Solider Wochenauftakt, aber viel zu früh für Entwarnung – Sell the Rip Gefahr steigt

Die Aktienmärkte konnten ihre Gewinne auch zur Wochenmitte ausbauen. Besonders der DAX zeigte Stärke und bringt nun bereits eine Wochenperformance von rund 4 % auf die Tafel. Die Rally bleibt jedoch geprägt von Unsicherheit und Nervosität – getrieben vor allem durch die jüngsten Entwicklungen im Handelskonflikt.

Hoffnung auf Entspannung – aber Zölle weiter aktiv

Der Markt bewegt sich derzeit im Spannungsfeld zwischen Hoffen und Bangen. Schon kleinste Zeichen einer möglichen Entspannung im Zollstreit werden sofort bullisch aufgegriffen, ebenso wie negative Aussagen oder neue Drohungen scharfe Rücksetzer auslösen können. Es bleibt ein sehr fragiles Umfeld.
Trotz neuer Gesprächssignale ist ein Großteil der Zölle weiterhin aktiv – belastend für Handel, Unternehmen und Vertrauen. Je länger sich dieser Zustand hinzieht, desto größer dürften auch die ökonomischen Schäden werden.

Technisch gesehen konnten viele große Indizes zuletzt wichtige Widerstandszonen ansteuern – der Durchbruch blieb bislang jedoch aus. Unterhalb dieser Marken bleibt das Risiko bestehen, dass die Bären erneut das Ruder übernehmen. Besonders nach der jüngsten Erholungsbewegung wäre auch eine neue schärfere Korrektur denkbar – ganz im Sinne eines klassischen „Sell the Rip“-Szenarios.

Am Mittwoch stehen gleich mehrere wichtige Impulsgeber an. Besonders im Fokus:

  • Die US-Einzelhandelsumsätze als Gradmesser für den Konsum
  • Die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Abend, die Hinweise auf den geldpolitischen Kurs geben könnte

Beide Ereignisse haben das Potenzial, die Märkte neu zu justieren – sowohl nach oben als auch nach unten.

Wichtige Wochentermine:

  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China BIP Q1
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise März (endgültig)
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz März
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion März
    • (!) 19:30 Uhr US Rede Fed Chef Powell Economic Outlook
    • Quartalszahlen u.a. von ASML, Alcoa
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise März
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Apri
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
    • Quartalszahlen u.a. von Netflix, tsmc
  • Freitag:
    • Karfreitag: Börsen geschlossen

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Der DAX ist nach den Zöllen von Trump in der Spitze um 21% auf ein Tief um 18.5 gefallen, aber konnte sich rasch wieder stabilisieren. Eine nachhaltige Bodenbildung wird für die Entwicklung von Formationen jedoch Zeit benötigen. Dafür wäre auch ein abermaliger Lauf in Richtung der Tiefs denkbar. Die erhöhte Volatilität wird vorerst erhalten bleiben.
Der Bereich an der 20.000 (200-TL) wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 20.4 aktiv. Darüber kann wieder der Kombiwiderstand an der 21k/21.300 in den Fokus rücken. Bei Bruch 21.6.

Unterhalb würden hingegen erneut die 19.700/19.500 unter Druck stehen. Darunter droht erneut Abgabedruck zur 19.1 und anschließend 18.7.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX bisher als klarer Outperformer im Wochenverlauf. Die 100-Tageslinie wurde getestet; bereits knapp darüber verläuft das m. Bollingerband am 61,8-er Fibu-Level. Ein Bereich, der für die Bären wieder von Interesse sein dürfte.
Der Bereich an der 20.980 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne 21.100 – 21.200 zur 100-TL bei 21.305 aktiv. Darüber könnte sich die Gegenbewegung noch zum m. Bollinger und dem 61,8-er Fibu-Level ausdehen mit Marken bei 21.440 und .570. Eine Zone, die bei einer bärischen Vorlage rasch Abgabedruck aufbauen kann.
  • Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 20.850 und .790 zu nennen. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 20.550 und anschließend 20.390. Bei Bruch Türöffner zur 200-TL bei 20.050/20k.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 21.100 > 21.195 > 21.300 > 21.350 > 21.440 > 21.570 > 21.620
  • Unterstützungen: 20.980 > 20.850 > 20.790 > 20.550 > 20.390 > 20.050 > 20.000 > 19.860 > 19.670 > 19.450 > 19.370 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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Märkte starten fester – Zwischen Hoffen und Bangen

