Traum vom Goldlöckchen-Szenario

Die Aktienmärkte verwalteten am Donnerstag ihre Wochengewinne, setzten jedoch keine neuen signifikanten Impulse. Im Besonderen fand der DAX keine Anschlusskäufer nach dem gestrigen Ausbruch aus der Flaggenformation, was auf eine gewisse Zurückhaltung der Investoren hindeutet. Die jüngsten Wirtschaftsnachrichten, einschließlich der schwachen Einkaufsmanagerindizes und des ifo-Geschäftsklimaindexes, die auf eine mögliche Fortsetzung der Rezession hindeuten, boten keinen Anlass für positive Marktbewegungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) verkündete in ihren geldpolitischen Beschlüssen keine wesentlichen Neuerungen. Die Fortsetzung der Zinspause signalisiert eine Fortführung der derzeitigen geldpolitischen Linie in den Frühling hinein.

In den USA hingegen wurden die Märkte durch positive BIP-Daten für das vierte Quartal gestärkt. Die Kombination aus nachlassendem Preisdruck und einer robusten Konjunktur unterstützt weiterhin die Hoffnungen auf ein sogenanntes „Goldilocks-Szenario“, bei dem Wirtschaftswachstum und Inflation in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Am Freitag stehen das GfK-Konsumklima und die neuen PCE-Daten zur US-Inflation auf dem Programm. Sollten diese Daten solide ausfallen, könnte dies zu einem positiven Wochenabschluss mit geringer Volatilität führen, dem sogenannten „Happy Friday“.

Wichtige Termine:

  • 08:00 Uhr BRD GfK-Konsumklima Februar
  • 14:30 Uhr USA PCE-Kernrate Dezember

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Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach der starken Rallye weiter innerhalb einer Flagge konsolidiert. Die klarer Underperformance zur Wall Street kann als Warnsignal verstanden werden. Saubere Konsolidierungsziele nach der Novemberrallye dürften bis unter die 16k führen. Die 16.550 stellen den ersten relevanten Bereich auf Wochensicht. Oberhalb bleibt die Range zur 16.680 und .750 aktiv. Darüber der Türöffner zur 16.830 und .950. Anschließend 17.070/17.140. Unterhalb wäre hingegen der erste Cluster zur 16.350 zu nennen. Darunter dürfte die Konsolidierung zur 16.2 fortgesetzt werden. Bei Bruch 15.950 (m. Bollinger).

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Ausbruch vor dem Super-Donnerstag

Am Mittwoch konnten die Aktienmärkte erneut Zuwächse verzeichnen, wobei die positiven Quartalsberichte von Netflix und SAP wichtige Treiber waren. Auch der neue Stimulus für die chinesischen Märkte trug zur Marktbelebung bei. Jedoch bleiben die enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Europa und Deutschland ein Grund für Zweifel. Die anhaltende Kontraktion in der europäischen Industrie, die sich nun schon über 19 Monate erstreckt, verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen. In den USA hingegen blieb der Einkaufsmanagerindex robust, was auf einen stabilen Arbeitsmarkt und anhaltend hohen Lohndruck hindeuten dürfte. Diese Situation könnte die Federal Reserve davon abhalten, die Geldpolitik schnell zu stark zu lockern. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird Donnerstag (ich berichte live) ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt geben, und es wird erwartet, dass sie nicht auf rasche Zinssenkungen setzen wird. Die Beschlüssen und die Pressekonferenz könnte für die Märkte, insbesondere den DAX, entscheidend sein. Der DAX brach heute aus seiner Flaggenformation aus, benötigt jedoch morgen Anschlusskäufe, um nicht in einen Fehlausbruch zu laufen.

In den USA, wo vor allem der Technologie-Sektor von einer ausgeprägten Euphorie geprägt ist, wird der Fokus auf die neuen BIP-Daten für das vierte Quartal liegen. Diese Daten werden weitere Einblicke in die wirtschaftliche Gesundheit und die Erwartungen der Unternehmen bieten. Insgesamt steht den Märkten ein wichtiger Tag bevor, an dem sowohl geldpolitische Entscheidungen als auch wichtige Wirtschaftsdaten, wie der ifo Geschäftsklimaindex, erwartet werden.

