Es hagelte zum Wochenabschluss noch ordentlich neue Allzeithochs (AZH) quer durch die Indizes. In Vorfreude, dass der US-Arbeitsmarktbericht sehr positiv ausfallen wird, wanderten die Märkte bereits vor Veröffentlichung zum neuen AZH. Ignoriert wurde daher auch gekonnt die Aufkündigung einer gemeinsamen Weltpolitik durch den neuen US-Präsidenten. Am Ende verfehlte der Arbeitsmarktbericht auch noch überraschend deutlich die Erwartungen, aber trotzdem wollte der Markt seine Rekordrally nicht unterbrechen. Egal wie, egal was. Sämtliches Risiko wird nur zu gerne ausgeblendet. Die amerikanische Nasdaq hat sich seit 2009 (Beginn der historischen Hausse) nahezu versechsfacht und viele Bewertungen werden immer utopischer. Zweifel an ein Ende dieser Rekordbewegung nicht vorhanden. Was soll schon passieren? 😉

In der neuen verkürzten Handelswoche dürfte das Hauptaugenmerk auf Donnerstag gerichtet sein. In England wird gewählt, die EZB-Ratssitzung findet statt und China veröffentlicht die Handelsbilanz. Da ist durchaus Volatilität drin.

Blicken wir auf unseren DAX, welcher ebenso ein neues AZH Mithilfe der US-Börsen erreichten konnte. Der Wochenschluss erfolgte dann jedoch auf Niveau des alten Hochpunkts. Das neue AZH wurde somit nicht als starkes Kaufsignal verstanden und aufgekauft. Verdächtig. Der Blick auf die Positionierungen an der Terminbörse für den Kleinen Verfallstag in 2 Wochen zeigt auch ein pessimistischeres Bild. Oberhalb der 13k werden faktisch gar keine PUTs angezeigt und selbst bei der 12k-er Marke halten sich die Positionierungen die Waage. Dieses Bild war an den anderen Verfallstagen klar bullischer und könnte eine Begründung für die aktuelle Zurückhaltung (im Bezug zum US-Markt) darstellen. Bei einer weiteren Bewegung zur 13k könnten sich die Stillhalter aber genötigt fühlen ihre Positionierungen abzusichern und würden damit die Bewegung befeuern. Solche Maßnahmen wären aber wohl erst in der übernächsten Woche zu erwarten.

stockstreet.de

Schauen wir zum großen DAX Monatschart, wo die Ausbruchmarke von 12.390 zum Monatsschluss verteidigt und gefestigt werden konnte. Damit wurde die 6. grüne Monatskerze in Folge ausgebildet. Oberhalb dieser Marke bleibt der Chart vollkommen bullisch, könnte jeglicher Vernunft trotzen und weiter klar ansteigen. Kurse um 14.000 wären dann keine Illusion und könnten oberhalb der 12.390 ohne größere Korrektur erreicht werden. Ein zügiger Rutsch unter die 12.390 könnte hingegen das große Bild entscheidend eintrüben. Die 11.500/11.000/10.500 stellen auf der Unterseite übergeordnet wichtige bis sehr wichtige Reboundmarken dar. Das mittlere Bollingerband verläuft aktuell bei 10.960 und wurde in diesem Jahr noch gar nicht getestet. Der RSI läuft aktuell das 10-Jahreshoch im überkauften Bereich an.

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo der bullische Ausbruch in der kommenden Woche durch eine grüne möglichst starke Folgekerze untermauert werden müsste. Ein Überspringen der 12.900 könnte die bullische Bewegung entfesseln und die 13.000 wäre dann wohl zügig zu erreichen (und auch zu überwinden). Ein Start und Halten unterhalb der .850 könnte direkt eine Spanne zur .710/.690 ermöglichen. Ein kurzer Spike an die .900 wäre hierbei noch zu verzeihen. Unterhalb der .700 könnte erneut eine Bewegung zur .580/.530 einsetzen. Das Bild droht dann jedoch gefährlich einzutrüben.

Das mittlere Bollingerband verläuft in der kommenden Woche um 12.200 und wurde in diesem Jahr ebenso noch nicht getestet. Diese große Zeitspanne ist im Wochenchart durchaus eine auffällige Seltenheit!

Erste mögliche Range in der kommenden Woche: .900/.850 > ca. .700. Darunter .580/.530. Oberhalb der .900 wäre auch ein Short-Squeeze Richtung 13.200 möglich. Aktuell nicht favorisiert.

Im Tageschart (Future & Xetra) erkennen wir weiterhin das große offene Macron-Gap knapp unterhalb der 12.100. Sämtliche Gaps 2017 wurden bisher immer geschlossen (blau eingekreist im 2. Chartbild). Das Macron-Gap verläuft jedoch bis 12.090 und damit klar unterhalb der Ausbruchzone von 12.390. Vermutlich der Grund warum es noch offen ist. Die Schließung der Ausbruchlücke wäre ein Warnsignal für die Bullen.

Ansonsten erkennen wir im Tageschart die genannten Marken aus dem Wochenchart. Das mittlere Bollingerband wandert in der kommenden Woche an die 12.700 und könnte den wichtigen Support darstellen. Der GD38 wird nun den Support um 12.530/.580 stützen.

GD100 (12.130) und GD200 (11.480) wurden in diesem Jahr ebenso noch nicht getestet. Auch dieser Zeitrahmen ist mittlerweile eine Auffälligkeit! In diesem Zeitfenster erfolgte in den letzten 10 Jahren stets ein Rücklauf an diese Tagelinien.

Weitere interessante Auffälligkeit: Die bullische Bewegung im steigenden Keil (2. Chartbild) wird von einem abnehmenden Volumen begleitet. Es mahnt zur Vorsicht.

Der Dow Jones konnte in der vergangenen Woche ebenso ein knappes neues AZH erreichen. Im Buy-the-dips Modus (am GD100 & m. Bollinger) konnten in den letzten 2 Wochen die Rally stets fortgeführt werden. Die Tageskerze am Freitag strotzt jedoch nicht vor bullischer Stärke und könnte bei einem schwächeren Start schnell für etwas Druck sorgen. Die Bullen müssten die .200/.225 zügig überwinden, um diese Gefahr zu bannen und die Rally Richtung 21.300 fortzusetzen. Die .175 & .120 bilden auf der Unterseite erste Anlaufmarken. Eine wichtige Supportzone wird die 21.000/20.970 darstellen. Darunter wird ein direktes neues AZH unwahrscheinlich und die Marken .820 & folgend .660 rücken in den Fokus.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue und wichtige Handelswoche!

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