Die Aktienmärkte konnten mit Gewinnen in die neue Handelswoche starten. Vor allem neue Zollausnahmen von Donald Trump sorgten für eine erste Entspannung und nährten die Hoffnung, dass seine Handelspolitik vielleicht doch nicht mit voller Härte umgesetzt wird.
Doch diese Hoffnung bleibt trügerisch. Eine klare Linie oder ein berechenbarer Kurs sind bislang nicht zu erkennen. Die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Politik bleibt bestehen – und genau diese Unsicherheit bleibt ein großes Problem für Märkte und Konjunktur.

Widerstände rücken wieder in den Fokus

Mit der Aufwärtsbewegung zum Wochenauftakt erreichen viele Indizes nun erneut wichtige Widerstandsbereiche. Hier entscheidet sich, ob die Märkte in den kommenden Tagen weitere Stärke zeigen können – oder ob sich das zuletzt immer wieder gesehene Muster einer schnellen Ablehnung und Top-Bildung erneut durchsetzt.
Gerade an der Wall Street bleibt das Bewertungsniveau trotz der jüngsten Korrektur hoch. Sollten sich die Konjunkturdaten weiter eintrüben, könnte dieser Bewertungsdruck nochmals deutlich zunehmen und die zuletzt erreichten Tiefpunkte wieder in den Fokus rücken.
Ein volatiles Marktumfeld mit schnellen Richtungswechseln und zwischenzeitlichen Rücksetzern bleibt daher mein favorisiertes Basisszenario.

Neben den politischen Schlagzeilen und neuen Entwicklungen in der Handelspolitik rückt in dieser Woche auch der Wirtschaftskalender wieder stärker in den Fokus.

  • Wichtige Konjunkturdaten aus China
  • Die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell zur Lage der US-Wirtschaft
  • Die US-Einzelhandelsumsätze als bedeutender Konsum-Indikator
  • Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank – mit hoher Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung

Parallel nimmt auch die Quartalsberichtssaison Fahrt auf. Der Fokus richtet sich zunehmend auf die Ausblicke der Unternehmen. In einem Umfeld aus Zollstreit, steigenden Zinsen und rückläufigen Konjunkturdaten könnte es hier erstmals seit Langem wieder negative Überraschungen geben.


Wichtige Wochentermine:

  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE Großhandelspreise März
    • 11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion Februar
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen April
    • 14:30 Uhr US Importpreise/ Exportpreise März
    • 14:30 Uhr Empire State Manufacturing Index April
    • Quartalszahlen u.a. von Bank of America, CITI
  • Mittwoch:
    • 04:00 Uhr China BIP Q1
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise März (endgültig)
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz März
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion März
    • (!) 19:30 Uhr US Rede Fed Chef Powell Economic Outlook
    • Quartalszahlen u.a. von ASML, Alcoa
  • Donnerstag:
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise März
    • (!) 14:15 Uhr EU EZB Zinsentscheid
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index Apri
    • (!) 14:45 Uhr EU EZB Pressekonferenz
    • Quartalszahlen u.a. von Netflix, tsmc
  • Freitag:
    • Karfreitag: Börsen geschlossen

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Der DAX ist nach den Zöllen von Trump in der Spitze um 21% auf ein Tief um 18.5 gefallen, aber konnte sich rasch wieder stabilisieren. Eine nachhaltige Bodenbildung wird für die Entwicklung von Formationen jedoch Zeit benötigen. Dafür wäre auch ein abermaliger Lauf in Richtung der Tiefs denkbar. Die erhöhte Volatilität wird vorerst erhalten bleiben.
Der Bereich an der 20.000 (200-TL) wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die Range zur 20.4 aktiv. Darüber kann wieder der Kombiwiderstand an der 21k/21.300 in den Fokus rücken. Bei Bruch 21.6.

