Warum Swingtrading oft besser funktioniert als Daytrading

Nachdem ich im letzten Artikel über Daytrading geschrieben habe, will ich dir heute erklären, warum ich persönlich im Swingtrading oft entspannter und erfolgreicher bin. Denn seien wir ehrlich: Nicht jeder von uns hat die Zeit und Nerven, den ganzen Tag vorm Bildschirm zu kleben.


1. Was Swingtrading eigentlich ist

Beim Swingtrading hältst du Positionen mehrere Tage bis Wochen. Du nutzt also mittelfristige Bewegungen, die oft durch Chartformationen, Trends oder Nachrichten ausgelöst werden.
Das Schöne daran: Du musst nicht jede Sekunde auf die Kurse starren, sondern kannst deine Setups in Ruhe vorbereiten.


2. Mein typischer Swingtrade

Nehmen wir ein Beispiel: Eine Aktie läuft seit Wochen in einem klaren Aufwärtstrend, korrigiert dann aber zurück bis an die 50-Tage-Linie. Dort entsteht ein schönes Einstiegssignal, ich gehe rein – Stop-Loss knapp unter die Unterstützung.
Nach 1–2 Wochen steht die Aktie 8–12 % höher, und ich realisiere den Gewinn. Kein Stress, keine Hektik, einfach sauber geplant.


3. Die Vorteile vom Swingtrading

  • Weniger Stress: Du musst nicht jede Minute reagieren.
  • Bessere Chancen-Risiko-Verhältnisse: Bewegungen über mehrere Tage sind oft klarer und nachhaltiger.
  • Mehr Flexibilität: Auch Berufstätige können Swingtrading betreiben, ohne dass es den Alltag dominiert.
  • Kostenfaktor: Weniger Trades = weniger Gebühren.

4. Die Nachteile darf man nicht vergessen

Natürlich hat auch Swingtrading Tücken. Du hältst Positionen über Nacht – das bedeutet Gaps bei schlechten Nachrichten. Außerdem musst du Disziplin haben, deine Stops nicht zu verschieben, nur weil du „hoffst“.


5. Warum ich Swingtrading liebe

Für mich ist Swingtrading die perfekte Mischung: Ich kann Trading ernsthaft betreiben, ohne dass es mein ganzes Leben frisst.
Es fühlt sich planbarer an, und ich habe mehr Zeit, meine Entscheidungen zu reflektieren. Und ganz ehrlich: Das ist Gold wert, gerade wenn man schon ein paar Jahre im Geschäft ist.


Daytrading ist wie ein Sprint – spannend, aber extrem anstrengend. Swingtrading dagegen ist wie ein Mittelstreckenlauf: Du brauchst Ausdauer, kannst aber viel entspannter agieren.
Für die meisten Privatanleger ist Swingtrading wahrscheinlich die bessere Wahl.


💬 Frage an dich: Bist du eher Team Daytrading oder Team Swingtrading? Und warum?

Letzte Chance für die Bären? FOMC und Fed Powell im Fokus: „Buy the rumor, sell the fact“?

Die Börsen beenden erneut eine zweigeteilte Handelswoche. Während S&P 500, Dow Jones und Nasdaq 100 mit mehreren neuen Allzeithochs glänzen konnten, blieb der DAX impulslos und verharrte als klarer Underperformer nahe dem Monatstief innerhalb seiner neutralen Handelsspanne.
Die Wall Street spielt weiter die Zinssenkungskarte, nachdem zuletzt mehrere schwächere US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten gemeldet wurden. Die Hoffnung: Am kommenden Mittwoch senkt die Fed endlich die Zinsen und macht damit aus den Erwartungen einen geldpolitischen Fakt.

