Der Tag, an dem ich mich selbst überlistet habe

Es war ein Mittwoch.
Ich erinnere mich noch an das Licht im Zimmer – grauer Himmel, stiller Morgen, alles fühlte sich harmlos an.
Ich startete den Rechner, checkte die Futures, nahm einen Schluck Kaffee.
Der DAX war ruhig. Zu ruhig.
„Heute wird’s easy“, dachte ich.
Das war mein erster Fehler.


9:12 Uhr – das perfekte Setup

Ich sah die Bewegung kommen.
Der Markt lief an eine Widerstandszone, das Volumen stieg.
Ich fühlte mich sicher, entspannt, fast zu gelassen.

„Komm schon, Alex, du weißt, was du tust.“
Ich öffnete den Trade – Long.
Ich war überzeugt, das Ding läuft durch.

Die ersten Kerzen gingen leicht ins Plus.
Ich lehnte mich zurück, nippte am Kaffee, lächelte.

Dann kam 9:18 Uhr.


9:18 Uhr – der Bruch

Der Markt drehte.
Zuerst langsam, dann mit Wucht.
Ich sah, wie meine grüne Zahl im Terminal rot wurde.
Zuerst leicht, dann tiefrot.

Mein Kopf sagte: „Schließen!“
Mein Ego flüsterte: „Warte, er kommt zurück.“

Ich wartete.
Und er kam nicht zurück.


9:27 Uhr – der stille Sturz

Ich spürte, wie die Schultern schwer wurden.
Ich zog den Stop nach – zu spät, zu sinnlos.
Ein letzter Impuls: „Verdoppeln, zurückholen!“

Ich hatte’s früher oft so gemacht.
Diesmal hielt ich dagegen.
Ich schloss. -2,3 %.

Still. Kein Ausbruch, kein Fluch, kein Schrei.
Nur Stille.


Nach dem Trade

Ich starrte auf den Chart.
Die Linien, die ich gezogen hatte, sahen plötzlich kindisch aus.
„Wie konntest du so blind sein?“
Aber dann merkte ich: Ich war gar nicht blind.
Ich war überheblich.

Ich hatte nicht den Markt verloren – ich hatte gegen meine eigene Arroganz verloren.


Später am Abend

Ich schrieb ins Journal:

„Verlust war sauber, aber der Einstieg kam aus Übermut. Kein Disziplinfehler – ein Charakterfehler.“

Und das war der Unterschied.
Es tat weh, aber es war kein Zufall.
Es war der Preis für Erkenntnis.


Es gibt Verluste, die dir Geld kosten.
Und es gibt Verluste, die dich verändern.
Dieser war letzteres.
Heute erinnere ich mich jedes Mal daran, wenn ich das Gefühl habe, der Markt „gehöre“ mir.
Denn das ist der Moment, in dem er dich am härtesten trifft.


Richtungslos vor der Fed – DAX bleibt Outperformer, Wall Street eingekeilt

Auch am letzten Handelstag vor der Fed-Zinsentscheidung blieben neue Impulse Mangelware. Die Wall Street steckt seit Tagen in einer engen, weitgehend richtungslosen Range fest – ein klassisches Abwarten vor einem großen geldpolitischen Ereignis.
Der DAX konnte seine Rolle als Outperformer dagegen nochmals bestätigen: Im Kassa-Handel testete er den Oktober-Abwärtstrend bei 24.200 Punkten und hat seit dem Novembertief vor zwei Wochen rund +5,5 % zugelegt. Spannend wird sein, ob sich diese relative Stärke nach der Fed-Entscheidung hält – oder ob sie in eine Gegenbewegung umschlägt. Mit einer Jahresperformance von über 21 % liegt der DAX immerhin fast gleichauf mit dem Nasdaq 100.

Morgen Abend (20:00 Uhr Fed-Zinsentscheid, 20:30 Uhr Pressekonferenz) richtet sich der komplette Markt auf die letzte geldpolitische Entscheidung des Jahres. Eine Zinssenkung gilt als sicher eingepreist. Die eigentliche Frage lautet jedoch:

  • Öffnet die Fed die Tür für weitere Senkungen?
  • Gibt es gar erste Hinweise auf neues QE?
  • Oder erleben wir einen hawkishen Cut, gefolgt von einer Phase des „Warten und Beobachten“?

