Das hat gut gepasst! Im Wochenausblick von vor einer Woche sollte der DAX eine Spanne von “12.091 – 12.390/.450” ausbilden und damit das Macron-Gap schließen. Die Unterseite wurde letztendlich nahezu punktgenau abgearbeitet und auf der Oberseite konnte die .390 nicht ganz angesteuert werden. Aber es könnte sich noch eine 2. Chance ergeben.

In der neuen Wochen erwartet uns u.a natürlich der Monatsschluss (etwas Window-Dressing?), neue Prognosen zur Inflationserwartung und der US-Arbeitsmarktbericht. Der DAX konnte nach Gap-Close einen weiteren Rutsch verhindern und sich stabil in den Wochenschluss retten. Die Chance für eine Gegenbewegung wäre somit gegeben, allerdings stehen die US-Börsen weiterhin ohne nennenswerte Korrekturbewegung dar und könnten den DAX bei eigener Schwäche unten halten. In diesem Fall wäre es durchaus denkbar, dass der DAX dann vom Under- zum Outperformer wird. Unterstützung könnte er vom Euro erhalten, welcher in der letzten Woche einen wichtigen Widerstand getestet hat. Eine Konsolidierung könnte den Euro nun wieder etwas vergünstigen und damit das Umfeld für den DAX bessern (und in den USA eintrüben). Die frühen Positionierungen an der Terminbörse für den Verfalltermin im August sind bisher auch schon recht deutlich. Ohne Schwarzen Schwan werden die Bullen die 12.000-er Marke nicht so einfach hergeben.

Positionierungen an der Terminbörse

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart, wo am Montag die Monatskerze Juli fertiggestellt wird und sich bisher eine gefährliche Eintrübung angedeutet. Aktuell bilden sich eine Reihe von Parallelen zum Frühjahr 2015. RSI – im überkauften Bereich – und MACD deuten ein großes Verkaufsignal an und die Vormonatskerze wurde erneut unterschritten. Es droht eine kühle Zeit, die bis zur Jahresendrally anhalten könnte. Ein Run zum neuen Allzeithoch dürfte in diesem Fall vorerst vom Tisch sein.

Die alte Ausbruchmarke bei 12.390 wurde erneut deutlich verletzt und unterschritten und könnte dies bis auf Monatsschlussbasis auch bleiben. Der Ausbruch über die 12.390 könnte sich daher als großer Fehlausbruch erweisen. Im August könnte diese Zone dann die obere Anlaufstation darstellen und bei Abpraller den Fehlausbruch bestätigen. Das eingezeichnete 23,6-er Retracement knapp unterhalb der 12.000 konnte noch nicht ganz erreicht werden und es bleibt nur noch der Montag um die Marke mit der Julikerze zu erreichen. Im Idealfall gibt es auch in diesem Punkt Parallelen zum Frühjahr 2015, wo die Abwärtsbewegung ganz gemächlich startete. Das 23,6-er Retracement könnte dann im August die untere Anlaufmarke darstellen und die alte Ausbruchzone um 12.390 die obere Widerstandszone. Unterhalb des Retracements wären die 11.770 & 11.400 weitere übergeordnete Unterstützungszonen.

Das mittlere Bollingerband wird im kommenden Monat die 11.000 ansteuern und könnte bei bestätigtem Verkaufssignal durchaus eine interessante Zielregion für eine große Korrekturbewegung in den nächsten Monaten darstellen.

