Meine Top 3 Trading-Strategien, die wirklich funktionieren – und warum ich sie nutze

Es gibt unzählige Trading-Strategien. Manche klingen genial, andere sind schlicht Betrug, und viele funktionieren nur auf dem Papier. Ich habe über die Jahre so ziemlich alles ausprobiert – von wilden Scalping-Experimenten bis hin zu super langfristigen Swingtrades. Am Ende bin ich bei drei Strategien gelandet, die für mich immer wieder zuverlässig funktionieren.


1. Trendfolge – der Klassiker

„The trend is your friend“ – und auch wenn dieser Spruch fast schon abgedroschen ist, er stimmt.
Bei der Trendfolge gehe ich auf Aktien oder Indizes, die sich klar in eine Richtung bewegen. Dabei nutze ich Indikatoren wie den 200-Tage-Durchschnitt oder einfach Preiszonen, um meine Einstiege zu planen.
Beispiel: Läuft der S&P 500 über längere Zeit in einem Aufwärtstrend und korrigiert leicht, steige ich auf dem Rücksetzer ein – mit engem Stop-Loss unter der letzten Unterstützung.

Das Geniale: Trendtrades bringen manchmal wochenlange Ruhegewinne, ohne dass man jeden Tag neu nachdenken muss.


2. Breakout-Strategie – Momentum mitnehmen

Eine meiner Lieblingsstrategien ist das Handeln von Ausbrüchen.
Viele Kurse bewegen sich lange seitwärts, bis irgendwann der Knoten platzt. Wenn eine Aktie z. B. monatelang unter 100 € pendelt und dann mit Volumen drübergeht, ist das oft der Start für eine richtig starke Bewegung.

Wichtig dabei: Nicht blind in jeden Ausbruch springen! Ich achte auf Handelsvolumen und bestätigende Signale im Chart. Nur wenn beides passt, wage ich den Trade.


3. Mean Reversion – zurück zum Durchschnitt

Das ist das komplette Gegenteil von Trendfolge. Hier gehe ich davon aus, dass Kurse nicht ewig in eine Richtung laufen, sondern irgendwann wieder zu ihrem Mittelwert zurückkehren.
Beispiel: Wenn eine Aktie weit unter ihren 50-Tage-Durchschnitt fällt und dabei überverkauft ist, steige ich antizyklisch ein.

Das funktioniert besonders gut in ruhigen Marktphasen und bei liquiden Werten, wo Übertreibungen regelmäßig wieder ausgeglichen werden.


Mein Risikomanagement

Egal welche Strategie ich nutze – ohne Risiko- und Moneymanagement geht gar nichts.

  • Maximal 1–2 % Risiko pro Trade
  • Klare Stop-Loss-Marken
  • Gewinne teilweise absichern (Trailing Stop)

Denn die Strategie ist nur der Rahmen – die eigentliche Kunst ist, die Verluste klein und die Gewinne groß zu halten.


Die perfekte Strategie gibt es nicht. Aber wenn man ein paar solide Ansätze hat, die man wirklich versteht und durchzieht, dann reicht das völlig aus.
Für mich sind es Trendfolge, Breakouts und Mean Reversion. Jede hat ihre Stärken, jede funktioniert in anderen Marktphasen.

Am Ende ist es wie beim Werkzeugkasten: Du brauchst nicht 100 Tools – nur die richtigen.

Märkte erholen sich – aber mit Obacht vor den morgigen Daten

Nach dem schwachen Wochenauftakt bleibt die Erholung an den Märkten bestehen. Der DAX kann sich weiter stabilisieren, doch im Gegensatz zu S&P 500 und Nasdaq, die ihre Wochenverluste vollständig aufgeholt haben, hinkt er noch etwas hinterher.
Die Wall Street profitiert derzeit von schwachen Arbeitsmarktdaten, da diese die Hoffnung auf eine Zinssenkung in zwei Wochen nähren.
Doch es ist eine selektive Wahrnehmung: Die gleichzeitig starken Preiskomponenten im ISM-Dienstleistungsindex werden weitgehend ignoriert. Diese Kombination – steigende Preise bei schwächelnder Nachfrage – riecht eher nach Stagflation als nach dem erhofften Goldlöckchen-Szenario.

Morgen folgt mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht das nächste große Puzzleteil. Ein leicht schwächerer Bericht könnte die „Sweet Spot“-Fantasie der Börsen untermauern.
Doch ein zu schwacher Wert? Dann droht der schmale Grat zwischen Zinssenkungsfreude und echten Konjunktursorgen.

Zudem steht die Frage im Raum: Kann man den Daten überhaupt noch trauen? Immerhin wurde nach dem letzten enttäuschenden Jobbericht die Statistikchefin des BLS von Trump gefeuert. Der neue Mann an der Spitze: Trumps Wahl. Ob das nun verlässlichere Daten bringt oder eher „Daten nach Geschmack“, bleibt offen.
Womöglich könnte der CPI-Report nächste Woche für die Märkte ohnehin noch entscheidender werden.

