Im Dezember erlebten die Großhandelspreise in Deutschland einen Rückgang, der sowohl monatlich als auch jährlich über den Erwartungen lag. Im Monatsvergleich (m/m) sanken die Preise um 0,6%, was nicht nur den Erwartungen von einem Anstieg um 0,2% widerspricht, sondern auch eine Vertiefung des Rückgangs von 0,2% im Vormonat darstellt. Auf Jahressicht (y/y) verringerten sich die Großhandelspreise um 2,6%, was eine Verbesserung gegenüber dem stärkeren Rückgang von 3,6% im Vormonat zeigt. Die erwarteten Werte für den jährlichen Rückgang wurden nicht spezifiziert.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Preise im Großhandel in Deutschland weiterhin unter Druck stehen, was auf verschiedene Faktoren wie Änderungen in der Nachfrage, globale Markttrends oder Veränderungen in den Kostenstrukturen zurückgeführt werden könnte. Der Rückgang der Großhandelspreise kann Auswirkungen auf die Preisgestaltung in anderen Bereichen der Wirtschaft haben und ist ein wichtiger Indikator für die gesamtwirtschaftliche Preisentwicklung.
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Market Briefing: Wochenausblick
Das Market Briefing im Video.
Die Aktienmärkte reduzieren ihre Monatsverluste, aber das Umfeld bleibt herausfordernder als die Märkte sich eingestehen möchten. Eine große Unbekannte und Gefahr bleibt die Geopolitik. Das Thema Soft Landing ist keinesfalls sicher und sind Zinssenkungen wirklich gut für die Kursentwicklung?
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Bullen (zu?) selbstsicher…
Nach einem verhaltenen Start ins neue Jahr erlebten die Aktienmärkte eine stabilere zweite Handelswoche, trotz neuer geopolitischer Risiken wie den Angriffen auf Frachtschiffe im Roten Meer. Diese Ereignisse haben die Märkte jedoch bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt, und auf Monatssicht befinden sich die Indizes nun nahezu wieder auf dem Niveau zu Beginn des Monats. Ein wesentlicher Faktor, der die Marktentwicklung positiv beeinflusst, ist der allgemeine Rückgang der Inflation, der die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen am Leben hält. Diese Erwartungshaltung könnte weiterhin ein wichtiger Treiber für die Marktentwicklung sein.
In den kommenden Wochen wird jedoch die Quartalsberichtssaison zunehmend in den Fokus rücken. Nach der starken Rallye der letzten Wochen hat sich das Bewertungsniveau der Aktienmärkte erhöht, was dazu führen könnte, dass Verfehlungen bei den Unternehmensergebnissen (Earnings) stärker abgestraft werden. Die Reaktionen der Märkte auf die Quartalsberichte werden daher genau beobachtet, um mögliche Auswirkungen auf die Marktrichtung zu bewerten. Weitere Ereignisse in der neuen Woche, die Aufmerksamkeit verdienen, sind das Wirtschaftsforum von Davos und der Kleine Verfallstermin. Das Forum von Davos bringt Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik zusammen und kann wichtige Einblicke in die globalen wirtschaftlichen Trends und Herausforderungen liefern. Der Kleine Verfallstermin bezieht sich auf den Verfall von Optionen und Futures, der Auswirkungen auf die Marktbewegungen haben kann.
Am Montag bleibt die Wall Street aufgrund des Martin Luther King Day geschlossen, was zu einem verminderten Handelsvolumen und möglicherweise geringerer Marktaktivität führen könnte. Insgesamt stehen die Märkte vor einer Woche, in der sowohl politische als auch wirtschaftliche Entwicklungen die Richtung bestimmen könnten.
Wichtige Wochentermine:
Montag:
Wall Street geschlossen – Martin Luther King Day
08:00 Uhr BRD Großhandelspreise Dezember
11:00 Uhr Eurozone Industrieproduktion November
Dienstag:
08:00 Uhr BRD Verbraucherpreise Dezember (endgültig)
11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Januar
11:00 Uhr BRD ZEW-Konjunkturerwartungen Januar
16:00 Uhr USA Empire State Manufacturing Index Januar
Mittwoch:
03:00 Uhr China BIP Q4
11:00 Uhr Eurozone Verbraucherpreise Dezember (endgültig)
14:30 Uhr USA Einzelhandelsumsatz Dezember
15:15 Uhr USA Industrieproduktion Dezember
16:15 Uhr Rede von EZB-Präsidentin Lagarde (Davos)
20:00 Uhr USA Beige Book der Fed
Donnerstag:
13:30 Uhr EZB Protokoll
14:30 Uhr USA Philadelphia-Fed-Index Januar
14:30 Uhr USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
Freitag:
Kleiner Verfallstermin
08:00 Uhr BRD Erzeugerpreise Dezember
11:00 Uhr Rede von EZB-Präsidentin Lagarde (Davos)
16:00 Uhr USA Konsumklima Uni Michigan Januar (vorläufig)
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Blicken wir auf einige interessante Chartbilder:
Wir beginnen die Chartreihe mit einem Performancevergleich zwischen Nasdaq100 (blau), S&P500 (gelb), Dow Jones (lila) und DAX seit Jahresbeginn2024. DAX (+20,3%), S&P500 (+24,4%), Dow Jones (+13,8%) und Nasdaq100 (+55,1%).