Unterhalb würden hingegen erneut die 19.700/19.500 unter Druck stehen. Darunter droht erneut Abgabedruck zur 19.1 und anschließend 18.7.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX startet fester in die neue Woche, aber bleibt unter dem Vorwochenhoch und der 100-TL. Das ist bisher zu wenig von den Bullen.
Der Bereich an der 20.760 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 20.900 und 21.000 aktiv. Darüber öffnet sich wieder die Tür zur 21.250 und der 100-Tageslinie bei 21.290. Bei Bruch Aufhellung zur 21.450 und .570.
  • Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 20.550 und anschließend .390 zu nennen. Darunter droht erneuter Abgabedruck zum Kombisupport mit der 200-TL bei 20.050/20.000. Anschließend 19.850 und 19.670.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 20.760 > 20.900 > 20.980 > 21.250 > 21.290 > 21.450 > 21.570
  • Unterstützungen: 20.550 > 20.390 > 20.050 > 20.000 > 19.860 > 19.670 > 19.450 > 19.370 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

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Politische Börsen bleiben nervös – Keine Anschlusskäufe nach Trumps Zollpause

Die Aktienmärkte bleiben auch zum Donnerstag klar politisch getrieben. Die gestrige imposante Erholungsrally, ausgelöst durch Trumps überraschende Ankündigung einer 90-tägigen Zollpause auf die reziproken Zölle, verpuffte heute bereits wieder. Die Anschlusskäufe blieben aus – und das hat gleich mehrere Gründe.
Charttechnisch haben die Indizes mit der gestrigen Eintagesrally wichtige Widerstandsbereiche erreicht. Gleichzeitig bleibt das Bewertungsniveau an den US-Börsen hoch. Und das wohlgemerkt auf Basis von Unternehmenskennzahlen, die noch aus einer „alten Welt“ ohne flächendeckende Zölle stammen. Mit dem Start der neuen Earnings-Saison rückt nun vor allem der Ausblick der Unternehmen in den Mittelpunkt – und hier könnte es durch die neuen Rahmenbedingungen erhebliche Abwärtsanpassungen geben.
Hinzu kommt, dass Trump in seiner gestrigen Ankündigung nur einen Teil der Zölle auf Eis gelegt hat. Es betrifft ausschließlich die reziproken Zölle, die nun vorerst bei 10 % gedeckelt bleiben. Die Basiszölle, Autozölle, Sektorenzölle, 145 % China-Zölle bleiben jedoch bestehen und belasten weiterhin Wirtschaft und Handel. Für den Pharmasektor wurden sogar bereits neue Zölle angekündigt.

Eine echte Rückkehr zur „alten Normalität“ bleibt damit vorerst unwahrscheinlich. Auch eine klassische V-Erholung am Aktienmarkt erscheint in diesem Umfeld fraglich. Vielmehr dürften die Märkte in einem nervösen und hochvolatilen Seitwärtsmodus verbleiben – mit vielen Richtungswechseln und hoher Schlagzeilenabhängigkeit.

Unternehmenszahlen, US-Konsumklima zum Wochenschluss im Fokus

Die anstehende Earnings-Saison wird damit zum nächsten Belastungstest. Im Fokus steht weniger der Rückblick auf das vergangene Quartal, sondern vor allem der Ausblick auf die kommenden Monate. Hier werden sich die Auswirkungen von Trumps Politik auf Umsatz- und Gewinnprognosen wohl deutlich zeigen.
Zum Wochenschluss richtet sich der Blick morgen auf das US-Konsumklima der Universität Michigan für April. Besonders spannend dürften dabei die Inflationserwartungen ausfallen.

Die Märkte bleiben auch in den kommenden Tagen fragil. Der politische Einfluss ist so hoch wie lange nicht mehr, und Anleger werden sich auf anhaltend hohe Volatilität einstellen müssen. Eine echte Stabilisierung dürfte erst dann möglich werden, wenn entweder klarere politische Linien seitens Trump erkennbar werden – oder aber die Unternehmenszahlen und Ausblicke trotz der Belastungen positiv überraschen. Bis dahin bleibt der Markt ein Spielball der Schlagzeilen.