Wichtige Wochentermine:

  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr EU BIP Q2
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX setzt seine Gegenbewegung nach dem Abverkauf fort. Im Vergleich zur Wall Street jedoch weiter als Underperformer. US-Arbeitsmarktbericht im Fokus.
Eine erhöhte Volatilität ist typisch für den September und dürfte eine Weile erhalten bleiben.
Der Bereich an der 23.730 (100-TL) wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb kann die Erholung weiter zur 23.850 ausgedehnt werden. Darüber folgt die Ausbruchszone an der 23.920/.950. Bei Bruch Chance auf Lauf zum Kombiwiderstand bei 24.050/24.100.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über die 23.660 zur 23.610 weiterhin aktiv. Darunter droht wieder die 23.550 und das Wochentief an der 23.500. Bei Bruch droht weiterer Abgabedruck zur 23.400/.340.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.730 > 23.850 > 23.920 > 23.950 > 24.050 > 24.100 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.660 > 23.610 > 23.550 > 23.500 > 23.400 > 23.340 > 23.310 > 23.230 > 23.180 > 23.150
DAX Tageschart

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Erholung mit angezogener Handbremse – DAX trifft auf Widerstand – Wall Street besser

Die Märkte konnten am Mittwoch die begonnene Gegenbewegung nach dem schwachen Monatsauftakt im September zunächst fortsetzen. Der DAX startete eine technische Erholung, wurde jedoch an der 100-Tage-Linie bei 23.700 Punkten bereits ausgebremst. Erst ein klarer Ausbruch darüber würde für die Bullen eine erste Entwarnung liefern. Abpraller an diesem Widerstand könnten dagegen schnell wieder den Fokus auf das Wochentief lenken.
An der Wall Street zeigt sich ein deutlich stabileres Bild – gestützt vor allem durch starke Zugewinne bei Apple und Alphabet, die jeweils von positiven Nachrichten profitieren konnten (Gerichtsurteil im Fall Google). Auffällig bleibt hierbei die schwache Marktbreite.

Der Donnerstag bringt mit dem ISM-Dienstleistungsindex den nächsten wichtigen Konjunkturindikator. Insbesondere die Preiskomponente im Servicebereich dürfte von besonderem Interesse für die Fed sein. Der Fokus der Woche liegt aber klar auf dem Freitag, wenn der offizielle US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird – und damit ein potenzieller Gamechanger für Zinsfantasie und Marktstimmung.

Wichtige Wochentermine:

  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:15 Uhr US ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr EU BIP Q2
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit der Gegenbewegung nach dem Abverkauf. Die 100-TL an der 23.7 konnte hingegen nicht überwunden werden. Unterhalb bleibt die Erholung noch sehr fragil. Eine erhöhte Volatilität ist typisch für den September und dürfte eine Weile erhalten bleiben.
Der Bereich an der 23.600 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 100-TL an der 23.710/.730 aktiv. Darüber folgt eine erste kleine Aufhellung in Richtung der 23.810. Bei Bruch Chance auf 23.900 und Test der Ausbruchszone an der 23.950.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über die 23.550 zur 23.500 weiterhin zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.410. Bei Bruch folgen 23.340 und 23.310, wo mehr Gegenwehr möglich wird.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.710 > 23.730 > 23.810 > 23.900 > 23.950 > 24.060 > 24.140 > 24.180 > 24.200 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.600 > 23.550 > 23.500 > 23.410 > 23.340 > 23.310 > 23.230 > 23.180 > 23.150
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Trendfolge-Trading – wie ich Trends erkenne und profitabel reite

Wenn man an die Börse denkt, hat jeder sofort das Bild im Kopf: Ein Kurs läuft schön nach oben, man steigt ein, bleibt drin und kassiert am Ende die große Rendite. Klingt easy, oder? In der Realität habe ich lange gebraucht, um Trends wirklich zu verstehen – und noch länger, um sie konsequent zu handeln.


Warum Trendfolge funktioniert

Einer meiner ersten Mentoren hat mir mal gesagt:
„The trend is your friend – until it ends.“

Und genau das ist der Kern: Märkte laufen nicht chaotisch, sondern oft in klaren Bewegungen. Institutionelle Anleger, Fonds und große Player bauen Positionen über Wochen und Monate auf – und diese Wellen können wir Trader reiten.


Wie ich Trends erkenne

Ich nutze dabei eine Mischung aus klassischer Charttechnik und ein paar technischen Hilfen:

  • Höhere Hochs & höhere Tiefs = Aufwärtstrend
  • Tiefere Tiefs & tiefere Hochs = Abwärtstrend
  • 200er Moving Average: Liegt der Kurs darüber, ist das meist ein klarer Long-Markt. Darunter eher Short.
  • Trendlinien & Kanäle: Einfach aber effektiv – sie zeigen die Struktur.

Einstieg in den Trend – meine Strategie

Ich gehe selten mitten im Trend rein. Stattdessen warte ich auf Rücksetzer (Pullbacks).

