Abschluss einer nervösen Handelswoche

Die Aktienmärkte bereiten sich darauf vor, eine Woche zu beenden, die voller Unsicherheit und Nervosität geprägt war. Im Vordergrund steht der anhaltende Nahostkonflikt, der, obwohl bisher keine größere Eskalation zu verzeichnen ist, wie ein Damoklesschwert über den Märkten schwebt. Dieser geopolitische Konflikt bringt eine zusätzliche Dimension von Unsicherheit in die bereits wackeligen Märkte. Parallel dazu wirft der anhaltende Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen weiterhin seinen Schatten auf die Finanzmärkte. Höhere Renditen, die oft als Indikator für steigende Inflationserwartungen und eine möglicherweise straffere Geldpolitik gelten, haben die Fähigkeit, jegliche Rallye an den Aktienmärkten zu bremsen oder sogar zu verhindern.

Ein weiteres bedeutsames Ereignis, das morgen im Fokus steht, ist der „Kleine Verfallstermin“. Dieser bezieht sich auf das Auslaufen von Optionen und Futures an den Börsen und führt oft zu erhöhter Volatilität, da Händler ihre Positionen anpassen oder glattstellen. Anleger sollten daher morgen auf verstärkte Marktschwankungen gefasst sein.

Wichtige Termine:

  • Kleiner Verfallstermin
  • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise September
  • Quartalszahlen u. a. von American Express

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Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX seine Erholung nicht über die 200-Tagelinien führen konnte. Der schwache Wochenschluss hält die Stabilisierung fragil. Zudem bleiben die Börsen sehr politisch geprägt. Die nächstgrößere Supportzone wäre erst bei 14.8/14.6 zu finden. Die Bullen 15.2 bleiben weiter umspielt. Oberhalb bleibt die Range zur Widerstandszone 15.6 aktiv. Im Anschluss folgt der Cluster zur 16k. Darüber bestehen Chancen das Jahreshoch anzulaufen. Unterhalb der 15.2 würde nach der 14.950 die Supportzone 14.8/14.6 in den Fokus rücken. Bei Bruch droht der Weg zur 14k.

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Unsichere Märkte: Geopolitik, Renditen & die Rede von Fed-Chef Powell

Die Aktienmärkte sind weiterhin durch eine spürbare Unsicherheit gekennzeichnet. Der Nahostkonflikt bleibt ein dominanter Faktor, der für eine erhöhte Vorsicht unter den Anlegern sorgt. Ein weiteres großes Thema, das die Märkte beeinflusst, ist der anhaltende Anstieg der Anleiherenditen. Dieser Trend spiegelt Erwartungen einer strafferen Geldpolitik und steigender Inflation wider und dient als Indikator für die steigenden Kreditkosten, die Unternehmen und Verbraucher zu tragen haben.

Während der DAX in einem bärischen Muster verweilt und Zeichen von Schwäche zeigt, hält die Wall Street ihre bullische Position, wenn auch mit der erwarteten Konsolidierung. Ein wichtiges Schlüsselereignis ist die bevorstehende Rede von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, welche ich live übertragen werde. Seine Äußerungen werden von den Marktteilnehmern genau analysiert werden, da sie Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik und die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen geben könnten. Die Rede könnte maßgeblich für die Entwicklung der Renditen und der Marktrichtung in den letzten Handelstagen der Woche sein.

Wichtige Termine:

  • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • 14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Oktober
  • 16:00 Uhr USA Verkauf bestehender Häuser September
  • 18:00 Uhr Rede Fed-Chef Powell im Economic Club of New York
  • Quartalszahlen u. a. von American Airlines

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Richtungsloses Treiben

Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und Risiken rückten diese an den Finanzmärkten in den Hintergrund. Sie bleiben jedoch eine latente Bedrohung, die jederzeit wieder in den Vordergrund treten könnte. Dennoch lag der Fokus klar auf den Wirtschaftsdaten. Die jüngst veröffentlichten starken Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere im Bereich des Einzelhandels und der Industrie, sind zweifellos positive Zeichen für die Wirtschaft. Sie könnten jedoch auch für einige Kopfschmerzen bei der US-Notenbank sorgen. Ein übermäßig starkes Wirtschaftswachstum könnte die derzeit hohe Inflation weiter verstärken oder sogar einen erneuten Anstieg begünstigen. Dieses Szenario wird durch die steigenden Anleiherenditen, die die Inflationserwartungen widerspiegeln, immer plausibler. Solche Entwicklungen könnten bullische Bewegungen an den Aktienmärkten untergraben und für mehr Volatilität sorgen. Dennoch ist es ermutigend zu sehen, dass sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq weiterhin charttechnisch in einer bullischen Phase bleiben.