DAX Monatschart

Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo nach Gap-Close nur ein kleiner Kerzenkörper ausgebildet wurde. Die (Fehl?)Ausbruchmarke .390 wurde erstmals seit April gar nicht mehr angelaufen und stellt nun auch in der kommenden Woche einen wichtigen Widerstand dar. Die kleine Wochenkerze könnte eine zaghafte Erholungsbewegung in den kommenden Woche andeuten, die im schwächsten Fall für die Bullen bereits das Monatshoch für August beinhalten könnte. Es wäre für diese Bewegung wichtig, dass das Vorwochentief nicht mehr angelaufen wird und der DAX gleich oberhalb der 12.100 diese Erholung einleitet. Als obere Begrenzung und Wochenspanne würde sich die erwähnte .390 anbieten. Darüber wäre noch die .450/.500 zu nennen. Erst darüber würde sich das Chartbild wieder aufhellen und die Gefahr auf der Unterseite deutlich minimieren. Potentielle Wochenrange für dieses Szenario: 12.100 – 12.390. Falls das Vorwochentief hingegen unterschritten wird, dürfte es zügig in Richtung 12.000 gehen bzw. sogar knapp darunter. Die 11.925/.975 wären hierbei zu nennen. In dieser Zone dürften jedoch viele Kaufprogramme bereits auf der Lauer liegen und den DAX Richtung 12.240 hochkaufen. Die Positionierungen an der Terminbörse deuten ein ähnliches Bild an. Dies gilt jedoch nur ohne starken negativen Impuls (Schwarze Schwan). Die 12.100 stellt somit die erste relevante Zone dar. Darüber Chance auf eine ruhige Erholungsbewegung. Darunter wird ein neuer Tiefpunkt unter der 12.000 wahrscheinlich, welcher jedoch schnell aufgekauft werden dürfte.

Der GD100 verläuft bei 10.860 (wandert langsam zum großen DAX Monatschart-Support – interessante übergeordnete Korrekturmarke!) und der GD200 bei 10.470. Beide wurden in diesem Jahr noch nicht angelaufen.

DAX Wochenchart

Blicken wir noch zum Tageschart, wo das Macron-Gap nahezu punktgenau geschlossen werden konnte. Auffällig sind die Lunten an den Tageskerzen, welche durchaus einen Kaufwillen in dieser Region andeuten. Ebenso zu erkennen ist ein fallender Keil, dessen untere Trendlinie in den kommenden Tagen halten muss, damit der DAX eine Erholung einleiten kann. Das 61,8-er Retracement könnte dann bei 12.330 einen Retest erfahren. Bei einer eher gemütlichen Aufwärtsbewegung könnte auch das mittlere Bollingerband (aktuell bei 12.420 fallend) in den nächsten Tage unterhalb der 12.390 angesteuert werden und das obere Wochenziel darstellen. In dieser Zone könnte dann eine Gipfelbildung eingeleitet werden, die im Anschluss eine nächste Abwärtswelle mit neuen Tiefpunkten starten dürfte. Falls der fallende Keil hingegen durchbrochen wird, so dürfte seine untere Begrenzung zum Widerstand werden. Der GD200 aktuell bei 11.910 (steigend) dürfte dann das nächste und auch vorerst solide Ziel sein. Es ist durchaus realistisch, dass der DAX in den kommenden Wochen zwischen GD100 (dunkelgelb) und GD200 (hellgelb) pendeln wird – zumindest bis zum Kleinen Verfallstag am 18. August.

DAX Tageschart

Zur Vollständigkeit auch noch der kleinere DAX 60-Minutenchart (m60) mit den Zwischenmarken (u.a. 12.230).

DAX m60

Die US-Börsen bleiben weiter in einer niedrigen Volatilität gefangen. Der Dow Jones konnte erneut das mittlere Bollingerband im “Buy-the-dips”-Modus verteidigen. Oberhalb des Bandes (.590 steigend) bestehen stets neue Chance auf kleine neue Hochpunkte. Genau am m. Bollinger verläuft aktuell auch eine untere Keilbegrenzung, welche seit April Bestand hat. Die Oberkante läuft in der kommenden Woche fast bis an die 22.000. Diese Spanne gilt es in der neuen Woche zu beobachten. In der Mehrzahl werden diese steigende Keilformationen bärisch aufgelöst.

Dow Jones Tageschart

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue und wichtige Handelswoche!

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