Wichtige Wochentermine:

  • Freitag:
    • Auftakt Quartalsberichtssaison
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise März (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise März
    • (!) 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan April (vorläufig)

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Update folgt im Wochenverlauf

Der DAX bleibt weiterhin der klare Outperformer und hat mit einer Spitzenperformance von +18 % im Jahr 2025 die Wall Street, die weiterhin tief im Minus notiert, deutlich hinter sich gelassen.
Zunehmend auffällig ist jedoch, dass die einstige Outperformance und Dynamik schwindet und neue Hochs regelmäßig zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Die mehrwöchige Seitwärtsrange konnte bisher verteidigt werden, allerdings ist die Kombisupportzone nun sehr nah. Trumps Zolltermin am 02.04. kann daher einen entscheidenden Trigger setzen.
Der Bereich an der 22.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die obere Range zum m. Bollinger 22.900 und der 23k weiter aktiv. Darüber würde sich das Bild wieder in die obere Hälfte der Seitwärtsrange in Richtung 23.3 aufhellen. Bei Bruch Chance auf das Allzeithoch an der 23.500.

Unterhalb würde hingegen der Kombisupport an der 22.300/.200 unter Druck stehen. Darunter droht die erste Eintrübung über die 22k zur 21.800. Bei Bruch folgt die Gap-Zone an der 21.600.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX springt nach der Zollpause bis an seine 100-Tagesline, aber prallt an dieser dynamisch ab. Die Spanne zur 200-TL bleibt damit vorerst aktiv.
Der Bereich an der 20.390 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 20.560 und anschließend 20.820 aktiv. Darüber Chance auf weitere Erholung zur 20.980. Bei Bruch folgt die 21.060 und .250.
  • Unterhalb bleibt hingegen die Range zur 200-TL bei 20.000 zu nennen mit Zwischenmarken bei 20.340 und 20.090. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 19.850 und 19.670.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 20.390 > 20.560 > 20.820 > 20.980 > 21.060 > 21.250
  • Unterstützungen: 20.340 > 20.090 > 20.000 > 19.860 > 19.670 > 19.610 > 19.400 > 19.360 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

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Eskalation statt Entspannung – Trumps Zollpolitik drückt weiter aufs Sentiment

Die Märkte bleiben auch zur Wochenmitte voll im Bann von Donald Trumps aggressiver Handelspolitik. Mit Inkrafttreten der reziproken Zölle sowie den zusätzlichen 50 % Strafzöllen auf chinesische Waren hat sich die angespannte Lage weiter zugespitzt. China reagierte prompt und konterte mit Vergeltungszöllen von über 83 %. Damit ist die nächste Eskalationsstufe erreicht – und der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt nimmt zunehmend Züge eines Handelskriegs an.
Die entscheidende Frage für die Märkte bleibt nun, ob Trump auf die chinesischen Maßnahmen mit einer weiteren Eskalation antwortet oder den Weg in Richtung Verhandlungstisch sucht. Bisher hat er sich nicht öffentlich zu Chinas Gegenmaßnahmen geäußert.

Rezessionsängste und Anspannungen im Finanzsystem nehmen zu

Immer mehr prominente Stimmen aus der Wirtschaft warnen offen vor einer unmittelbar bevorstehenden Rezession in den USA. Die Verwerfungen am US-Anleihemarkt, insbesondere bei den Laufzeitaufschlägen und Kreditspreads, deuten ebenfalls auf zunehmenden Stress im Finanzsystem hin. Erste Stimmen warnen sogar vor einer drohenden neuen Finanzkrise – ausgelöst durch das toxische Zusammenspiel aus Handelskonflikten, steigender Inflation und einem drohenden wirtschaftlichen Einbruch.

Fed dürfte nicht mehr lange tatenlos zusehen

Je länger diese Phase der Unsicherheit anhält, desto wahrscheinlicher wird es, dass die US-Notenbank Fed zur Stabilisierung eingreifen muss. Die Erwartungen an neue geldpolitische Impulse steigen von Tag zu Tag. Ein erneutes Quantitative Easing (QE) rückt zunehmend in den Bereich des Möglichen – nicht aus Stärke der Fed, sondern aus Zwang der Märkte.

Am morgigen Donnerstag stehen die US-Verbraucherpreise für März auf dem Programm. In einem normalen Marktumfeld wäre dieser Datensatz richtungsweisend. Doch inmitten der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Dynamik wird er eher als nachlaufend und wenig marktbewegend angesehen. Entscheidend bleiben weiterhin die geopolitischen Schlagzeilen und Trumps Kommunikation.

