaten oder dem Konsumverhalten wider? Beide Zahlen könnten Hinweise darauf geben, ob die Wirtschaft unter der Belastung bereits spürbar leidet.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
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  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise April
  • Mittwoch:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise April (endgültig)
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion März
    • 11:00 Uhr EU BIP Q1 (1. Veröffentlichung)
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise April
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz April
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index Mai
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Mai
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion April
  • Freitag:
    • 14:30 Uhr US Importpreise April
    • 14:30 Uhr US Exportpreise April
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Mai (vorläufig)

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Der DAX erlebt bislang ein außergewöhnliches Börsenjahr: Innerhalb weniger Wochen stieg der Index zunächst um 18 %, fiel dann um 21 % und legte anschließend beeindruckende 25 % bzw. 5.000 Punkte zu. Damit bleibt der DAX der große Outperformer und weist eine starke Jahresperformance mit neuem Allzeithoch auf. Der Markt ist nach 5 starken Gewinnwochen deutlich überkauft, aber eine Verschnaufpause wird derzeit noch gemieden; muss nun aber erwartet werden.
Der Bereich an der 23k wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 23.300 zumm AZH an der 23.550 aktiv. Darüber öffnet sich die Tür zu neuen Hochs bei 23.740 und anschließend rückt die 24k. Bei Bruch 24.4.

Unterhalb kann sich eine Konsolidierung zur 22.6 entwickeln. Darunter droht Abgabedruck zur 22.350/.250. Bei Bruch 22k.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX nach 5000 Punkten in nur 1 Monat mit neuen Allzeithochs. Erschöpfungslücke mit Chance auf Konsolidierung oder Türöffner zum weiteren Pain-Trade in Richtung 24k? Ein wichtiger bzw. der wichtigste Impuls kann von den Handelgesprächen zwischen China und den USA (Samstag) erfolgen. Große Ausschläge zu Beginn möglich.
Der Bereich an der 23.500 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 23.600 weiter aktiv. Darüber wird der Weg zur 23.660 und .740 geöffnet. Bei Bruch Chance auf Lauf zur 23.900.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne ins Freitags-Gap von 23.430 zur 23.350 zu erwarten. Darunter folgen die 23.300 und 23.250. Bei Bruch Lauf zur 23.060/23k.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.500 > 23.550 > 23.600 > 23.650 > 23.740 > 23.800 > 23.900 > 23.980
  • Unterstützungen: 23.430 > 23.350 > 23.300 > 23.250 > 23.060 > 23.000 > 22.850 > 22.800 > 22.760 > 22.640 > 22.600 > 22.550 > 22.520 > 22.410 > 22.200 > 22.070 > 22.000 > 21.870 > 21.720 > 21.570 > 21.490 > 21.380
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