Doch die kommende Woche hat mehr zu bieten: Neben dem großen Verfallstermin stehen auch die US-Einzelhandelsumsätze sowie der Philadelphia-Fed-Index auf der Agenda. Das zentrale Ereignis bleibt jedoch die Fed-Entscheidung samt Pressekonferenz und neuen Dotplots.
Hier lauert auch das größte Risiko: Was, wenn der Zinspfad weniger dovish ausfällt als erhofft? Die Wall Street preist aktuell bereits 3 bis 4 Zinssenkungen in Folge ein. Bleibt Powell vage oder rückt eine spätere Lockerung in den Fokus, wäre das Enttäuschungspotenzial nach dem Motto „Buy the rumor, sell the news“ vorhanden – besonders nach der jüngsten Rally. Für die Bären stellt es auch fast die letzte Chance dar die schwächere Saisonalität aufzugreifen. Die Buybacks mit ihrer beginnenden Blackout-Phase könnten dies stützen.

Wichtige Wochentermine:

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Industrieproduktion August
    • 14:30 Uhr US Empire State Manufacturing Index September
  • Dienstag:
    • 11:00 Uhr DE ZEW-Konjunkturerwartungen September
    • 11:00 Uhr EU Industrieproduktion Juli
    • (!) 14:30 Uhr US Einzelhandelsumsatz August
    • 15:15 Uhr US Industrieproduktion August
  • Mittwoch:
    • 11:00 Uhr EU Verbraucherpreise August (endgültig)
    • (!) 20:00 Uhr US Fed-Zinsentscheid
    • (!) 20:30 Uhr US Fed-Pressekonferenz
  • Donnerstag:
    • (!) 14:30 Uhr US Philadelphia-Fed-Index September
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe
    • 16:00 Uhr US Index der Frühindikatoren August
  • Freitag:
    • (!) Großer Verfallstermin
    • 08:00 Uhr DE Erzeugerpreise August

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX bleibt weiter inmitten seiner neutralen Range nahe des Monatstiefs gefangen. Als klarer Underperformer zur weiter starker Wall Street. Unterhalb der 24k hält jede Ablehnung die Tür zu neuen Tiefs direkt offen.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster zur 23.790 und anschließend .870 an der 100-TL aktiv. Darüber wäre nach der 23.910 wieder die 23.950/.980 als nächstgrößerer Widerstand zu nennen. Bei Bruch Chance auf 24.030 und Lauf zur 50-TL an der 24.080.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über zur 23.600 und 23.560 weiterhin aktiv. Darunter droht wieder der Weg zum Monatstief an der 23.510/23.480. Bei Bruch droht weiterer Abgabedruck zur 23.410/.370.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.700 > 23.870 > 23.910 > 23.950 > 23.980 > 24.030 > 24.080 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.600 > 23.560 > 23.510 > 23.480 > 23.410 > 23.370 > 23.280 > 23.180 > 23.150
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FOMO im Trading – wie ich die Angst, etwas zu verpassen, endlich in den Griff bekommen habe

FOMO – Fear of Missing Out – ist wohl einer der größten Feinde für Trader. Ich glaube, jeder, der länger handelt, kennt dieses Gefühl: Du siehst, wie der Markt plötzlich explodiert, der DAX springt 100 Punkte oder Bitcoin rauscht in einer halben Stunde um 5 % nach oben, und du denkst dir: „Verdammt, ich MUSS da jetzt noch rein!“
Und genau das ist der Moment, in dem man fast immer falsch liegt. Mir ist das so oft passiert, dass ich es gar nicht mehr zählen kann.


Wie sich FOMO bei mir gezeigt hat

  • Ich bin zu spät in Trades eingestiegen, nur weil ich die Bewegung nicht verpassen wollte → Ergebnis: sofort ausgestoppt.
  • Ich habe Setups ignoriert, weil ich dachte: „Das läuft eh, egal, passt schon.“ → und genau dann lief es natürlich nicht.
  • Ich habe viel zu große Positionen eröffnet, weil ich dachte: „Wenn ich schon jetzt noch reinspringe, dann wenigstens richtig.“

Das Ergebnis: unnötige Verluste, Frust, und am Ende immer die Frage: „Warum zum Teufel hab ich das gemacht?“


Warum FOMO so gefährlich ist

FOMO hat nichts mit Strategie zu tun, es ist pures Gefühl.
Und Gefühle gehören im Trading nicht an den Tisch. Der Markt interessiert sich nicht dafür, ob du dabei bist oder nicht. Er läuft einfach.

