Wie ich mein Geld vor der Inflation schütze

Inflation klingt immer so nach trockener Volkswirtschaft, dabei betrifft sie uns alle ganz direkt. Und wer anlegt oder spart, der weiß: Inflation ist wie ein unsichtbarer Dieb, der sich jeden Tag ein kleines Stück vom Kuchen nimmt. Genau deswegen habe ich meine Anlagestrategie in den letzten Jahren angepasst – und will dir hier zeigen, wie ich 2025 damit umgehe.


1. Warum die Inflation nicht einfach verschwindet

Viele hatten gehofft, dass die hohen Teuerungsraten nach 2022/2023 schnell wieder verschwinden. Aber ganz ehrlich: So einfach ist es nicht. Energiepreise bleiben volatil, Löhne steigen, Lieferketten sind immer wieder gestört. Dazu kommt die Politik der Notenbanken, die zwischen Inflationsbekämpfung und Wirtschaftsstützung jonglieren muss.
Für uns Anleger heißt das: Wir müssen uns dauerhaft darauf einstellen.


2. Bargeld als Verlierer

Früher habe ich auch gerne mal ein größeres Cashpolster auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Aber wenn die Inflation bei 3–4 % liegt und ich dort vielleicht 1–2 % Zinsen bekomme, dann verliere ich effektiv Kaufkraft.
Natürlich brauche ich einen Notgroschen – aber eben nicht zu groß.


3. Sachwerte als Schutzschild

Die logische Konsequenz: Ich setze stärker auf Sachwerte. Dazu gehören Aktien, Immobilien, Rohstoffe.

  • Aktien: Unternehmen können steigende Preise oft an ihre Kunden weitergeben. Wer hier auf Qualitätsfirmen setzt, schützt sein Vermögen langfristig.
  • Immobilien: Mietsteigerungen wirken ebenfalls wie ein Inflationsschutz – allerdings ist der Einstieg teurer geworden.
  • Rohstoffe: Gold ist für mich kein Renditebringer, aber eine Versicherung. 5–10 % Depotanteil sind für mich Pflicht.

4. ETFs als einfache Lösung

Für viele ist ein ETF auf den MSCI World oder den S&P 500 schon ein guter Schutz. Warum? Weil er die Produktivität der Weltwirtschaft abbildet – und die wächst langfristig schneller als die Inflation.
Das ist kein Schutz über Nacht, aber über Jahre hinweg extrem wirkungsvoll.


5. Mein persönlicher Mix 2025

Ich habe aktuell eine Art Baukasten:

  • 40 % Aktien / ETFs (Langfrist-Depot)
  • 20 % Trading / Cash-Reserven (flexibel)
  • 20 % Immobilienanteil (über einen Fonds, nicht direkt gekauft)
  • 10 % Gold & Rohstoffe
  • 10 % High-Risk (Krypto, kleinere Positionen)

So bin ich breit aufgestellt – und fühle mich auch bei höherer Inflation nicht schutzlos ausgeliefert.


Inflation ist nicht der Endgegner, aber sie zwingt uns, klüger mit unserem Geld umzugehen. Wer nur auf Sparbuch oder Girokonto vertraut, verliert automatisch.
Mit einer guten Mischung aus Sachwerten, etwas Flexibilität und diszipliniertem Risikomanagement lässt sich das Vermögen aber langfristig sichern – und sogar vermehren.


Schwächerer Wochenausklang – Der September steht vor der Tür

Die Börsen verabschiedeten sich mit einem Wochenminus und der DAX zusätzlich mit einem Monatsverlust aus dem August – ein passender Übergang in den statistisch schwächsten Börsenmonat des Jahres. Historisch betrachtet ist der September besonders volatil und selten freundlich zu den Bullen.

Für die Wall Street beginnt die neue Handelswoche feiertagsbedingt erst am Dienstag (Montag: Labor Day). Damit fehlt zum Start nicht nur ein wichtiger Taktgeber, sondern es dürfte auch zum Monatsauftakt ein gewisses Maß an Unsicherheit erhalten bleiben.