Während der Aktienmarkt weiterhin in Jahresabschlussstimmung schwelgt, senden die Anleihemärkte schon länger Warnsignale. Trotz der eingepreisten Zinssenkungen sind die Renditen in den letzten Wochen weiter angestiegen – ein Zeichen, dass der Rentenmarkt zunehmende Zweifel am geldpolitischen Pfad entwickelt. Noch kommt diese Skepsis im Aktienmarkt nicht an.


Wichtige Wochentermine

  • Mittwoch:
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheid
    • (!) 20:30 Uhr US Fed Pressekonferenz
    • Quartalszahlen von Oracle
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanz September
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise November (endgültig)

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX hält am Dienstag seine Outperformance und testete den Oktober-Abwärtstrend (im Future hätte diese noch weitere 100 Punkte). Vermutlich wird diese Outperformance nicht mehr lange zu halten sein, aber erst bei Bruch zurück unter die 100-TL/ 24k würde der der Weg zurück in die Range zur 200-TL drohen.
Der Bereich der 24.100 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt weiterhin die Spanne zum Trend 24.150/.170 zu nennen. Darüber rückt der Cluster 24.200 – .240 in den Blickpunkt. Bei Bruch 24.300 und anschließend .370.
  • Unterhalb ist hingegen 24.050 und die 24.000 wider zu nennen. Darunter folgen 23.950/.930. Bei Bruch die Eintrübung mit ersten Zielen bei 23.880/.860.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.100 > 24.150 > 24.170 > 24.200 > 24.240 > 24.300 > 24.370 > 24.420 > 24.500 > 24.540 > 24.640 > 24.750 > 24.840
  • Unterstützungen: 24.050 > 24.000 > 24.980 > 24.950 > 23.930 > 23.880 > 23.860 > 23.790 > 23.740 > 23.680 > 23.660 > 23.620 > 23.520 > 23.430 > 23.360 > 23.240 > 23.170 > 23.140 > 23.020 > 22.940 > 23.900 > 22.780 > 22.750 > 22.630

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Ruhiger Wochenauftakt – aber die Märkte wirken fragiler, als es scheint

Der Start in die zweite Dezemberwoche verlief impulsarm. Die Handelsspannen bleiben auffallend eng, was auf den ersten Blick nach ruhigen Märkten aussieht. Ein Blick auf den Volatilitätsindex VIX und vor allem auf die Anleihemärkte zeigt jedoch, dass diese Ruhe trügerisch sein könnte. Im Vorfeld der Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch – eine Zinssenkung gilt als sicher eingepreist – tauchen zunehmend Zweifel auf, ob die Fed nicht Gefahr läuft, einen politischen Fehler zu begehen.

Der DAX hält sich weiterhin knapp oberhalb der Unterstützungszone um 24.000 Punkte, während die Wall Street nahe ihrer Allzeithochs notiert. Doch die geringe Liquidität macht die Märkte anfällig: Schon ein kleiner Impuls könnte ausreichen, um deutliche Bewegungen auszulösen.
Am Dienstag rücken mit der deutschen Handelsbilanz für Oktober sowie den US-JOLTS-Daten (offene Stellen) zwei wichtige Veröffentlichungen in den Fokus. Vor allem die JOLTS dürften erneut zum Stimmungstest für den zunehmend schwächelnden US-Arbeitsmarkt werden.


Wichtige Wochentermine

  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanz Oktober
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) Oktober
  • Mittwoch:
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheid
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Pressekonferenz
    • Quartalszahlen von Oracle
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanz September
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise November (endgültig)