Wichtige Termine:

  • 10:00 Uhr BRD ifo-Geschäftsklimaindex Januar
  • 14:15 Uhr EZB-Zinsentscheid
  • 14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
  • 14:30 Uhr USA BIP Q4 (1. Veröffentlichung)
  • 14:30 Uhr USA Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Dezember
  • 14:45 Uhr EZB-Pressekonferenz
  • 16:00 Uhr USA Verkäufe neuer Häuser Dezember
  • Quartalszahlen u. a. Intel, Visa

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DAX mit Abpraller – Warten auf neue Impulse

Die Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag zurückhaltend, da abermals nur wenige Impulse vom Wirtschaftskalender kamen. Der Fokus der Anleger wird nun auf die Verarbeitung der nachbörslich gemeldeten Ergebnisse von Netflix und Texas Instruments sowie der neuen Quartalszahlen von SAP (DAX Schwergewicht) am Mittwoch liegen. Im weiteren Tagesverlauf stehen die Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor an. Diese Indizes sind wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität und könnten Hinweise darauf liefern, ob eine konjunkturelle Stabilisierung gelingt oder ob der wirtschaftliche Ausblick weiterhin trüb bleibt. Eine positive Entwicklung in diesen Indizes könnte das erhoffte „Goldilocks-Szenario“ – ein optimales Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und Inflation – stärken. Darüber hinaus stehen weitere Quartalsberichte von bedeutenden Unternehmen wie Tesla und IBM an, die zusätzliche Impulse setzen könnten.

Die wichtigsten Termine der Woche werden jedoch der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Veröffentlichung der BIP-Daten für das vierte Quartal aus den USA am Donnerstag sein. Diese Ereignisse sind entscheidend für das Verständnis der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung und der wirtschaftlichen Gesundheit sowohl in Europa als auch in den USA.

Wichtige Termine:

  • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (vorläufig)
  • 09:30 Uhr BRD Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar (vorläufig)
  • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (vorläufig)
  • 10:00 Uhr Eurozone Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar (vorläufig)
  • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Januar (vorläufig)
  • 15:45 Uhr USA S&P Global Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor Januar (vorläufig)
  • Quartalszahlen u. a. Tesla, IBM, SAP

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Nvidia & Microsoft treiben an…

Der Wochenauftakt an den Börsen war geprägt von wenigen Impulsen, wobei die Wall Street den Schwung vom Freitag nutzen konnte, um erneut neue Allzeithochs zu erreichen. Auffällig ist, dass 75% der Jahresgewinne im S&P500 allein durch Microsoft und Nvidia getragen werden. Der DAX konnte ebenfalls profitieren, obwohl er weiterhin deutlich unter seinem Allzeithoch notiert. Dennoch behält er die Möglichkeit seiner „Bullenflagge“ aufrecht, ein charttechnisches Muster, das auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeuten könnte.

Zu Beginn der Woche standen keine bedeutenden wirtschaftlichen Termine an, sodass die Aufmerksamkeit nun auf die kommenden Tage gerichtet ist, in denen wichtige Ereignisse anstehen. Dazu gehören die Quartalsberichte von einflussreichen Unternehmen wie Netflix, Tesla und SAP, die Einblicke in die Geschäftsentwicklung und die Marktaussichten dieser wichtigen Akteure bieten werden. Ein weiteres Schlüsselereignis dieser Woche ist die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Diese Entscheidung wird von den Märkten genau beobachtet, da sie wesentliche Hinweise auf die zukünftige geldpolitische Ausrichtung in der Eurozone geben wird.

Wichtige Termine:

  • 16:00 Uhr BRD Richmond Fed Manufacturing Index Januar
  • 16:00 Uhr Eurozone Verbrauchervertrauen Januar (vorläufig)
  • Quartalszahlen u. a. Netflix, Texas Instruments

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Hält die Gegenbewegung?

Nach dem Test der Unterstützungszone am Vortag konnten die Aktienmärkte eine Gegenbewegung einleiten und somit ihre Wochenverluste etwas reduzieren. Diese Erholung führte dazu, dass der DAX eine erste bestehende Kurslücke (Gap) schließen konnte und sich nun auf einem optimalen Niveau für den bevorstehenden kleinen Verfallstermin befindet. Der Kleine Verfallstermin bezieht sich auf den gleichzeitigen Verfall von Optionen und Futures und kann zu erhöhter Volatilität und Handelsaktivität führen. Nach dem Verfallstermin wird es entscheidend sein, dass der DAX dieses Niveau hält, um den Aufwärtstrend in Richtung der Marke von 17.000 Punkten zu erhalten. Sollte der Markt dieses Niveau nicht verteidigen können, könnte die direkte Fortsetzung der Konsolidierungsphase drohen.

Zum Wochenabschluss stehen zudem wichtige Wirtschaftsdaten auf dem Programm: die Erzeugerpreise aus Deutschland und das Konsumklima der University of Michigan mit den neuen Inflationserwartungen in den USA. Diese Daten könnten weitere Einblicke in die Inflationsentwicklung und die Verbraucherstimmung bieten, was für die zukünftige geldpolitische Richtung und die allgemeine Marktstimmung von Bedeutung ist.

Wichtige Termine:

  • Kleiner Verfallstermin
  • 08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Dezember
  • 11:00 Uhr Rede von EZB-Präsidentin Lagarde (Davos)
  • 16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Januar (vorläufig)

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