In den kommenden Tagen wird es vor allem auf eine Person ankommen: Donald Trump. Nur durch ein Abrücken vom Hardliner-Kurs und eine erkennbare Hinwendung zu Verhandlungen könnte sich das stark belastete Marktumfeld stabilisieren. Gelingt das nicht, drohen neue Tiefs – nicht nur an den Aktienmärkten, sondern auch in der konjunkturellen Entwicklung der USA.

Wichtige Wochentermine:

  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise März
  • Freitag:
    • Auftakt Quartalsberichtssaison
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise März (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise März
    • (!) 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan April (vorläufig)

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Update folgt im Wochenverlauf

Der DAX bleibt weiterhin der klare Outperformer und hat mit einer Spitzenperformance von +18 % im Jahr 2025 die Wall Street, die weiterhin tief im Minus notiert, deutlich hinter sich gelassen.
Zunehmend auffällig ist jedoch, dass die einstige Outperformance und Dynamik schwindet und neue Hochs regelmäßig zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Die mehrwöchige Seitwärtsrange konnte bisher verteidigt werden, allerdings ist die Kombisupportzone nun sehr nah. Trumps Zolltermin am 02.04. kann daher einen entscheidenden Trigger setzen.
Der Bereich an der 22.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die obere Range zum m. Bollinger 22.900 und der 23k weiter aktiv. Darüber würde sich das Bild wieder in die obere Hälfte der Seitwärtsrange in Richtung 23.3 aufhellen. Bei Bruch Chance auf das Allzeithoch an der 23.500.

Unterhalb würde hingegen der Kombisupport an der 22.300/.200 unter Druck stehen. Darunter droht die erste Eintrübung über die 22k zur 21.800. Bei Bruch folgt die Gap-Zone an der 21.600.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX müht sich nach den Abverkäufen weiter um Stabilität unterhalb der 200-TL. Es bleibt wahrscheinlich, dass die Abrisskante der letzten Wochen selbst bei starken Konterrallys viel Zeit für Stabilität und eine Bodenbildung benötigen wird. Die erhöhte Volatilität wird daher weiter erhalten bleiben.
Der Bereich an der 19.660/.700 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 19.860 und der 200-TL bei 19.980 aktiv. Darüber Chance auf weitere Erholung zur 20.100 und anschließend in Richtung 20.330/.400. Bei Bruch folgt die 20.650.
  • Unterhalb bleibt hingegen die 19.400 und .360 im Fokus. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 19.080/.050. Bei Bruch rückt wieder die 19.100 in den Fokus.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 19.860 > 19.980 > 20.010 > 20.100 > 20.330 > 20.400 > 20.650 > 20.800 > 21.000
  • Unterstützungen: 19.700 > 19.660 > 19.400 > 19.360 > 19.080 > 19.050 > 18.750
DAX Tageschart

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Turnaround Tuesday – Zwischen Erleichterung und Hoffnung – Die Unsicherheit bleibt

Nach dem panischen Wochenauftakt mit dem „Black Friday“ und dem „Panic Monday“ kehrten die Börsen heute zu einem gewissen Maß an Stabilität zurück. Der sogenannte Turnaround Tuesday brachte die erwartete technische Gegenbewegung – ein durchaus typisches Muster nach zwei derart heftigen Ausverkaufstagen. Dass die Märkte überhaupt zu dieser Erholung ansetzen konnten, lag vor allem an neuen Signalen aus dem Umfeld von Donald Trump.
Laut Aussagen aus der Trump-Administration laufen bereits Gespräche über die verhängten und angekündigten Zölle. Das nährt die Hoffnung, dass einige Maßnahmen nicht in vollem Umfang oder nur temporär gelten könnten. Diese Hoffnung war an den Märkten heute der wohl wichtigste Stützpfeiler. Gleichzeitig ist jedoch klar: Hoffnung ist an der Börse ein zweischneidiges Schwert – vor allem, wenn sie sich auf eine extrem volatile und wankelmütige US-Politik stützt.

