Einschätzung: Was hat die EZB geliefert?

Das heutige Market Briefing im Video.

Die EZB liefert die Zinserhöhung und zugleich wird der Pivot indirekt von Lagarde angekündigt. Ist das nun eher positiv oder negativ für die Märkte? Meine Einschätzung!


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Pivot-Punkte S&P500, Dow Jones und Nasdaq100 – 14.09.

Anbei die heutigen Pivot-Punkte für den S&P500, Dow Jones und Nasdaq100.


Die Pivot-Punkte dienen als technische Analysewerkzeuge für Händler, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für die jeweiligen Indizes zu identifizieren. Sie werden täglich berechnet und können für kurzfristige Handelsentscheidungen nützlich sein. Pivot-Punkte werden anhand der Hoch-, Tief- und Schlusskurse des Vortages berechnet und dienen dazu, mögliche Wendepunkte für die Kursbewegungen der Indizes zu prognostizieren. Wenn der Kurs eines Index über dem Pivot-Punkt liegt, kann dies als ein bullisches Signal interpretiert werden, das auf eine mögliche Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeutet. Liegt der Kurs hingegen unter dem Pivot-Punkt, deutet dies auf eine mögliche Umkehr des Abwärtstrends hin.


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USA Einzelhandelsumsätze August

USA Einzelhandelsumsätze August: 0,6% – erwartet: 0,2% – Vormonat: 0,5%

USA Einzelhandelsumsätze Kernrate August: 0,6% – erwartet: 0,4% – Vormonat: 0,7%


Die Einzelhandelsumsätze sind im August sowohl im Gesamtindex als auch im Kernindex (der Automobilverkäufe und Treibstoffverkäufe ausschließt) gestiegen. Im Gesamtindex betrug der Anstieg 0,6%, was über den Erwartungen von 0,2% liegt und eine Beschleunigung gegenüber dem Vormonat (0,5%) darstellt.

Die Kernrate der Einzelhandelsumsätze, die als ein zuverlässigerer Indikator für den Konsum angesehen wird, stieg ebenfalls um 0,6%, was über den erwarteten 0,4% liegt, aber eine leichte Verlangsamung gegenüber dem Vormonat (0,7%) darstellt.

Diese Daten deuten darauf hin, dass der Einzelhandelsumsatz in den USA im August gestiegen ist, wobei sowohl der Gesamtumsatz als auch der Kernumsatz zugenommen haben. Dies kann auf eine erhöhte Konsumnachfrage hindeuten, was ein positives Zeichen für die Wirtschaft ist. Eine robuste Verbrauchernachfrage kann das Wirtschaftswachstum fördern und die allgemeine wirtschaftliche Erholung unterstützen.


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USA Erzeugerpreise August ziehen an

USA Erzeugerpreise August: 0,7% – erwartet: 0,4% – Vormonat: 0,3%

USA Erzeugerpreise August – Kernrate: 0,6% – erwartet: 0,2% – Vormonat: 0,7%


Die Erzeugerpreise sind im August sowohl im Gesamtindex als auch im Kernindex (der Lebensmitteln und Energieausschließt) gestiegen. Im Gesamtindex betrug der Anstieg 0,7%, was über den Erwartungen von 0,4% liegt und eine Beschleunigung gegenüber dem Vormonat (0,3%) darstellt.

Die Kernrate der Erzeugerpreise stieg ebenfalls um 0,6%, was über den erwarteten 0,2% liegt, jedoch eine leichte Verlangsamung gegenüber dem Vormonat (0,7%) darstellt.

Diese Daten weisen auf anhaltenden Preisdruck auf der Ebene der Erzeuger hin, was auf steigende Kosten für Unternehmen hindeutet. Dies könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, darunter gestiegene Rohstoffpreise und Engpässe in Lieferketten. Die Preisentwicklung auf der Ebene der Erzeuger kann sich auf die Verbraucherpreise auswirken und Einfluss auf die Geldpolitik der Federal Reserve haben.


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EZB-Zinsentscheid & Pressekonferenz – Keynotes

Dieser Bereich wird fortlaufend aktualisiert.