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX am Montag nur wenig verändert und weiter oberhalb der 24k mit der 100-TL. Bei Bruch zurück würde der der Fall zurück in die Range zur 200-TL drohen.
Der Bereich der 50- & 100-TL bei 23.950/.980 wird weiterhin die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt weiterhin die Spanne über die 24k und 24.050 zur 24.120 zu nennen. Darüber folgt der Test des Abwärtstrends bei 24.180. Bei Bruch rückt die 24.250/.290 und darüber die 24.370 in den Fokus.
  • Unterhalb ist hingegen nach der 23.920 die Gap-Zone 23.870 mit dem Wochen-PP bei .850 im Fokus. Darunter die 23.790 als nächste Anlaufzone, gefolgt von der .740 und dem m. Bollinger an der 23.680.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.980 > 24.000 > 24.050 > 24.120 > 24.180 > 24.250 > 24.290 > 24.370 > 24.420 > 24.500 > 24.540 > 24.640 > 24.750 > 24.840
  • Unterstützungen: 24.950 > 23.920 > 23.870 > 23.850 > 23.790 > 23.740 > 23.680 > 23.660 > 23.620 > 23.520 > 23.430 > 23.360 > 23.240 > 23.170 > 23.140 > 23.020 > 22.940 > 23.900 > 22.780 > 22.750 > 22.630

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Guter Dezemberauftakt – doch jetzt kommen die entscheidenden Wochen

Die Wall Street blickt auf eine gute erste Handelswoche im Dezember zurück und knüpft damit nahtlos an die positive Thanksgiving-Woche an. Der S&P 500 vollendete den 9. Gewinntag in den vergangenen 10 Handelstagen und steht erneut direkt vor seinem Allzeithoch. Auch der DAX zeigte Stärke: Mit der Rückeroberung der 24.000 Punkte bewegt er sich wieder mitten in seiner übergeordneten Seitwärtsrange.

Diese Zuversicht wurde allerdings in einer ansonsten impulsarmen Woche vergeben – und das, obwohl die entscheidenden Daten und Ereignisse des Jahres erst in den kommenden zwei Wochen anstehen. Im Mittelpunkt der neuen Woche steht der Fed-Zinsentscheid. Eine Zinssenkung gilt als sicher eingepreist, doch die eigentliche Frage lautet: Wie wird sich die Fed im Statement präsentieren? Eher optimistisch? Oder zunehmend besorgt über die konjunkturelle Abkühlung?
Ebenfalls mit Spannung erwartet werden die Oracle-Quartalszahlen, nachdem die CDS-Prämien zuletzt spürbar angezogen haben. Zudem richtet sich der Blick auf das neue ChatGPT-Modell von OpenAI: Kann OpenAI Googles Gemini erneut überholen – oder droht ein Rückstand im KI-Wettrennen?

In der darauffolgenden Woche folgen dann die US-Inflationsdaten sowie der viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht. Erst dann wird sich zeigen, ob die aktuell vergebenen Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind.
Saisonal betrachtet ist vor allem die zweite Dezemberhälfte häufig freundlicher geprägt. Dennoch dürfte die Volatilität angesichts der bevorstehenden Schlüsselereignisse nochmals zunehmen.


Wichtige Wochentermine

  • Montag:
    • 04:00 Uhr CN Handelsbilanz November
    • 08:00 Uhr DE Industrieproduktion Oktober
  • Dienstag:
    • 08:00 Uhr DE Handelsbilanz Oktober
    • 16:00 Uhr US JOLTS-Daten (offene Stellen) Oktober
  • Mittwoch:
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Zinsentscheid
    • (!) 20:00 Uhr US Fed Pressekonferenz
    • Quartalszahlen von Oracle
  • Donnerstag:
    • 14:30 Uhr US Anträge auf Arbeitslosenhilfe Vorwoche
    • 14:30 Uhr US Handelsbilanz September
  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Verbraucherpreise November (endgültig)

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Xetra-DAX Tagesausblick:

Der DAX konnte in der vergangenen Woche nach Verteidigung seiner 200-Tageslinien wieder die 24k mit der 100-TL ansteuern. Kann der Bereich nun gehalten werden, oder droht der Fall zurück in die Range zur 200-TL? Der Montag dürfte dafür bereits entscheidend werden.
Der Bereich 23.970 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt weiterhin die Spanne über die 24.030 zur 24.130 zu nennen. Darüber weitere Aufhellung in Richtung 24.200/.230. Bei Bruch rückt die 24.300/.330 in den Fokus.
  • Unterhalb ist hingegen nach der 23.930 die Gap-Zone 23.870 im Fokus. Darunter droht der Fall zurück in die Range mit 23.820 und .790 als nächste Anlaufzone. Bei Bruch folgen 23.730 und das m. Bollinger an der 23.680.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 24.960 > 24.030 > 24.130 > 24.200 > 24.230 > 24.300 > 24.330 > 24.420 > 24.500 > 24.540 > 24.640 > 24.750 > 24.840
  • Unterstützungen: 24.970 > 23.930 > 23.870 > 23.820 > 23.790 > 23.730 > 23.680 > 23.660 > 23.620 > 23.520 > 23.430 > 23.360 > 23.240 > 23.170 > 23.140 > 23.020 > 22.940 > 23.900 > 22.780 > 22.750 > 22.630