Performance seit Januar 2023
Im großen Vergleich seit Anfang der 1990-er Jahre ist die Divergenz zwischen Growth (Nasdaq) & Value weiterhin auf einem Rekordhoch.
Performance seit 1990
Ein kurzer Blick in den US-Markt (Komplette Updates für den US-Markt gibt es auf Trading-Portal.NET – Premium) ins übergeordnete Bild. Der S&P500 nach 9 Gewinnwochen in Folge mit einer flachen Seitwärtsbewegung. Das Allzeithoch wurde bisher knapp verfehlt; das letzte AZH liegt bereits über 500 Tage zurück. Oberhalb der 4.7 bleibt die Range zur 4.780/4.8 aktiv. Darüber wird der erneute Angriff auf das AZH und zur 4.860 wahrscheinlich. Unterhalb droht hingegen der Weg in die Konsolidierung mit ersten Zielen um 4.640/4.6/4.560. Den detaillierten Ausblick gibt es im Dashboard tagtäglich aktuell.
S&P500 Tageschart
S&P500 Wochenchart
Große Bild – S&P500 im Monatschart
Große Bild – S&P500 Quartalschart
Der Dow Jones nach +17% und neuem Allzeithoch in 9 Gewinnwochen nun mit erster Schwäche und einer Seitwärtsbewegung in den letzten 3 Wochen. Der gesehene Impuls erinnert sehr an die Impulsbewegung von exakt vor einem Jahr (Oktober – Dezember). iSKS-Ziel erreicht. Bei Top-Bildung muss eine Konsolidierung zur 35.5/35k eingeplant werden. Zwischenziele 37k/36.4. Oberhalb der 38k rückt hingegen die 38.3 in den Fokus.
Dow Jones Tageschart
Dow Jones Wochenchart
Der Nasdaq100 steht vor dem Abschluss der großen Impulsbewegung. Abschluss der 5. Welle würde die Tür für eine mehrwöchige Konsolidierung öffnen. Oberhalb der 16.5 bleiben die Anstiegschancen zur 17k/17.2 noch bestehen. Unterhalb dürfte die Konsolidierung zur 16k fortgesetzt werden. Bei Bruch rückt die Gap-Zone 15.7/15.5 in den Fokus, wo größere Gegenwehr wahrscheinlich wird.
Nachfolgend auch die übergeordneten Bilder im Monatschart (1 Kerze = 1 Monat) und Jahreschart (1 Kerze = 1 Jahr).
Nasdaq100 Tageschart
Nasdaq100 Wochenchart
Nasdaq100 Monatschart
Der weitere Blick zum DAX Quartalschart (jede Kerze stellt ein Quartal dar) seit den 1980-er Jahren. Während Corona wurde der 40-jährige Aufwärtstrend getestet und verteidigt.
DAX Quartalschart
Zum Abschluss noch die neuen Pivot-Punkte für die nächste Woche und den Monat Dezember.
Ergänzend auch noch die Pivot-Punkte für das Gesamtjahr 2024.
Der DAX im Jahr 2024 mit den Jahres-Pivot-Punkten
DAX Kursindex am Hochpunkt der Dotcom-Bubble
Nachfolgend der DAX vom großen ins kleine Bild analysiert:
Xetra-DAX Monatschart. Der Blick zum DAX Monatschart. Zu sehen der Corona-Crash und die nachfolgende Rallye, welche 2022 bullisch konsolidiert und ab Oktober 2022 bullisch aufgelöst wurde. 2023 hat sich zudem eine Cup & Handle ausgebildet, die eine gute bullische Grundlage für 2024 darstellt. Oberhalb der 17.2 würden sich direkt weitere Zugewinne anbieten. Unterhalb muss ein Zwischenschritt eingeplant werden. 16.6 – 16k – 15.6 wäre ein gesundes Verlaufsmuster.
Xetra-DAX Monatschart
Der Blick zum Wochenchart, wo der DAX nach der starken Rallye weiter Zurückhaltung an der 17k zeigt. Underperformer zur Wall Street. Eine Konsolidierung wird aufgrund der festen Wall Street bisher nicht zugelassen. Gesunde Ziele dürften bis unter die 16k führen. Die 16.680 stellen den ersten relevanten Bereich auf Wochensicht. Oberhalb bleibt die Range zur 16.850 aktiv. Darüber der Türöffnet zur 17k und anschließend 17.070/17.1. Unterhalb wäre hingegen der erste Cluster zur 16.530 und anschließend .410 zu nennen. Darunter die 16.350. Bei Bruch 16.210.
Xetra-DAX Wochenchart
Xetra-DAX Tageschart: Der Blick zum kurzfristigen Chartbild, um die untergeordneten Marken besser zu erkennen.
Kurzum für den Tageschart:
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Der DAX im Chart-Check. Nach der November-Rallye bleibt eine Konsolidierung überfällig. Wir blicken auf das große und übergeordnete Bild im DAX und prüfen natürlich auch die kurzfristigen Bewegungen.