Im Fokus der Woche steht vor allem der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Schon am Dienstag liefert jedoch der ISM-Einkaufsmanagerindex wichtige Hinweise – als einer der bedeutendsten Frühindikatoren für die US-Konjunktur. Eine zu starke Eintrübung des Arbeitsmarkts könnte die Tür für Zinssenkungen zwar weiter öffnen, gleichzeitig ein zu starker Rückgang auch Rezessionsängste schüren. Bleibt der Preisdruck hingegen hoch, droht sogar ein Stagflationsszenario – das denkbar schwierigste Umfeld für die Fed.
Die Bullen setzen daher auf einen leicht schwächeren Arbeitsmarkt, aber stabile Preise bei den ISM-Komponenten. Andernfalls dürfte der September auch in diesem Jahr seinem Ruf als Problemmonat gerecht werden.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • Labor Day – US-Feiertag
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August (endgültig)
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise (Vorabschätzung)
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (endgültig)
    • 16:00 Uhr US Auftragseingang Industrie Juli
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) Juli
    • 20:00 Uhr US Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:15 Uhr US ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr EU BIP Q2
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX schloss die Woche als Underperformer und verletzte den Support an der 50-TL. Weiterer Abgabedruck wird wahrscheinlich. Die Bullen benötigen den Rücklauf über die 24.1 und für den großen Durchbruch die 24.5. Die Wall Street ist am Montag geschlossen.
Der Bereich an der 23.950 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster über die 24.015 zur 50-TL an der 24.070 aktiv. Darüberfolgen 24.130 und 24.180. Bei Bruch kleine Aufhellung 24.220 und .300.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne zum unteren Bolliner an der 23.830 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.770 und .730. Bei Bruch 23.650 und anschließend .610.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.950 > 24.015 > 24.070 > 24.130 > 24.180 > 24.200 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.830 > 23.770 > 23.730 > 23.650 > 23.610 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
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Breakout-Trading – meine Strategie für Ausbrüche und wie ich sie erfolgreich anwende

Breakouts gehören zu den beliebtesten Strategien überhaupt – und auch ich habe lange gebraucht, bis ich sie wirklich verstanden habe. Am Anfang dachte ich: „Wenn der Kurs durch eine Linie schießt, einfach reingehen und mitfahren.“ Klingt einfach, oder? In der Praxis habe ich damit aber reihenweise Stopps kassiert. Erst mit Struktur und klaren Regeln wurde das Ganze profitabel.


Was ist ein Breakout eigentlich?

Ein Breakout bedeutet, dass der Kurs eine wichtige Marke im Chart durchbricht – zum Beispiel:

  • eine Widerstandslinie nach oben
  • eine Unterstützungslinie nach unten
  • eine Range, in der der Markt seit Tagen oder Wochen seitwärts läuft

Die Idee dahinter: Sobald diese Marke fällt, steigen viele Trader gleichzeitig ein – und genau das bringt starke Bewegungen.


Warum Breakouts so attraktiv sind

  • Hohe Dynamik: Wenn’s läuft, dann richtig.
  • Klare Marken: Unterstützungen und Widerstände sind oft eindeutig erkennbar.
  • Gute Chancen-Risiko-Verhältnisse: Wenn man den Stopp klug setzt, kann man mit wenig Risiko viel rausholen.

Aber: Viele Breakouts sind Fehlausbrüche (Fakeouts). Der Kurs bricht kurz durch – und dreht sofort wieder um. Genau daran bin ich früher regelmäßig gescheitert.


Meine Breakout-Strategie Schritt für Schritt

  1. Die Zone identifizieren
    Ich suche im Chart nach klaren Unterstützungs- oder Widerstandszonen, am liebsten mehrfach getestet. Je öfter ein Level gehalten hat, desto stärker ist es.
  2. Volumen prüfen
    Ein echter Breakout kommt fast immer mit steigendem Volumen. Ohne Volumen ist es meist nur ein Fake.
  3. Kerzenbestätigung abwarten
    Ich gehe nicht sofort beim ersten Durchstich rein, sondern warte auf eine Schlusskerze über/unter der Zone.
  4. Stop-Loss setzen
    Der Stopp liegt immer knapp unterhalb (bei Long) oder oberhalb (bei Short) der Zone. So halte ich das Risiko klein.
  5. Positionsgröße berechnen
    Wie immer max. 1–2 % Risiko vom Konto.
  6. Take-Profit festlegen
    Entweder am nächsten Widerstand/Unterstützung oder über ein festes CRV von 2:1 oder mehr.