Das größte Problem: FOMO zerstört dein Risikomanagement. Plötzlich hältst du dich nicht mehr an deine Regeln, sondern springst einfach hinterher. Und genau das macht dich unberechenbar.


Wie ich gelernt habe, FOMO zu kontrollieren

  1. Akzeptieren, dass man nicht jeden Trade erwischt
    Das war für mich der härteste Schritt. Aber es ist die Wahrheit: Niemand erwischt jeden Move. Und das ist auch gar nicht nötig.
  2. Klare Regeln
    Wenn ein Setup nicht zu 100 % passt, handel ich es nicht. Punkt. Selbst wenn der Markt danach abhebt – ich bleibe draußen.
  3. Trading-Journal
    Jedes Mal, wenn ich aus FOMO eingestiegen bin, habe ich es aufgeschrieben. Mit der Zeit siehst du schwarz auf weiß, wie teuer dich diese Dummheit kommt.
  4. Fokus auf langfristige Performance
    Heute sage ich mir: „Egal ob ich diesen einen Trade verpasse – ich habe 200 andere Chancen im Jahr.“ Dieser Gedanke nimmt den Druck raus.

Mein Trick: Umwandeln statt Bekämpfen

Ich habe irgendwann gemerkt: FOMO verschwindet nie komplett. Aber ich habe gelernt, die Energie umzulenken.
Wenn ich merke, dass FOMO kommt, schreibe ich sofort eine kleine Analyse: „Warum willst du jetzt rein? Passt das Setup? Ist dein Risiko sauber?“
Allein dieser kurze Moment bremst mich aus – und meistens sehe ich dann schon klarer.


FOMO killt Konten – Geduld baut sie auf

Heute weiß ich: Der Markt rennt nicht weg. Es gibt immer die nächste Chance. Und wenn ich mal einen dicken Move verpasse – na und? Lieber draußen bleiben und stabil handeln, als von FOMO reingerissen werden.
Und ganz ehrlich: Das Gefühl, einen perfekten Trade nach Regeln gemacht zu haben, ist 100-mal besser, als aus Panik irgendwo reingesprungen zu sein.


DAX müht sich weiter – Wall Street zu 9/11 mit Buy the rumor…

Das Bild an den Märkten bleibt weiterhin zweigeteilt. Während der DAX sich kaum von seinem Monatstief lösen kann und in Lethargie verharrt, setzt die Wall Street ihre Rekordjagd fort – begünstigt nicht zuletzt durch den symbolträchtigen 11. September, der in den USA traditionell als patriotischer Tag auch an den Börsen oft mit Aufschwung begleitet wird.
Die heutige Datenlage untermauert hingegen das Bild der letzten Tage: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erreichten heute den höchsten Stand des Jahres, was die zunehmende Schwäche am US-Arbeitsmarkt weiter bestätigt. Gleichzeitig kamen die US-Verbraucherpreise im Rahmen der Erwartungen etwas höher herein.
Die erste Zinssenkung der Fed gilt damit als sicher – nicht erst seit heute. Unklar bleibt nur noch das Tempo des möglichen Zyklus. Ein aggressiver Zinssenkungspfad bei einer Kerninflation jenseits der 3 % wäre allerdings ein novum für die USA. Risiken, wie die Gefahr einer Stagflation bzw. einer zu raschen Konjunkturabkühlung werden aktuell ausgeblendet und man spielt weiter das Szenario der Zinssenkungshoffnung. Vielleicht ganz nach dem Muster: „Buy the rumor, sell the fact“ bis zur Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch?

Wichtige Wochentermine:

  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise August (endgültig)
    • 16:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan September (vorläufig)

Hinweis: Hole mehr aus Trading-Portal.NET und aktiviere Deinen Informationsvorsprung mit meinem Traders Club. Alle Vorteile ansehen.


Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX bleibt weiter inmitten seiner neutralen Vorwochenrange, aber konsolidiert als Underperformer auffällig flach oberhalb des Monatstiefs, trotz weiter starker Wall Street. Unterhalb der 24k hält jede Ablehnung die Tür zu neuen Tiefs direkt offen.
Eine erhöhte Volatilität ist typisch für den September und dürfte eine Weile erhalten bleiben.
Der Bereich an der 23.700 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt der Cluster über zur 23.800 und .840 (100-TL ) aktiv. Darüber wäre nach der 23.900 wieder die 23.940 als nächstgrößerer Widerstand zu nennen. Bei Bruch Chance auf 24.020 und Lauf zur 50-TL an der 24.080.
  • Unterhalb ist hingegen die Spanne über zur 23.580 weiterhin aktiv. Darunter droht wieder der Weg zum Monatstief an der 23.480. Bei Bruch droht weiterer Abgabedruck zur 23.370/.340.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.700 > 23.800 > 23.840 > 23.900 > 23.940 > 24.020 > 24.080 > 24.220 > 24.300 > 24.400 > 24.480 > 24.510 > 24.600 > 24.700 > 24.800 > 24.850
  • Unterstützungen: 23.600 > 23.530 > 23.480 > 23.370 > 23.340 > 23.280 > 23.180 > 23.150
DAX Tageschart

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Daytrading 2025 – mein ehrlicher Erfahrungsbericht und warum es härter ist, als viele denken

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich regelmäßig trade, kommt fast immer dieselbe Frage: „Machst du auch Daytrading?“
Die meisten stellen sich darunter vor: Morgens ein paar Klicks, mittags schon auf dem Golfplatz, Konto wächst wie von selbst. Klingt cool, oder? Die Realität sieht leider ganz anders aus – und genau darüber will ich heute mal offen schreiben.


1. Was Daytrading wirklich bedeutet

Daytrading heißt: Positionen innerhalb eines Tages eröffnen und wieder schließen. Keine Übernacht-Risiken, keine schlaflosen Nächte wegen Asien-Börsen.
Aber das bedeutet auch: ständig Entscheidungen treffen, oft in Sekundenbruchteilen.
Du sitzt vor dem Bildschirm, hast fünf Charts offen, schaust auf Orderbuch, Indikatoren, Nachrichten – und versuchst, nicht durchzudrehen. Das ist alles andere als „easy money“.


2. Mein typischer Daytrading-Tag

  • 07:30 Uhr: Marktvorbereitung, Nachrichten checken, mögliche Setups markieren.
  • 09:00 Uhr: Eröffnung in Europa – die erste Stunde ist meist entscheidend.
  • Mittags: Oft ruhiger, da gehe ich raus, um den Kopf freizubekommen.
  • 15:30 Uhr: US-Eröffnung – hier geht’s richtig ab.
  • Abends: Auswerten, Tradingtagebuch führen, Trades analysieren.

Am Ende sind es oft 8–10 Stunden Arbeit – und das jeden Tag. Wer denkt, Daytrading sei ein Nebenjob, wird schnell eines Besseren belehrt.


3. Die größten Herausforderungen

  • Emotionen: Gier, Angst, Frust – im Daytrading potenziert sich das.
  • Disziplin: Ein falscher Klick kann den ganzen Tag ruinieren.
  • Kosten: Gebühren und Spreads fressen viel schneller in die Gewinne als bei Swingtrades.
  • Konzentration: Nach vier Stunden intensiver Beobachtung ist man mental fix und fertig.

4. Warum die meisten scheitern

Die nackte Wahrheit: Die Mehrheit der Daytrader verliert Geld. Nicht, weil sie dumm sind, sondern weil sie ohne Plan, ohne Risikomanagement und mit falschen Erwartungen starten.
Viele denken, sie könnten mit 500 € Einsatz nebenbei reich werden – und das klappt einfach nicht.


Ich mache Daytrading, ja – aber ich sehe es wie einen Hochleistungssport. Es kostet Zeit, Nerven und Energie. Es kann profitabel sein, aber nur, wenn man es ernsthaft betreibt.
Für die meisten Anleger ist es sinnvoller, mit Swingtrading oder langfristigen Strategien zu starten und Daytrading vielleicht irgendwann als Zusatz zu sehen.
Daytrading ist kein Lifestyle – es ist Arbeit. Und manchmal knallhart.


💬 Und du? Hast du schon mal Daytrading ausprobiert? Oder reizt dich der schnelle Handel gar nicht?