Für die kommenden Tage stehen weitere bedeutende Ereignisse auf der Agenda. Morgen werden neue Wirtschaftsdaten erwartet, und übermorgen wird die Finanzwelt gespannt auf die Worte von Fed-Chef Powell lauschen, dessen Rede Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik und die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage geben könnte.

Wichtige Termine:

  • 04:00 Uhr China BIP Q3
  • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise September (endgültig)
  • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen September
  • 14:30 Uhr USA Baubeginne September
  • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Quartalszahlen u. a. von Tesla, Netflix, Morgan Stanley

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Festerer Auftakt, aber noch keine Entwarnung

Die Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenauftakt erfreulich robust. Mehrere Faktoren scheinen diese positive Entwicklung zu beeinflussen. Erstens gibt es aufgrund der hohen Shortquote – Wetten gegen den Markt – einen gewissen Rückenwind. Solch eine hohe Shortquote kann oft zu einem sogenannten „Short-Squeeze“ führen, bei dem Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt haben, gezwungen werden, ihre Positionen zu schließen, was den Aufwärtsdruck verstärkt. Zweitens hat sich der Nahost-Konflikt bisher nicht weiter eskaliert, was ebenfalls beruhigend auf die Märkte wirkt. Dennoch bleibt die Situation angespannt. Insbesondere die potenzielle israelische Bodenoffensive und die mögliche Reaktion des Iran darauf sind Faktoren, die Investoren im Auge behalten sollten. Solange sich der Konflikt nicht weiter ausdehnt, wird der Fokus an der Wall Street jedoch rasch wieder auf andere wichtige Ereignisse gerichtet, die in der Handelswoche anstehen. Zu den Schlüsselereignissen gehören neue Konjunkturdaten, die Rede von Fed-Chef Powell und die weiterhin laufende Quartalsberichtssaison. Dabei könnte die positive Saisonalität, die oft ab Mitte Oktober zu beobachten ist, die Märkte zusätzlich stützen.

Entscheidend wird nun vorerst sein, dass sich der Nahost-Konflikt nicht weiter entschärft.

Wichtige Termine:

  • 11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Oktober
  • 11:00 Uhr Eurozone ZEW-Konjunkturerwartungen Oktober
  • 14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz September
  • 15:15 Uhr USA Industrieproduktion September
  • Quartalszahlen u. a. von Bank of America, Goldman Sachs

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Gewinnmitnahmen nach US-Inflationsdaten

Nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten, die im Wesentlichen den Erwartungen der Marktbeobachter entsprachen, erleben die Aktienmärkte eine Phase der Gewinnmitnahmen. Angesichts der Rally, die die Märkte in dieser Woche verzeichneten, ist diese Reaktion nicht überraschend. Es handelt sich hierbei um eine natürliche Konsolidierung, die oft auf starke Kursanstiege folgt.

Für die Bullen wird es nun entscheidend sein, wie sich die Märkte zum Wochenabschluss präsentieren. Ein zu starker Abwärtsdruck könnte den jüngsten Optimismus dämpfen. Andererseits, wenn die Kurse relativ stabil bleiben und sich der Abwärtsdruck in Grenzen hält, könnte dies den Bodenbildungsprozess der Märkte weiter unterstützen. Ein solider Bodenbildungsprozess passt zudem sehr gut zur historisch starken Saisonalität des vierten Quartals, die oft von einem positiven Trend gekennzeichnet ist, selbst in einem insgesamt negativen Marktumfeld.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist ab morgen der Start in die Quartalsberichtssaison. Traditionell eröffnen die Großbanken die Berichtssaison. Die Ergebnisse dieser Finanzinstitute könnten wichtige Hinweise auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und den Gesundheitszustand des Finanzsektors liefern.

Wichtige Termine:

  • Auftakt in die Quartalsberichtssaison
  • 05:00 Uhr China Handelsbilanz September
  • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion August
  • 15:00 Uhr Rede EZB-Präsidentin Lagarde
  • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Oktober (vorläufig)

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Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX abermals die Woche schwächer beendete und sich um Stabilität an der 15.000-er Marke müht. Wochenkerze erneut mit langer Lunte Die nächstgrößere Supportzone wäre erst bei 14.8/14.6 zu finden. Die Bullen müssen die 15.3 herausnehmen, um eine Aufhellung zur 15.6 und im Anschluss 16k zu ermöglichen. Darüber bestehen Chancen das Jahreshoch anzulaufen. Unterhalb der 15k würde die Supportzone 14.8/14.6 in den Fokus rücken. Bei Bruch droht der Weg zur 14k.

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