Beispiel aus meinem Trading-Alltag

Im DAX hatte ich kürzlich eine Range zwischen 15.700 und 15.900 Punkten. Nach mehreren Tests brach der Kurs mit hohem Volumen über 15.900 aus.

  • Einstieg: 15.910
  • Stop-Loss: 15.850
  • Take-Profit: 16.100

CRV = ca. 3:1.
Der Trade lief perfekt durch und war einer meiner besten des Monats. Ohne klare Regeln wäre ich wahrscheinlich viel zu früh rein oder raus gewesen.


Typische Fehler beim Breakout-Trading

  • Zu früh reingehen: Nur weil der Kurs die Linie kurz anstupst, heißt das noch nichts.
  • Volumen ignorieren: Ohne Volumen keine Power.
  • Stopp zu weit setzen: Dann ist das Risiko unnötig groß.
  • Jeden Breakout traden: Qualität > Quantität.

Breakouts sind mächtig, wenn man diszipliniert bleibt

Breakouts sind für mich heute ein fester Bestandteil meines Handels. Aber ich handle sie nur, wenn wirklich alle Bedingungen passen.
Es geht nicht darum, jeden Ausbruch mitzunehmen, sondern nur die klaren, sauberen Setups mit gutem CRV.


Märkte vor dem Labor Day: Enge Spanne, Nvidia im Fokus, DAX weiter am Support

Die Börsen zeigen sich auch nach den Nvidia-Zahlen wenig bewegt und bleiben in einer engen Handelsspanne – durchaus typisch für die letzte Woche vor dem Labor Day in den USA. Bei Nvidia selbst lässt die zuletzt überragende Wachstumsdynamik etwas nach. CEO Jensen Huang setzt nun auf frische Impulse aus dem chinesischen Markt – ein Hoffnungsschimmer, der allerdings politisch sensibel ist. Ob die USA und China diese Öffnung zulassen, bleibt eine der großen Unbekannten.
Der DAX verharrt weiter an der 24.000er-Marke und testet dabei mehrfach die 50-Tageslinie. Solange diese Zone hält, bleibt das technische Bild neutral. Ein Bruch nach unten würde allerdings Raum für eine Konsolidierung in Richtung der Augusttiefs eröffnen.

Am Freitag rückt mit den US-PCE-Daten (dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed) ein letzter potenzieller Impulsgeber in den Fokus. Der Konsens erwartet dabei keine große Überraschung – ein „Non-Event“ wäre typisch für das derzeitige Umfeld.
Mit dem Labor Day am Montag verabschiedet sich die Wall Street in ein verlängertes Wochenende, was zugleich das inoffizielle Ende des Sommerhandels markiert. Im Anschluss beginnt mit dem September statistisch einer der schwächsten Börsenmonate des Jahres – Volatilität könnte also bald zurückkehren.

Wichtige Wochentermine:

  • Freitag:
    • Monatsabschluss August – Langes Wochenende
    • 08:00 Uhr DE Einzelhandelsumsatz Juli
    • (!) 14:00 Uhr DE Verbraucherpreise August (Vorabschätzung)
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate Juli
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan August (endgültig)

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Der DAX beendete die vergangenen Woche als Underperformer nahezu unverändert. Seit Mai steht der Index nun größtenteils auf dem gleichen Niveau. Umkehrsignale werden jedoch weiter konsequent gemieden. Auch im saisonal schwächsten Monat September?
Der Bereich an der 24.2 stellt die erste relevante Zone.
Oberhalb bleibt die Spanne über die 24.330 zur 24.480 aktiv. Darüber Aufhellung zur 24.600 und .740. Anschließend 24.850/25k.
Unterhalb ist der Cluster 24.1 zur 23.950 weiter aktiv. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.7/23.6.

Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX nur wenig verändert und müht sich am Support der 50-TL. Die gesamte August-Performance hat er einen Tag vor Monatsende als Underperformer zur Wall Street wieder abgegeben. Die Bullen benötigen weiterhin den Bruch durch die 24.5, um die Tür für ein neues Allzeithoch zu öffnen.
Der Bereich an der 24.070 (50-TL) wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 24.175 und 24.210 aktiv. Darüber wieder die Chance auf 24.310/.330. Bei Bruch 24.410/.480.
  • Unterhalb bleibt hingegen weiter die Spanne zur 23.950 zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.840. Bei Bruch 23.710 und anschließend .650.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.175 > 24.210 > 24.310 > 24.330 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 24.070 > 23.950 > 23.840 > 23.710 > 23.650 > 23.590 > 23.520 > 23.420 > 23.390 > 23.250
DAX Tageschart

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Die Psychologie des Tradings – warum dein Kopf oft dein größter Gegner ist

Wenn mich jemand fragt, was im Trading am schwierigsten ist, dann sage ich nicht: die richtige Strategie. Ich sage: der eigene Kopf. Denn egal wie gut deine Technik ist – wenn du deine Emotionen nicht im Griff hast, wirst du langfristig verlieren.


1. Die Falle der Gier

Ich kenne das nur zu gut: Ein Trade läuft richtig gut, der Gewinn steigt – und was macht man? Statt sich über das Plus zu freuen, will man plötzlich mehr.
„Noch ein bisschen halten, der steigt bestimmt weiter.“
Und zack – schon dreht der Kurs und der Gewinn verpufft.
Das Problem ist nicht die Strategie, sondern die Gier.


2. Die Angst vor dem Verlust

Das Gegenteil ist genauso schlimm. Viele Trader setzen einen Stop-Loss – und ziehen ihn dann im Verlust immer weiter nach unten, weil sie hoffen: „Der Kurs dreht schon wieder.“
Das habe ich am Anfang ständig gemacht. Heute weiß ich: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ein klarer Stop-Loss rettet dich auf lange Sicht, auch wenn es im Moment weh tut.


3. Overtrading – der unterschätzte Killer

Ein weiterer psychologischer Klassiker ist das Overtrading. Man will unbedingt einen verlorenen Trade wieder reinholen, sitzt vor dem Bildschirm und klickt viel zu oft.
Das Ergebnis: Noch mehr Verluste, noch mehr Frust.
Ich habe mir angewöhnt, feste Trading-Zeiten einzuhalten – und wenn ich mein Tagesziel erreicht habe (egal ob Plus oder Minus), ist Schluss.


4. Disziplin schlägt Genialität

Manchmal höre ich, dass Trading nur mit „besonderem Talent“ geht. Das ist Quatsch. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die an der Börse gescheitert sind – weil sie keine Disziplin hatten.
Disziplin bedeutet:

  • Die eigenen Regeln einhalten, auch wenn es schwerfällt.
  • Nicht jedem Marktgerücht hinterherrennen.
  • Verluste akzeptieren, statt sie zu verdrängen.

5. Mein Tipp: Tradingtagebuch führen

Was mir am meisten geholfen hat: Ich schreibe meine Trades auf. Nicht nur Einstiege und Ausstiege, sondern auch meine Gedanken dabei.
Wenn ich mir das später anschaue, sehe ich sofort: War das ein rationaler Trade oder ein emotionaler?
Mit der Zeit habe ich so meine typischen Fehler erkannt – und konnte daran arbeiten.


Am Ende ist Trading zu 80 % Psychologie und nur zu 20 % Strategie. Dein größter Gegner sitzt nicht im Markt, sondern vor dem Bildschirm – und schaut dir aus dem Spiegel entgegen.
Wenn du das einmal verstanden hast, bist du schon einen großen Schritt weiter als die meisten Anfänger.


💬 Frage an dich: Welcher psychologische Fehler passiert dir am häufigsten – Gier, Angst oder Overtrading? Schreib’s mir gern in die Kommentare, vielleicht erkenne ich mich ja darin wieder 😉