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Donnerstag im zweigeteilten Marktumfeld – DAX als Outperformer, Wall Street weiter lethargisch

Die Märkte präsentierten sich am Donnerstag im zweigeteilten Bild. An der Wall Street verharren die US-Indizes weiterhin in extrem engen Handelsspannen und bewegen sich kaum vom Fleck. Die Dynamik wirkt zunehmend ausgelaugt – ein kleiner, gesunder Zwischenschritt wäre eigentlich überfällig, doch bislang zeigen die Verkäufer keinerlei Ambitionen.
Der DAX konnte sich dagegen als klarer Outperformer zeigen: Er machte seine Wochenverluste vollständig wett und arbeitete sich erneut an die Widerstandszone knapp unterhalb der 24.000 Punkte heran. Ein Wochenschluss oberhalb dieser Marke würde bullishes Potenzial für die kommende Woche eröffnen. Prallt der Index hingegen erneut ab, bleibt die neutrale Range hinunter zur 23.600/23.500 aktiv.

Auf der Makroseite blieb die Nachrichtenlage dünn. Gemischte Arbeitsmarktdaten ändern nichts an der ohnehin bereits zu 100 % eingepreisten Zinssenkung der Fed in der kommenden Woche. Damit richtet sich der Fokus zunehmend auf die anstehende Fed-Sitzung – aber auch auf die Quartalszahlen von Oracle und das neue ChatGPT-Modell, das erneut die Frage aufwirft, ob man Googles Gemini überholen kann.

Am Freitag stehen mit der US-PCE-Kernrate (November) sowie dem Uni-Michigan-Konsumklima (Dezember) noch zwei wichtige Datenpunkte auf der Agenda.


Wichtige Wochentermine

  • Freitag:
    • 08:00 Uhr DE Auftragseingang Industrie Oktober
    • 11:00 Uhr EU BIP (endgültig)
    • (!) 14:30 Uhr US PCE-Kernrate November
    • 14:00 Uhr US Konsumklima Uni Michigan Dezember (vorläufig)

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Der DAX konnte sich nach Verteidigung seiner 200-Tageslinien wieder an die Oberkante der Range zu den nächstgrößeren Widerständen vor der 24k schieben. Ein Wochenschluss oberhalb wäre ein gutes Signal für die kommende Woche. Unterhalb bleibt die Spanne zu den 200-TL (23.6/23.5) aktiv.
Der Bereich 23.830 wird die erste relevante Zone darstellen.

  • Oberhalb bleibt weiterhin die Spanne über die 23.880 zur Widerstandszone mit der 100-TL bei 23.960 aktiv. Darüber Chance auf weitere Aufhellung und den Cluster 24.040 (Gap) und 24.075. Bei Bruch rückt die 24.200 in den Fokus.
  • Unterhalb ist hingegen die Range zur 23.800 und .740 wieder zu nennen. Darunter folgen 23.680/.660 mit dem m. Bollinger. Bei Bruch droht über die 23.620 wieder der Weg zurück zum sma200 bei 23.520.

Relevante Marken in der Übersicht:

  • Widerstände: 23.830 > 23.880 > 24.960 > 24.000 > 24.040 > 24.075 > 24.100 > 24.200 > 24.220 > 24.340 > 24.420 > 24.500 > 24.540 > 24.640 > 24.750 > 24.840
  • Unterstützungen: 23.800 > 23.740 > 23.680 > 23.660 > 23.620 > 23.520 > 23.430 > 23.360 > 23.240 > 23.170 > 23.140 > 23.020 > 22.940 > 23.900 > 22.780 > 22.750 > 22.630

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