Richtungsloses Treiben

Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und Risiken rückten diese an den Finanzmärkten in den Hintergrund. Sie bleiben jedoch eine latente Bedrohung, die jederzeit wieder in den Vordergrund treten könnte. Dennoch lag der Fokus klar auf den Wirtschaftsdaten. Die jüngst veröffentlichten starken Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere im Bereich des Einzelhandels und der Industrie, sind zweifellos positive Zeichen für die Wirtschaft. Sie könnten jedoch auch für einige Kopfschmerzen bei der US-Notenbank sorgen. Ein übermäßig starkes Wirtschaftswachstum könnte die derzeit hohe Inflation weiter verstärken oder sogar einen erneuten Anstieg begünstigen. Dieses Szenario wird durch die steigenden Anleiherenditen, die die Inflationserwartungen widerspiegeln, immer plausibler. Solche Entwicklungen könnten bullische Bewegungen an den Aktienmärkten untergraben und für mehr Volatilität sorgen. Dennoch ist es ermutigend zu sehen, dass sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq weiterhin charttechnisch in einer bullischen Phase bleiben.

Für die kommenden Tage stehen weitere bedeutende Ereignisse auf der Agenda. Morgen werden neue Wirtschaftsdaten erwartet, und übermorgen wird die Finanzwelt gespannt auf die Worte von Fed-Chef Powell lauschen, dessen Rede Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik und die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage geben könnte.

Wichtige Termine:

  • 04:00 Uhr China BIP Q3
  • 11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise September (endgültig)
  • 14:30 Uhr USA Baugenehmigungen September
  • 14:30 Uhr USA Baubeginne September
  • 20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
  • Quartalszahlen u. a. von Tesla, Netflix, Morgan Stanley

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Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX seine Erholung nicht über die 200-Tagelinien führen konnte. Der schwache Wochenschluss hält die Stabilisierung fragil. Zudem bleiben die Börsen sehr politisch geprägt. Die nächstgrößere Supportzone wäre erst bei 14.8/14.6 zu finden. Die Bullen 15.2 bleiben weiter umspielt. Oberhalb bleibt die Range zur Widerstandszone 15.6 aktiv. Im Anschluss folgt der Cluster zur 16k. Darüber bestehen Chancen das Jahreshoch anzulaufen. Unterhalb der 15.2 würde nach der 14.950 die Supportzone 14.8/14.6 in den Fokus rücken. Bei Bruch droht der Weg zur 14k.

Xetra-DAX Wochenchart

Xetra-DAX Tageschart:
Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.

Kurzum für den Tageschart:

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Xetra-Schluss: Richtungslos

Xetra-DAX Schluss heute bei 15.251,69 und +0,09%. Wochenperformance: +0,43%. Performance Oktober: -0,88%.

Richtungsloses Treiben an den Märkten. Die Geopolitik wurde heute nicht beachtet. Starke Konjunkturdaten treiben die US-Renditen weiter an.

Anbei der DAX im Wochenverlauf.


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Pivot-Punkte S&P500, Dow Jones und Nasdaq100 – 17.10.

Anbei die heutigen Pivot-Punkte für den S&P500, Dow Jones und Nasdaq100.


Die Pivot-Punkte dienen als technische Analysewerkzeuge für Händler, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für die jeweiligen Indizes zu identifizieren. Sie werden täglich berechnet und können für kurzfristige Handelsentscheidungen nützlich sein. Pivot-Punkte werden anhand der Hoch-, Tief- und Schlusskurse des Vortages berechnet und dienen dazu, mögliche Wendepunkte für die Kursbewegungen der Indizes zu prognostizieren. Wenn der Kurs eines Index über dem Pivot-Punkt liegt, kann dies als ein bullisches Signal interpretiert werden, das auf eine mögliche Fortsetzung des Aufwärtstrends hindeutet. Liegt der Kurs hingegen unter dem Pivot-Punkt, deutet dies auf eine mögliche Umkehr des Abwärtstrends hin.


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USA Einzelhandelsumsätze zu fest?

USA Einzelhandelsumsätze September: 0,7% – erwartet: 0,3% – Vormonat: 0,8%

USA Einzelhandelsumsätze Kernrate September: 0,6% – erwartet: 0,2% – Vormonat: 0,9%


Die Einzelhandelsumsätze in den USA übertrafen im September die Erwartungen und stiegen um 0,7%, verglichen mit einer Prognose von 0,3%. Obwohl dies einen leichten Rückgang gegenüber dem Anstieg von 0,8% im Vormonat darstellt, bleibt der positive Trend bestehen. Noch beeindruckender war die Kernrate der Einzelhandelsumsätze, die Automobilverkäufe ausschließt, mit einem Anstieg von 0,6% im September. Dies übertraf ebenfalls die Erwartungen von 0,2% und lag nur leicht unter dem Wert des Vormonats von 0,9%.

Die über den Erwartungen liegenden Einzelhandelsumsätze deuten auf eine robuste Verbrauchernachfrage hin, was ein positives Zeichen für die Gesundheit der US-Wirtschaft ist. Es scheint, dass die Verbraucher trotz möglicher wirtschaftlicher Unsicherheiten und Herausforderungen weiterhin bereit sind, Geld auszugeben. Die starke Kernrate bestätigt diesen Trend, da sie zeigt, dass die Verbraucher in einer Vielzahl von Sektoren und nicht nur im Automobilbereich ausgeben.

Diese Daten könnten darauf hindeuten, dass die Erholung der US-Wirtschaft auf solidem Boden steht, zumindest was den Konsum betrifft. Ein starker Einzelhandel kann das Wirtschaftswachstum ankurbeln und das Vertrauen in den Markt stärken.


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BRD ZEW-Konjunkturerwartungen – zweigeteilt

BRD ZEW-Konjunkturerwartungen – September: -1,1 – erwartet: -9,3 – Vormonat: -11,4

BRD ZEW Aktuelle Lage September: -79,9 – erwartet: -80,8 – Vormonat: -79,4


Im September verzeichneten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland eine Verbesserung und lagen bei -1,1, deutlich besser als die erwarteten -9,3 und eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vormonat, in dem der Wert bei -11,4 lag. Dagegen blieb der ZEW-Indikator für die aktuelle Lage mit -79,9 nahezu unverändert im Vergleich zum Vormonat, in dem er -79,4 betrug. Dieser Wert übertraf jedoch leicht die Erwartungen von -80,8.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind ein wichtiger Indikator für die Stimmung unter Finanzmarktteilnehmern in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die Verbesserung der Erwartungen im September deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer eine weniger pessimistische Haltung gegenüber der Zukunft einnehmen, obwohl der Wert immer noch leicht im negativen Bereich liegt.

Die nahezu unveränderte Bewertung der aktuellen Lage spiegelt jedoch weiterhin eine sehr negative Einschätzung der aktuellen Wirtschaftssituation wider. Trotz dieser Negativität war der tatsächliche Wert besser als erwartet. Das Auseinanderklaffen von Erwartungen und der Bewertung der aktuellen Lage könnte darauf hindeuten, dass die Finanzmarktteilnehmer annehmen, dass der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht ist und in den kommenden Monaten eine Erholung in Sicht ist, obwohl die aktuelle Situation immer noch als kritisch betrachtet wird.


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