Mein Setup sieht so aus:

  1. Trend identifizieren (z. B. höheres Hoch im DAX).
  2. Rücksetzer abwarten – idealerweise bis an einen gleitenden Durchschnitt (20er oder 50er EMA).
  3. Bestätigung durch Kerze oder Volumen.
  4. Einstieg in Trendrichtung.

So bekomme ich ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis, als wenn ich blind hinterherlaufe.


Beispiel: Trendfolge im EUR/USD

Vor einiger Zeit lief EUR/USD in einem klaren Aufwärtstrend.

  • Kurs über 200er MA
  • Pullback bis an den 50er EMA
  • Bullische Kerze als Bestätigung

Einstieg bei 1,0920, Stop bei 1,0880, Ziel bei 1,1000.
→ CRV von 2:1, Trade lief sauber ins Ziel.
Ohne die Geduld auf den Pullback zu warten, wäre ich viel zu früh drin gewesen.


Typische Fehler beim Trend-Trading

Oh ja, die habe ich alle gemacht:

  • Zu spät einsteigen: Der Trend ist schon fast vorbei.
  • Trend verwechseln mit Range: Märkte bewegen sich nur ca. 30 % der Zeit in klaren Trends.
  • Kein klares Ziel: Ohne Plan nimmt man oft zu früh Gewinne mit oder bleibt zu lange drin.
  • Overleveraging: Weil Trends „sicher“ wirken, geht man oft zu groß rein – bis der erste Rücksetzer kommt.

Trendfolge ist weniger stressig – aber nur mit Regeln

Ich liebe Trendfolge, weil es „ruhiger“ ist als Breakouts. Man schwimmt sozusagen mit dem Strom statt dagegen. Aber die Gefahr ist, dass man Trends zu spät erkennt oder ihnen blind vertraut.
Disziplin, klare Einstiegsregeln und gutes Risikomanagement sind auch hier der Schlüssel.


Auftakt nach Maß – aber anders als erhofft – Septemberblues

Der September, bekannt als schwächster Handelsmonat des Jahres, macht seinem Ruf direkt zu Beginn alle Ehre. Hohe Volatilität ist typisch für diesen Monat – und genau die könnte sich diesmal voll entfalten: Mit US-Arbeitsmarktdaten, Inflationszahlen und dem Fed-Zinsentscheid stehen gleich mehrere Schwergewichte im Monatsverlauf an.
Auch geopolitisch und politisch nehmen die Risiken zu: Der mögliche Fall der französischen Regierung, zunehmende Spannungen im Welthandel und auch die anstehenden Gerichtsurteile zu Trumps Zöllen könnten neue Unsicherheit erzeugen.
Der DAX geriet zum Start in den September stark unter Druck und hat dabei seine 50-Tageslinie nachhaltig verloren. Die nächste wichtige Supportzone bei 23.400 / 23.300 Punkten rückt damit schnell in den Fokus.
An der Wall Street hat der S&P 500 seinen Aufwärtstrend seit Mai per Abwärts-Gap gebrochen. Bisher war genau das die bevorzugte „Buy-the-Dip-Zone“.
Am morgigen Mittwoch stehen mit den US JOLTS-Daten und dem Fed Beige Book zwei weitere potenzielle Impulsgeber auf dem Programm. Der volatiler September hat begonnen.

Wichtige Wochentermine:

  • Mittwoch:
    • 09:55 Uhr DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August (endgültig)
    • 16:00 Uhr US Auftragseingang Industrie Juli
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) Juli
    • 20:00 Uhr US Beige Book der Fed
  • Donnerstag:
    • 11:00 Uhr EU Einzelhandelsumsatz Juli
    • 14:15 Uhr US ADP-Beschäftigtenzahl ex Agrar August
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • (!) 16:00 Uhr US ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor August
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Juli
    • 11:00 Uhr EU BIP Q2
    • (!) 14:30 Uhr US Arbeitsmarktbericht August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX mit einem Abverkauf nach Verlust der 50-TL. An der 23.4/23.3 rückt nun die nächste Supportzone in den Fokus, welche etwas mehr Gegenwehr und Kampf liefern dürfte. Die erhöhte Volatilität dürfte noch erhalten bleiben und ist typisch für den September.
Der Bereich an der 23.630 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 23.730 aktiv. Darüber folgen die 23.820. Bei Bruch rückt wieder die Ausbruchszone an der 23.950 in den Blickpunkt.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über die 23.550 zur 23.480 weiterhin zu nennen. Darunter droht weiterer Abgabedruck zur 23.380 und .330, wo zunehmend mehr Gegenwehr möglich wird. Bei Bruch folgen 23.230 und 23.180.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.630 > 23.730 > 23.820 > 23.950 > 24.050 > 24.140 > 24.180 > 24.200 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.550 > 23.480 > 23.380 > 23.330 > 23.230 > 23.180 > 23.150
DAX Tageschart

Der Ausblick im Videoformat

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