EZB-Zinsentscheid (Leitzins): 4,50% – erwartet: 4,25% – Vormonat: 4,25%

EZB-Zinsentscheid (Einlagensatz): 4,00% – erwartet: 3,75% – Vormonat: 3,75%


Die Keynotes aus dem Begleittext und der Pressekonferenz:

  • Das Kurz-Statement der EZB wird 14:15 Uhr veröffentlicht.
  • Die 60-minütige Pressekonferenz beginnt um 14:45 Uhr.
  • Kurz-Statement der EZB (Begleittext):
    • Geldpolitische Beschlüsse (europa.eu)
    • EZB Inflations-Prognose: 2023 bei 5,6 %, 2024 bei 3,2 % und 2025 bei 2,1 %
    • Aufgrund der zunehmenden Auswirkungen dieser geldpolitischen Straffung auf die Binnennachfrage und der Abschwächung des internationalen Handels haben die Fachleute der EZB ihre Projektionen zum Wirtschaftswachstum erheblich gesenkt. Sie erwarten für die Wirtschaft des Euroraums nun ein Wachstum von 0,7 % für 2023, 1,0 % für 2024 und 1,5 % für 2025.
    • Auf Grundlage seiner aktuellen Beurteilung ist der EZB-Rat der Auffassung, dass die EZB-Leitzinsen ein Niveau erreicht haben, das – wenn es lange genug aufrechterhalten wird – einen erheblichen Beitrag zu einer zeitnahen Rückkehr der Inflation auf den Zielwert leisten wird.
    • Hört sich sehr nach Pivot an.
    • Der Kompromiss zwischen Falken und Tauben ist schon zu erkennen. Zinsschritt geliefert, aber im Begleittext den Pivot andeuten. 
  • Liveticker Pressekonferenz (ab 14:45 Uhr):
    • PK folgt hier gleich im Ticker oder über unseren Livestream.
    • Lagarde wird zu Beginn nochmal das Kurz-Statement vorlesen.
    • EZB-Lagarde: Wirtschaftswachstum wird gedämpft sein – Jüngste Indikatoren deuten auf schwaches 3. Quartal an
    • Lagarde: In den kommenden Monaten wird die Inflation sinken
    • Lagarde: Schwächung des Dienstleistungssektors – Wirtschaftliche Dynamik dürfte mit steigenden Realeinkommen zunehmen – Arbeitsmarkt widerstandsfähig – Inländischer Preisdruck bleibt stark – Einige langfristige Inflationsindikatoren sind erhöht und müssen genau beobachtet werden – Wachstumsrisiken sind eher abwärts gerichtet
    • Fragerunde beginnt.
    • „Solide Mehrheit“ für den heutigen Beschluss…
    • Zur Pivot-Frage hat sie sich weggeduckt. Da hätte sie klar sein können, aber hat es gemieden. Der Kompromiss an die Tauben. Er riecht nach Pivot.
    • ​Hawkishe Maßnahme. Dovishe Rede… bisher
    • Es ist der Spagat, um den gespaltenen Rat zu besänftigen.
    • Mittelfristig steht die EZB viel schlechter da. Im Stagflationsszenario gefangen.
    • Lagarde: Man kann noch nicht sagen, dass die EZB den Zinsgipfel erreicht hat.
    • Lagarde tritt anders auf. Nicht mehr viel Nachdruck im Kampf gegen die Inflation. Nicht zu hawkish. Es ist der abgesprochene Kompromiss im Rat.
    • Grund für kurzfristige Freude, dass der Pivot ansteht. Der Kompromiss nährt aber auch die Stagflation. Der 2. Blick wird mehr schmerzen.
    • Lagarde mit dem vermuteten Spagat. Hawkishe Maßnahme, dovishe Rede. In der Nacht folgen wichtige Daten aus China. Morgen der Große Verfall.

Erwartungshaltung:

  • Die Märkte hoffen auf den geldpolitischen Pivot der EZB. Dabei ist die EZB weit hinter der Kurve und nicht mit der Fed zu vergleichen. Die letzten Inflationsdaten waren zudem überraschend stabil. Lagarde droht ein Vertrauensverlust, wenn sie nicht mehr mit Nachdruck agiert und im Kampf gegen die Inflation nachlässt. Eine hawkishe Überraschung und ein weiterer Zinsschritt um 25 Basispunkte muss daher eingeplant werden. Falls dies so ist, darf die Pressekonferenz nicht zu hawkish gehalten werden (Tür für weitere Zinsschritte offenhalten), da ansonsten die Märkte komplett auf dem falschen Fuß erwischt werden.

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