Der nächste Knackpunkt: Reziproke Zölle und China-Ultimatum

Morgen soll die nächste Zollrunde mit den sogenannten reziproken Zöllen starten. Zusätzlich läuft heute um 18 Uhr die Frist für weitere 50 % Zölle auf chinesische Waren ab – es sei denn, China zieht im letzten Moment seine eigenen Vergeltungsmaßnahmen zurück. Dies eröffnet die nächste Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zwischen anderen Handelspartnern bleibt zwar Hoffnung auf Entspannung, doch auch dort laufen Verhandlungen mit über 70 Ländern parallel – eine Herkulesaufgabe mit ungewissem Ausgang.

Volatilität bleibt – Dead Cat Bounce nicht ausgeschlossen

Ob es sich bei der heutigen Erholung um mehr als nur eine kurzfristige Reaktion handelt, muss sich erst noch zeigen. Eine sogenannte „Dead Cat Bounce“ – also eine kurzfristige Erholung im Abwärtstrend – bleibt ein realistisches Szenario. Die grundsätzliche Unsicherheit über den wahren wirtschaftspolitischen Kurs der USA bleibt bestehen und dürfte die Märkte auch weiterhin zwischen Hoffnung, Angst und Spekulation pendeln lassen.

Die Trump-Administration spielt weiterhin ein riskantes Spiel mit Zöllen und Erwartungen. Je länger die Zölle bestehen bleiben, desto größer wird der wirtschaftliche Schaden – sowohl für die Inflation als auch für das globale Wachstum. Die heutigen Kursgewinne dürfen daher nicht als Entwarnung missverstanden werden. Die Volatilität bleibt – und sie wird wohl auch in den nächsten Tagen das Bild an den Märkten dominieren.

Wichtige Wochentermine:

  • Mittwoch:
    • 20:00 Uhr US Fed Protokoll
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 14:30 Uhr US Verbraucherpreise März
  • Freitag:
    • Auftakt Quartalsberichtssaison
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise März (endgültig)
    • 14:30 Uhr US Erzeugerpreise März
    • (!) 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan April (vorläufig)

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Der DAX bleibt weiterhin der klare Outperformer und hat mit einer Spitzenperformance von +18 % im Jahr 2025 die Wall Street, die weiterhin tief im Minus notiert, deutlich hinter sich gelassen.
Zunehmend auffällig ist jedoch, dass die einstige Outperformance und Dynamik schwindet und neue Hochs regelmäßig zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Die mehrwöchige Seitwärtsrange konnte bisher verteidigt werden, allerdings ist die Kombisupportzone nun sehr nah. Trumps Zolltermin am 02.04. kann daher einen entscheidenden Trigger setzen.
Der Bereich an der 22.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

Oberhalb bleibt die obere Range zum m. Bollinger 22.900 und der 23k weiter aktiv. Darüber würde sich das Bild wieder in die obere Hälfte der Seitwärtsrange in Richtung 23.3 aufhellen. Bei Bruch Chance auf das Allzeithoch an der 23.500.

Unterhalb würde hingegen der Kombisupport an der 22.300/.200 unter Druck stehen. Darunter droht die erste Eintrübung über die 22k zur 21.800. Bei Bruch folgt die Gap-Zone an der 21.600.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX nach den Abverkäufen mit der Gegenbewegung zum Turnaround Tuesday. Es bleibt jedoch sehr wahrscheinlich, dass die heftige 20%-Abrisskante der letzten Wochen selbst bei starken Konterrallys viel Zeit für Stabilität und eine Bodenbildung benötigen wird. Die erhöhte Volatilität wird daher weiter erhalten bleiben.
Der Bereich an der 200-TL bei 19.960 stellt eine erste relevante Zone.

  • Oberhalb bleibt die Spanne zur 20.250 und 20.400 aktiv. Darüber Chance auf weitere Erholung in Richtung 20.600/.650. Bei Bruch rückt nach der 20.800 das 50-er Fibu-Level bei 21k in den Fokus.
  • Unterhalb bleibt hingegen die 19.860 und 19.790 im Fokus. Darunter droht erneuter Abgabedruck zur 19.650 und anschließend 19.400. Bei Bruch rückt wieder die 19.100 in den Fokus.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 19.960 > 20.250 > 20.400 > 20.600 > 20.650 > 20.800 > 21.000
  • Unterstützungen: 19.860 > 19.790 > 19.650 > 19.400 > 19.100 > 18.750
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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